Quo vadis BTMG?

se7Ro schrieb:
@combatfun
ich habe oben etwas geschrieben zu Depressionen, Psychosen, Angstzustände in Bezug auf gestrecktes Cannabis. Hast du damit eventuell auch Erfahrung gemacht?

In Italien gibt es gestrecktes Cannabis das mit Methadon gestreckt wird. Es gibt auch minderwertiges albanisches Marihuana das mit künstlichen Cannabinoiden (hierzulande sagt man Legal Highs) mehr oder weniger aufgewertet wird.

Den dazugehörigen Artikel kann ich leider nur auf italienisch nachliefern, wer möchte kann ihn ja in den Übersetzer jagen^^
http://www.laveracronaca.com/inchieste/1761-amnesia-nuova-droga-campania

http://www.medicitalia.it/news/psicologia/4747-amnesia-marijuana-sapor-eroina.html

Wie dem auch sei, viele bzw. die meisten Psychosen gehen in Deutschland auf das Konto der Illegalität!!!!

Denn Cannabis ist nicht gleich Cannabis, es gibt zig tausende verschiedene Sorten die sich in Wirkung und Wirkstoffgehalt unterscheiden. Fehlende Kennzeichnung und fehlende Inhaltsangaben inkl. unbekannter Streckmittel fördern die Gefahr von Überdosierung und Vergiftung. Nicht wenige erhalten psychotische Nebenwirkungen infolge einer Überdosierung einer überzüchteten CBD armen Sorte.

Anders wie beim Alkohol kann der Konsument nicht erkennen wieviel Wirkstoff im Cannabis enthalten ist, und wenn er es merkt ist es unter Umständen zu spät.
Wenn wir über die Ursachen einer Cannabisbezogenen Psychose sprechen wollen, dann müssen wir die Ursachen dafür thematisieren. Cannabis alleine dafür zur Verantwortung zu ziehen ist zu einfach, aber einfach machen es sich die Prohibitionisten ja immer gerne.......denn nicht umsonst ist Cannabis verboten weil es illegal ist, sagt zumindest Frau Mortler.........
 
Zuletzt bearbeitet:
@ YesWeedCan
Sofern ich weiß, kann der Cannabis Konsum nur eine latent vorhandene Psychose zum Vorschein bringen. D.h. die Psychose ist bereits versteckt vorhanden, nur ist sie bisher noch nicht ausgebrochen. Der Ausbruch kann durch verschiedene Ereignisse/Mittel ausgelöst werden, wie z.B. auch durch Stress oder Angst.

@ se7Ro
Ja, das ist halt so. Der Verdacht, dass die Alkohol und Pharma Lobby ihre Finger im Spiel haben, kommt nicht von ungefähr. Mit gestrecktem Gras habe ich Erfahrungen sammeln "dürfen", wie wohl viele andere auch. Mit Psychosen oder Depressionen aber nicht, wie wohl fast alle ;) Möglich, dass gestrecktes Gras Angstgefühle verstärkt, kann ich nicht bestätigen. Die hatte ich zwar schonmal, aber nicht extrem, dass es mich eingeschränkt hätte. Ich denke, dass könnte auch einfach zu hoch dosiert gewesen sein. Man sammelt halt seine Erfahrungen, wie mit Alkohol auch... :)

Das harmloseste waren Sandkörner, um das Gewicht und somit den Profit zu erhöhen. Ekelhafter war da schon irgendeine Creme Paste. Andere berichteten schon von Blei, was sehr giftig ist. Häufig kriegt man Gras, was nach Dünger riecht und schmeckt. Da wird offenbar versucht, der Pflanze den maximalen Wirkstoff Gehalt zu entlocken. Finde ich nicht gut, weil dann rauche ich lieber 2 mal mit gutem Geschmack, als einmal mit schlechtem.

In den Niederlanden war auch einmal Gras dabei, was mit synthetischen Cannabinoiden besprüht war :(
Für unwissende: Das ist die Lösung, die auf irgendwelche brennbaren Materialien (meist halt getrocknete Kräuter) gesprüht wird. Die Kräuter sind also völlig ohne Wirkung und dienen nur als Trägerstoff worauf die "Rausch Lösung" gesprüht/getränkt wird. Von den Kräutern halte ich übrigens überhaupt nichts. Eine ganz andere Wirkung, egal mit welcher Cannabis Sorte/mit welchem Wirkstoffgehalt man es vergleicht. Es dröhnt einfach den Schädel zu, ohne Entspannung. Selbst kleinste Dosierungen können unberechenbar sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sofern ich weiß, kann der Cannabis Konsum nur eine latent vorhandene Psychose zum Vorschein bringen.
Diese Frage ist wohl leider ein Knackpunkt, der auf absehbare Zeit nicht beantworten kann. Um das zu tun müsste man Menschen die Drogenkonsum explizit ablehnen über einen längeren Zeitraum massiv unter Canabis Einfluss halten.
Statistisch kann man leicht nachweisen, dass Canabiskonsumenten häufiger psychisch auffälliger werden als Kontrollgruppen ohne diesen Einfluss.
Allerdings dreht sich dann die Diskussion darum, ob Menschen mit latentem Dachschaden nicht ggf. anfälliger für Drogenkonsum und Missbrauch sind als Leute ohne. Eine Kontrollgruppe von Menschen die freiwillig Drogen konsumieren bringt also nix und wie gesagt, Menschen die es ablehnen kann man nicht so mir nix dir nix völlig Dicht machen.
 
@combatfun

Ja das stimmt, eine latente Psychose kann durch Cannabis ausgelöst werden. Es gibt auch noch eine andere Konstellation wo Cannabis eine Psychose auslösen kann, und zwar wenn Menschen ein bestimmtes Gen haben:

http://www.huffingtonpost.de/2016/02/17/gen-cannabis-konsum-psychose_n_9252428.html

http://www.heilpraxisnet.de/naturhe...-ob-kiffer-psychosen-entwickeln-2016022157247

So wie ich das verstehe muss eine Psychose nicht immer ZWINGEND latent vorhanden sein, sondern kann auch genetisch bedingt sein. Wäre Cannabis legal könnte man sich auf das Gen testen lassen und bei vorhanden sein einfach das Kiffen sein lassen :)

Mir ging es aber in der Antwort oben um die zitierte Frage:
Sehr oft bekommen Menschen psychotische Zustände, Depressionen oder auch Angstzustände weil das Cannabis entweder stark CBD arm ist (z.b. 0,01%), oder mit synthetischen Cannabinoiden gestreckt ist.
CBD ist der anti psychotische Wirkstoff der infolge der Illegalität in den letzten Jahren stark herausgezüchtet wurde, und bei manchen Menschen kann Cannabis mit extrem wenig CBD problematische psychotische Zustände hervorrufen.

Ebenso ist das Strecken von Faserhanf mit synthetischen Cannabinoiden ein Problem, was in Zukunft auch in Deutschland verheerende Auswirkungen haben kann.

In Italien gab es in Apulien Fälle wo Menschen nach dem Konsum von Cannabis in die Psychiatrie mussten. Nach Beschlagnahmung durch die Polizei und Untersuchung stellte sich heraus, dass es Faserhanfblüten aus Albanien war, welches mit synthetischen Cannabinoiden durchtränkt war. Das wurde den Leuten aber nicht als Legal Highs angeboten sondern als Marihuana und ließ sie reihenweise austicken.....

In Neapel gibt es eine Sorte die sich Amnesia nennt und mit der niederländischen Sorte nur den Namen gemeinsam hat. Dieses Cannabis wird mit Methadon, Heroin und Batteriesäure gestreckt und kann stark abhängig machen und starke negative psychotische Auswirkungen haben.

Das gibt es Gott sei Dank noch nicht in Deutschland, kann aber jederzeit hier her kommen denn Italien ist nun nicht so weit entfernt. ich möchte nicht wissen, mit was in Deutschland das Cannabis gestreckt wird, aber es reicht schon unter Umständen ein gefährlicher chemischer Dünger um unbeabsichtigte Nebenwirkungen hervorzurufen!

Eigentlich kommen wir gar nicht drumherum Cannabis endlich zu legalisieren, alleine um die Bürger vor diesen immensen Gefahren der Streckmittel zu schützen!

Ich befürchte aber, dass eine Freigabe in Deutschland politisch nicht gewollt ist, obwohl die meisten Experten dafür sind. Schon das rumgeeiere mit dem Modellversuch zeigt, dass da dicke Bretter zu durchbohren sind.
 
combatfun schrieb:
Mortler sollte mal ihren eigenen Gehirnskasten anstrengen und nicht blind auf Experten hören

Das ist so: Die Regierung/CDU will nicht legalisieren.
Aufgrund der Verpflichtungen ihren Lobbies und Wählern gegenüber. Darum krallen die sich krampfhaft "Experten" die noch den immeralten Schwachsinn von wegen "Cannabis is gefährlich, Drogenpolitik ist Gesundheitspolitik, falsches Signal an die Jugendlichen, Staat muss Bürger schützen (indem man sie bestraft :D), wer mit Alkohol vergleicht der verharmlost Drogen, etc."

Das ist nicht so, als würde sich Mortler mit unabhängige Experten offen an einen Tisch setzen und zuhören, was zu diese zu sagen haben. Und daraus dann eine Art drogenpolitische Kurs erstellt würde. Mortler muss bei diesem Theater lediglich ihre Kackfresse hinhalten als eine Art Blitzableiter. Mehr macht die nicht.

Sieht man auch schön daran, dass der medizinische Cannabis Kurs bereits torpediert wird (den Mortler ja unterstützt):
http://www.frank-tempel.de/nc/aktue...lan-fuer-cannabismedizin-in-groesster-gefahr/
Zeitplan für Cannabismedizin in größter Gefahr!

„Während Städte wie Berlin und Düsseldorf mit neuen Anläufen für regulierte Abgabemodelle von Cannabis gegen die gescheiterte Verbotspolitik rebellieren, schafft es die Bundesregierung nicht einmal mehr, ihre eigenen Versprechen auf dem Gebiet der Cannabismedizin zu halten“, erklärt Frank Tempel, drogenpolitischer Sprecher der LINKEN, anlässlich der heutigen Fachtagung in Düsseldorf über eine regulierte Cannabisabgabe.

Apropos Cannabis und Psychose:
http://www.heilpraxisnet.de/naturhe...ondern-folge-der-schizophrenie-20161219213332
Führt Cannabis zu Schizophrenie oder nutzen Schizophrene häufig Cannabis?

Forscher versuchten jetzt den Zusammenhang zwischen Schizophrenie und Cannabis besser zu verstehen. Bei ihrer Untersuchung fanden sie heraus, dass es starke Beweise für den Einsatz von Cannabis als eine Art Selbst-Therapie bei vielen Patienten mit Schizophrenie gibt. Bisher waren Mediziner davon ausgegangen, dass der Missbrauch von Cannabis zu Schizophrenie führt. Nun stellt sich die Situation jedoch deutlich anders dar.
Die Wissenschaftler der University of Bristol stellten bei einer Untersuchung fest, dass Patienten mit Schizophrenie oft Cannabis als eine Art Mittel zur Selbst-Therapie einsetzen. Lange Zeit waren Mediziner davon ausgegangen, dass Cannabis zu einem erhöhten Risiko für Schizophrenie führt. Die Mediziner veröffentlichten die gegensätzlichen Ergebnisse ihrer Studie nun in der Fachzeitschrift Psychological Medicine.


Bremen will weiter liberalisieren
http://www.weser-kurier.de/bremen/b...Liberalisierung-_arid,1523479.html#nfy-reload
Warten auf die Cannabis-Liberalisierung


Die Koalition hat sich im März 2016 zu einem liberaleren Umgang mit Cannabis entschlossen. Passiert ist seitdem nicht viel. Zu Jahresbeginn soll der Senat nun die entsprechenden Maßnahmen beschließen.


Außerdem gab es vor einigen Wochen in Münster eine Cannabis Fachtagung. #MarleneMortlerAbsetzen (die Betreiber dieser Facebookseite) war mit dabei und hat die Mitschnitten auf youtube hochgeladen. Besonders empfehlenswert sind die Vorträge von Böllinger und Gaßmann.

Der Mitschnitt vom Fachtag "Konsum ohne Reue" in #Münster ist jetzt verfügbar

Die von uns organisierten Infostände in der Münsteraner Innenstadt haben sich gelohnt.* Nach Düsseldorf* plant auch die Stadt Münster per Ratsbeschluß eine Antrag an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf die legale Abgabe von #Cannabis zu stellen.

Vor diesem Hintergrund lud das Gesundheitsamt der Stadt interessierte Bürger, aber vor allem auch die lokale Politprominenz ein, um sich durch die Vorträge diverser Experten informieren zu können. Da ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, dem Treffen auch unsere Aufwartung zu machen.

Grußwort Gesundheitsamt Münster: https://www.youtube.com/watch?v=TVg-5ZZxbw4&feature=share

-Prof. Lorenz Böllinger, Professor für Strafrecht und Kriminologie,
Mitglied im Schildower Kreis: https://www.youtube.com/watch?v=gW2suiX_Yzo

- Dr. Raphael Gaßmann von der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS): https://www.youtube.com/watch?v=eycoopQYNik

- Hubert Wimber, ehemaliger Polizeipräsident von Münster: https://www.youtube.com/watch?v=Lpv0aABX_ik

- Dr. Hans-Jürgen Hallmann von der NRW-
Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung: https://www.youtube.com/watch?v=HxxteT0K9pA

-Prof. Martin Smollich, Phramakologe, Hochschule Rheine: https://www.youtube.com/watch?v=BwCg-P1vFKY

-Dr. Jutta Settelmayer, Leiterin der Abteilung für Suchtmedizin an
der LWL-Klinik Münster: https://www.youtube.com/watch?v=OtEeAkUgJq4

Podiumsdiskussion: https://www.youtube.com/watch?v=zJ28l02xa-Y
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Heffertonne für die Links zur Fachtagung in Münster. Habe es mir angesehen und fand es sehr interessant :)


Ich kann nur hoffen, dass die Politiker die über die Sache zu entscheiden haben dies ebenfalls tun. Hier wurde der Stand der Forschung ganz gut zusammengetragen und gut verständlich zusammengefasst.
 
Habe noch nicht alle Videos durch, aber auch schon mal von mir ein Danke für die Infos! Wäre schön, wenn dass mal auf Bundes Ebene passieren würde. Leider werden CDU/CSU und SPD alles in ihrerer Macht stehende tun, um eine Legalisierung zu verhindern. Wahrscheinlich ganz im Sinne deren Lobbys, welche diese Parteien supporten.

Leider haben die nun einmal die Macht und werden sie auch behalten. Denn es ist leider ziemlich sicher, dass die Mehrheit wieder eine Partei wählt, welche zu ihren Ungunsten entscheidet. Nicht nur bzgl. Cannabis, um Gottes Willen, sondern generell. Oder sind die Mehrheit der Deutschen inzwischen alle Besser Verdiener und/oder Arbeitgeber? ;)

Per Gesetz müsste die CDU/CSU dass "C" aus ihrem Namen gestrichen kriegen! Lediglich Merkel rechtfertigt diesen Buchstaben ein wenig. Und die SPD müsste spätestens seit der Agenda 2010 das "S" aus dem Namen abgeben!
 
Ich hatte in einem vorherigen Post n Kollegen erwähnt, der echt n "Härtefall" war/ist.
Er ist mit seinen Ärzten (er musste mehrfach die Ärzte und Kliniken wechseln, weil die Ärzte entweder wenig Ahnung hatten oder nicht helfen wollten) zum Schluss gekommen, dass das Cannabis die Psychosen ausgelöst haben könnten. Zudem hat er, nach Gesprächen mit alten Freunden, erfahren, dass das Gras mit Spice gestreckt war.

Naja, wie dem auch sei.. wir müssen uns damit abfinden, dass es Menschen in unserer "Gesellschaft" gibt die anscheinend besser wissen, was gut und schlecht für den eigenen Körper ist. Klugscheisser :D

In meiner Stadt bspw. gibt es keinen Dealer, der sauberes Cannabis verkauft. Lohnt sich für den Straßenticker auch nicht, weil weniger Gewinn.

So läuft es idR ab:
- Grower bauen ausschließlich nur Indicasorten an (aber Dealer gaukeln einem Sativasorten "Haze" vor), da die Indicasorten schneller wachsen, meistens werden die Sorten zu früh geerntet (Info: Indica verursacht nen Bodyhigh, couchlock etc. und Sativa ist eher kopflastig, teilweise sehr aktivierend
- Sorten werden nicht ordentlich/lang genug getrocknet und fermentiert -> sind feuchter, haben mehr Gewicht -> mehr Gewinn
- Trichome werden "abgearbeitet" -> ist eigl. das potente an den Blüten
- Jetzt wird gestreckt: Beliebt ist Brix (wird als natürliches Wachstumsmittel verkauft), hier werden die Pflanzen mit einer Kunststoffmischung besprüht, gefolgt von Zuckerwasser, PK13/14 (Düngermittel) sowie Haarspray (das macht dann der kleine Dealer)

Man muss schon Kreise kennen, die an sehr wenige Personen verkaufen ansonsten ist man eher aufgeschmissen. Aber auch hier sind Cannabiskonsumenten schuld, denn:
- sie unterstützen die Dealer weiterhin
- sie interessieren sich nicht dafür,w as sie konsumieren
- sie wissen, dass ihr Cannabis nicht sauber ist, aber sind anscheinend ihrer Sucht so verfallen, dass es ihnen egal ist


EDIT:
Das selbe gilt eigl. auch für alle anderen Drogen, da ist es noch viel schlimmer.
Die ganzen "Hauptstoffe" in Meth und was weiß ich noch was, lösen eigentlich nur einen Rauschzustand aus, bei dem jeder Konsument selber wissen sollte ob er das zu sich nehmen möchte oder nicht. Alle anderen Stoffe die beigemischt werden sind weitaus gefährlicher und tödlicher. Badesalze, Amoniak, syntethische Drogen etc.

Der Staat muss diese Produkte nicht selber verkaufen, sollte aber die Menschen nicht dafür kriminalisieren. Es hilft weder den Menschen (die sinken nur mehr in ein Teufelskreis) noch dem Staat.
 
Zuletzt bearbeitet:
In meiner Stadt bspw. gibt es keinen Dealer, der sauberes Cannabis verkauft.
Wie groß ist das Problem denn?
Gibt es da wenigstens halbwegs valide Schätzungen? Hier wurden ja einige Methoden genannt um mehr Volumen, Gewicht oder Potenz vor zu gaukeln. Und ja, ich glaube gerne das einige davon der Gesundheit nicht zuträglich sind. En bissel Wasser, feiner Sand oder auch dieses Henna Zeugs im Hasch, dass gabs auch vor 20 Jahren schon, hat aber niemanden umgebracht oder die Birne auf links gedrehtt.

Ist das heute wirklich so schlimm das teils Flächendeckend über ganze Städte minderwertiges Gras z.B. mit Chemos aufgepeppt wird oder das gesundheitlich bedenkliche Streckmittel verwendet werden?

Führt Cannabis zu Schizophrenie oder nutzen Schizophrene häufig Cannabis?
Wieder so ein oberflächlicher Artikel. Da wird in zig Absätzen eigentlich immer das selbe wiederholt. In der Uni bekäme man sowas wegen Wiederholungen um die Ohren gehauen. Aus dem Artikel kann wieder jeder lesen was er will. Erst ne Aussage machen und dann relativieren. Dauernd wird von Beweisen für dieses oder jenes gesprochen, aber kein einziger wird genannt. Nichtmal auf die Testmethodiken wird eingegangen. Was da steht kann man in einem Satz zusammen fassen:
Nix genaus weiß man nicht!
Wie hier schon geschrieben krankt es bei diesem Henne Ei Problem daran, dass der einzige mögliche Test der eine Antwort bringen könnte ethisch nicht durchführbar ist. Das Problem ist altbekannt und seit Jahrzehnten versuchen Forscher um das Problem herum zu dampfern...
Ich hab mir noch nen weiteren, von YesWeedCan geposteten, Heilpraxisnet Artikel angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die dazu neigen Thesen und Zwischenstände von laufenden Untersuchungen als Quasi Fakten zu präsentieren. Irgendwo im Fließtext finden sich dann zwar Formulierungen wie "Wir benötigen weitere Forschung auf diesem Gebiet..." aber die gewünschte Außenwirkung wird, wie man sieht, dennoch erzielt.

Das geht mir bei der Diskussion auf den Keks. Beide Seiten betreiben Meinungsmache mit, in meinen Augen, unangemessenen Methoden. OK, für die Dope Fans und Gegner ist das halb so wild. Die haben längst ihre Meinung und lassen sich eh nicht bekehren. Aber für unbeteiligte Dritte wie mich die sich einfach nur informieren wollen wirkt das Gebaren doch sehr abstoßend.
 
Also ich habe vorher in der Nähe von Köln gelebt (in einer kleinen Stadt mit mehreren Dörfern). Dort gab es ausschließlich nur gestrecktes Cannabis. Die paar Leute die zu Hause anbauen wird man nie zu Gesicht bekommen, da die entweder nicht verkaufen oder zumindest nur eine handvoll Leute Bescheid wissen.

Die Zeiten von Wasser und Henna sind vorbei. Wenn man sich heute "Schwarzen Afghaner" beim Dealer kauft, kann man sich sicher sein, dass da irgendwelche Gummistoffe oder Schuhcreme beigemischt wurde. Merkt man aber idR auch beim Abbrenntest, beim Riechen und am Geschmack. Und auch beim Cannabis sollte jeder "Kenner" das merken.

Die Leute sind verrückt nach Hazesorten. Aber Hazesorten sind eigentlich Sativahybride und wirken anders als Indicasorten. Das "Haze" vom Dealer riecht nur nach typischem Haze, weil es gestreckt wurde. Die Asche ist schwarz und ölig und lässt sich verschmieren, der Geschmack ist sehr chemisch/süß und sticht unter Umständen auch auf der Zunge, der verbleibende Geruch im Zimmer ähnelt nicht dem vom Cannabis.

Ich kann nur für mich und meinen Freundeskreis sprechen, ich war schon viel unterwegs in DE, kenne sehr viele Menschen und bin jetzt an einer Studentenhochburg an der Grenze (Aachen). Hier findet man mit Glück n paar "korrekte" Dealer, aber ansonsten hat man auch die Arschkarte gezogen. Im Coffeeshop (hier gibt es vier die man erreichen kann) ist das Cannabis auch gestreckt, da haben sich schon einige im Internet beschwert. Ansonsten gibt es ja Mittel zum Testen, ob bspw. das Cannabis mit Zucker behaftet ist oder mit einem Mikroskop schaut man sich die Trichome an. Bei Zuckerwasser, Brix und Hazespray verkleben die Trichome und bilden dickere, unnatürliche Stücke.


Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass das Thema gestrecktes Cannabis etwas untergegangen ist und das trifft mMn auch auf andere Drogen zu. Im Endeffekt lösen diese Stoffe einen Rausch aus, der je nach Rauschmittel auch sehr stark sein kann (Opiate), was sich dann bspw. auf die Psyche etc. auswirken kann, wovon aber erst Mal niemand stirbt. Dann sind da eben die Streckmittel.. der Dampf vom Zuckerwasser setzt sich in der Lunge ab und kann verhärten und zu einem Riss führen. Kunststoff (Brix) im Hals bzw. in der Lunge ist denke ich nicht viel besser.

Dann muss man bedenken, dass es Orte gibt wo es nur wenige Dealer gibt und niemand weiß, ob das Zeug noch vom letzten Ticker gestreckt wird. Und spätestens ab da kommen dann die ekelhaftesten Sachen zum Einsatz :(
 
OK, hätte nicht gedacht, dass das Streck-Problem bei Gras so groß ist. Zumindest im direkten Umfeld einiger scheints ja durchaus prägnant zu sein. Weiß einer wie das im großen Massstab ausschaut?
Die paar Leute die zu Hause anbauen wird man nie zu Gesicht bekommen
Da muss ich mal ne vielleicht blöde Frage stellen... Warum machen das denn eigentlich nicht mehr Leute bzw. wie viele machen das? Obwohls mich nicht übermäßig interessiert weiß selbst ich in der nächst größeren Stadt von min. zwei Läden die Zubehör für den Anbau und Konsum vertreiben. Und da es die schon ein paar Jahre gibt verkaufen die ja auch offensichtlich irgendwas sonst wären sie längst Pleite. Wenn man rauchfertiges Dope kaufen kann sollte es auch nicht so schwer sein ein paar Samen zu bekommen. Ich hab neulich mal geschaut, zur Not kannst du dir hunderte Sorten (da gibts eine die nennt sich tatsächlich "Diesel" :eek: klingt nicht sehr appetitlich :freak:) auch im Netz bestellen und auch das ganze Anbau Zeugs gleich dazu. Und soweit ich weiß ist Hanf jetzt auch nicht sonderlich anspruchsvoll zu ziehen. Wenn da ein paar Kumpels zusammen ein paar Pflänzchen hochziehen ham se was zu dampfen und können sich sicher sein das es sauber ist. Warum hat denn dann nicht einfach jeder zweite Kiffer selber so nen Hanf Hüttchen daheim? Ich meine das Zeugs gibts komplett als Set mit allem drum und dran zu kaufen. Wenn ich bei Google einfach nur "Hanf anbauen" oder so eingebe, dann spuckt mir das Teil tausende Seite aus wo detailliert beschrieben wird wie man das macht und wo man Zubehör her bekommt. Und wer zu doof/faul zum lesen ist guckt sich halt die Videos auf Youtube an. Selbst der breiteste Kiffer sollte das hin bekommen.
 
Der Anbau ist nicht ganz so einfach. Die Pflanzen brauchen auch Sonne. Ist nicht so einfach in der Wohnung. Da braucht man dann schon gescheite Lampen für.

Und am Ende muss man es noch lange trocknen.

Viele kiffen nur Mal abends einen und da lohnt sich der Aufwand nicht.

Kurz & knapp via Smartphone
 
gaunt schrieb:
Da muss ich mal ne vielleicht blöde Frage stellen... Warum machen das denn eigentlich nicht mehr Leute bzw. wie viele machen das? Obwohls mich nicht übermäßig interessiert weiß selbst ich in der nächst größeren Stadt von min. zwei Läden die Zubehör für den Anbau und Konsum vertreiben. Und da es die schon ein paar Jahre gibt verkaufen die ja auch offensichtlich irgendwas sonst wären sie längst Pleite. Wenn man rauchfertiges Dope kaufen kann sollte es auch nicht so schwer sein ein paar Samen zu bekommen. Ich hab neulich mal geschaut, zur Not kannst du dir hunderte Sorten (da gibts eine die nennt sich tatsächlich "Diesel" :eek: klingt nicht sehr appetitlich :freak:) auch im Netz bestellen und auch das ganze Anbau Zeugs gleich dazu. Und soweit ich weiß ist Hanf jetzt auch nicht sonderlich anspruchsvoll zu ziehen. Wenn da ein paar Kumpels zusammen ein paar Pflänzchen hochziehen ham se was zu dampfen und können sich sicher sein das es sauber ist. Warum hat denn dann nicht einfach jeder zweite Kiffer selber so nen Hanf Hüttchen daheim? Ich meine das Zeugs gibts komplett als Set mit allem drum und dran zu kaufen. Wenn ich bei Google einfach nur "Hanf anbauen" oder so eingebe, dann spuckt mir das Teil tausende Seite aus wo detailliert beschrieben wird wie man das macht und wo man Zubehör her bekommt. Und wer zu doof/faul zum lesen ist guckt sich halt die Videos auf Youtube an. Selbst der breiteste Kiffer sollte das hin bekommen.

Das machen nicht viele weil es nicht so einfach ist wie du denkst und die Strafen zum Teil härter sind als für Vergewaltiger...Man verbaut sich seine Zukunft in vielen Bereichen.

Die Läden leben nicht nur von Kiffern. Gab ja auch diese Geschichte mit Hausdurchsuchungen vor ein paar Jahren weil Leute bei Growshops Töpfe, Erde, Zeitschaltuhren bestellt haben einfach weil es dort die besten Preise gibt. Da standen die Cops bei Rentnern vor der Tür mit Durchsuchungsbefehl :rolleyes: Aber einer der ne Schule anzündet latscht unbehelligt kreuz und quer durch die EU. Is klar.
 
Die Strafen sind wesentlich härter. Außerdem ist man nie sicher vor "neugierigen" Nachbarn, gibt viele Fälle wo Nachbarn Verdacht schöpfen und dann die Polizei rufen. Man kann schon mit einer Growbox und "wenig" Geld 1-2 Pflanzen aufziehen, allerdings dauert das etwas. Jede Sorte ist anders, die Pflanzen können schimmeln, man kann viel beim Trocknen und Fermentieren falsch machen etc.

Und die meisten sind halt dann doch Gelegenheitskonsumenten, für die lohnt es sich vermutlich nicht.

Diesel ist ne bekannte Sorte aus den USA.. eher bekannt unter "Sour Diesel" :D Hat einen leicht stechenden Geruch und Geschmack
 
Also ich habe das Glück, dass ich Leute kenne, von denen ich 100% bio Qualität bekomme. Zu einem sehr fairen Preis. :cool_alt:

Die Gefahren die durch selber anbauen entstehen, wurden ja bereits genannt. Wenn man sich das ganze Zubehör kauft und selbst growt, kommt am Ende idr mehr raus als man selbst braucht (es gibt auch noch Microgrowing und Spacebuckets - also Minigrow mit wenig Kosten und Ertrag). Und wenn man nicht der Dauersmoker ist oder niemanden kennt, dem man (gegen Spende) etwas abdrücken kann, sitzt man halt auf einem großen Berg Dope. Und dann ist Schluss mit "geringer Menge" und es drohen die dicken Strafen. Wirklich schwierig ist das growen aber nicht, sobald man die Anlaufschwierigkeiten überwunden hat. Hier und da wird man sicher die ein oder andere Ernte verkacken, aber unterm Strich ist das keine Raketenwissenschaft. Im Internet gibt es massig Infos zum growen. Der Ertrag ist größtenteils vom Platz(Fläche) und Licht(Watt) abhängig.

Üble Nachbarn sollte man auch nicht haben, sonst wird man angekackt:
http://www.waz.de/staedte/essen/blu...-essener-plantage-ausgehoben-id209178867.html
Polizei stellte 250 Pflanzen in Essen-Dellwig sicher. Ein Nachbar hatte Verdacht geschöpft: 55-Jähriger trug Erde in seine Wohnung ohne Garten.

Und in Frankreich ist das Thema Legalisierung auch wieder auf dem Tisch:
http://www.forbes.com/sites/cecilia...zation-in-europe-is-france-next/#68e27eac2dd2
Marijiuana, a divisive issue that normally resurfaces in Europe during election campaigns, has come home to France's hotly-contested presidential race.


Mich regt es auf, dass man immernoch darüber diskutiert, OB man legalisieren soll. Man sollte sich besser an einen runden Tisch zusammen setzen und darüber diskutieren, WIE man legalisiert. Dieses hin und her lamentiere ist reine Kraft und Zeitverschwendung, getragen auf den Rücken von millionen von kriminalisierten Konsumenten und Patienten.
 

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Es soll ja auch so sein, dass echte Sativa-Sorten wesentlich mehr Sonne brauchen, als sie im niederdeutschen Raum bekommen können. In Portugal und Kalifornien ist so ein Anbau vernünftig, aber an Elbe und Spree kommt ja auch trotz Klimawandel keiner auf die Idee eine Sémillon-Weinrebe für die Weinproduktion anzubauen. Um eine ausreichende Versorgung der Konsumenten mit Sativa-Sorten sicherzustellen, müsste man also schon in der ganzen EU nicht nur Anbau, sondern auch Handel legalisieren. Und Homegrow im Schrank schmeckt vielleicht nicht jedem Cannabisfan, wenn er weiß, dass solche Stromfresser irgendwie das Gegenteil von Energiewende sind.

Zur gefährlichkeit von anderen Drogen möchte ich aber schon anmerken, dass Methamphetamin durchaus auch als astreiner Stoff in der Pervitin-Tablette dauerhafte Hirnschäden verursachen kann. Reines Heroin verursacht keine schlimmen Schäden abgesehen vom Tod durch Atemlähmung bei sehr schnell und nicht genau an Stoffmenge bestimmbarer Überosis (und den krassen Entzugserscheinungen nach Resistenzbildung), aber das kann man nicht auf andere Drogen übertragen. Generell wäre ich bei allen Aufputschmitteln und Leistungssteigerern vorsichtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sativa lässt sich auch im Homegrow anbauen, lohnt sich allerdings aufgrund der Dauer und des Ertrags nicht (ist meine ich auch etwas komplexer, man kann mehr falsch machen). Die kommerziellen Grower möchten schnellstmöglich Geld verdienen, deshalb müssen Indicasorten herhalten die nur fünf bis sechs Wochen bis zur Ernte benötigen. Was dann fürn Mist mit den Pflanzen angestellt wird habe ich bereits in einigen Posts vorher erklärt.
Ich wette, dass viele Cannabiskonsumenten nicht mal reine Sativasorten konsumiert haben, eventuell irgendwelche billigen Sativahybride.

Da hast du natürlich recht. Ich wollte nur auf die Streckmitteln aufmerksam machen, die ebenfalls verdammt gefährlich sind.
 
@YesWeedCan:
Zwei meiner Meinung nach in DE wichtigste Streckmittel hast du vergessen ... Zucker und der frühe Verkauf.
Wenn man sich nicht zu blöd anstellt bilden sich durch Zucker Kristalle auf den behandelten Pflanzenteilen und beim bröseln ist das Weed "geil klebrig" ...
Aber Zucker rauchen ist ganz bestimmt nicht so gesund (bin da nicht so firm) und man merkt in der Lunge, dass Kristalle und "Klebrigkeit" nichts mit dem THC-Gehalt zu tun hatten.

Ich habe auch schon von Fällen gehört, wo Jugendliche direktameng nach dem Konsum in der Notaufnahme gelandet sind ... Streckmittel war in diesen Fällen Autolack (nach Aussage der behandelnden Ärzte).

Ich bin mir nicht sicher, inwiefern bei Cannabis Streckmittel und Depressionen zusammenhängen, aber gesund sind Streckmittel in den selrtendsten Fällen ...
wenn nur ein paar "Kräuter" beigemischt sind (z.B. Salbei oder Camille) dann ist das vielleicht nichtmal unbedingt schlecht ... dröhnt dann nur etwas anders. Aber bei chemischen Stoffen ist für mich definitiv Schluss.

"Ist noch nicht ganz trocken" dürften wir wohl alle schon mal beim Graskauf zu hören bekommen haben ... auch eine Möglichkeit, den "Ertrag" (in Form von verkaufbarem Gewicht) zu steigern ... wenn es dann "richtig" trocken ist, ist es je nach Menge bis zu 10% weniger als man bezahlt hat. Und dazu muss man nichtmal strecken, man holt es einfach nur etwas früher aus seinem Trocken-Setup.
Natürlich steckt dahinter zweierlei Gier. Zum einen die Gier des Verkäufers, der an jedem Gramm verdienen möchte ... zum anderes der Käufer, der lieber noch feuchtes Gras hat, als keines.
Ich hatte selbst schon öfter die Wahl, feuchtes Gras zu nehmen, oder eben nächste Woche wieder zu kommen, wenn es richtig trocken ist ... gewartet habe ich bisher nur selten.

Mit einer Etikettierung bzw. einer Qualitätskontrolle gäbe es das Problem mit den Streckmitteln nicht, und beim CBD-Gehalt könnte man "Untergrenzen" etablieren, genau wie Obergrenzen bei THC oder Schadstoffen.
Gesundheitspolitisch wäre das sicherlich weitaus besser, als einen Schwarzmarkt auf diesem Gebiet freie Hand zu lassen (solang' man nicht erwischt wird, ist ja noch alles OK).
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Gesetzentwurf wurde einstimmig angenommen.......wow :)
 
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