Tja, nette Theorie ... aber leider falsch.
"Problem-behaftete" Familien bleiben Unterschicht, weil die Eltern ihren Kindern nicht vermitteln, daß sie etwas besseres sein können, daß sie etwas schaffen können, daß es erstrebenswert ist, nicht sein Leben lang von Sozialhilfe in einer winzigen Wohnung zu hausen und den ganzen Tag nur zu rauchen, glotzen, zocken, saufen, etc.
Das hat jedoch weniger mit den Drogen zu tun, sondern mit mangelnder Erziehung, weil's die Eltern selbst nicht besser wissen.
Wenn Eltern, die ihre Kinder nicht richtig erziehen können, dann auch noch vorleben, wie man's sich mit nem Joint oder ner Flasche Bier "gut gehen" lässt, ist klar, daß die Kinder das oft nach machen. Manchmal funktioniert's allerdings auch gut als "abschreckendes Beispiel" ... habe einige Leute aus "Unterschichten Familien" kennen gelernt, die einen großen Bogen um Zigaretten und Alk gemacht haben, weil sie ihre Eltern daran kaputt gehen haben sehen.
Auf der anderen Seite gibt es folgendes Phänomen:
In "normalen" Familien (also dort, wo Eltern ihre Kinder tatsächlich erziehen) werden die Kinder meist deutlich besser auf den Umgang mit Drogen vorbereitet, wenn die Eltern eigene Erfahrungen damit gemacht haben, und ehrlich und glaubhaft vermitteln können, worauf man achten muss.
Meine Eltern trinken wie so ziemlich jeder Mensch in DE ab und an mal Wein, Wisky, Bier, ... und ganz selten trinken sie auch mal einen über den Durst (allerdings nicht im Sinne von "Koma-Saufen"). Mein Vater hat außerdem mal geraucht.
Die konnten mir glaubhaft die Gefahren von Alk + Tabak vermitteln, und so hatte auch ich nie Probleme mit diesen Drogen, da ich sie nur in Maßen konsumiert habe.
Von Cannabis haben meine Eltern keine Ahnung und mir irgendwelche hanebüchenen Horror-Stories erzählt.
Das Resultat war, daß ich diese Droge überhaupt nicht mehr ernst nehmen konnte ... ein 3jähriger Hardcore-Konsum folgte, bei dem ich selbst irgendwann zu ticken anfing, um meinen hohen Verbrauch zu finanzieren.