exoplanet schrieb:
Als Info, 30 fps sind auch noch flüssig solange die Werte nicht darunter fallen. ;-)
Du willst es einfach nicht begreifen, oder? Auch 30FPS sind nicht flüssig, wenn die FPS dauernd zwischen 60 und 30FPS pendeln. Die 30FPS mögen flüssig erscheinen bei einem Rollenspiel, einem Flugsimulator oder sonst einem Spiel, welches primär ohne schnellen Richtungsänderungen etc. gespielt wird. Bei Battlefield 4 könnte ich beispielsweise mit 30FPS nicht ordentlich zocken, auch wenn diese 30FPS absolut konstant sind. Nur noch ein kleines Beispiel, obwohl Du ja sowieso nicht hören willst: in einem Shooter kommt es vor, dass man schnelle Drehungen vornimmt. Angenommen, Du machst bei 30FPS eine 180° Drehung in einer halben Sekunde. Da hast Du 15 Einzelbilder zur Verfügung, sprich pro 12° ein Bild. Du blickst also nach vorne und nach 12° Drehung siehst Du erst das nächste Bild und so weiter. Das diese Bewegung nicht mehr sauber sondern abgehackt dargestellt wird, ist wohl jedem klar. Mit 60FPS hast Du in der selben Drehung immerhin schon alle 6° ein neues Bild, mit 120FPS wären es sogar alle 3°.
Zum Thema Mediziner/Biologe: der Zufall will es, dass ich Biologie studiert habe und ich sage Dir, die 30FPS Grenze ist ein Witz. Warum? Ein menschliches Auge sieht gar nicht in FPS. Das Licht, welches auf die Netzhaut fällt wird konstant weiterverarbeitet. Was früher mal gerne als Argument genommen wurde ist die Refraktärzeit der Stäbchen- resp. Zapfenzellen auf der Netzhaut, da diese ein paar Milisekunden nach Aktivierung nicht mehr "funktionieren". Diese Refraktärzeit soll um die 10ms liegen, das würde bedeuten, dass diese einzelne Zelle 100mal pro Sekunde aktiviert werden kann. Nun ist man sich aber darüber keinesfalls einig, manche sprechen von 1ms Refraktärzeit, manche von 25ms. Ausserdem scheinen Zapfen und Stäbchen noch unterschiedlich zu sein. Sprich: irgendwo zwischen 40 und 100 mal pro Sekunde kann eine einzelne Lichtrezeptorzelle im Auge reagieren. ABER: das Licht fällt konstant auf die Netzhaut. Es werden nie alle Zellen gleichzeitig aktiviert (DER grosse Unterschied von biologischem Auge zu einer Maschine), das heisst, es ist gut möglich, dass das erste Bild vom PC Bildschirm nur von 50% der Zellen aufgenommen und verarbeitet wird, diese 50% der Zellen sind nun während 10-25ms inaktiv, aber da sind ja noch die restlichen 50% Zellen, welche das nächste Bild vom PC aufnehmen können, auch wenn dieses schon nach nur 5ms im Auge ankommt.
Na, dämmerts langsam? Du kannst schlichtweg nicht das biologische System Auge und dessen Nervenweiterleitungssystem sowie das Verarbeiten im Hirn mit einer Maschine (welche nur "on" und "off" kennt) vergleichen. Daher ist die FPS Diskussion müssig. Ebenso ist bekannt, dass durch Training Auge und Hirn besser zusammenarbeiten können, das heisst ein Profi-Ballerspiel-Zocker kann durchaus in der Lage sein, zwischen FPS Zahlen zu unterscheiden, bei welchen der Otto-Normalmensch keinen Unterschied mehr sieht.
Fazit: die Biologie macht KEINESFALLS die Aussage, dass alles über 30FPS flüssig sein muss...