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News Ranking der KI-Chatbots: ChatGPT büßt immer mehr Vorsprung ein

wildfly schrieb:
Es gibt Berichte über eine "Cancel ChatGPT"-Bewegung, bei der Nutzer ihre Pro- und Business-Abonnements kündigen. Gründe sind oft das Gefühl, dass sich das Produkt nicht verbessert, sondern absichtlich verschlechtert wird, oder Bedenken bezüglich der Unternehmenspolitik (z.B. Spenden an Donald Trump).
+ Die Tatsache, dass ChatGPT die neue Kriegs KI vom Kriegsministerium wurde.
https://orf.at/stories/3421562/
 
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Syntax_41 schrieb:
Also wenn ich mir Tips im Internet hole (frei einsehbar) für meine Firma darf ich die nicht nutzen?
Rechtlich gesehen, darfst du das für die Firma nicht machen, sofern es nicht Allgemeingut bzw. gemeinfrei ist. Wie gesagt: Frei und öffentlich einsehbar heißt nicht, dass man es auch für beliebige Zwecke einsetzen darf.

Was du privat machst, ist wiederum eine andere Sache. Da gelten ein paar andere Regeln.

Syntax_41 schrieb:
Eine KI will ja nur lernen sie will das werk ja nicht verkaufen
KI lernt nicht in dem Sinn, wie wir das machen. Es macht eine statistische Analyse bzw. schaut sich an, welche Token wie häufig nebeneinander stehen. Und das ahmt sie dann nach. Sie macht also nichts neues, sondern gibt eine Variation dessen aus, was in den Datenbanken steht. Ganz stumpt ausgedrückt: Es lernt Seiten verschiedener Bücher und gibt hinterher diese Seite in neuer Reihenfolge aus. Der Knackpunkt ist, es ist an sich nichts neues entstanden, sondern bekanntes wurde nur wiedergekäut und umformuliert.
Soweit ich weiß, laufen deswegen noch so einige Klagen. Ich bin gespannt, wie man urteilen wird.

Syntax_41 schrieb:
Es ist einfach Wissen der Menschheit und das sollte genutzt werden dürfen von allen
Damit forderst du, das Urheberrecht abzuschaffen. Wovon sollen die Schaffenden dann leben? Wer soll teils sogar Milliarden in die Entwicklung von etwas stecken, von dem er weiß, dass es nach der Fertigstellung von allen kopiert wird und somit die Kosten nicht wieder eingespielt werden?
 
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Krik schrieb:
Rechtlich gesehen, darfst du das für die Firma nicht machen, sofern es nicht Allgemeingut bzw. gemeinfrei ist. Wie gesagt: Frei und öffentlich einsehbar heißt nicht, dass man es auch für beliebige Zwecke einsetzen darf.

Was du privat machst, ist wiederum eine andere Sache. Da gelten ein paar andere Regeln.
Ein Tipp oder Wissen im Netz ist kein geschütztes Werk. Wenn ich lese, wie man eine Schraube richtig dreht oder einen Prozess optimiert, dann kann ich das natürlich in meiner Firma nutzen. Ideen an sich sind nicht urheberrechtlich geschützt, nur die konkrete Form (also der Text oder das Bild). Da so zu tun, als wäre das illegal, ist genau diese Art von unnötiger Panikmache, die ich meine.Soweit ich weiß, laufen deswegen noch so einige Klagen. Ich bin gespannt, wie man urteilen wird.
Krik schrieb:
KI lernt nicht in dem Sinn,...

Deine Erklärung, wie KI funktioniert, ist technisch einfach falsch. Das Ding ist kein Kopierer, der Buchseiten neu sortiert und 'wiederkäut'. Die KI lernt Konzepte und Muster. Wenn ich die was Neues schreiben lasse, dann gabs das vorher so nirgends. Das ist Fortschritt durch Abstraktion, kein Diebstahl.


Krik schrieb:
Damit forderst du, das Urheberrecht abzuschaffen. Wovon sollen die Schaffenden dann leben? Wer soll teils sogar Milliarden in die Entwicklung von etwas stecken, von dem er weiß, dass es nach der Fertigstellung von allen kopiert wird und somit die Kosten nicht wieder eingespielt werden?

Niemand fordert, das Urheberrecht abzuschaffen, aber man muss es eben zeitgemäß interpretieren. Zwischen blindem Kopieren und dem Nutzen von Wissen zur Weiterentwicklung liegt ein riesiger Unterschied.

Wenn wir sagen würden, dass man Wissen nicht mehr frei nutzen darf, weil jemand Geld in die Erarbeitung gesteckt hat, dann dürfte kein Koch mehr ein Rezept aus dem Internet nachkochen und kein Handwerker eine neue Technik anwenden, die er online gesehen hat. Fortschritt hat schon immer darauf basiert, dass Informationen geteilt und angewendet werden. Die 'Schaffenden' leben ja gerade davon, dass sie ihr Know-how einsetzen, um Probleme zu lösen – und nicht davon, Wissen wegzusperren.

Es geht nicht darum, Kosten nicht einzuspielen, sondern darum, dass wir uns als Gesellschaft blockieren, wenn wir jede Form von Information als unantastbares Eigentum behandeln. Am Ende profitieren doch alle davon, wenn Lösungen effizienter werden, anstatt dass jeder das Rad mühsam neu erfinden muss.
 
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Krik schrieb:
Der Knackpunkt ist, es ist an sich nichts neues entstanden, sondern bekanntes wurde nur wiedergekäut und umformuliert.
Naja. Das ist eine sehr vereinfachte Darstellung. Aber selbst wenn:
Und bei Menschen ist das anders?
Ich würde mal vermuten, das originär neues entsteht, ist selten.

Krik schrieb:
Wer soll teils sogar Milliarden in die Entwicklung von etwas stecken, von dem er weiß, dass es nach der Fertigstellung von allen kopiert wird und somit die Kosten nicht wieder eingespielt werden?
Genau. Vor der Einführung von Schutzrechten gabs gar keine Entwicklungen und Erfindungen. :-)
 
Syntax_41 schrieb:
Ein Tipp oder Wissen im Netz ist kein geschütztes Werk.
Kommt drauf an. Wie rum man eine Schraube dreht, ist Allgemeinwissen, ist klar. Ein Patent, auch wenn man es eventuell frei im Internet abrufen kann, darf man trotzdem nicht einfach verletzen.

Syntax_41 schrieb:
Die KI lernt Konzepte und Muster.
Es versteht nicht. Es ermittelt Wahrscheinlichkeiten und sucht Häufungen. Eigentlich ist "lernen" auch irgendwie der falsche Begriff. "Nachzählen" trifft es besser. Eventuell gibt es noch einen anderen Ausdruck, der besser passt.

Syntax_41 schrieb:
Das Ding ist kein Kopierer, der Buchseiten neu sortiert und 'wiederkäut'.
Ist es. Schau dir das Arbeitsprinzip an. Buchseiten = Token, damit klarer wird, was ich meine.

Syntax_41 schrieb:
Fortschritt hat schon immer darauf basiert, dass Informationen geteilt und angewendet werden.
Früher vielleicht. Heute ist das eine Milliardenbranche, ach was Billionen oder mehr.

andy_m4 schrieb:
Ich würde mal vermuten, das originär neues entsteht, ist selten.
Es kommt darauf an, ab wann etwas als "neu" eingestuft wird. Heute sagt man, dass eine gewisse schöpferische Höhe erreicht werden muss. Wo die genau liegt, wird regelmäßig vor Gericht neu ausgefochten.

andy_m4 schrieb:
Genau. Vor der Einführung von Schutzrechten gabs gar keine Entwicklungen und Erfindungen. :-)
Da gab es noch keinen Telegrafen oder das Internet und Informationen brauchten Wochen, Monate oder Jahre, um sich zu verbreiten.
Eine Zeit lang wurden Informationen und Erfindungen von Gilden verwaltet, denen teils auch das Monopol darauf gewährt wurde. Was es davor gab, weiß ich jetzt nicht. Das müsste ich nachschlagen.
 
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Krik schrieb:
Kommt drauf an. Wie rum man eine Schraube dreht, ist Allgemeinwissen, ist klar. Ein Patent, auch wenn man es eventuell frei im Internet abrufen kann, darf man trotzdem nicht einfach verletzen.


Es versteht nicht. Es ermittelt Wahrscheinlichkeiten und sucht Häufungen. Eigentlich ist "lernen" auch irgendwie der falsche Begriff. "Nachzählen" trifft es besser. Eventuell gibt es noch einen anderen Ausdruck, der besser passt.


Ist es. Schau dir das Arbeitsprinzip an. Buchseiten = Token, damit klarer wird, was ich meine.
Ich glaube, wir reden da ein bisschen aneinander vorbei. Natürlich verletzt niemand absichtlich Patente, aber wir sprachen ja von Tipps und Wissen im Netz – und die sind nun mal frei. Wenn ich eine neue Methode lerne, wie ich meine Arbeit effizienter erledige, ist das kein Patentverstoß, sondern schlicht Weiterbildung.

Zu der KI-Sache: Der Vergleich hinkt leider. Ein Token ist kein Schnipsel einer Buchseite, den die KI einfach nur 'nachzählt'. Ein Token ist eher wie ein einzelner Baustein oder ein Buchstabe in einem riesigen Logik-System. Wenn eine KI lernt, wie man programmiert oder Texte verfasst, dann 'würfelt' sie nicht einfach Bekanntes neu zusammen, sondern sie wendet die Logik dahinter an. Das machen wir Menschen doch ganz genauso: Wir lesen Bücher, speichern das Wissen ab und formulieren dann eigene Gedanken. Nur weil die KI das mit Mathematik statt mit Neuronen macht, ist das Ergebnis nicht automatisch nur eine Kopie.

Am Ende ist es doch so: Man kann jede neue Entwicklung (ob KI, E Autos oder sonst was) erstmal kritisch sehen und nach rechtlichen Hürden suchen. Aber der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten, nur weil man die Funktionsweise als 'Nachzählen' kleinredet. Es geht darum, Lösungen zu finden, die uns im Alltag wirklich weiterhelfen, statt sich in theoretischen Debatten über Milliardenbranchen zu verlieren.
 
Syntax_41 schrieb:
Wenn eine KI lernt, wie man programmiert oder Texte verfasst, dann 'würfelt' sie nicht einfach Bekanntes neu zusammen, sondern sie wendet die Logik dahinter an.
Exakt das können LLMs halt nicht.
LLMs sind Stochastische Papageien.
Ein LLM kann nicht programmieren, sondern nur so lange Text generieren bis der Compiler nicht mehr meckert.
Alles andere ist Wunschdenken.
 
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@the_IT_Guy Der Begriff ‚stochastische Papageien‘ ist zwar eingängig, aber in der Praxis zu kurz gegriffen. Würde ein LLM lediglich Text generieren, bis der Compiler keine Fehler mehr findet, wäre es nicht in der Lage, komplexe logische Fehler in bisher unbekanntem Code zu erkennen. Genau das leisten LLMs jedoch täglich.

Im Gegensatz zu einem Papagei, der ohne Sinn und Verstand nachplappert, bildet ein LLM interne Repräsentationen von Logik. Wenn ich die KI beispielsweise bitte, Code in einer ihr kaum bekannten Sprache zu schreiben und dabei ein spezifisches Design-Pattern zu verwenden, demonstriert sie damit Transferleistung, kein Nachplappern.

Letztendlich ist es unerheblich, ob man von ‚Wahrscheinlichkeit‘ oder ‚Verständnis‘ spricht – entscheidend ist das Ergebnis. Wenn die KI ein Problem in Sekunden löst, für das ein Mensch Stunden benötigt, ist das kein ‚Wunschdenken‘, sondern ein äußerst nützliches Werkzeug. Wer dies als bloßes ‚Nachzählen‘ abtut, ignoriert die Realität, um sein Weltbild zu schützen. Dies erinnert an die Befürchtungen, Taschenrechner würden das Gehirn schädigen, da sie lediglich ‚Zahlen schubsen‘.
 
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Syntax_41 schrieb:
bildet ein LLM interne Repräsentationen von Logik
Tut sie nicht.
Der von die beschriebene Code ist der Seed für eine generierte antwort.
Im Prinzip das Vorschlagsystem der Handy Tastatur in gewaltig groß.



Syntax_41 schrieb:
Letztendlich ist es unerheblich, ob man von ‚Wahrscheinlichkeit‘ oder ‚Verständnis‘ spricht
Das eine ist Magisches denke, das andere ein Verständnis wie das System funktioniert und daher man im Leben keine deterministischen Vorgänge erwarten kann.

Ich Zweifel nicht das es eventuell für einzelne Personen Anwendungen gibt die sie damit schneller erfüllen können als ohne. Ich stelle mich nur dagegen diese LLMs als mehr darzustellen als sie sind.
Stochastische Papageien
 
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@the_IT_Guy Der Vergleich mit der Handy-Tastatur ist echt wild. Wenn das dein aktueller Stand der Technik ist, wundert es mich nicht, dass du diesen alten Papageien-Spruch so feierst.

Eine Handy-Tastatur guckt sich die letzten drei Wörter an und rät das nächste. Ein LLM nutzt komplexe Attention-Mechanismen und baut sehr wohl interne Modelle auf. Es gibt dazu längst genug Forschung (schau dir z.B. mal die Paper zu Othello-GPT an) – da wurde nachgewiesen, dass die Modelle intern eine echte Repräsentation der Spielregeln und des Spielfelds aufbauen, um logisch gültige Züge zu machen. Das ist eben kein stumpfes Autocomplete mehr.

Und dein Argument mit dem 'magischen Denken' ist genau so, als würdest du sagen: 'Ein PC kann nicht rechnen, das sind nur dumme Transistoren, die Strom an und aus machen. Alles andere ist Wunschdenken.' Ja klar, auf der alleruntersten Ebene der KI sind es Vektoren und Wahrscheinlichkeiten. Aber das menschliche Gehirn feuert auf der untersten Ebene auch nur stochastisch elektrische Impulse ab.

Du reduzierst ein hochkomplexes System absichtlich auf seine grundlegendste mathematische Funktion, nur um es kleinreden zu können und dich überlegen zu fühlen. Nenn es meinetwegen Stochastischer Papagei, wenn dir das gefällt. Aber ein 'Papagei', der fremden, fehlerhaften Code durchschaut, ihn refactored und logische Lücken schließt, ist halt meilenweit von einer großen Handy-Tastatur entfernt. Wer das nicht erkennt, verschließt einfach die Augen vor der Realität.
 
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Googeln kann ich auch.
Link bedeutet welches Paper, am besten ein Deeplink mit dem betreffenden Abschnitt.
 
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Syntax_41 schrieb:
Das geht nicht per se um die zensur das kostet leistung und nicht gerade wenig
Dann lasse ich es lieber bleiben, da mein Server jetzt auch keine diskrete GPU zur Berechnung verbaut hat. Die Antwort kann schonmal bei den großen Modellen eine halbe Minute dauern. Aber immerhin. 🙂
 
@Plutonic Oh mein Gott, ich bin es gewohnt, Enter zu drücken, Antwort ist da.
 
Syntax_41 schrieb:
Noch nen kaffe dazu?
Danke, nach 16 Uhr kein Kaffee mehr 😅
Ich werde es auf jeden Fall lesen. Leider jetzt keine Zeit.
 
calluna schrieb:
Dann sag dem Modell, dass es nicht „labern“ sol
Ja hab ich sehr oft gemacht. Ging nicht. Und die Stimme ließ sich irgendwann auch nicht mehr ändern, trotz Neuinstallation. Auf Arbeit passt das mit Agenten soweit, so deep sind da die Anforderungen nicht.
 
Syntax_41 schrieb:
Es geht nicht darum, Kosten nicht einzuspielen, sondern darum, dass wir uns als Gesellschaft blockieren, wenn wir jede Form von Information als unantastbares Eigentum behandeln. Am Ende profitieren doch alle davon, wenn Lösungen effizienter werden, anstatt dass jeder das Rad mühsam neu erfinden muss.

Im Prinzip stimme ich dir völlig zu. Ein Leider anderer Faktor der aktuellen Realität ist aber dass das Kapitalistische System darauf basiert informationen nur in einem begrenzten Netzwerk zu teilen um einen Vorsprung zur Konkurrenz zu haben.
Wirtschaftlicher Druck, Gier und Idealismus müssen stand heute gut ausbalanciert werden um sich selbst nicht ins Knie zu schießen.
Wirtschaftliche Systemlogik VS Idealistische Systemlogik. Ich befürchte so lange wir den Kapitalismus als Betriebssystem haben wird sich das auch nicht ändern. Und die Admins die den Patch aufspielen könnten, naja die denken zumindest dass sie aktuell besser davon Profitieren und ihre Stellung sichern können durch ausnutzen der Lücken.
Es gibt leider zu wenig Interesse und Verständnis dafür in einer nicht kaputten Welt leben zu wollen von den Leuten die die richtigen Knöpfe drücken könnten.
 
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Mistrale AI wäre als europäische Lösung optimal, müssen halt aufholen. Augenhöhe Claude AI und Ich/Firma wechseln sofort. 😁
 
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