SAS Raid anstatt SSD

*Delon* schrieb:
Allso meine Kollege hatte mal eine OCZ Agillity 3 an einem Sata 2 Controller und ich mus sagen! meine Platten haben sich erstaunlich gut geschlagen!
Was sind eigentlich diese IOPS?
Die Agility3 ist eine nicht sehr optimale Wahl, für wenige Euros mehr gibt es die bessere Crucial m4. Die Agiltiy3 hat den Sandforce Controller verbaut, der die Daten komprimiert und nur bei extrem komprimierbaren Daten die beworbenen Daten erreicht. OCZ gibt aber im Produkt Sheet auch die Werte für nicht komprimerbare Daten an (ASS Benchmark).

Wieso gogglest Du nicht mal IOPS? Da findest Du gleich als erstes den Wikipedis Einstrag für Input/Output operations Per Second. Dort werden 340IOPS für 15FC HDDs angegeben, die Crucial m4 128GB (ca. 150€) von User ShinigamiXR hat er hier mit über 55000IOPS lesened gemessen (über 220MB/s bei 4k_64):
1312480430.jpg

Das sind 161 mal so viele Operationen pro Sekunde wie die schnellste HDD bringt.

Vorher hatte er eine Corsair Force3 die einer Agility3 entspricht und damit auch über 21000 IOPS lesend erreicht:
1312480482.jpg

Auch das ist immer noch mehr als das 63fache einer 15k HDD.
Ergänzung ()

Wie unterschiedlich die IOPS der SSDs sein kann, sieht man hier:
33959.png

Anders als bei ASS wird dort nur mit 3 gleichzeitigen Anforderungen getestet (QD=3) und auch nur dann mit Randomdaten, wenn dies dabeisteht. Aber selbst die langsamsten SSD schaffen mehr als das 10 fache einer VelociRaptor und die besten mehr als das 100fache. Drei paralelle Zugriffe auf ein Laufwerk sind bei Heimanwender sicher realisitischer als die 64 mit denen ASS bencht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo in die Runde,

Vielleicht kann ich etwas zur Aufklärung beitragen.

Vorweg: 15K Platten sind tatsächlich kaum hörbar. Zumindest, wenn auf das pfeifende Spindelmotorgeräusch billiger consumer Hdds angespielt wird. Die Platten drehen sooo schnell, dass man das wiederum kaum noch hört, die Frequenz ist einfach zu hoch, als das man es als störend empfinden würde.
Was man bei der Platte aber deutlich hört, ist ein kräftiges Brummen, das durchs Mark eines jeden Gehäuses geht. Schwingungspuffer mögen SAS Platten glaube ich grundsätzlich nicht, schon wegen der Erdung.
Weiter macht sie deutliche Geräusche beim Zugriff, erinnert mich an die ES.1/250 Serie von Seagate. Die rattert ganz schön los, wenn sie will.

Aber alles in Allem, ohne Probleme Wohnzimmer oder gar schlafzimmertauglich! Das hätt ich vorher auch kaum für Möglich gehalten.

Dann kommen wir zu einem grundsätzlichen Problem von 15K Platten:
die HITZE!
Ohne aktive Luftkühlung werden die Platten gefühlt um die 70 Grad warm, wenn nicht gar mehr. Für die Haltbarkeit der HDD ist das natürlich alles andere als gut. Gerade die Motormechanik kann bei zu hohen Temps schaden nehmen. Es wäre also schade drum, ein Ableben wegen eines gegeizten Lüfters in kauf zunehmen.


Aber nun zu den Fakten, den Benchmarks.
Aus Gründen der Datensicherheit verwende ich ein RAID1 Mirror.
Es sind 2 Seagate Cheetah 15K.7 600GB (ST3600057SS) im RAID1 an einem Adaptec 6445 mit 512MB und Write-Cache und Read-Cache auf enabled.

http://ojumle.ath.cx/bftp/bilder/PC/HDTune_Benchmark_Adaptec_Array.png
http://ojumle.ath.cx/bftp/bilder/PC/15kATTO.jpg

Mehr muss man dazu nicht sagen, oder?! :-)
Wie es aussieht, unterstützt der Controller sogar das lesen von 2 Platten gleichzeitig, anders kommen die 350MB niemals zustande.
8 CPDN Modelle die nach jedem Reboot starten sind nun in 5 Sekunden geladen und bereit zum Rechnen, die alte (ES/500/Sata150) brauchte dafür fast ne Minute.


Kostenpunkt: 150€ pro Platte mit 5 Jahren Restgarantie in der Bucht. Also 500€/TB; SSDs kosten im günstigsten Fall 1€/TB (pro Stück).
Controller: ein Thema für sich.


FAZIT: Wer ein Schnellen sicheren Verbund braucht, der auch noch bezahlbar bleibt, der sollte zugreifen zu den 15K's.
Als Systemplatte wäre sie mir dann wohl etwas zu laut und dafür gibt es ja SSDs.

Würde ich sie nochmal kaufen: JA! (aber nicht zum Listenpreis)
 
Aber nun zu den Fakten, den Benchmarks.
Hast du mal ein paar Realtests? Ladezeiten mit normalen SATA Platten als Vergleich?

Controller: ein Thema für sich.
Das ist natürlich clever. Die Komponenten, bei der es eben darauf ankommt, ob sie in einem Raid-1 von 2 Datenträgern liest wird außen vor gelassen. Genau darum geht es ja auch. Du brauchst einen teuren Controller um Leistungseinbußen zu verhindern und Geschwindigkeit zu bekommen.Der Preis des Controllers + 2 Festplatten dieser Art beläuft sich dann auf ca. 300€ für die beiden Festplatten und 400€ für den Controller. Das sind dann also 700€ für 600GB. Das ergibt für mich über 1 Euro pro GB. Günstige SSD liegen bei ca. 0,9€ pro GB. Haben aber dafür eine leicht veränderte Zugriffszeit ;)
 
Ja, der Controller kostet halt.

Für meinen hab ich 305€ neu bezahlt.
Aber es tut für ein RAID1 sicher auch die günstige Variante 6805E. Diesen gibt es ab 175€.
Zwecks Cachabsicherung hab ich den teureren genommen.

Darüberhinaus ist ein PCI-RAID Controller wohl etwas langliebiger als die Onboard-Controller und auch flexibler.
Neues MOBO= Null Aufwand beim HDD migrieren.

Wenn man erstmal den Controller hat, hat man alle Optionen.

Reale Ladezeitenvergleiche kann ich nicht wirklich angeben, da der Verbund als Schneller sicherer großer Datenspeicher sekudärer Art dient und ferner keine so schnellen Gegenfestplatten verbaut sind. Nur CPDN lauft permanent dadrauf. Und das lädt wie von einem anderen Stern, im vgl. zu vorher.

Ausserdem kann ich bei den nächsten Boards bei der RAID-Ausstattung die kleinste Ausführung nehmen.


Zu deinem Vergleich bzgl. der Kosten.
Du vergleichst hier billige Consumer SSDs mit Enterprise-Spindel-Laufwerke. Das macht wenig Sinn. Wenn dann müsstest du mit Enterprise-SSDs vergleichen, was RAID funktionalität, Redundanz und Ausfallsicherheit angeht. Und die kosten immernoch 10€/GB.
Dein Vergleich wäre akzeptabel, wenn du Nearline-Platten anführen würdest.
 
el-mujo schrieb:
Du vergleichst hier billige Consumer SSDs mit Enterprise-Spindel-Laufwerke.
Da hast Du recht, für 0,90€/GB gibt es wenn überhaupt nur Schrott-SSD wie die Vertex Plus. Aber eine gute SSD wie die Crucial m4 gibt es um 1,20€/GB.
el-mujo schrieb:
Wenn dann müsstest du mit Enterprise-SSDs vergleichen, was RAID funktionalität, Redundanz und Ausfallsicherheit angeht.
Was meinst Du mit RAID funktionalität? Man kann jede SSD in eimem RAID verbauen und alle werden dann kein TRIM mehr haben. Oder meinst Du damit PCIe SSDs? Die braucht man nicht um die Performance Deiner Platten zu schlagen.
el-mujo schrieb:
Und die kosten immernoch 10€/GB.
Soviel kosten SSDs mit SLC und die sind in erster Linie nur haltbarer als die günstigen mit MLC, aber wie man im Dauerschreibtest auf xtremesystems.org sieht, halten auch gute MLC SSD sehr viele geschriebene Daten aus. Wer dauerhaft sehr sehr viele Daten schreibt und auf die geringen Zugriffszeiten und hohen IOPS der SSD verzichten kann, der ist mit HDDs immer noch besser dran.
 
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