Scriptsprache der Zukunft?

Daaron schrieb:
Du hast von Marketing also noch weniger Ahnung als von Webtechniken. Ok.

Korrekt, unter anderem, weil die BWL'er in einer Firma normalerweise nichts tun, was irgendwie Applaus verdient hätte. Ich schaue spöttisch auf sie hinab.

Daaron schrieb:
Wo bestellst du eher: Da wo du nur Text-Beschreibungen hast und quasi die Katze im Sack kaufst, oder da, wo dich aussagekräftige Bilder über das Produkt informieren?

Da, wo's billiger ist. Oder möchtest du mir jetzt vorschreiben, wonach ich die von mir genutzten Webseiten auszuwählen habe?

Daaron schrieb:
Willkommen in der Realität, du entwickelst Webanwendungen nicht für Verweigerer wie dich, sondern für die 99% der normalen Menschen.

Und was "normal" ist, bestimmst du?

Daaron schrieb:
JavaScript kann die Ladezeiten senken

Wie?

Daaron schrieb:
du schwärmst doch immer von deiner ach so oberfreien BSD-Lizenz... aber dann zahlst du für TheBat, was du bei der Mozilla Foundation für Lau haben könntest? Ach ne, wär ja GPL... die magst du ja nicht.

LGPL/MPL mag ich, aber Thunderbird ist einfach instabiler, Ressourcen fressender Dreck, verglichen mit The Bat!
Ich habe hier vor ein paar Monaten einen Thread mit den Gründen erstellt. Lizenzgründe waren nicht darunter.

Daaron schrieb:
Niemand zwingt dich, GMail zu nutzen. Sobald du einen Webserver mit angeschlossenem Mailserver hast kannst du mit Roundcube, Squirrel, Horde,... gute und flexible Webmailer aufsetzen. Wenn du das nicht schaffst helf ich dir gern, das nötige Kleingeld vorausgesetzt.

Noch mal: Warum sollte ich das wollen?

Daaron schrieb:
...unter anderem, dass man von jedem x-beliebigen Ort auf die Mails zugreifen kann? Man könnte sogar ein Live Linux verwenden. ODer für dich, falls es sowas gibt, ein Live BSD.

Ich kann auch 'n Puppy-Linsux mit 'ner Windows-VM und The Bat! auf 'nem Stick mit mir rumtragen - selbst das finde ich noch weniger Usabilitydreck als Webmailer. Akzeptiere bitte endlich, dass nicht jeder deine Vorlieben (oder die der dumpfen Masse) teilt.

Daaron schrieb:
Du hast einfach keine Argumente mehr.

Doch, jede Menge - die du mit "aber die Mehrheit sieht das anders" wegzuwischen versuchst. Das hat für unseren Disput gerade aber keine Relevanz.

Daaron schrieb:
Ansonsten würdest du mir sicher sogar erklären können, wie DU eine webbasierte Anwendung für Kalender, Terminplan, Mail, Instant-Messanging, Gruppen-Interaktion,... gebaut hättest.

Gar nicht.

Daaron schrieb:
Oder würdest du einem Kunden, der ausdrücklich eine plattformunabhängige, portable und iPad-fähige Lösung will, deine Bat andrehen?

Das iPad kennt native Apps, die schneller laden und Daten verarbeiten können als jedes lächerliche JavaScript dieser Welt.

Daaron schrieb:
Ich könnt mich da sicher sehr schnell einarbeiten... aber wozu?

So geht's mir mit Webmailern.
 
Also das mit den Bildern, was da nicht in ner Slideshow drin ist, wird nicht angeschaut. (Kennst du diese chip.de Bildergalerien, ein einziger Graus, dafür ohne JS.)

"Wer Billig kauft, kauft zweimal." und ja, ich denke, bei fast allem gibt es Auswahl zwischen verschiedenen Produkten und da gilt "Ein Bild...".

Linux-Livesystem/VM: Dacht ich auch, kein Ding, ich hab mein Stick: Bäm: Keine Netzwerktreiber auf dem Rechner, mit dem ich ins Internet wollte bzw. "eigene Programme ausführen ist nicht". Da lieb ich doch mein GMX-Webmailer, der immer geht.

IM: Das fehlt bei Whatsapp wirklich, das es übern Browser geht. Und native Apps: Sicherheitslücke, Speicherfresser, ich hab mal ein iPad gesehen wegen der Facebook-App (nativ) ca. 500 Crash-Logs wegen: Memory-Leak.
Da lieb ich die Webapps. Wenn langsam, dann ruckelt's halt, aber Speicherlöcher hab ich da noch nicht gesehen.

Und wie mit JS Ladezeiten senken: Beispiel: Slideshow, von spürbar zu ruckelfrei.
 
Tuxman schrieb:
Korrekt, unter anderem, weil die BWL'er in einer Firma normalerweise nichts tun, was irgendwie Applaus verdient hätte. Ich schaue spöttisch auf sie hinab.
Mach ruhig... aber die bezahlen dein Gehalt... und zwar völlig zu Unrecht. Verdienen scheinst du es nicht.
Wieso? Weil du nicht kapierst, das Usability der erste Schritt zum Marketing ist. Ist ein Produkt funktionell und wird der Kunde gut zum Ziel geführt, dann sorgt das für Umsatz.

Was auch immer du für Webanwendungen entwickelst, mit deiner Herangehensweise kann dabei nur etwas absolut unterdurchschnittliches herauskommen, dass keine modernen Ansprüche hinsichtlich Nutzerführung erfüllt. Dein Denken ist irgendwo in den 90ern verhaftet, wo eine Seite eben nur 5 Links und n Wall of Text waren.

Probier mal z.B. den Onepage-Checkout von Magento. Ohne JS ist so ein Checkout absolut unmöglich. Eine Kasse mit mehreren vollen Seitenaufrufen, am besten noch beim Zurückblättern aufgrund von Fehleingaben, verliert extrem viel Umsatz. Ich kenn die Statistiken, ich hab mich lang genug damit beschäftigt. Die Abschluss-Rate bei Onepage-Checkouts ist deutlich höher als bei welchen mit mehreren Seiten.

Und was "normal" ist, bestimmst du?
Normal ist das, was die MEHRHEIT tut. Ganz einfach. Und die Mehrheit erwartet eben eine dynamische Benutzerführung zum Abschluss.

Ok. Mit dir muss ich also wie mit einem Kind reden, oder?

Angenommen, ich will den Inhalt eines einzelnen Div-Containers in der Seite ändern, z.B. um eben einen Kassenfluss zu erzeugen. Der neue Inhalt hängt von Nutzerentscheidungen in der vorherigen Stufe ab (z.B. hängen die möglichen Versandarten vom zu beliefernden Land ab, und die Versandkosten von der Versandart).

Ohne JavaScript muss jetzt in jedem Schritt das gesamte HTML-Dokument zum Browser geschickt werden. Der Browser muss selbiges jetzt parsen und eventuell vorhandene zusätzliche Inhalte nachladen. Gerade Inhalte aus CDN's (z.B. Google Font) haben teilweise sehr kurze Cache-Verfallszeiten und werden oft nachgeladen.

Mit JavaScript, genauer gesagt ner asynchronen Anfrage per AJAX, wird nur der neue Content vom Server geschickt. Schickt der Server diesen Content als JSON-String ist die Datenmenge sogar noch viel kleiner als wenn er HTML oder XML antwortet.

Willkommen in der Welt der asynchronen Inhalte. Schneller, leichter, verführerischer...

Noch mal: Warum sollte ich das wollen?
Ok. Du nicht. Du bist aber auch ein absoluter Sonderfall. Millionen andere Menschen FREUEN sich über gute Webclients, die sich auf ihrem Smartphone oder Tablet genauso verhalten wie auf ihrem Desktop-PC oder Notebook.

Aber du willst einen Grund für Webclients, die mehr können als Mail per IMAP synchronisieren? Genau das kann Horde z.B.... Auch Roundcube via Kolab kann sowas, mal nebenbei...
Du hast dein Adressbuch, deinen Kalender, deine Tasks,... immer und überall verfügbar. Du kannst deinen Desktop-Mailclient mit dem Webclient und deinem Smartphone synchronisieren. Schnittstelle für alle ist ein guter Webdienst.

Gut... Dann hast du den nächsten Markt verschlafen. Ich frag mich langsam wirklich, womit du dein Geld verdienst. Schreibst du jeden Tag ne neue Variante von PHP Database Objects?

Das iPad kennt native Apps, die schneller laden und Daten verarbeiten können als jedes lächerliche JavaScript dieser Welt.
Nicht für alles gibt es native Clients.
Ein guter HTML5-Webclient bringt übrigens eine Manifest-Datei mit, die das Caching auf ein Level anhebt, das sich problemlos mit nativen Clients messen kann. Sämtliche Inhaltsänderungen werden dann per JSON-Strings vom Server geholt.

Aber schon mit dem Manifest überfordere ich dich wahrscheinlich. Neumod'sches Hexenwerk....

Bleib du mal in deiner 8Bit-Welt. Ist besser für alle Beteiligten. Dann müssen fähige und weltoffene Entwickler wenigstens nicht deinen Dreck nachputzen.
 
"Normal ist, was die Mehrheit tut."

^ Dies machte meinen Tag. Danke. :D

Geh bei Gelegenheit mal vor die Tür und guck mal die Normalen an.

Noch mal: Nicht alles, was gerade Trend ist, ist 'ne gute Idee. Weder JS-Seuche (Exploits) noch zum Beispiel die Cloud (PRISM).

Wenn "die Mehrheit" eine gewisse Sicherheit dem bunten Geblinke opfern möchte, bleibt ihr das natürlich unbenommen. Ich meinerseits bin gern Herr über meinen Browser. Auch unter 64 Bit.

Dein Marketinggeschwafel interessiert mich als Anwender halt nicht. Ein Computer ist ein Arbeitsgerät zur Produktivität und kein Bilderbuch. Vielleicht verstehst du irgendwann auch den kleinen Unterschied zwischen Komfort und Bloat.

Da du allerdings aus Designersicht argumentierst, bezweifle ich das.

Ich steige übrigens gerade von dem bunten Sublime Text auf Emacs um. Warum? Weil ich damit eindeutig schneller arbeiten kann. 8-Bit-Welt?

Gute Nacht. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Tuxman schrieb:
Das iPad kennt native Apps, die schneller laden und Daten verarbeiten können als jedes lächerliche JavaScript dieser Welt.

Ging es hier nicht mal um Skriptsprachen? :D

Nativen Apps musst du Systemzugriff geben, Downloaden etc... Im Moment geht man man komischerweise den Weg für jeden Müll eine App zu bauen. Das Modell (mit den abgeschlossenen Ökosystemen) kann aber ganz schnell in sich zusammenfallen und ich glaube nicht dass 99ct Apps das System der Zukunft sein werden.
Das Web hat schon vieles überlebt, da es funktioniert und flexibel ist. Da hat unter anderem JavaScript für gesorgt. JS hat Java besiegt und Flash überlebt und wird auch von Dart und Co. nicht abgelöst, da es überall verfügbar ist und seinen Job macht.

Sprachen wählt man vor allem anhand der Umgebung aus, denn da muss es laufen. Ein guter Entwickler wird sich eh nicht von Glaubenskriegen beeinflussen lassen. Dinge wie Geschwindigkeit sind in vielen Fällen zweitrangig (bzw. kommt man selten an Limits). Und Designfehler/Probleme von Sprachen werden durch Bibliotheken, gute Tools und große Community "gefixt".

Was die Zukunft bringt kann man nicht sagen. Könnte man in die Zukunft schauen... dann gäbe es dafür schon ein jQuery Plugin :P
Man muss bereit sein mal was neues zu lernen und sich auf neue Ideen einzulassen. Und die grundsätzlichen Prinzipien von Programmierung wird man überall einsetzen können.

Ich würde auf jeden Fall das Video empfehlen. SEHR interessant und kreativ vorgetragen ;)
 
Tuxman schrieb:
Wenn "die Mehrheit" eine gewisse Sicherheit dem bunten Geblinke opfern möchte, bleibt ihr das natürlich unbenommen. Ich meinerseits bin gern Herr über meinen Browser. Auch unter 64 Bit.
Mit Autos können Menschen überfahren werden. Verdammt Autos!
Wenn man Äpfel mit Rattengift füllt kann man damit Prinzessinnen umbringen. Verbietet Äpfel!

Du darfst hier nicht von deiner Paranoia auf das schließen, was andere Menschen im Netz gern hätten. Die Realität beugt sich nicht deinem verwirrten Geist. Es gibt Dinge, die WILL der User einfach so haben.

Hier ein paar Beispiele, die ohne JS einfach unmöglich sind:
- Navigationen, die immer am oberen Bildrand erscheinen. Sehr nützlich bei langen Seiten... Hoher Zuwachs an Usability. Alternativ: Ein "back to top" - Knopf, der am unteren Bildschirmrand erscheint, wenn der User weit genug nach unten scrollt
- einheitliche Schaltflächen für <video> und <audio>. Jeder HTML5-Browser kocht hier sein eigenes Süppchen. Eine einheitliche Optik ist nur über JS erreichbar, da die Schaltflächen nicht per CSS manipulierbar sind (Shadow-DOM, vielleicht schonmal gehört). Aber für so n Blockierer wie dich, der BILDER schon für Teufelszeug hält, sind VIDEOS natürlich endgültig der monumentale Sittenverfall.
- die fehlertolerante Navigation von Amazon... DEUTLICH besser in der Handhabung als alles, was mit CSS möglich ist
- effiziente Bildergalerien, bei denen der User nicht jedes Mal einen vollen Page Load abwarten muss
- platzsparende Kategoriesierung von Inhalten durch Tabs oder Akkordeons
- WYSIWYG-Eingabemasken wie hier auf CB
- 3D-Rendering
- Browser Games

Du solltest WIRKLICH mal deine Paranoia überwinden, dein NoScript abschalten und die Zukunft umarmen

Dein Marketinggeschwafel interessiert mich als Anwender halt nicht. Ein Computer ist ein Arbeitsgerät zur Produktivität und kein Bilderbuch.
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Frag mal deine Oma danach, die wird dir die Wahrheit hinter dieser Redensart sicher erklären. Das Netz ist eben KEIN Printmedium. Das Netz erlaubt Dynamik. Es erlaubt multimediale Inhalte. Das Netz erlaubt Inhaltsänderungen, ausgelöst durch Userinteraktion.

Die Produktivität steigt übrigens enorm, wenn Ladezeiten sinken, Inhalte leichter zu navigieren sind, Eingabemasken (z.B. Suchfelder) bereits Vorschläge bringen, Inhalte personalisierbar sind,...
All diesen Vorteilen verschließt du dich vehement, ja willst diese Blockadehaltung auch noch auf andere übertragen und nennst dich trotzdem Webentwickler. Du wärst vielleicht vor 20 Jahren mal als Webentwickler brauchbar gewesen, aktuelle Technologien hast du komplett verschlafen. Du bist wenigstens 10 Jahre hinter der Zeit und vollkommen nutzlos.
 
Ich habe aktuelle Technologien keinesfalls verschlafen, nur weil ich als Nutzer sie ablehne. Mir als Konsumenten ist es wichtig, möglichst schnell und ohne mein System zu gefährden (du nennst es paranoid, ich nenne es Cyberkrieg, SPON übrigens auch) an Informationen zu gelangen, denn ausschließlich zu diesem Zweck benutze ich ganz persönlich das Internet.

Was ich für Kunden entwickle, ist ja etwas ganz anderes.

Ladezeiten sinken übrigens nicht dadurch, dass man JS-Frameworks hinzufügt.
 
Da diese Frameworks per CDN verteilt werden und, bei großer Beleibtheit, eh schon im Browser Cache des Users vorhanden sind... kein Einfluss. Wenn du dein Handwerk verstehen würdest, dann wüsstest du, wie man Browser Caching einsetzt.

Und nochmal: Es ist wahrscheinlicher, dass dir einer dein Auto zu Klump fährt, als dass du bei aktivem JS in Verbindung mit OS-Patches + Virenscanner + "ich guck wo ich hinklicke" einer "Cyberbedrohung" ausgesetzt bist.

Anders als BILD & Co dir erklären wollen ist die NSA nicht an DIR PERSÖNLICH interessiert.
 
Die NSA betreibt Datensammlung, sie sucht nicht gezielt einzelne Ziele heraus. Im Übrigen baut sie ein Botnetz auf - und ich möchte kein Teil davon sein.

Nebenbei: Auch ein CDN hat nicht "null Ladezeit".
 
Ok, für Doofies:

Erstmal mit JS...
Beim ersten Seitenaufbau werden die HTML-Datei sowie alle CSS- und JS-Dateien geladen und GECACHED. Asynchrone Anfragen nach einzelnen Inhalten (Bilder, JSON-Strings, XML, HTML-Segmente,...) erfordern nur, dass DIESE Elemente geladen werden.

Und nun ohne JS...
Beim ersten Seitenaufbau wird die HTML-Datei nebst CSS und JS (ja, das ist eh dabei, für die 99% Normaluser) geladen und gecached. Weitere Anfragen, z.B. der Aufruf des nächsten Bilds in der Bildergalerie, übertragen die KOMPLETTE neue HTML-Datei (+das neue Bild). Die ist natürlich signifikant größer als das Bild allein. Caching greift hier nur auf die Ressourcen, die dei einzelnen Seiten gemeinsam haben: CSS, JS, Hintergrundbild, Icons,... Nicht aber auf das HTML-Dokument. Das kann nicht cachen. Es ist ja unterschiedlich.

Und das CDN? Es hat nach dem ersten Aufruf bestenfalls noch RTT, denn es ist ja gecached.


Und nein, du wirst nicht plötzlich Teil der GEHEIMEN WELTREGIERUNG aka. NSA-Botnet, nur weil du JS aktiviert hast. Eher hacken die deinen VServer oder dringen über einen der zigtausend anderen Angriffsvektoren in deinen PC ein. JS ist das instabilste Einfallstor, weil einige Browserhersteller fürstliche Kopfgelder auf Sicherheitslücken ausschreiben und somit Lücken nicht lange leben.
 
Lange genug. Ein bereits infizierter Browser kann gern gefixt werden, das ist dann nicht mehr wichtig.
 
Tuxman schrieb:
Ich bin Netznutzer. Ich will hier Inhalte haben und sonst nix. Ich bin kein Designer. Ich bin allerdings auch der Meinung, dass Designer, denen bunte Bilder wichtiger sind als Funktionalität, geteert und gefedert gehören.
Dass man sich über Design streiten kann, stell ich jetzt mal nicht zur Diskussion, aber schon mal was von UX/UXD-Design gehört? Das geht schon etwas mehr über "bunte Bilder" hinaus. Trifft natürlich nicht auf die über 600 Millionen Internetseiten da draußen zu, aber qualifiziert mit Sicherheit die ein oder andere Seite, neben Inhalten, auch noch optisch ansprechend UND bedienbar zu sein.

Ich bin bei Dir, wenn Du sagst, dass sich Webdesigner meistens irgendeinen sinnlosen Quatsch einfallen lassen und man sie erstmal mit machbaren Tatsachen auf den Boden der Realität zurückholen muss. Aber auch das trifft nicht auf alle Designer zu und es gibt wirklich viele Webseiten im Netz, die aufgrund von einem gut entwickeltem Design UND Code genau das beweisen. Und ja, ausschließlich alle Seiten davon nutzen - oh schreck lass nach - Javascript.

Tuxman schrieb:
Welcher hirnverbrannte Idiot ist auf die Idee gekommen, diesen elenden Design-Erstsemester-Anwärtern das Web zu zeigen? Web ist nicht Print. Wenn ich manche dieser "schönen neuen Webseiten" so angucke, bin ich fast versucht, das in riesigen Leuchtbuchstaben in den Vorgarten jedes sog. "Webdesigners" zu kacken.
Sorry, aber auch das ist eine Aussage, die totaler Quatsch ist. Viele dieser "elenden" Erstsemestern bringen frische Ideen und eine (vielleicht zu) naive Sichtweise auf bestimmte Dinge mit, die aber eben dann die Entwicklung vorantreiben können (!).

Tuxman schrieb:
Ich verdiene normalerweise mein Geld mit Webentwicklung (wohlgemerkt: nicht -design), ich nehme an, das qualifiziert mich zumindest ausreichend.
Nachdem, was Du bisher so an Kommentaren zu dem Thema verfasst hast, nicht wirklich. Da ich auch mein Geld mit Webentwicklung verdiene (und das nicht nur normalerweise) kann ich das denk ich mal schon behaupten.

Ganz ehrlich, no offense, aber wenn die Mehrheit der Entwickler da draußen SO denken würde wie Du und die Konzeptioner und Kreativen ebenfalls der "Bloß kein Javascript verwenden"-Devise folgen würden, dann würde es mit Sicherheit eine vielzahl der Frameworks, die es heute gibt, eben NICHT geben. Und das Web wäre um eine vielzahl an guten und sinnvollen Entwicklungen ärmer.
 
rephluX schrieb:
Trifft natürlich nicht auf die über 600 Millionen Internetseiten da draußen zu, aber qualifiziert mit Sicherheit die ein oder andere Seite, neben Inhalten, auch noch optisch ansprechend UND bedienbar zu sein.

Dagegen habe ich ja auch nichts, und es gibt wirklich sehr schöne Webseiten, die ich dann auch gern nutze (Feedly, obwohl es recht JS-lastig ist, gehört definitiv dazu; besonders übrigens in Verbindung mit Readability, um die "optische Ansprechendheit" dieser modernen Blogs ertragen zu können. (Wenn ich ein Blog lese, sind mir die Designs auch eher weniger wichtig.)

rephluX schrieb:
Aber auch das trifft nicht auf alle Designer zu

Die werden dann von "gut meinenden" BWL-Schlipsis sanft dazu gedrängt, jQuery für wirklich alles einzusetzen.

rephluX schrieb:
Und ja, ausschließlich alle Seiten davon nutzen - oh schreck lass nach - Javascript.

Oder CSS3.

rephluX schrieb:
Viele dieser "elenden" Erstsemestern bringen frische Ideen

Die alle schon mal da gewesen sind. "Frische Ideen" bei Erstsemestern sind meist die, die sie im Internet lesen. "Responsive Designs" zum Beispiel sind eine klasse Idee - und völlig ohne JavaScript umsetzbar. Aber das scheint die "frischen Erstsemester" allesamt zu überfordern. "Webseiten ohne Javascript? Voll kacke!"

Ach.
 
Es gibt solche Diskussionen in jeglichen Richtungen. Angefangen beim Internet, um beim Computer zu bleiben über Betriebssysteme (aktuell z.B. Windows 8), Programmiersprachen, um raus zu kommen Fahrzeuge bzw. deren Energiegewinnung, auch beim Sport (z.B. Fußball) gibt es solche Diskussionen.

Und auch wenn sie erstmal nicht viel inhaltlich gemeinsam haben, kann man doch eines Festhalten: "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit". Frag mal bei den Jungs bei Quelle oder Schlecker nach ;)
 
Lern lieber anstelle einer Sprache Mathe das braucht jeder Informatiker und mit Matlab kann man nicht früh genug anfangen.

Also Mathe hab ich wirklich noch NIE gebraucht... :freak:
Ist auch garnicht teil der Ausbildung zum Fachinformatiker/AE.

Im studium wirds natürlich aber bestimmt drankommen :evillol:

Also an deiner stelle würde ich erstmal ein bisschen mit html rumbasteln.
Dann weiter mit sql.
Und zuguterletzt kannst du dann das ganze mit Java/C# als webanwendung verbinden :)

Wenn du das gemacht hast hast du schonmal einen sehr guten Überblick
 
Es gibt, behaupte ich jetzt einfach mal, für jedes Sprichwort ein entsprechend gegenteiliges Äquivalent. Wobei "Mode" hier durchaus etwas kurzfristiges sein kann, aber ich will jetzt gar nicht weiter darauf eingehen.

Schlussendlich muss jeder für sich entscheiden, nach welchem Prinzip er lebt. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass du -so sehr wie du dich vor den neuen Technologien verschließt- keine guten Webanwendungen schreiben wirst. Nun ist natürlich gut relativ. Allerdings ist es ziemlich vermessen seinen eigenen Maßstab allen zu oktroyieren, weil man meint so etwas besser zu machen, als die graue ("dumme") Masse. Letztendlich entscheidet aber eben jene darüber, ob etwas gut ist oder nicht. Nämlich in dem sie etwas kauft/benutzt, oder eben auch nicht. Das kann man gut finden, oder eben auch verteufeln, die Wahrheit bleibt es aber trotzdem.
 
trialgod schrieb:
dass du -so sehr wie du dich vor den neuen Technologien verschließt-

Lies meinen Beitrag doch bitte genauer.

trialgod schrieb:
Allerdings ist es ziemlich vermessen seinen eigenen Maßstab allen zu oktroyieren

Tu' ich nicht, ich rede ausdrücklich nur von meinen persönlichen Vorlieben - die mir BWL- und Design-Erstsemesterversteher Daaron verbieten will.
 
Tuxman schrieb:
Dagegen habe ich ja auch nichts, und es gibt wirklich sehr schöne Webseiten, die ich dann auch gern nutze (Feedly, obwohl es recht JS-lastig ist, gehört definitiv dazu; besonders übrigens in Verbindung mit Readability, um die "optische Ansprechendheit" dieser modernen Blogs ertragen zu können. (Wenn ich ein Blog lese, sind mir die Designs auch eher weniger wichtig.)
Du lässt für Feedly also "die Hosen runter"? Wo bleibt da deine Parano... äh dein Sicherheitsbewusstsein? Oder gehst du da nur mit ner LiveCD drauf, mit abgeklemmten Festplatten?

Und auch wenn Content > Design, so sorgen optische Aufheller und Spielereien für einen verbesserten Lesefluss. Angenommen, du würdest einen Blog über Webentwicklung lesen... wie nützlich soll der Teil über CSS3 sein, wenn er keine Bildergalerie enthält, die das Zeug gleich illustriert?

Und dann sind da noch so Dinge, die die Lesbarkeit wirklich signifikant positiv beeinflussen. Da wäre z.B. Hyphenator zu nennen. Da kaum ein Browser CSS3-Hyphenation kann, ist für längere Texte ein Fallback auf den Hyphenator eine sehr gute Idee. Dasselbe gilt für JS-basierte Mehrspaltigkeit langer Texte.
Zeitungen (v.a. Tageszeitungen) schreiben ihre Artikel doch nicht aus Spaß an der Freude in enge Spalten. Durch die Regeln für Schusterjungen und Hurenkinder sind diese Spalten eigentlich der blanke Horror. Aber: Spalten erhöhen die Lesbarkeit. Das ist erwiesen. Es gibt so etwas wie eine optimale Zeilenlänge, alles darüber belastet den Leser unnötig. Da CSS3-Multicolumns noch nicht wirlich soweit sind -> JS-Fallback.

Die werden dann von "gut meinenden" BWL-Schlipsis sanft dazu gedrängt, jQuery für wirklich alles einzusetzen.
Ich nehm lieber Mootools... und nu?
Diese Frameworks vereinfachen den Entwicklungsprozess. Einfacher -> schneller. Schneller -> billiger. Billiger -> profitabler & besser für alle Beteiligten.

CSS3 ist kein ERSATZ für JS (JS hingegen oftmals sehr wohl für CSS3). Viele Sachen kann CSS3 nicht oder nur minderwertig. Eine CSS3-Lightbox ist niemals so gut und performant wie eine JS-basierte.

Die alle schon mal da gewesen sind. "Frische Ideen" bei Erstsemestern sind meist die, die sie im Internet lesen. "Responsive Designs" zum Beispiel sind eine klasse Idee - und völlig ohne JavaScript umsetzbar. Aber das scheint die "frischen Erstsemester" allesamt zu überfordern. "Webseiten ohne Javascript? Voll kacke!"

Responsive Design ist mehr als nur CSS Media Queries.
CSS kann z.B. kein 100% Touch-kompatibles Suckerfish-Menü erzeugen, da kein :hover existiert. Und die übliceh Vorgehensweise, das Menü durch eine Selectbox zu ersetzen? Viel besser, wenn man selbiger ein onchange-Event hinterlegen kann.

Noch interessanter wird es, wenn kleiner aufgelöste Bilder per Js geladen werden. Wer will schon ein 1600x1600 Background,w enn das Display nur 800x600 ist...

Tuxman schrieb:
Java/C# für Webanwendungen?

Warum?
Weil es SCHNELL ist... unter anderem.

Open Xchange basiert z.B. auf Java. Das Blizzard/Battle.net - Forum läuft über einen Apache Tomcat -> Java.
Viel Interoperabilität in Firmennetzwerken wird über C# oder ASP.NET erreicht, da die natürlich perfekt mit dem Exchange- und AD-Server zusammen spielen.

Wenn du vond einem Beruf was verstehen würdest, dann würdest du sowas wissen.
 
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