Selbstgebaute wireless Lautsprecher, Probleme mit Powerbank.

JackA

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Servus,

da ich lautere, pegelfestere und etwas tiefgängigere Party-Lautsprecher (als handelsübliche Bluetooth Lautsprecher) wollte, habe ich mir meine Edifier R600USB auf wireless umgebaut, da diese dafür eigentlich perfekte Voraussetzung hergeben.

Der Umbau war gleich getan, Kabel abschneiden, 5V Verstärker-Platine rein, richtig verdrahten, fertig. Klanglich hervorragend, pegelfest, laut, und ordentlich Tiefgang, dafür aber kaum Strombedarf. Was will man also mehr? ja... genau... eine funktionierende Powerbank, denn das scheint schwieriger zu sein, als anfangs angenommen.
Angefangen habe ich mit einer simplen 5600mAh Powerbank, die ich wunderbar aufladen konnte, dann aufgeladen enorm lange die Lautsprecher damit befeuern konnte, doch dann nicht mehr laden konnte. Wieso die nicht mehr zum Aufladen gingen, habe ich nie raus gefunden.
Also musste eine neue her und ich entschied mich für ein etwas besseres Modell: 6400mAh. Naja Funktionsweise bestimmt einwandfrei, wenn man denn Smartphones aufladen will, doch bei meinen Lautsprechern geht die Powerbank nach ca. 2-3min in Standby, was extrem nervig ist, obwohl die Lautsprecher davon Saft ziehen. Nun besteht mein Verdacht, dass es an dem "Smart-Ausgang" der Powerbank liegt, da meine Lautsprecher der Powerbank ja nicht vorgaukeln, ein Smartphone zu sein.
Weiß jemand, wie man diesen "Smart-Ausgang" austricksen kann?
 
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h00bi

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Soweit ich weiß musst du die beiden Datenleitungen des USB Kabel kurzschließen.
Kurzschluss klingt erstmal böse, aber über den Widerstand der Datenleitungen wird das Gerät erkannt.
Ich habe das schon mehrfach problemlos umgelötet wenn ich "USB Netzteile" als 5V Quelle zweckentfremdet habe.
 

ElGonzo

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Das mit dem Kurzschluss der Datenleitungen gilt aber für die Stromquelle (Powerbank) und nicht den Verbraucher (Verstärker)!
Über den Widerstand in der Quelle wird dem Verbraucher mitgeteilt, dass mehr Strom genutzt werden darf als die 500 mA bei Usb2.0 z.B..
Also genau anders herum!

Zum eigentlichen Problem fällt mir auch nicht viel ein. Der Verbrauch scheint wohl zu gering für die Schaltung zu sein...
 

JackA

Fleet Admiral
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Das mit dem Kurzschluss der Datenleitung oder einlöten von einen Widerstand <200 Ohm, klingt aber eher vernünftig, da somit angeblich der Powerbank gesagt wird, dass ein Verbraucher angeschlossen ist.
Da stoßt man im Google aber erst drauf, wenn man explizit nach "Kurzschluss Datenleitung USB" sucht. Danke schon mal für den Tipp, probieren werde ich es auf jeden Fall mal.
 

ElGonzo

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Das mit dem Kurzschluss der Datenleitung oder einlöten von einen Widerstand <200 Ohm, klingt aber eher vernünftig

Eher vernünftig als was? Du hast offensichtlich meinen Beitrag nicht verstanden.
Bei deiner Powerbank sind D+ und D- mit ziemlicher Sicherheit schon kurzgeschlossen bzw. mit nem Widerstand versehen! Damit zeigt die Powerbank dem zu ladenen Gerät, dass es sich nicht um einen PC-USB2.0-Anschluss handelt, der nur 500mA abgeben darf! Auf deiner Powerbank steht wahrscheinlich eine andere Stromstärke für die Ausgänge ;)

Ob ein Verbraucher angeschlossen ist oder nicht, merkt die PB wohl über den Verbrauch. Dieser ist bei dir wohl zeitweilig zu gering.

Wenn du mir nicht glaubst, kannst du ja ein USB-Kabel opfern und die D+&D- mal verbinden. Ändern sollte sich nicht, da das ja schon vorher der Fall war!

Nochmal langsam: Der Widerstand zwischen D+ und D- ist ein Hinweis vom Ladegerät an den Verbraucher!

P.s.: In deinem Link steht das auch genau so beschrieben...
 
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JackA

Fleet Admiral
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Ja das "eher" gehört eigentlich nicht in den Satz rein.
Das, was du sagst, klingt auch richtig, oder aber auch nicht, ich weiß noch nicht, wie die "intelligenten" Powerbanken geschalten sind, ob die dann auch einen Widerstand/Kurzschluss auf den Datenleitungen haben oder aber über die Datenleitung das Smartphone erkennen, ihm iewie sagen, "hey, ich bin nur ne Powerbank" und dann die Kommunikation unterbrechen.
Ich teste es einfach mal aus mit dem Widerstand, vllt. bin ich danach schlauer.
 

Spillunke

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Würde mich interessieren, wenn du dann dein Ergebnis hier kund tust. Würde ich mir nachbauen, sofern es funktioniert.
 

JackA

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El Gonzo hat recht, funktioniert schon mal mit dem 100 Ohm Widerstand nicht. Hab zusätzlich mal nen USB Hub an die Powerbank gehängt und parallel zum Lautsprecherbetrieb ein Smartphone geladen, funktioniert, nur reicht die Power nicht mehr für die Lautsprecher um höhere Pegel zu fahren.
Also ich schätze, das kann ich mit soner Powerbank im Momentanzustand vergessen. Werd sie mal öffnen und schauen, ob da was elektronisch machbar ist.
 

xXTHMXx

Lieutenant
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So gemein das auch klingen mag: der ganze Aufbau ist äusserst suboptimal. Alleine das Verstärkerboard ist total unterdimensioniert. Mit 3W bewegt man eigentlich grade mal die Membran, würde mich nicht wundern wenn clipping eher die Regel als die Ausnahme ist. Sparen sollte man bei so einer Konstruktion nicht. Mein Tip um das ganze deutlich besser zu machen: 60€ in die Hand nehmen und folgendes kaufen:
http://m.ebay.de/itm/361306112729
http://m.ebay.de/itm/Wireless-Bluet...stereo-Amplifier-AUX-/221992426850?nav=SEARCH
http://www.stefansliposhop.de/lipos...S-XTRON-3000mAh-3S1P-11-1V-30C-60C::1032.html
Und dann noch einen XT-60 Stecker und du hast einen sehr potenten Aufbau :)
Und garantiert genug Leistung für jede Lebensleistung :D
 

JackA

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Dein Beitrag in allen Ehren, aber du hast schon gelesen, dass die Lautsprecher mit ihren 2,5 Watt (1,25W pro Lautsprecher) wirklich ordentlich Pegel und ausreichend Tiefgang haben? Ich brauche nicht mehr Leistung, nur eine passende portable Stromversorgung.
 
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JackA

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So ich hatte jetzt die Gelegenheit die Lautsprecher mal aufzudrehen und es liegt wirklich an der Belastung der Powerbank, ab ca. 75% Pegel (je nach Musik) bleibt sie dann an, nur ist das definitiv zu laut.
Habe aus einem anderen Forum einen Tipp bekommen, da er exakt das selbe Problem hatte, es mit einer astabilen Kippschaltung alle ca. 30 Sekunden für ne Sekunde mit nem Widerstand zu belasten, was vom Stromverbrauch her noch zu verkraften wäre. Das werde ich jetzt noch versuchen, auch bau ich parallel eine einfache Powerbank selbst noch auf, ich bin da ja mittlerweile flexibel bei dem ganzen Zeug, was schon hier rum liegt.
 

Spillunke

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Hervorragend. Bin weiterhin sehr gespannt.
Anfang Juli gehts Freitag - Sonntag auf ne Floßtour und da benötigen wir Musik.

EDIT: Hi, hast schon Fortschritte machen können?
 
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JackA

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Kleines Update:
Also, astabile Kippschaltung über China besorgt, leider sind da die Zeiten zu kurz einzustellen, ich will ja nicht, dass die Powerbank sinnlos leer gesaugt wird, wenn ich nur ne kurze Belastung alle ca. 30sec brauche.
Nun habe ich die Einzelteile bei Reichelt bestellt, Schaltung dazu:
03101311.gif

Erklärung und Berechnung: NE555 als astabile Kippstufe
Bauteile:
Lochrasterplatine
NE555
1N4148 Diode (D)
Keramik-Kondensator 10 nF (C2)
Elektrolyt-Kondensator 330 µF (C1)
Widerstand 150 kOhm (R1)
Widerstand 5,1 kOhm (R2)

Durch das Verhältnis von R1, R2 und C1 ergibt sich eine Einschaltzeit von ~35,5 sek und eine Ausschaltzeit von ~1,2 sek. Jetzt ist natürlich das Problem, dass ich den Ausgang aber ~35,5 sek ausgeschaltet und nur ~1,2 sek eingeschaltet haben möchte. Also muss man invertieren, entweder mit Transistoren, ich habe es einfach mit einem 5V Relais gemacht, das einen Wechsler hat, wo ich den Öffner nutze, somit ist der Öffner ~35,5 sek geöffnet, da Signal an der Spule anliegt und ~1,2 sek geschlossen, wodurch mir dann die gesamte Spannungsversorgung kurzzeitig mit einem definierten Widerstand belastet wird. Bauteile:
5V Relais mit 1 Wechsler
2x Widerstand 33 Ohm
Der Widerstand wird parallel geschaltet, wodurch man seine Leistung verdoppelt auf 1,2W (für den Fall der Fälle) und seinen Wert halbiert auf 16,5 Ohm, wodurch man bei unseren 5V anliegender Spannung einen Stromfluss von ~303mA erzeugt, was dann ausreichend ist, um die Powerbank nicht mehr automatisch in den Standby-Modus schalten zu lassen.
Die R600USB laufen jetzt seit 15Uhr (6h) tadellos auf humaner Zimmerlautstärke durch, wobei die Powerbank von ihren 5 Balken noch nicht einen verloren hat. Auch sieht man schön, wie sie ihre LEDs abschaltet, nachdem sie ca. 5 sek nicht genug belastet wurde und dann nach ~35,5 sek wieder aktiviert wird.
DSC00708a.JPG
 
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Spillunke

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Riesen dank! Welche Powerbank benutzt du bei dem Test? Habe eine Xiaomi Powerbank mit 10.400mAh. Mal demnächst schauen, wann die sich automatisch abschaltet.
 

JackA

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Hab die EasyAcc 6400mAh. Lief jetzt 11h durch, immer noch 5/5 Balken. Auch mal Maximallautstärke getestet, ob die 303mA sich negativ auswirken, dass z.B. kurzzeitig die Leistung zusammen bricht, aber nichts.
Ich hab mal ausprobiert, Smartphone zu laden und gleichzeitig die Lautsprecher zu betreiben (USB Hub and die Power-Bank, da nur ein USB Ausgang), was bei sehr leiser Lautstärke funktioniert, aber bereits bei Zimmerlautstärke, die Lautsprecher tonal zusammen brechen lässt. (rauschen, abgehackt, etc.)
 

Spillunke

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Schon 11h?! Krass.
Dann reicht das ja locker übers Wochenende.
 

Spillunke

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Wahnsinn!
Die Xiaomi Powerbank ist 25-30sek an ohne Belastung. Da sollte die Schaltung dennoch funktionieren, oder?

Dann muss ich die Schaltung nachbasteln und vernünftige USB Lautsprecher finden. Bluetooth wäre natürlich auch noch geil. Wenn man ein Bluetooth Adapter mit dran klemmt, kann man eventuell sogar die Astabile-Kippschaltung weglassen? Habe einen Adapter mit microUSB Stromversorgung, wäre also simpel das mit anzuklemmen.
 
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JackA

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Ne, da solltest die Schaltung anpassen, dass sie ca. alle 20 Sekunden die Last erhöht. Mit Bluetooth-Adapter könnte die Belastung groß genug sein, damit der Standby unterbunden wird, kann ich aber im Moment noch nicht beurteilen.
Vernünftige Bluetooth Lautsprecher ist dann wieder ein anderes Thema, da hab ich auch schon vergebens gesucht, gefunden nur solche GOgroove.
Was ich jetzt noch machen werde, da ich im Keller noch alte Sats vom Logitech Z5300 gefunden habe, ist diese verbauten Tang Band W3-594S als portable TML zu bauen.
https://www.youtube.com/watch?v=nOo68b6O4cE
 

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