Selbstverteidigung

iDont_Know schrieb:
weil die warscheinlich Polizisten sind :)

Ja trainierte und ausgestattete Beamten, mit Schusswaffen, treten also unsicher auf... soso

Und dann kommt Hans Dampf, tritt einfach nur sicher auf, und ist schon außer Gefahr :freak:
Wenn du vielleicht ein 2m Brocken mit nem Kreuz eines Schrankes bist, vermittelst du damit vielleicht autoamtsich ein sicheres Auftreten bzw die Typen überlegen es sich 2x.
Aber wenn jemand dich - zu neudeutsch - abziehen will, dann zieht er dich ab. Egal wie selbstsicher du auftrittst...
 
hamsi61 schrieb:
bis du die taschenlampe zückst, biste schon längst unten. nene, pfefferspray ist mmn die beste lösung.

Und die Frage bleibt: Was, wenn deine Pfefferattacke dann schief geht? Was z.B., wenn dein Gegenüber deine Absicht erkennt, das Zeug vielleicht mit der Hand blockt? Danach nimmt er dir das Zeug ab und schießt es dir in den Hals.
Und was auf der anderen Seite, wenn es tatsächlich wirkt? Wie schon gesagt, 1Mio Scoville können tödlich wirken. Burgerking-Jalapenos haben vielleicht 50-100k Scoville, treiben aber schon die Tränen in die Augen. Bei Pfefferspray kannst du durchaus mit einem Kreislaufkollaps rechnen. Dein "Angreifer" zeigt dich an und du zahlst bis an dein Lebensende fein Schmerzensgeld.

PiPaPa schrieb:
Aber wenn jemand dich - zu neudeutsch - abziehen will, dann zieht er dich ab. Egal wie selbstsicher du auftrittst...
Das machen sie auch, wenn du mit Messern rumfuchtelst oder in deiner Tasche Pfefferspray rumliegt. Die Frage ist immer, ob du das Echo verträgst, wenn du dich erfolglos mit Waffengewalt wehrst. Waffen jeglicher Art sorgen nur für Eskalation. Was vorher n paar Faustschläge gewesen wären, werden plötzlich n paar Messerstiche oder ne Schusswunde.
Der einzig vernünftige Weg ist: halt dich raus! Ist es eine kritische Gegend? Geh nicht hin. Wohnst du da? Überleg dir, WARUM du da wohnst. Woanders gibts auch gute Wohnungen. Siehst du komisch aus? Geh nicht in Gebiete, in denen Leute, die aussehen wie du, nach ner Gesichtsverschönerung schreien.
 
bettenlager schrieb:
Man kann Ärger auch aus dem Weg gehen. Ich setzt mich z.B. im ÖPNV so weit nach vorne wie es nur geht, weil auf den hinteren Plätzen ja die dt. Zukunftselite sitzt. Mein Lieblingsplatz beim Bus ist direkt hinter dem Busfahrer, da hab ich niemanden hinter oder neben mir, ganz alleine mit dem Omas und ich hab meine Ruhe.

Nachts fahre ich überhaupt nicht mehr, meide dunkle Locations, ich glotz die Leute nicht doof an, etc etc.
Ergänzung ()

@daaron

zu b: Nicht von Dir auf andere schließen!

Ja immer schön gebückt gehen und nach unten gucken, dann kann dir nix passieren!
 
Ärger aus dem Weg gehen bedeutet nicht gleichzeitig, dass man sich allem und jedem beugen muss. Man bleibt ja auch im Zoo vor dem Gehege mit den gefährlichen Tieren stehen und läuft nicht mitten durch.
 
justFAME schrieb:
Ja immer schön gebückt gehen und nach unten gucken, dann kann dir nix passieren!

Man sieht jedenfalls nicht wenn etwas passiert.
Und wenn, kann man nicht adäquat reagieren.

Gibt ja prinzipiell drei Möglichkeiten mit dem Thema Selbstverteidigung umzugehen.
- Situationen meiden
- bestimmtes Equipment bei sich tragen
- bestimmten Sport erlernen und trainieren

Wie sich entschieden wird ist jedem selbst überlassen.
 
Jeder kann mal in eine ungünstige Situation kommen, unabhängig von Ort, Zeit und Stelle. Auf solch eine Situationen nicht vorbereitet zu sein ist das schlechteste was einem passieren kann.
Die Einstellung derer, denen noch nie was passiert ist ändert sich grundlegend, sobald die jeweilige Person mal in einen Konflikt gerät. Eine solche Gefahrensitutation ist eine vollkommen Neue Erfahrung und man wird meist total überfordert sein.
Argumente wie: Wir leben nicht in der Bronx ziehen ganz einfach nicht weil es wie gesagt jeden treffen kann.

Sich selbst verteidigen zu wissen ist meines Erachtens eine Grundvoraussetzung.

Das allerwichtigste bei der Verteidigung jedoch ist, Gefahren im Vorfeld zu erkennen und ihnen aus dem Weg zu gehen. Aber wir wir alle wissen, dies ist nicht immer möglich.
Gehen wir mal vom Worst Case Szenatio aus, dh. Ein Ausweg ist bereits unvermeidbar. Man kommt in die bredouille sich verteidigen zu müssen.

Was die Verteidigung betrifft ist mitunter das wichtigste: Sicheres Auftreten, Selbstvertrauen und die Entschlossenheit zu handeln, sofern es die Situation erfordert.

Kampfsportarten sind sehr empfehlenswert. Wenn jemand die Zeit, Lust sowie Motivation hierzu hat eine bestimmte Kampfsportart ausführen der sollte das auch tun. Ich kann es jedem nur
ans Herz legen. Nicht nur unter dem Aspekt der Verteidigung sind solche Sportarten super. Körperliche Fitness, Stressausgleich, Abhärtung usw. kommen ebenfalls hinzu.
Vollkontakt Sportarten sind empfehlenswert, wie z.B Boxen, Kickboxen, Muaj Thaj, Mixed Martial Arts usw. Einfach mal Googlen.
Karate, Judo, Jiu Jitsu, Wing Tsun sind unter dem Aspekt sich effektiv verteidigen zu wollen weniger bis garnicht empfehlenswert. Man lernt kontrollierte Bewegungsabläufe, tolle Techniken die zwar gut aussehen, bei einem Straßenkampf in den wenigsten Fällen anwendbar sind.

Klar, es geht natülich auch ohne Kampfsportart: Sollte nicht so rüberkommen dass wenn du nicht im Verein bist, du auf der Straße keine chance hast :)

Kauf dir einen Sandsack, hänge ihn irgendwo im Keller oder Zimmer auf und lass die Sau raus ;)
Du wirst sehen, es macht richtig Spaß.
Es ist ein sehr wirkungsvollen Training und verbessert deine Schlagkraft.

So, nun zur Verteidigung: Nochmal zu erinnerung: Worst Case.

Entscheident ist eine gewisser grad an Erfahrung und körperliche Fitness. Die richtige Einstellung eben!
Klar, man kann keine Gefahrensitation simulieren, aber man kann gewisse Abläufe kennenlernen und sich, wie gesagt, darauf vorbereiten.
Auch, sofern es zu einer Auseinandersetzung kommen sollte, ist es entscheident wie man handelt, und vor allem: Wie schnell.
Das ist nämlich der springende Punkt.

Wenn ich in einer Gefahrensituation etwas gelernt habe, dann ist es: Als erster mehrfach kräftig zuschlagen! Die Betonung liegt auf "Erster"
Diese Einstellung beißt sich natürlich etwas mit den Gesetzten, das Thema Notwehr ist auch ein Thema für sich, worauf ich nicht weiter eingehen werde.
Aber es gibt während einer aussichtslosen Gefahrensituation nur zwei Optionen: Er oder ich. Ganz einfach!
Es ist Tatsache, dass wenn man, sofern es natürlich die Situation erfodert, nicht als erster aktiv wird, man im Prinzip schon verloren hat.
Wenn es um meine Gesundheit geht kenne ich kein Pardon. Soll ich Opfer werden, nur aufgrund der Tatsache dasss es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass ich nicht als erster zuschlagen darf?
Sicher nicht!
Das mag auf manch einen zutreffen, auf jemanden der es ernsthaft in Erwägung zieht sich zu verteidigen tut es das nicht.

Es kostet viel Überwindung, der psychiche Aspekt spielt dabei auch eine sehr große Rolle. Aber wenn man mit der richtigen Einstellung und Entschlossenheit an die
Sache herangeht hat man die besten Chancen aus einer Konfliktsituation heil herauszukommen.
In kürzester Zeit, mehrfach mit voller Kraft zuschlagen! Frei nach dem Motto, Angriff ist die beste Verteidigung.


Und es sei nochmal gesagt, ich ermutige hier niemanden einem anderen die Fresse einzuschlagen. Es geht hier lediglich darum, sich selbst zu verteidigen.
Und verteidigen heißt vereinfacht aktiv zu werden bevor es der Gegner tut!


Auch bin ich persönlich der Meinung, das Pfefferspray ein sehr gutes Selbstverteidigungsmittel ist. Die Behauptung, dass Pfefferspray nicht effektiv ist oder erst nach 10 Sekunden wirkt ist schlichtweg falsch. Aber auch hier ist wichtig, es kommt auf das richtige Spray an. Bei richtiger Anwendung machst du den Gegner für mindestens 20 Minuten unschädlich (meist noch viel länger) ohne ihn an dich herankommen zu lassen.

Empfehlenswert sind Sprays wie z.B Sabre Red und Fox Labs.

Hatte meines bis jetzt zwei mal in Gebrauch. Das Endresultat waren jammernde, keuchende und sich auf dem Boden wälzende Angreifer die nicht mehr im Stande waren, irgendetwas zu unternehmen.
Meiner Freundin hat es einmal geholfen, als sie Abends (21:00 Uhr!) von jemandem angepöbelt und belästigt wurde. Was hätte passieren können wenn sie das Spray nicht dabei hätte... daran will ich garnicht erst denken. Vielleicht nichts, vielleicht auch was sehr schlimmes.

Über den korrekten Umgang sowie Gebraucht findest du sehr viel im Netz. Einfach googlen.


Von Messern würde ich persönlich abraten. Klar, hat ein Messer auch eine abschreckende Wirkung, der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen, und kann im schlimmsten Fall mehr als fatal Enden. Für den Gegner oder für dich selbst. Nicht im entferntesten in Erwägung ziehen!

Schlagringe sind ebenfalls ein heikles Thema. Ungemein effektiv, daran besteht kein Zweifel. Aber die Gefahr, dem Gegner ernsthaft Schaden zuzufügen ist
einfach zu Groß. Bei der Verteidigung geht es in erster Linie Diesen kampfunfähig zu machen und nicht, ihm massiv zu verletzen. Direkt vergessen.

Schlagstöcke: Ich persönlich habe einen im Auto und haben ihn zum Glück noch nie benutzen müssen. Für die tägliche Verteidigung ist ein SS nur
bedingt geeignet.

Elektroschocker. Halte ich nichts von. Zu groß, zu sperrig.

So, das war's von meiner Seite. Hoffe, dass ich dir den ein oder anderen Tipp habe geben können. Hau rein, aber nicht so fest :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Selbstverteidigung? Ich sag dir aus eigener Erfahrung...der Beste Weg...ist die Flucht. Wenn du nicht grad von einem und den selben periodisch angegriffen wirst....nimm die Beine in die Hand und Renn. Im Falle einer Selbstverteidigung wirst du diese nachweisen müssen, und glaub mir, dass ist fast im deutschen Rechtsstaat unmöglich. Ich habe vor 7 Jahren einen Vorfall gehabt, bei dem mich 2 Personen berauben wollten. Einer davon hatte einen Schraubendeher in der Hand. Den hab ich ihm entwendet und ihm in die Brust gestochen. Der 2te war davon so baff, dass er geflohen ist. Im Endeffekt hab ich eine Bewährungsstrafe bekommen (Gott sei Dank nicht im Vollzug gelandet) und der Richter (so schien es mir, mir dennoch mehr gegelaubt hat, als den beiden), weil ich Notwehr nicht beweisen konnte. Würde heute jedem den Rat geben, solange man fliehen kann, dies auch zu tun, aufgrund der Beweislast in diesem Staat. Des Weiteren kann jedes Utensil welches du bei dir trägst auch gegen dich verwand werden.
 
@KlausM81

Ein sehr ungünstiger Verlauf, du hattest wohl mehr als nur Pech. Hier war der ausschlaggebende Punkt, weshalb es erst soweit kommen konnte, der Angriff mit dem Schraubendreher. Du hast vollkommen Recht, die Gesetzeslage in Deutschland ist mehr als bescheiden. Deshalb rate ich prinzipiell davon ab von Waffen Gebrauch zu nehmen.

Nur hast du leider nicht die Möglichkeit immer zu flüchten. Was machst du wenn du dich in geschlossenen Gebäuden befindest, in der Disco bist oder die Freundin/Frau im Schlepptau hast? Du bist mit deinem Sohn unterwegs. Wird sie/er dein Tempo halten können wenn du vor hast zu flüchten?
Eine Flucht mag zwar oft möglich sein, immer ist Diese jedoch nicht möglich. Manchmal sind direkte Konfrontationen einfach unvermeidbar. Und was dann? Kopf in den Sand und warten bis es vorbei ist?

Ich bin mir sicher, wärst du im Vorfeld auf solch eine Situation vorbereitet gewesen hätte es ein ganz anderes Ende genommen.
 
Ich sehe es fast genauso.

Die erste Option ist, einer Eskalation zu entgehen, in dem man sich entfernt.

Nie jedoch ohne die Person/en aus den Augen zu lassen, was habe ich davon wenn die mir in den Rücken springen.

Ich bin bestimmt kein gewaltätiger Mensch, jedoch werde ich meine Haut so teuer wie möglich verkaufen, wenn ich keine Möglichkeit habe zu entkommen.

Und da würde ich alles nutzen was mir zur Verfügung steht und wenn es der Autoschlüssel in der Faust ist.
Besonders wenn jemand meiner Frau oder meinen Kindern an die Wäsche will.

Mir ist ehrlich gesagt herzlich egal, was mit dem Täter passiert, ob er danach invalide ist oder sonstiges, er müsste mich oder meine Familie nicht bedrohen.
Natürlich kann das nach hinten losgehen und ich liege trotzdem blutend am Boden, aber der der sofort aufgibt hat immer verloren.

Mir sind auch rechtliche Folgen egal, wenn es um den Schutz meiner Familie geht, ich gehe lieber in den Knast als den Rest meines Lebens in Angst vor möglichen Übergriffen zu leben oder schlimmer ein Familienmitglied beerdigen zu müssen.

Das liest sich vielleicht etwas radikal, aber ich vertraue einfach nicht darauf, daß die Täter irgendwann von mir ablassen, wenn ich mich "totstelle" oder aber das die Exikutive die Täter dingfest macht und auch verknackt.
 
Zum Pfefferspray: Was ist wenn man gerade Gegenwind hat und von der gleichen Richtung kommt der "Gegner"? Dann bekommt man auch eine Dosis ab und ein etwaiger 2. Angreifer lacht sich ins Fäustchen.
Gurnison schrieb:
Das liest sich vielleicht etwas radikal, aber ich vertraue einfach nicht darauf, daß die Täter irgendwann von mir ablassen, wenn ich mich "totstelle" oder aber das die Exikutive die Täter dingfest macht und auch verknackt.
Ich glaube kaum, dass du dich "totstellen" kannst, wenn die Angreifer dir gegen den Kopf, Bauch oder wohin auch immer treten. Solche Schläge/Tritte kannst du nicht regungslos ertragen. Ich spreche NICHT aus Erfahrung, aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Außer du bist jemand, der schmerzunempfindlich ist. ;)
 
... ich habe hier irgendwo gelesen, dass man "wegen KV verklagt" werden könne, wenn man einen Faustangriff mit einer Waffe erwidert und "Verhältnismäßigkeit" wahren müsse (Waffengleichheit?)???

Wo bitte schön kommt denn der Quatsch her? Auf jeden Fall nicht aus dem deutschen Rechtssystem. Hier bei uns gibt es ein sog. "schneidiges Notwehrrecht" (http://www.lexexakt.de/glossar/schneidigesnotwehrrecht.php). Wenn Dich jemand in eine Notwehrsituation bringt, kannst Du die zur Verfügung stehenden Mittel benutzen, um den Angriff für Dich sicher abzuwehren. Das Verhalten ist dann von der Notwehr gedeckt. Sobald der Angriff aber endgültig abgewehrt ist, darfst Du nicht nachtreten. Verhältnismäßigkeit muss man nur bei Ausnahmen beachten, zB Schuldunfähige / eingeschränkt schuldfähige wie Kinder, offensichtlich Betrunkene, geistig Behinderte etc.

Ich sehe nichts Verkehrtes daran, sich entsprechend auszurüsten. Leider kommt es in den besten Gegenden inzwischen zu Überfällen.

Ich gebe Dir den Tipp, das Thema mal bei Youtube zu recherchieren. Da gibt es einen ganzen Haufen nützlicher Tipps, welche legalen "Waffen" man mitnehmen darf und wie man die benutzt. Angefangen beim fetten Schlüsselanhänger bis zum Kubotan.

Meine Vorgehensweise deckt sich aber mit der herrschenden Meinung hier:
1. Ärger präventiv aus dem Weg gehen: Auto statt öff. Verkehrsm., keine schlechten Gegenden etc.
2. Wenn 1. nicht möglich dann: Schlecht / billig gekleidet sein (uninteressant für Diebe/Räuber), selbst böse aussehen und nicht wie ein Weichei, immer wachsam, niemanden blöd angucken oder anmachen
3. Wenn möglich abhauen. (Regelmäßig Ausdauertraining, ein gutes Lehrvideo ist übrigens dazu der Film "Zombieland")
4. Wenn Zugriff erfolgt (was bislang zum Glück noch nicht vorkam), dann bei mehr als einem Angreifer oder bei Junkies oder bei jemandem mit einer Waffe alles tun, was sie wollen und deeskalieren, bei nur einem Angreifer ohne Waffe: Im Zweifel Fresse polieren (gutes Lehrvideo hierzu ist der Film "American History X") und es wie einen Unfall aussehen lassen ;).

Punkt 4 bitte nicht ganz ernst nehmen. Wenn man nicht schon mal in der Sit. war, kann man glaube ich schwer einschätzen wie man reagiert.
 
iDont_Know schrieb:
ganz erlich,

sicheres auftreten und man braucht nix anderes!

Jepp!

Gerade diese Schlägertypen suchen Opfer und keine Gegner.
Wenn man einigermaßen selbstsicher auftritt und entsprechend aussieht, hat man seine Ruhe.
Wobei das mit dem Aussehen halt so eine Sache ist.
Das fällt mir mit 1,89 m und 90 kg natürlich leichter, als jemandem, der nur 1,75 groß ist.

Was hilft, ist, sich selber in diesen (oder ähnlichen - Fußball Ultras z.B.) Kreisen zu bewegen.
Da lernt man das Verhalten besser einzuschätzen (was ist bloß Posing, wann wirds brenzlig).
 
@Gurnison
Stimme dir in allen Punkten zu.

@ Matze89
Pfefferspray ist nicht gleich Sprühnebel. In den meisten Fällen dient speziell zur Verteidigung ein Pfefferspray mit einem flüssigen Strahl (Konusstrahl) der auch bei starkem Gegenwind benutzt werden kann. Erst informieren, dann posten.

@hamju63
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Es sind in vielen Fällen schwächere, physisch unterlegene Personen die Opfer werden. Haltung, gestik, Mimik sind entscheident und tragen sehr oft dazu bei ob man in eine ungünstige Situation kommt oder auch nicht.

Of kann man Körpergröße kompensieren, natürlich alles bis zu einem gewissen grad.
Einstellung und Entschlossenheit helfen aber ungemein.
 
Wenn es um das Auftreten geht würde mich ja auch keiner annmachen, weil ich 1,94 m groß bin und 103 kg wiege aber dennoch ist man kein Superhero und legt jeden flach.
 
@Sabr
Darum geht es auch nicht. Durch dein Auftreten kannst du bereits im Vorfeld vermeiden, dumm angemacht zu werden. Es geht einfach darum nicht in die typische Opferrolle zu fallen, und das kann man trainieren und sich aneignen. Ein Indiz für Stärke sind sicher kein gesenkter Kopf, gebückte Haltung, langsamer Gang, pipsige Stimme, vermeiden von Blickkontakt usw. Diese Art der Unsicherheiten machen dich zur Zielscheibe von Leuten, die auf Probleme aus sind. Sie machen dich angreifbar, weil dein Gegner sieht dass er womöglich leichtes Spiel mit dir haben wird.

Bedenke, es werden sich fast immer schwächere Ziele ausgesucht. Niemals Ebenbürdige oder gar Stärkere. Wenn du jedoch nach Außen die Rolle eines "Starken Mannes" erfüllst, ganz unabhänig davon ob du's nun bist oder nicht, wirst du nicht so leicht zur Zielscheibe. Und darum geht es.
 
Stimme auch allen hier zu, die sagen weg gehen und deeskalierend wirken/ nicht provizieren ist der beste weg. Aber wie jeder weiß, das klappt leider nicht immer. Auch selbsticheres auftreten, gewisses aussehen etc. hilft definitiv, aber eben nicht immer.
Und wie schon angesprochen wurde, je nach dem wer dabei ist, ist weglaufen nicht immer drin.

Ich bin am Wochenende eigentlich immer feiern und wir gehn auch meist erst wenn die Disko schließt, und in den letzen 10 Jahren ist es zum Glück auch nur ein einziges mal was vorgefallen, dass sich dann leider nicht vermeiden lies.

War mit meinem bestel Kumpel und unseren Freundinnen aufm Weg zur Disko, standen dann am HBF aufm ziemlich leeren Gleis. Haben da halt so quasi im kleinen Kreis gestanden und waren dabei den Rest unseres 5 liter Döschens zu leeren. Demenstprechend auf nicht wirklich was geachtet, wer rechnet schon damit. Passiert ja auch nur den anderen.

Jedenfalls standen dann da 6 junge Leute südländischer Herkunft(ja genau, voll das Klischee getroffen, ich hab defintiv nichts gegen die, denn Idioten gibts bekanntlich überall)
Ging dann los nach dem Motto, haste mal Feuer(zu meinem Kumpel) und da wir alle nichtraucher sind, hat er dann auch mit ne sorry, wir rauchen nicht geantwortet.
Und zack, da hatte er die erste hängen. Und so gings dann los.

Das Ende vom Lied, Kumpel hatte ne Platzwunde am Kopf, einer von denen hatte das Gesicht blutig und 2 von denen konnten nicht mehr laufen. Die sind in den einfahrenden Zug abgehauen. Unseren Mädels ist glücklicherweise nix passiert, mir auch auch nicht bis auf ne blutige Hand.

Zu unserem Glück war es kalt, sodass wir beide unsere Lederjacken zu hatten(Metaller)
was die zum Glück nicht davon abgehalten hat, auf bzw. gegen diese zu schlagen. Das ich ne Motorradjacke mit Polstern anhatte, war definitiv Glück.

Das es für uns glimpflich ausging lag wohl erster Linie daran, das mein Kumpel und ich der uns am nächsten stehenden Person mit den Springerstiefeln erstmal ordetlich vors Knie getreten haben, wovon wohl auch einer der "Anführer" war.
Da ich schon weit enfernt von nüchtern war, bekomm ich das Ganze auch nicht mehr ganz zusammen. Aber darum gehts auch nicht.

Waren nachher noch bei der Bahnhofspolizei um Anzeige zu erstatten(die hatte niemand gerufen bzw niemand von denen hat auf die Kameras geachtet), aber das Video der Kamera war zu schlecht um was genaues zu erkennen.


Im nachhinein betrachtet hatten wir ne ganze Menge Glück, wir zu zweit, beide blau gegen 6 nicht betrunkene. Das hätte für uns auch ziemlich dumm ausgehen können.

Seitdem rennt mein Kumpel auch immer mit nem Teloskopschlagstock in der Jackentasche rum. Finde ich persönlich nicht so Pralle, aber das ist seine Sache.

Im "normalfall" sind wir aber wohl eher uninteressant für deraritge Sachen, ich tippe mal darauf, dass es an unserem Aussehen und Auftreten liegt.

Habe vor Jahren auch mal Taekwon Do gemacht, vielleicht hatte ich der Sekunde in der das passierte auch einen hellen Moment. Ich weiß es nicht.

Leider lassen sich solche Dinge ja auch nur in den seltensten Fällen verbal klären.
Meiner Meinung nach ist Gewalt die Sprache der geistig dummen. Und davon werden es irgendwie immer mehr...
 
@Scheitel

In solch einer Situation ist es sehr schwierig korrekt zu handeln, vor allem wenn Alkohol mit im Spiel ist wird’s umso schwieriger die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich war auch mal vor vielen Jahren in eine fast identische Situation verwickelt. Wie auch bei dir gab es hierbei keinen triftigen Grund. Ohne Vorwarnung, ohne ein Ton gesagt zu haben ging’s gleich zur Sache. Wir waren zu zweit, die waren ca. zu zehnt, effektiv haben sich 5 oder 6 Leute von denen beteiligt.

Schön zu dritt auf mich drauf… und weil’s ja so viel Spaß gemacht hat gleich nochmal einige Male nachgetreten, frei nach dem Motto: Spielen wir mal mit deinem Kopf Fußball.
Das Endresultat war eine Gehirnerschütterung, eine verstauchte Hand, zwei Platzwunden und einige blaue Flecken. Kiefer und Nase waren heil. Zum Glück keinerlei Brüche. Kollege hat ebenfalls nicht so viel abgekriegt. Ich würde sagen, Glück im Unglück. Hätte definitiv schlimmer kommen können.

Wie gesagt, dass war bereits viele Jahre her. Aber ab dem Zeitpunkt habe ich angefangen mich mit der Thematik auseinanderzusetzten. Ich habe daraus gelernt, ein zweites Mal passiert mir das nicht.
 
Gerade diese Schlägertypen suchen Opfer und keine Gegner.
Wenn man einigermaßen selbstsicher auftritt und entsprechend aussieht, hat man seine Ruhe.
Wobei das mit dem Aussehen halt so eine Sache ist.
Das fällt mir mit 1,89 m und 90 kg natürlich leichter, als jemandem, der nur 1,75 groß ist.

Da kann ich zustimmen :)

Wenn du Pech hast gerätst du aber auch an Typen, vorzugsweise alkoholisierte Volldeppen, die ihren Freunden oder den Mädels imponieren wollen in dem sie sich mit einem größeren anlegen, der noch dazu Böse aussieht (Rocker/Metaller) und/oder nicht ins Weltbild passt.

Ist mir (Knapp 2m und geschätzte 120 KG) auf der Reeperbahn in Hamburg und besonders in der Bahn die nach HH fährt (Stichwort: Fussball "Fans") schon ein paar mal passiert.
Okay meistens kann ich mich vor lachen nicht halten oder die werden von ihren eigenen Freunden ausser Reichweite gezogen.
Beides wirkt ziemlich gut, wenn nicht müssen die halt feststellen das Groß und schwer nicht gleich unbeweglich und langsam ist!

Ich bin aber froh das ich gelernt habe mich Selbst und andere zu verteidigen, aber noch froher bin ich darüber das die meisten Idioten es sich gar nicht erst trauen, eben wegen meines Auftretens!
 
EnLaiten schrieb:
Schlagringe sind ebenfalls ein heikles Thema. Ungemein effektiv, daran besteht kein Zweifel. Aber die Gefahr, dem Gegner ernsthaft Schaden zuzufügen ist
einfach zu Groß. Bei der Verteidigung geht es in erster Linie Diesen kampfunfähig zu machen und nicht, ihm massiv zu verletzen. Direkt vergessen.

Schlagringe sind verbotene Gegenstände gemäß Waffengesetz, der bloße Umgang damit ist ein Straftatbestand, von Besitz und führen ganz zu schweigen.


EnLaiten schrieb:
Schlagstöcke: Ich persönlich habe einen im Auto und haben ihn zum Glück noch nie benutzen müssen. Für die tägliche Verteidigung ist ein SS nur
bedingt geeignet.

Zudem unterliegen sie dem Führverbot gemäß §42a WaffG.
 
Zurück
Oben