Smart Home - Homeatic IP, Bosch Smart Home, etc?

Roman1988

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Hallo zusammen!

Ich bin auf der Suche nach einer SmartHome Lösung mit Funk. Vor allem würde ich gerne einen Wassersensor, eventuell Rauchmelder und die Raumtemperatur darüber verwenden.

Jetzt bin ich bei der Suche z.B. auf Homeatic IP gestoßen und Bosch Smart Home. Was verwendet Ihr bzw. was ist zukunftssicherer? Können z.B. alle Zig-bee Sensoren auf jedem Zigbee Hub verwendet werden oder sind diese untereinander nicht kompatibel so da man wieder vom Hersteller abhängig ist?

Danke.

mfg
 
Ich nutze Homatic (IP) mit einem Rasperry mit PiVCCU und IOBroker. Läuft super.
Habe eine Abneigung gegen Cloud Systeme.
Wenn Hersteller pleite und Server down haste nur noch ne ganze Menge Elektroschrott.
 
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HMIP + Fhem bei mir. Läuft alles in VMs bzw. LXC. Cloud Systeme kommen mir ebenfalls nichts in Haus.
 
Nutze ebenfalls Homematic IP. Bosch Smart Home müsste btw ein umgelabeltes Homematic IP System sein, wenn mich nicht alles täuscht.

Hab einiges von Homematic IP angefangen von Heizkörperthermostate, Raumtermostate, Temperatursensoren, Tür und Fensterkontackte, Haustürschloss, Keypad, Wetterstation und smarte Lichtschalter bzw. Funksteckdosen. Das ganze jedoch mit dem Hauseigenen Acces Point. Ich hab mit der Cloud keine Probleme.
 
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HMIP mit Rasperrymatic(CCU3), Homeassisstant und MQTT. Dazu noch einen Conbee II-Stick mit Phoscon für Zigbee.
Läuft alles zusammen auf einem Proxmox-Server als VM oder lxc-Container. Auch mit Alexa und Homekit steuerbar.

Was verwendet Ihr bzw. was ist zukunftssicherer?
Die Zukunft heißt aktuell "Matter" als herstellerübergreifender Standard.
 
Ich nutze HomeAssistant mit ner wilden Kombination aus allem möglichem... Funksteckdosen mit WLAN und Tasmota, Heizkörperthermostate Homematic IP und viel Zigbee-Zeug mit nem Zigbee-USB-Stick und Zigbee2mqtt. Darüber geht die Beleuchtung (Hue, Ikea Lampen) sowie jede menge China-Sensoren (Aqara), unter anderem Temperatur/Luftfeuchtigkeit, Wassersensor, Vibrationssensor (am Katzenklo damit der Staubsauger losfährt), Helligkeitssensor, ...

Das ganze ist 100% lokal gehostet und alles funktioniert auch wenn das Internet weg ist.
 
Homematic IP hab ich u.a. auch im Einsatz und bin sehr zufrieden damit. Ja, ist ein Cloudservice der Internet benötigt, dafür aber dank Funk & App sowas von einfach einzurichten und zu bedienen.

Wenn du etwas willst, was einfach funktioniert und direkt benutzt werden kann, nimm Homematic IP. Wenn du ein neues Hobby suchst und Lust und Zeit darauf hast, bau dir ein System mit Home Assistant, FHEM, usw. zusammen. Da bist du am flexibelsten. Aber das ist dann nichts, was nach einem Abend funktioniert. Das wird dann erstmal dein Hobby für die nächste Zeit.
 
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Zitat von Aldjinn:
Wenn du etwas willst, was einfach funktioniert und direkt benutzt werden kann, nimm Homematic IP. Wenn du ein neues Hobby suchst und Lust und Zeit darauf hast, bau dir ein System mit Home Assistant, FHEM, usw. zusammen. Da bist du am flexibelsten. Aber das ist dann nichts, was nach einem Abend funktioniert. Das wird dann erstmal dein Hobby für die nächste Zeit.

Das kann ich zu 100% unterschreiben.
Entweder du willst was einfaches: Dann in einem System bleiben und deren Cloud-Service nutzen.
Oder du willst verschiedene Systeme kombinieren, die Kontrolle über alles und keine Cloud-Abhängigkeit, dann musst du aber Zeit investieren und damit rechnen, mal nen Abend damit zu verbringen es wieder zum laufen zu bringen wenn ein Update irgendwas kaputt gemacht hat (passiert aber sehr selten, ich würde sagen in den letzten 3 Jahren bei mir 1-2 mal). Dafür kann ich auf jeden Fall Home Assistant empfehlen. Hat zwar eine recht steile Lernkurve, die Doku ist aber mittlerweile echt gut und es sieht hübsch aus. Und es gibt für so ziemlich jedes Smart Home System ne Anbindung.

Zum Thema Zigbee: Theoretisch geht alles mit allem, erweiterte Funktionen gehen aber meistens nur innerhalb des selben Herstellers. Und mit "erweiterte Funktionen" ist schon eine Fernbedienung gemeint, die mehr als nur aus + einschalten kann...
 
Wie schon geschrieben, die Zukunft wird Matter für die Steuerung sein, für die Funkübertragung soll es Thread werden.
Ob es bei Thread am Ende dann wie bei Zigbee wird, wo viele Hersteller es immer etwas anders machen, werden wir sehen - ich hoffe das wird gemäßg dem Standard umgesetzt.

Grundlegend ist die Frage wie Aldjinn schon schrieb, will man eine Fertiglösung mit i.d.R. schnellem Plug & Play bei der man auf ein gewisses Ökosystem limitiert ist (und was oft teurer ist), oder darf es etwas Arbeit und Zeit kosten für DIY und hohe Flexibilität sein?

Zu deiner Frage: leider ist nicht jedes Zigbee-Gerät an jedem Hub von jedem Herstellern wie Hue oder Aqara nutzbar. Oft werben Hersteller mit Hue-Kompatibilität für ihre Geräte, u.U. bis zu einem Update wo Sachen umgestellt werden und es plötzlich nicht mehr geht. Also - leider - keine Garantie an der Stelle.

Zwecks Flexibilität nutze ich zum Steuern Home Assistant. Dort kann man so ziemlich jedes Gateway und Ökosystem, sei es DIY oder Fertiglösung, einbinden und sich ein passendes Dashboard und Automationen zum Steuern zusammenbasteln. Aber, eben mit etwas Lern- und Zeitaufwand verbunden.
Zur Funkübertragung nutze ich Zigbee mit einem Conbee 2 Stick. Damit bekommt man die allermeisten Gerät gekoppelt, ich hab viele Geräte von Ikea, Aqara, Sonoff, Lidl und Ledvance.
 
Zu den möglichen Systemen wurde ja schon viel gesagt.

Was man jedoch beachten muss, dass das Bosch-System nicht mit HMIP kompatibel ist.
Bosch hat hier eine Insellösung und funktioniert ausschließlich mit Bosch-Komponenten.

Ich selbst nutze Homematic mit einer CCU3, was mit anderen Systemen gebündelt über HomeAssistant gesteuert wird.
 
Ich nutze eine Kombination aus Bosch und Zigbee.

Gerade wenn es um Rollladen- oder Heizungssteuerung, egal ob Wandheizkörper oder FBH, geht bist du mit Zigbee relativ schnell am Ende.

Ich habe einen Conbee und einen Bosch SHC per Home-Assistant auf einem NUC6i3 kombiniert.
Alles auf 3 Etagen mit je ca. 90qm.

Das ganze funktioniert auch komplett offline ohne Verbindung zum Internet und ohne WLAN. Lediglich im LAN muss der Bosch SHC hängen. Wenn man alles automatisiert hat, dann nichtmal das, wenn mich nicht alles täuscht. Zur Einrichtung des SHC benötigt es aber ein Smartphone mit der Bosch App, welches im gleichen Netzwerk ist wie der SHC.

Bosch für:
  • Rollläden
  • Rauchmelder
  • Heizkörperthermostate
  • Raumthermostate für FBH

Zigbee für:
  • Lichtsteuerung
  • Steckdosen
  • Alle anderen Sensoren (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bewegungsmelder, Tür-/Fensterkontakte)

Die großen Vorteile von Zigbee sind:
  • vergleichsweise günstig
  • relativ unabhängig vom Hersteller
  • große Auswahl
  • offener Standard
  • man "müllt" sich sein WLAN nicht zu
  • "offline" - Keine IP und somit auch nicht "von außen" angreifbar
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Kernstück für mich ist ebenfalls Homeassistant und dahinter dann diverse Zigbee-, Z-Wave- und noch einige Homematic-IP-Geräte.
Letztere werden aber wohl bald komplett raus fallen, da ich die eigene Zentrale bzw. die Selbstbauraspi-Alternative los werden will, dann muss ich mich nur noch um den HomeAssistant-Server kümmern.
 
Homematic IP mit der CCU3, hatte erst HM ohne IP und habe dann nach und nach alles umgestellt
für IObroker habe ich noch kein Zeitfenster gefunden :-)
aktuell dürften es so 60-70 Devices sein, heute kommt der Bausatz für das nächste Projekt, die Rasen-Bewässerungssteuerung :-)
 
Es hängt alles davon ab, was genau du erreichen möchtest und worauf du deine Prioritäten setzt. Zusätzlich ist entscheidend, wie viel Zeit du investieren möchtest.

Homematic IP ist gut, aber aber ohne Internet (und Internetausfälle kommen in meiner Region leider gelegentlich vor) ist das dann weniger gut. In dieser Hinsicht besser ist dann Homematic (ohne "IP"), aber das hast du halt nicht out-of-the-box eine schöne App mit Zugriff von unterwegs.
Home Assistant ist ziemlich mächtig - wie auch ioBroker, OpenHAB, FHEM, ... - aber man muss sich trotzdem damit befassen. Das kostet Zeit und nicht jeder kann/möchte diese investieren.

Ich habe angefangen mit Homematic (anfangs CCU2, inzwischen Raspberry mit Raspberrymatic), dann kam die Einbindung erst in ioBroker, dann OpenHAB und inzwischen Home Assistant.
Dazu Zigbee über Conbee II Stick und zigbee2mqtt und Zwave über einen Stick von Aeotec mittels zwavejs2mqtt.
Nicht zu erwähnen natürlich Nuki, Ring, Aqara, Node-RED, Hue, Harmony Hub, Fritz!, Denon, Miele, Viessmann, TP-Link, Xiaomi, Yeelight, Blink, ...

Bis auf den Homematic-Part läuft alles in Docker Containern auf einem NUC.

Warum ich das alles aufliste? Um zu zeigen, was alles möglich ist und gleichzeitig einen Ausblick auf die Komplexität (=Zeitfresser) zu geben.

Für den von dir (@Roman1988) geschilderten Einsatzzweck reicht Homematic IP völlig aus, da nicht so schlimm, wenn mal kurz das Internet wegbricht. Die Rauchmelder warnen trotzdem, der Wassermelder wird eventuell nicht warnen (hängt vom Modell ab) und die Temperaturüberwachung ist unkritisch.

Blöd ist aber, wenn man ohne Internet kein Licht schalten kann, die Garage nicht aufgeht, ...
 
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Also man kann HomaticIP Geräte auch an einer CCU3 oder RaspberryPi ohne Internet betreiben.
Würde wenn du keine Lust hast zum basteln dir HomaticIP mit Cloud empfehlen. Man kann später immer noch das ganze System auf was anderes umziehen.
 
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Zitat von R O G E R:
Also man kann HomaticIP Geräte auch an einer CCU3 oder RaspberryPi ohne Internet betreiben.
Das ist korrekt. Ich habe auch zahlreiche HMIP-Geräte an der Raspberrymatic (welche im Prinzip einer CCU3 entspricht).
Es ist für Neueinsteiger aber wichtig zu wissen, dass dann keine Bedienung über die HMIP-App mehr möglich ist.
 
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Zitat von R O G E R:
Ich nutze Homatic (IP) mit einem Rasperry mit PiVCCU und IOBroker. Läuft super.
Habe eine Abneigung gegen Cloud Systeme.
Wenn Hersteller pleite und Server down haste nur noch ne ganze Menge Elektroschrott.
Danke für die ganzen Antworten.
Darf ich kurz nachfragen, da sind sehr viele Begriffe für mich als "Neuling" mit drinnen. D.H. du nutzt die Sensoren und das Zubehör von Homatic IP, nicht aber deren Hub oder?
Hast du hierfür auch einen Zugriff über das Handy von außen?

Danke.
 
Vallox, Vaillant, Kostal, Hue, Bosch/Neff, HmIP, Velux & Netatmo sind mittels Home Assistant verknüpft und nutzen sich gegenseitig für div. Automatisierungen (z.B. Raffstore und Windmesser, Lichtsensor und Rolläden/Raffstore, Regenmesser & Dachfenster, ...). Wie mein Vorredner schon sagte kann man sehr schöne Dinge machen, aber es frisst Zeit.
 
Zitat von Roman1988:
Darf ich kurz nachfragen, da sind sehr viele Begriffe für mich als "Neuling" mit drinnen. D.H. du nutzt die Sensoren und das Zubehör von Homatic IP, nicht aber deren Hub oder?
Hast du hierfür auch einen Zugriff über das Handy von außen?
Auch wenn ich nicht angesprochen bin, kann ich trotzdem antworten.

Der Großteil des Quellcodes der Homematic-Zentrale ist quelloffen. Deswegen gibt es inzwischen mehrere Projekte, welche eine Homematic-CCU "nachahmen". Man benötigt lediglich noch eine Funkeinheit.

Aber sobald die HMIP-Geräte nicht mehr an einem HMIP-Access Point hängen, ist die Benutzung der HMIP-App (Cloud) nicht mehr möglich.

Zugriff von Unterwegs ist dann nur noch mit einer Drittanbieter-App und VPN möglich oder über ioBroker, Homeassistant, OpenHAB, ... mit eigener Cloudanbindung (teils kostenpflichtig).
 
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Zitat von Roman1988:
D.H. du nutzt die Sensoren und das Zubehör von Homatic IP, nicht aber deren Hub oder?
Ja. Das ist so auch mit HomeAssistant, iOBroker etc. möglich. Primär gehts darum, das du das Funksignal der HomeMatic Aktoren irgendwie in Software verarbeiten musst. Das geht entweder über die CCU die du dann bei Bedarf auch extern anzapfen kannst, oder eben direkt mit einem Empfänger für das Protokoll.

Ich mache das gleiche bei mir mit HomeAssistant und Zigbee. Die Zigbee Aktoren werden an den Zigbee Stick angelernt, die Software in HomeAssistant kümmert sich dann um die Steuerung.

Zugriff übers Handy ist da kein Problem, du musst dafür aber die Plattform ins Internet frei geben (ist aber quasi überall so). HA bietet da als Alternative noch den Weg über die eigenen Cloud an, gegen Einwurf kleiner Münzen. Aber in deinem Standpunkt denke ich, solltest du mit einer fertig Lösung zumindest anfangs auch am besten auskommen. Wenn sich das dann mit der Zeit ändert, kannst du das ja an weitere Systeme wie HA anbinden.

Tldr; ich würde an deiner Stelle einmal mit HomeMatic anfangen, wenn dir das reicht passt das ja sowieso und wenn nicht kannst du dich jederzeit erweitern und umbauen auf ein anderes System bzw. das integrieren.

Zitat von Creeping.Death:
Zugriff von Unterwegs ist dann nur noch mit einer Drittanbieter-App und VPN möglich oder über ioBroker, Homeassistant, OpenHAB, ... mit eigener Cloudanbindung (teils kostenpflichtig).
Ja und nein, VPN ist natürlich die sicherste Variante. Allerdings imho in Sachen usability nur fürs Smart Home auch die schlechteste Variante. Bei mir läuft das über ein Lets Encrypt Zertifikat und 2FA in HomeAssistant. NabuCasa ist mir schlicht und einfach zu teuer, dafür das ich das selbst kann und eh DynDNS habe.

Bezüglich Fernzugriff gibts aber noch eine Möglichkeit, zumindest wenn du ein iPhone und iPad oder AppleTV hast. Dann geht das ganze auch über HomeKit. Ist mittlerweile sogar fast meine Hauptsteuerung geworden, zumindest für manuellen Kram. Alles an Automatisierungen läuft weiterhin in Home Assistant.
 
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