DeathAndPain
Cadet 2nd Year
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Hallo allerseits,
nach der grundlegenden Aufrüstung (praktisch Neubau) meines PCs kämpfe ich mit sporadischen Bluescreens. Diese ereignen sich im Durchschnitt 1x am Tag. Es kommt aber auch mal vor, daß ich 2 Tage ohne Absturz arbeiten kann.
Hardware:
Wer hat noch Ideen, die sich mit überschaubarem Aufwand abklopfen lassen? Klar kann ich mir ein 2. Netzteil kaufen, um damit eine Woche zu testen. Danach mache ich dasselbe mit dem Mainboard... aber so eine Geldverbrennungstaktik würde ich gerne vermeiden.
nach der grundlegenden Aufrüstung (praktisch Neubau) meines PCs kämpfe ich mit sporadischen Bluescreens. Diese ereignen sich im Durchschnitt 1x am Tag. Es kommt aber auch mal vor, daß ich 2 Tage ohne Absturz arbeiten kann.
Hardware:
- MSI 770 C-45 (AM3, 770 Chipset, aktuelles BIOS)
- AMD Phenom II 705e (Stromspar-Triplecore mit 65W TDP)
- Grafikkarte FSC X1700 (eine Sonderversion basierend auf dem Radeon X1650)
- 2x2GB GEIL RAM (1,5V DDR3-Standardspeicher, keine Überspannung)
- Seasonic M12II-430 Netzteil (sehr hochwertiges Netzteil mit 430 Watt)
- Seagate ST3500418AS SATA-II in AHCI-Modus
- NEC DV-5800A DVD-ROM-Drive
- Pioneer DVR-212 SATA-DVD-Brenner
- Sony CRX-160E
- 1,44"-Diskettenlaufwerk
- Creative Labs Soundblaster X-Fi Titanium PCIE Soundkarte
- Es ist kein Softwareproblem. Das Problem bestand früher mit XP SP3, und nachdem ich jetzt alles plan gemacht habe und Windows 7 x64 fahre, ist die Symptomatik unverändert. (Dementsprechend möchte ich bittebitte nichts in Richtung Hijackthis/Virenscanner/etc. hören.)
- Ich habe praktisch alle BIOS- Funktionalitäten durchprobiert, die als Ursache irgendwie in Frage kommen würden. Insbesondere habe ich auch die Failsafe Defaults geladen und von dort aus nur das Allernotwendigste geändert. Die Symptome haben sich davon jedoch unbeeindruckt gezeigt. So kann ich z.B. Cool'n'Quiet als Fehlerursache ausschließen. Auf AHCI möchte ich allerdings nicht verzichten, weil sonst die Festplatte im Steinzeitmodus läuft. Da gehe ich einfach mal davon aus, dass das bei einem modernen System nicht die Fehlerursache sein kann.
- Der Hauptspeicher ist bei derartigen Symptomen immer ein heißer Kandidat. Daher habe ich eine Nacht lang die extended Tests der Microsoft Memory Diagnostics drüberlaufen lassen. Kein Fehlerbefund. Theoretisch könnte natürlich trotzdem was mit den Modulen sein, aber in all meinen Jahren als Systemadministrator habe ich noch nie defekte Speichermodule in der Hand gehabt, die von der Microsoft Memory Diagnostics nicht entlarvt worden wären. Die Wahrscheinlichkeit, dass es am Hauptspeicher liegt, ist damit auf ein verschwindend geringes Minimum reduziert.
- Die thermischen Werte des Systems liegen im dunkelgrünen Bereich, was bei einem Stromsparprozessor nicht überraschend ist. Typischerweise liegen die im BIOS gemeldeten Werte nach stundenlangem Betrieb bei ca. 30°C (System) und 40°C (Prozessor). Den Prozessorkühler habe ich mit guter Wärmeleitpaste selbst montiert, und ich glaube nicht, dass das System so lange stabil laufen und solche BIOS-Temperaturen anzeigen würde, wenn hier etwas klemmen würde. Auf Verdacht habe ich auch den Northbridgekühler auf dem Mainboard gegen ein besseres Modell mit besserer Wärmeleitpaste ausgetauscht. Keine Veränderung der Symptome.
- Die drei Silberscheibenlaufwerke und das Diskettenlaufwerk waren auch schon vor dem Umbau im PC. Damals (mit altem Mainboard und CPU) lief aber alles stabil. Damit scheiden die als Fehlerursache auch aus.
- Die Soundkarte ist nachträglich hinzugekommen. Die Probleme bestanden aber vorher schon, also ist die auch unschuldig.
- Ich pflege stets für alles die neuesten Treiber zu verwenden. Außerdem treten dieselben Symptome ja bei beiden Windows-Versionen mit deren jeweiligen Treibern auf.
- Die Grafikkarte wäre ein möglicher Kandidat, zumal ich die gebraucht gekauft habe, wenngleich von jemandem, der vom Fach ist. Allerdings war die einem Aufkleber zufolge auch schon mal in Reparatur (wichtig, denn man findet im Internet Berichte, demzufolge die FSC X1700 ursprünglich mit zu schwachem Lüfter ausgeliefert worden ist, was dann im Rahmen einer Garantiereparatur behoben wurde). Ich neige aber dazu, die Grafikkarte als unwahrscheinliche Ursache einzuschätzen, denn die Probleme treten im 3D-Modus (hohe Last auf CPU und Grafikkarte) genauso häufig auf wie im normalen Desktop-Betrieb. Da ich kein Aero einsetze, läuft die Grafikkarte dann praktisch untätig im 2D-Modus, und die CPU ist auch weitestgehend untätig.
Außerdem ist die Fehlermeldung bei jedem Bluescreen eine andere, so dass die Fehlermeldungen willkürlich scheinen. In aller Regel stehen sie aber in keinem Zusammenhang mit der Grafikkarte. Mal ist es ein Fehler in der tunnel.sys, dann wieder ein Versuch, ein Programm in nichtausführbarem Speicher auszuführen. Da jedesmal etwas anderes gemeldet wird, kann man davon ausgehen, dass die Fehlermeldungen selbst keine Aussagekraft haben und generell irgendein Hardwarebestandteil nicht so läuft, wie er sollte.
- Das Netzteil kommt auch als Ursache für diese Art Fehler in Betracht. Allerdings ist es fabrikneu und eben kein Billignetzteil, sondern im Gegenteil so ziemlich das beste und teuerste, was es netzteilmäßig zu kaufen gibt. 430W ist mehr als ausreichend für meine Konfiguration. Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, das man mein System auch mit einem guten 300W-Netzteil ausreichend powern könnte.
- Die gesamte Gehäusekühlung habe ich mit hohem Aufwand optimiert. Insgesamt blasen 5 Lüfter die Luft im Einklang mit der Thermik durch das Gehäuse. Damit ist auszuschließen, daß es heiße Ecken mit stehender Luft gibt. (Dementsprechend erstklassig die Temperaturwerte im BIOS.)
Wer hat noch Ideen, die sich mit überschaubarem Aufwand abklopfen lassen? Klar kann ich mir ein 2. Netzteil kaufen, um damit eine Woche zu testen. Danach mache ich dasselbe mit dem Mainboard... aber so eine Geldverbrennungstaktik würde ich gerne vermeiden.