Ich denke das es viele Menschen gibt, die sich viel von den Anfängen der Star Wars Saga versprochen haben und die dann entäuscht darüber waren das sie so ausgefallen ist wie uns Episode I und II präsentiert wurde. Zu hohe Erwartungen und zu viele Wertschätzungen wurden dadurch gesetzt und zugleich zerstört. George Lucas hat nicht ohne Grund damals die Filme mit Episode IV begonnen. Er sagte sich damals das ein anderer Filmbeginn entweder grandios Floppen würde, da es einfach nur zu durchschaubar sei, ( Episode I - III) und das sie das Puplikum eher verwirren würden. Oder niemand hätte auch nur annähernd einen Bezug zu den Geschehnissen und Charakteren gehabt. ( Episode VII - IX)
Beides wäre aus damaliger Sicht kein guter Film und schon gar keine gute Story gewesen. Hinzu kommt denke ich auch noch das Episode IV als einzige einen recht deutlichen Schluss hatte. Vader hatte zwar überlebt, aber das war auch nicht all zu schlimm.
Ich habe jetzt viele Kritiken an den ersten Filmen gelesen und gehört. Es geht vielen um den fehlenden Kampf "Gut gegen Böse", einigen ist die Trilogie zu flach und eintönig, manchen nicht magisch genug, wieder andere sagen sich; viel zu viele Special Effekts. Und ich habe auch gehört das es manchen in den neuen Filmen zu viele Bösewichter gibt. Nämlich in jedem Film wieder neue. Es fehlt also mit anderen Worten die Konstante im Film.
Eins denke ich aber muß man sich klar machen. Wir alle lieben das SW- Universum aufgrund der tollen und geheimnisvollen Charaktere. Die Hans, Lukes, Vaders die es da zu bewundern gibt.
Die ersten drei Filme, also Episode IV - VI bezog sich auf den Fall des Imperiums und das obwohl das Imperium so manche Schlacht für sich entscheiden konnte. Drei Filme hat es gebraucht das Imperium zu zerschlagen. Und das Imperium war ein "guter" Bösewicht.
Die neuen Filme zeigen uns wie dieser gute Bösewicht überhaupt entstehen konnte.
Denn seien wir doch mal ehrlich. Wir alle haben uns doch schon gefragt wie das Imperium so mächtig werden konnte obwohl sie ihre Taten nie versteckt haben. Wie kann so ein tyrannisches Regime entstehen. Nach diesem Faden müssen wir uns richten wenn wir uns die neuen Filme betrachten.
Dann macht es auf einmal auch Sinn, das es immer wieder neue Parteien gibt die sich als Gegner entpuppen. Denn nur dadurch kann man uns zeigen mit welch einer intriganten Präzision Palpatine arbeitet. In seinem Plan endlich an die Macht zu kommen und sich als Imperator über alle anderen hinweg setzen zu können steckt so viel intensität und Geduld. Fast 20 Jahre arbeitet er nur an diesem Ziel und sein Plan ist so perfekt durchdacht, das es vollkommen egal ist wie die einzelnen Teile des Planes ausgehen. Er gewinnt selbst dann wenn er verliert. Leider sind aber die Schauspieler nicht so wirklich an ihre Grenzen gegangen. Sie sind es die oft blass wirken und sich nicht gegen die Masse an Special Efekkts durchsetzen können, was nicht zuletzt an der Art der Dialoge liegt. Leider hat eben diese George Lucas geschrieben und das obwohl er eben selber von sich sagt, das eben dieses Gebiet sein schwächstes ist. sehr gut zu merken ist das denke ich in Episode V, wo er das Dialogschreiben und auch den Regiestuhl anderen überließ. Doch sieht man einmal über diese Schwächen hinweg und konzentriert sich auf das wesentliche, nämlich nicht auf eine einzelne sondern auf die Gesamt erzählte Geschichte, dann hat man zumindest was die verdeutlichung beider Seiten angeht wirklich gute Arbeit geleistet.
Denn am Ende stellt sich die Frage wer die Republik wirklich zu Fall gebracht hat. War es der Imperator mit seinen Intrigen oder vielleicht sogar die Jedi mit ihrem falschen Stolz und ihren fast schon zu naiven Ansichten. Ich bin zwar kein vertreter der Dunklen Seite, aber sie ist sich ihrer Stärken und Schwächen zumindest bewuster.
Eine besondere Leistung ist allerdings die Darstellung des jungen Anakin. Leider gehen somit viele Wertschätzungen an Darth Vader verloren. Ich für meinen Teil hätte ihn lieber weniger arrogant gesehen und ehrlicher in seiner Verletzbarkeit. Da hat man leider wirklich etwas mist gebaut.
Was den Seriencharakter der neuen Filme angeht, muß ich leider sagen; Ja das haben die neuen Episoden. Aber andererseits, wie soll man das Gefühl denn bitte nicht haben wenn man von vornherein weiß das da noch ein Teil kommt. Es wäre vermutlich besser gewesen die Teile wie auch bei dem "HDR-Epos" gleich nacheinander zu drehen. Allerdings hätte man dann auch zu sehr von der Story abweichen müssen, da nun mal immer ein paar Jahre dazwischen liegen und das soll man denke ich auch sehen. Ich versuche das ganze etwa so zu sehen. Man wollte eine Vorgeschichte die es schon immer gegeben hat drehen und man hat auch das beste daraus gemacht. ( Mal abgesehn von kleinen schwächen.) Es ist halt immer schwerer ein Prequel zu drehen, da man seine Ansicht von den Charakteren nun mal schon hat. Und dann, gerade die Fans zufrieden zu stellen, ist doch so ziemlich das schwerste was es gibt. Ich für meinen Teil hätte die Bücher wohl eher nicht schreiben können und sage deswegen; Respekt für das was dabei rum gekommen ist. Auch wenn einem nicht alles gefällt, so ist es doch eine "neue" Trilogie in unserem geliebten Star Wars Universum. Und ich würde mich wohl auch noch über etliche andere Weiterführungen freuen. Denn das einzige was doch wirklich zählt ist...........
Vor langer langer Zeit in einer weit entfernten Galaxis...........
In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß bei Star Wars Episode III Revenge of the Sith