SavageSkull schrieb:
Deine Aussage deutet eher darauf hin, dass du gar nicht weißt, was es so alles für VR Titel gibt. Das ist imho ein größeres Problem, da über diese Titel nur in der Nische berichtet wird und daher Außenstehende immer wieder vom drölften Battlefield wissen, aber nichts von Arizona Sunshine, Walltown Wonders und Co wissen.
Wie oben schon zu HL Alyx geschrieben, aber nicht nur dort ein Problem: Viele VR-Titel sehen sich als "My first VR game" und versuchen immer wieder erneut Spieler an VR heranzuführen und ihnen ein seichtes VR-Erlebnis zu bieten. VR kann unglaublich cool sein, weil da auch Sachen Spaß machen die "flat" (also an einem normalen Monitor in 2D) kein Spiel ergeben würden, aber viele Entwickler sehen ihr Gameplay dann eher als VR-Minispielchensammlung weil jeder Aspekt VRfiziert werden muss.
Wie eben bei HL Alyx, dass ich jede einzelne verdammt Shotgunpatrone in einem Raum mit der Hand anvisieren und dann mit einer Handbewegung zu mir schnippen und fangen muss, um sie dann separat in meinen Rucksack zu legen oder später einzeln nacheinander aus dem Rucksack zu greifen und in die Shotgun zu geben.
Sowas nicht einfach mit einem Tastendruck zu machen ist gut, das ist VR. Aber Valve hat es imho übertrieben und zu viel des Spiels allein um VR gemacht, dabei aber das eigentliche Gameplay hintenan gestellt.
Viel zu viele VR-Titel sind solche "Minispielsammlungen", die ihr VR-sein zu sehr zelebrieren und kein kohärentes Ganzes daraus formen können.
Zelda: Breath of the Wild ist ein so gutes Spiel, weil Klettern, Laufen, Kämpfen, Reiten alle mit derselben Einfachheit funktionieren und als kleine Teile ein großes Ganzes ergeben.
Bei VR-Titeln hat man oft eine Klettersimulation (nach dem Vorbild von The Climb), einen Schwertkampfsimulator und ein Reitspiel, die zufälligerweise gemeinsam in einem Spiel stecken aber nichts Ganzes ergeben. Weil alles dazwischen - sowohl vom Gameplay als auch der Story her - belanglos wirkt.
SavageSkull schrieb:
Ein weiteres Problem ist das Verhalten von Meta mit ihren Exklusiv Titeln, Lone Echo 1+2, Asgards Wrath und co sind super Spiele, bleiben aber vielen VR Usern verwehrt. Das ist gerade für so eine Nische ein Problem.
Der Großteil aller Headsetbesitzer hat eine Quest-Brille.
Es gibt ein paar Freaks mit ner Pimax, zwei Leute mit ner Bigscreen Beyond, mancher hat auch noch ne Index... aber die Masse ist bei der Quest 2 und 3/3s.
Und Exklusivtitel sind - aber ich wiederhole mich aus anderen Threads - nichts Negatives sondern positiv. Sie zeigen, dass sich ein Plattformbetreiber um die Plattform kümmert und sie weiterentwickeln will.
Viele große Spielereihen existieren vor allem, weil ein Plattformbetreiber etwas brauchte um seine Plattform gegenüber der Konkurrenz abzuheben. Forza Horizon auf Xbox und mittlerweile PC? Nun, Sony hatte da dieses Gran Turismo auf der Playstation und Microsoft braucht einen eigenen Simcade-Racer, deshalb gab es Forza Motorsport. Und als man das hatte wollte man die vorhandenen Fahrzeugmodelle noch sinnvoll nutzen und hat als Spinoff die Horizons-Reihe rausgebracht. Halo? Alle möglichen Jump'n'Runs?...
Starthilfe für die Xbox bzw. Konkurrenz für Mario.
@Wishezz Naja, wegen dem Platz für VR: Der USB-Funkadapter für die Frame kann ja theoretisch mit einer USB-Verlängerung genutzt werden, eventuell reicht das um ihn vom Gaming-PC im Arbeitszimmer ins Wohnzimmer zu "verlängern".
Aber er ist auch nicht zwingend erforderlich, auch ein andere Wifi 6+ Netzwerk kann genutzt werden.
Dieses sollte aber gut geplant sein, d.h. der PC sollte nach Möglichkeit immer per Kabel mit dem Router/Accesspoint verbunden sein und die WLAN-Strecke vom AP zum Headset dann möglichst kurz und mit direkter Sichtlinie.
Wenn der Gaming-PC hingegen z.B. nur mit PowerLAN mit dem Router verbunden sein und der auch noch in einem anderen Stockwerk stehen, dann wird das kein gutes Erlebnis werden und du musst quasi zwingend den USB-Adapter mit Verlängerung nutzen.
@Elektrolyt Die Handcontroller der Frame sind klar an die der Quest angelehnt, einfach weil die Controller der Quest (und davor die der Rift) quasi der Standard sind. Wands und Knuckle-Controller schön und gut, aber die sind so absurd, dass man damit nicht den Mainstream erreicht - und das soll die Frame (Preis mal außer Acht und der war sicherlich anders geplant) schaffen.
Man hat aber die Controller der Quest controllerifiziert, d.h. man hat die Tasten die auf separaten Controllern waren umplatziert, so dass die Handcontroller im Prinzip jeweils ein halbiertes normales Gamepad sind, ein JoyCon wenn man so will.
Da die Frame ja auch praktisch als Steam Deck genutzt werden kann ist das imho sehr sinnvoll.