News Stellenabbau bei Intel offiziell

Jan

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Der zum Wochenende noch spekulative Stellenabbau bei Intel ist offiziell. Im Rahmen einer Unternehmensumstrukturierung wird Intel bis Mitte 2007 und somit innerhalb der nächsten zwölf Monate rund 10.500 der derzeit 102.500 Stellen abbauen.

Zur News: Stellenabbau bei Intel offiziell
 

tash

Ensign
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Ein Grund mehr kein Intel zu kaufen. Dieser Globalisierungsscheiss geht mir langsam auf die Eier.Und weiter gehts mit der Globalisierung - die reichen werden noch reicher und die Armen noch ärmer. Einst war es General Motors in den 80er die diesen Prozess einleiteten und es hört einfach nicht auf. Liebe Firmen verkauft euer hauch von Ehre nur weiter an die Börse(Aktionäre). Denkt was ihr wollt von mir aber ich habe die Schnauze voll.

Die 356 reichsten Familien besitzen heute 40 Prozent des Reichtums der Menschheit. Diese Entwicklung führt uns in den Abgrund.

Jahaa, das stimmt und die Globalisierung hat weit aus mehr Folgen. Aber anscheinend interessiert sich kein schwein dafür. Denn man lebt ja nur im jetzt und was Morgen ist geht mich ja nix an. Und Armut in anderen Ländern sowieso nicht. Was soll man als einzelner schon bewirken (klasse Denkweise) ! Und naja Intel ist ja nur eine Firma von vielen die ja gerade mal 10% der Mitarbeiter entlässt. So schlimm kann das ja nicht sein. Ohje böse böse Zukunft, wie blind kann man nur sein.

Viel spaß wünsch ich allen die der Meinung sind ich wäre im Unrecht o. man könnte dagegen nix tun. Ihr seid fremd jeglicher Realität.

€dit: Habe gerade noch diese Seite gefunden. Sieht auf den ersten Blick recht gut aus und evtl. interessiert es ja doch den ein o. anderen. anti-globalisierung.de
 
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spaceman

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Oh man tash du redest mir aus der Seele! Die Firma arbeitet nur für "lieben" Aktionäre, damit die auch immer glücklich sind. - Oh man. Noch ein Grund mehr bei meinen Amd zu bleiben! ;-)
 
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öh, das nennt man "kapitalismus". und es sollte allgemein bekannt sein, dass eben dieser erst zu reichtum führt, und dann zu revolutionen.

der meinung von 2) nach zu urteilen, sollte man - um sowas nicht zu unterstützen - am besten garnichts mehr kaufen, sondern alles selbst produzieren. denn JEDE firma muss (!) so handeln, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein (was nunmal sinn und zweck eines unternehmens/konzerns ist. die machen das ja nicht aus reiner nächstenliebe .. es dreht sich nunmal alles ums geld, ob man das nun toll findet oder nicht. man will das positive haben, aber das negative nicht sehen. quasi geld ohne arbeit, kinder ohne sex, billige produkte ohne kostenminimierung ...) siehe BWL/VWL -> KLR **

herr 2), mal dir mal aus, wie die welt aussehen würde, wenn es sowas wie globalisierung nicht gäbe. sicherlich wäre es schön, in einer art star-trek-universum zu leben. ohne armut oder not, ohne geld etc. aber dazu müsste jeder mensch auf der welt dazu bereit sein. gleiches grundprinzip wie beim guten alten kommunismus: macht einer nicht mit, bricht das system zusammen. es wird nciht funktionieren - nicht auf dauer - genausowenig wie der kapitalismus auf dauer (langfristig gesehen) bestehen kann. sich aber so unqualifiziert zu äußern, zeugt allenfalls von mangelnder kenntnis der materie und der zusammenhänge.

@3
amd macht sowas nicht. und wird es nie tun. die schliessen hier fabriken und bauen da welche in billiglohnländern. aber die machen sowas halt nicht ^^ guten morgen ;D

**beliebige kaufmännische ausbildung, 1. lehrjahr/semester
(wahlweise auch gesunder menschenverstand)
 
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glammy

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So einen massiven Schwachsinn hatte ich bis vor Kurzem noch nicht gehört, aber seit einiger Zeit häufen sich diese Pseudo-BWL-Großkotzaussagen.

Nein, eine Firma muss nicht so handeln. Eine Firma kann auch organisch wachsen und strategisch geplant in die Zukunft schauen. Diese Hauruck-Maßnahmen in die eine oder andere Richtung ist den AGs zu eigen (oder eben anderen Kapitalgesellschaften die unbedingt massive Anleihen vergeben müssen).

Als erstes müssen unter allen Umständen die Aktionärswünsche (und seien sie noch so abstrus) befriedigt werden, da das Management ansonsten um den eigenen Arbeitsplatz fürchten muss. Da bleiben dann lieber mal ein paar Tausend Angestellte des Fußvolkes auf der Strecke, Hauptsache die Eigenkaptalrendite stimmt.
 

e-Laurin

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Intel geht davon aus, dass 25 Prozent der Einsparungen im Verkauf, die restlichen 75 Prozent im operativen Geschäft erzielt werden.
Erklärt mir jemand diesen Satz? Ich verstehe ihn irgendwie nicht, er ist so merkwürdig geschrieben. (Oder es ist einfach noch zu früh für mich, solche Nachrichten zu lesen.)
 

FH16

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@glammy: natürlich, eine Firma kann selbstverständlich "organisch wachsen". Aber doch nicht auf die Grösse von Intel! Bei 100'000 Angestellten sind monatlich Gehälter in dreistelliger Millionenhöhe fällig. Solche liquide Mittel erhascht keine Firma durch Selbstfinanzierung, vergiss es!

@tash: weisst du, was mich an den Globalisierungsgegnern wie dir brutal nervt: hocken an einem Computer (der zusammen mit den Containern wohl DAS Standbein der Globalisierung ist) um sich mit Neuigkeiten einzudecken (anstatt der lokalen Zeitung um die heimische Industrie zu stützen) und reklamieren dann über selbige. A sagen und B tun...ja ja...alles klar.

Im Übrigen: dass ich das bei allen Stellenentlassungsmeldungen schreiben muss, zeugt einfach von der bekackten Einstellung der Deutschen: immer alles nur negativ sehen. Verdammt, Intel hat auch nach der Entlassung noch 90'000 Angestellte. Wer von euch Nörglern kann von sich behaupten, 90'000 Leute angestellt zu haben? Na? Glammy, Tash? Habt ihr 90'000 Angestellte? Falls nicht: Fresse halten.

Unbegrenztes Wachstum gibts nun mal nicht, ist doch logisch dass es auf und ab geht.

PS: wie kommt ihr eigentlich auf das Thema Globalisierung? Wohl den Artikel nicht gelesen, was? Dort steht, dass die Stellen im Management, im Marketing und in der Informationstechnologie gekürzt werden. Ihr glaubt wohl nicht allen Ernstes, dass ausgerechnet diese Stellen in die dritte Welt ausgelagert werden, oder?
 
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Neo.genesis

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@FH16

zuerst mal wieder etwas ruigh hier, bin zwahr kein Mod. oder sonst was aber mann muss ja nicht gleich gewaltausdrücke verwenden um seine meinung an andere heranzutragen.

und wie sie auf das thema globalisierung kommen weil es durch und durch passiert mann hört ja schlieslich nicht viel positives dort werden stellen gekürtzt dann am nächsten tag dort, dann kommen so absurte news über umsatzverlust daher usw... und alles passiert irgendwo nur nicht hier bei uns zumindestens das meiste.

So und ja mag sein das sie jetzt noch 90k angestellte haben, und das ist auch sicher gut aber es ging ja schlieslich um die 25k die entlassen werden meinst du das es sie freut das sie keinen job mehr haben?

und ja es gibt keine unbegrentzen Wachstum und das es auf und ab geht ist auch klar aber heutzutage zählt nunmal einfach nur mehr das was am ende des Jahres am Konto steht. und da nehm ich mich natrülich nicht aus, aber die frimen etc haben ja heutzutage gar keine andere wahl mehr wenn die aktionäre sagen spring mach das müssen sie es machen sonst gehts berg ab und das im steilen flug. Und das ist das errschreckende daran.

und wenn das (Die 356 reichsten Familien besitzen heute 40 Prozent des Reichtums der Menschheit.) nicht zum denken gibt weiß ich auch nicht. ich mein jetzt mal ernsthaft wo führt das hin auf kurz oder lang wird es keinen mittelstand mehr geben dann gibts nur mehr arm oder reich und das hat nichts mit schwarzmallen zutun sondern passiert vor unserer türe.

aber nunja solang wir alle im gleichen drot weitermachen wird sich klar nichts ändern.

und jetzt wieder zurück zum thema.
 

DeFEW

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Das ist möglicherweise eine Auswirkung von den Strukturverkleinerungen - mit 65nm-Leitern bekommt man mehr DIEs pro Wafer. Und da der Absatz nicht beliebig hoch ist, müssen halt die entstandenen Überkapazitäten abgebaut werden. That's life, that's capitalism.
 

henroldus

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toller link mit login ;-)
aber ich weiss, dass der intelkurs eher schwächelte die letzten monate, amd ist kurzfristig lohnender.
ohoh, bin ich jetzt auch ein böser aktionär?
 

fandre

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@FH16: Natürlich gibt es Firmen die das können. Bosch hat mehr als 4x soviele Beschäftige als Intel (ca. 450.000 gegenüber ca. 100.000) und ist nach der eigenen Stiftungssatzung verpflichtet alles ohne Fremdkapital zu bestreiten und das schaffen sie auch.

@tash: Selbst wenn das Kapital nur vererbt werden würde, hat es zumindest eine Generation gegeben, die es sich durch Arbeit zugelegt hat. Geh doch selbst mal arbeiten oder versuch doch selber mal reich zu werden und verteil dein Geld dann unter den armen (Menschen).
 

daggett

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Die 10500 Arbeitsplätze werden nicht gestrichen, sie werden ganz einfach nach Indien verlagert, oder noch kostengünstiger zu den Sklaven bei Foxconn in China ;)
Ein Schelm wer Böses denkt!
 

duffkutt

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@e-Laurin

wurde gerade geändert :)

ihr habt viele gute gründe, die ich auch sehr gut nachvollziehen kann. die globalisierung ist nicht nur negativ. schaut man in wissentschaftliche bereiche, wird fast nur ausschließlich auf internationaler ebene diskutiert. oder auch auch überstaatliche beziehungen haben oft positive effekte. zusammen ist man eben stärker, als allein. mit der wirtschaftlichen globalisierung seh ich das ähnlich, läuft leider so. in ein paar jahrzehnten, werden aber alle länder sich (denke ich mal) schon sehr angeglichen haben und mit dem "ins ausland verlagern" und sowas wie "billiglohn" wird man dann hoffentlich nicht mehr allzuviel zu tun haben.

jeder kann seinen beitrag dazu leisten, dass wir in einer besseren welt leben. subjektiver pessimismus gepaart mit passivität (bekanntes prinzip der BILD-zeitung) bringt aber keinen weiter.

mfg: duffkutt
 

Neorun

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Solche vollmoglis...

Bei mir kommt kein Intel mehr ins Haus. Fertig.

AMD hat mich wieder - solche......grrrrrrr
 

Fu Manchu

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Was viele nicht bedenken und was nie eine Meldung wert ist: Intel und andere Unternehmen stellen auch ständig Leute ein. Mag man heute 1000 Controller und BWLer entlassen, werden morgen 500 Techniker und 100 neue Controller eingestellt. Das mag nicht so schlagartig geschehen wie 10.000 Entlassungen und keine Meldung wert sein, geschieht aber auf der ganzen Welt immer und immer wieder.

Würde man alle Meldungen über Entlassungen der letzten Jahre zusammennehmen wären wohl alle Menschen auf der Erde arbeitslos ;).

...Bei mir kommt kein Intel mehr ins Haus. Fertig.

AMD hat mich wieder ...
Was wenn morgen die Meldung kommt, AMD entlasse 1000 Leute? Zurück zu Intel? ;)

So kann man leider nicht argumentieren. Vielleicht sollte man jetzt erst recht Intel kaufen, damit sie wieder Leute einstellen. Oder was? :D ;)
 
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Winterday

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Nachdem Unternehmen nicht permanent wachsen können, scheint so ein Schritt logisch zu sein. Die Betroffenen sehen das natürlich anders, schliesslich freut sich niemand, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Allerdings erlaube ich mir hier über Intel kein Urteil, da ich weder das Fachwissen habe noch die notwendigen Hintergrundinformationen kenne.

Dass offenbar einige hier recht kurzsichtig sind, wurde durch die Aussage klar, dass sie dadurch AMD favorisieren. Wo doch AMD eben ATi aufgekauft hat und nun auch einige Einsparungen bei den Mitarbeitern bevorstehen - sprich: Entlassungen.

Ich wage zu behaupten, dass die meisten Unternehmen so agieren, zumindest um bei den Anlegern wieder attraktiver zu werden. Der unbedarfte Leser (wie ich einer bin), mag das nicht so recht nachvollziehen können, aber jetzt keine Produkte mehr von Intel zu kaufen ist keine Lösung ;) Im Gegenteil - gerade jetzt müsste man noch mehr von jenen Unternehmen kaufen, um so den Absatz zu steigern. Das macht die Aufnahme von weiteren Mitarbeitern wieder notwenig ;)
 

Zeitnek

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Ich finde es falsch die Entlassungen bei Intel isoliert zu betrachten. Die Arbeitsplätze die nun bei Intel "verloren" gehen hat AMD in den vergangenen Jahren aufgebaut und davon viele IN DEUTSCHLAND. Was ich sehe ist also nur eine große Umschichtung.
Und was die 10000 Einzelschicksale betrifft: Ich bin optimistisch, dass diejenigen sicher keine Probleme haben werden einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Schließlich ist es eine ausgezeichnete Referenz für eine bekannte Firma wie Intel gearbeitet zu haben.
 
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