Stuttgart 21 / Proteste allgegenwärtig ...

Wie steht ihr zum Bauprojekt "Stuttgart 21"?

  • Ich bin für "Stuttgart 21".

    Stimmen: 327 48,2%
  • Mir ist es egal, ob gebaut wird.

    Stimmen: 119 17,6%
  • Ich bin gegen "Stuttgart 21".

    Stimmen: 232 34,2%

  • Umfrageteilnehmer
    678
für mich als Rollstuhlfahrer aus Herrenberg ist der derzeitige Bahnhof ein sehr großes Problem. Sämtliche Fahrten zu Kliniken, Ärzte oder Orthopädie-Schuhmacher muss ich per Taxi durchführen denn der Umstieg in Stuttgart von der S-Bahn zur Weiterfahrt ist praktisch unmöglich.
Mehrere Testfahrten auch mit Verantwortlichen aus Verwaltung und Politik haben gezeigt die derzeitige Situation ist unerträglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das liest sich ja, wie ein böser Krimi mit Todesfolge.
Das mit dem Wegrollen ist auch so ne Sache. Die Bremsen bei Kinderwagen und Rohlstühlen gibs ja nicht umsonst. Kann dir auf einem Parkplatz genauso passieren. Mir rollt da der Einkaufswagen immer fast weg. Und die haben bekanntlich ja keine Bremsen :(

Auch muss man sich fragen, ob die Bahnsteige wirklich breit genug sind. Selbst im Kopfbahnhof bekomme ich es manchmal mit der Angst zu tun, wenn die ganzen Leute am Bahnsteig stehen und keinerlei Taten folgen lassen um ein wenig Platz zu machen.
Da wird sich dann kreuz und quer hin gestellt.
Auch haben es fast alle Bürger verlernt, wie man sich auf einer Rolltreppe zu verhalten hat. Man stellt sich andauern nebeneinander anstatt hitereinander damit links noch jemand vorbei gehen kann um vielleicht noch seinen Zug zu erwischen.

Die mangelnden Fluchtmöglichkeiten sind ein absolutes NOGO. Sollte das wirklich der Fall sein ist das nicht tragbar. Aber hier gehts ja um einen Bahnhof ansonsten schreien sie doch auch immer alle. Terrorismus und dergleichen. Komisch oder?

@unbekrolli: Da ist wohl wahr. Da musste erst mal nen halben Killometer fahren, bis du beim Aufzug bist. Und dann ist es im Bereich der Rolltreppen auch noch so schön eng.

Gruß Andy
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist zwar richtig mit dem Aufzug, dass da direkt einer runterführt. Allerdings halten die S-Bahnen an einer ganz anderen Stelle.
Auch wenn die PDF etwas heftig umschrieben ist. So unwahr ist das nicht. Im Großen und Ganzen ist alles doch viel schmaler. Und das ist das eigentliche Problem. Man denke an irgendwelche Festivals und Großveranstalltungen. Alleine dabei ist es schon wirklich eng auf den Bahnsteigen.

Gruß Andy
 
Dass die S-Bahnen an einer anderen Stelle halten, kann aber nicht stimmen. Der Behindertenaufzug müsste auf der Höhe des zweiten Waggons der S-Bahnen, die aus Stuttgart rausfahren und am Ende der S-Bahnen Richtung Schwabstraße rauskommen. Richtung Bahnhof schließen die S-Bahnen mit dem Ende des Bahnsteigs ab. In der Gegenrichtung sind nur ab Höhe Hotel Zeppelin keine S-Bahnzüge mehr direkt am Bahnsteig. Aber bis dahin ist es echt weit. ;)
 
da die Aufzüge nicht i.d.R. mehr als einen E-Rollstuhl platzmässig zulassen, man aber meistens in Gruppen unterwegs ist, wird eine kleine Ausfahrt mit Umsteigen zum Glücksspiel. "Die Nicht-behinderten haben keine Zeit und müssen ganz schnell die S-Bahn oder Zug erreichen und als Rollstuhlfahrer hätte man ja Zeit im Überfluss".
Doch leider ist der Bahnhof die Drehscheibe im Nahverkehr in Stuttgart, ohne Umsteigen geht fast gar nichts.
Aber ich lasse mich gerne belehren, denn PDF und Realität sind 2 Maß.
 
Nee, lass mal. Du weißt sicher besser als wir alle, ob eine "Lösung" praktikabel ist oder nicht. Ich wollte nur verstehen, wo das Problem liegt. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann sind es die Fahrstuhlkapazitäten. D.h. es gibt zu wenige Fahrstühle (das ist mir beim Studium des PDF auch aufgefallen) und der vorhandene ist zu klein.
 
... sobald S21 beerdigt ist muss eben der momentane Kopfbahnhof auf Vordermann gebracht werden.
 
Darf ich nochmal daran erinnern, dass mehr Menschen für S21 sind als dagegen? Oder reicht das als Legitimation nicht, weil die Befürworter nicht bei klarem Verstand sind?
 
Darf ich daran erinnern, dass Einzelmeinungen in unserer Demokratie zugelassen sind? Klingt komisch, is aber so.
 
Als ob ich daran irgendeinen Zweifel gelassen hätte Deliberation. Es sind per se nicht die Befürworter die im Bezug auf Stuttgart 21 auf den Superlativ beharren. Ich höre immer bloß "Baustopp sofort", "K21 ist alternativlos" etc pp.

Ich hoffe die Einzelmeinungen akzeptieren nach dem Volksentscheid auch wirklich den Willen des Volkes, wenn es zum Bau kommt. Zum aktuellen Zeitpunkt würde ich ja darauf wetten, dass der Protest danach unvermindert weiter geht.
 
Ach, Protest wird es immer geben und wenn einer im Londoner Park auf der Kiste die Ankunft der Außerirdischen begrüßt.

Ich persönlich werde natürlich die letztendliche Entscheidung akzeptieren oder tolerieren. Gut finden muss ich sie dann aber nicht.
 
@Noxiel,

von wann ist den die letzte Umfrage? Und nicht vergessen: nur die Proteste gegen S21 haben denn ganzen Sumpf um S21 aufgedeckt. Ich halte es für Blauäugigkeit wenn man nach der Aktenlage immer noch für S21 ist. Aber wie @Deliberation schreibt: Meinungsfreiheit.
 
Die letzte Umfrage ist von vergangenem Montag, also sehr aktuell.

Ich bin für S21, habe mich im Vorfeld über die Hintegründe informiert und kann auch nicht in allen Punkten dem Konzept der Bahn bzw. dem Verhalten gegenüber der Öffentlichkeit zustimmen, jedoch überwiegen für mich die Punkte, welche für einen Tiefbahnhof sprechen. Während ich jedoch zu Beginn der Proteste im vergangenem Jahr wesentlich zwiespältiger war, so haben mich die Ausschreitungen und das Verhalten der Parkschützer beinahe schon aus Anitpathie gegenüber dieser Protestgruppe zu den S21 Befürwortern getrieben.

Auf Seiten der Gegner wurde viel Potential verschenkt und je länger die Demonstrationen und damit einhergehende Erstürmungen von Privatgeländen gehen, desto mehr sehe ich das Votum im Herbst Pro S21 ausgehen.
 
Noxiel schrieb:
... jedoch überwiegen für mich die Punkte, welche für einen Tiefbahnhof sprechen.

Welche Argumente haben Dich denn überzeugt?

Noxiel schrieb:
Während ich jedoch zu Beginn der Proteste im vergangenem Jahr wesentlich zwiespältiger war, so haben mich die Ausschreitungen und das Verhalten der Parkschützer ...

So geht es mir auch. Dazu kommen noch die fanatischen Trillerpfeifen-Typen, die seit Monaten in der Stadt rumlaufen und von oben bis unten mit Aufklebern und Buttons mit K21 und dem durchgestrichenen Stuttgart 21 herumlaufen. Wo kommen diese vielen Typen zwischen 50 und 70 her, die wie Landstreicher aussehen und sich benehmen, als ob sie Dir am liebsten den Kopf abreißen wollen? Oder die Schwabenstreichtypen, von denen ich immer wieder eine Hand voll in den Stadtteilen sehe. Stehen fünf von denen im Westen und machen Lärm mitten im Wohngebiet. Danach stehen sie noch ein paar Minuten blöd rum und dann trollen sie sich.

Anfangs waren die Demonstrationen noch sympatisch, da der Protest durch alle Schichten und Altersgruppen zu gehen schien. Mittlerweile kann ich mich damit nicht mehr identifizieren.

kaigue schrieb:
Das wird ja sicher nichts kosten :D

Es geht um das Kosten-/Nutzenverhältnis und das ist bei Durchführung der seit fast zwei Jahrzehnten vernachlässigten Wartung des Stuttgarter HBF und der Zufahrtswege sicher nicht kostenlos, aber selbst verursacht teurer, als es hätte sein müssen. Und mit Sicherheit deutlich günstiger als S21.
 
Und wer garantiert einem, dass die Kosten beim Erneuern des Kopfbahnhofs nicht ebenfalls "explodieren?"

Wer weiß, was sie beim Erneuern dann finden. Wäre nicht das erste Mal, wenn eine Erneuerung teurer ist, als ein Neubau oder hast du schonmal ein Haus restaurieren dürfen?
 
... bei S21 geht es ja nicht nur um den Neubau eines Bahnhofs sonder auch um 60 Km Tunnel unter der Stadt und 15 Jahren Bauzeit. Mal kurz einen neuen Bahnhof bauen geht in 3 Jahren zu machen.
Berliner HBF: Gesamtbaukosten, mit Teilen der Zulaufstrecken, etwa eine Milliarde Euro.
 
Danke nicoc!

Was sollen "sie" schon beim Erneuern finden? Gold? Erdöl? Wenn "sie" den Bahnhof für 50 Milliarden oder mehr renovieren, dann bekommen "sie" einen Innovationspreis von mir. :rolleyes:
 
Zurück
Oben