Kuristina schrieb:
Wir hatten drei Jahre Zeit, um selber Verhandlungen anzustoßen. Stattdessen formulieren wir Forderungen, von denen wir genau wissen, dass die Russen niemals darauf eingehen werden. Reine Makulatur.
Och bitte, die aktuelle Situation zeigt wunderschön wie sinnlos die Rufe nach Verhandlungen waren.
Das einzige was wir verpasst haben ist die Ukraine in eine starke Verhandlungsposition zu versetzen.
Das spiegelt sich in den Verhandlungen wieder: Der aktuelle Zwischenstand ist, dass Russland keine Zugeständnisse gemacht hat während die Ukraine alle besetzten Gebiete und tlw. noch nicht von Russland eroberte Gebiete abtreten darf.
Bei 18 Leopard 2 und 31 M1 Abrams ein zu erwartendes Ergebnis.
Um das mal ins Verhältnis zu setzen: Je nach Schätzung haben USA mit Hilfe des Lend-Lease Act im 2. Weltkrieg etwa 12.000 Panzer an die Sowjetunion und etwa 7.000 Panzer an Großbritannien geliefert.
Achja, bitte nicht die ukrainischen Ressourcen die an die USA gehen vergessen. Sicherheitsgarantien gibt es für die Ukraine natürlich keine.
Wieso sollten die Russen auch Zugeständnisse machen? Sie rücken vor und einzig Kursk hat die Ukraine als Verhandlungsmasse.
Während dessen nennt Trump Selenskyj einen Diktator, weil sich Selenskyj an die Verfassung hält. Und fordert von ihm einen Bruch der Verfassung, indem er trotz Kriegsrecht Wahlen durchführt, was die ukrainische Verfassung ausschließt. Trump selbst nennt sich unterdessen König, veröffentlicht Bilder von sich mit Krone und schreibt: "He who saves his Country does not violate any Law."
Auch damit schwächt er die Verhandlungsposition der Ukraine. Man könnte meinen er hat die Seiten gewechselt.
Seine Wähler hat er ebenso belogen. Er sagte „die Vereinigten Staaten von Amerika dazu überredet, 350 Milliarden Dollar auszugeben, um in einen Krieg einzutreten, der nicht gewonnen werden konnte“
Die tatsächlichen Zahlen der US-Hilfe für die Ukraine betragen jedoch 67 Milliarden Dollar an Militärhilfe und 31,5 Milliarden Dollar an direkter Haushaltsunterstützung.
Stattdessen gibt man Putin ohne Gegenleistung das Erfolgserlebnis Grenzen gewaltsam verschieben und ermutigt ihn damit nach einer kurzen Pause es zu wiederholen.
Kuristina schrieb:
Die Anzahl der Stützpunkte in Europa und im Nahen Osten haben sich in den letzten Jahren reduziert.
Von wie vielen und auf wie viele werden denn die Stützpunkte reduziert? In Kobane in Syrien entsteht gerade ein neuer Stützpunkt.
Kuristina schrieb:
Trump trat mit dem Versprechen an, die Prioritäten der USA auf nationale Anliegen zu legen und weniger in ausländische Konflikte verwickelt zu sein. Auch dafür wurde er gewählt.
Und deswegen ist es dumm das Kriegsrisiko mit der aktuellen Rhetorik und Verhandlungstaktik auch noch zu erhöhen.
Bis September 2023 sind mehr als 150.000 Ukrainer im Rahmen Programms Uniting for Ukraine in die USA eingereist.
Das gibt nochmal eine Vorstellung welche Ausmaße eine Flucht für die USA bedeutet wenn sich der Krieg auf ganz Europa ausweitet. Angesichts der laufenden Kriegswirtschaft in Russland und des sinkenden Risikos, weil die USA andeuten sich rauszuhalten, ein immer wahrscheinlicheres Szenario.
Kuristina schrieb:
Ich habe ja bereits dargelegt, dass es sich hierbei um eine Milchmädchenrechnung handelt. Die USA beschädigen bereits das Vertrauen ihrer Bündnispartner. Das ist immens wenn es um Rüstung geht.
Machen sich die Bündnispartner von den USA unabhängig steigen auch die Stückkosten der eigenen Waffen.
Das Programm für die F35 hat bisher ca. 438 Mrd. US-Dollar gekostet.
Zukünftige Rüstungsprojekte in dieser Größenordnung werden für die USA schwer zu stemmen sein wenn das Vereinigte Königreich, Australien, Italien, Norwegen, Dänemark, die Niederlande, Israel, Japan, Südkorea und Belgien keine us-amerikanischen Waffen mehr kaufen.