News VATM-Marktstudie 2017: Glasfaseranschlüsse verbreiten sich nur langsam

Andy

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#1
Politisch dreht sich die Debatte im Breitbandmarkt vor allem um den Ausbau der Gigabit-Netze in den nächsten zehn Jahren. Doch Stand 2017 fristen die direkten Glasfaseranschlüsse (FTTB/H) weiterhin ein Nischendasein, der Ausbau kommt nur langsam voran und obendrein ist noch die Nachfrage gering.

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Lars_SHG

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#2
ja, das ist schon so ein Problem.
Als im letzten Jahr unser Dorf komplett neu angeschlossen wurde, haben sich die Anbieter überboten mit Tarifen von 50 - 200 M/Bit.. Bei mir mußte sogar ein neuer Hausanschluss verlegt werden und dennoch bin ich in der ganzen Straße der einzige, der wenigstens 100 M/Bit geordert hat, alle anderen max. 50 M/Bit.
Mittlerweile werden 400 M/Bit angeboten, niemand will es.......das Wort Luxusproblem trifft es hier wohl ganz gut.

edit: gerade mal neuen Verfügbarkeitstest gemacht, mittlerweile werden schon 1.000 M/Bit down und 500 up an meiner Adresse angeboten :freak:
Kein schlechter Zuwachs in einem Jahr wenn man bedenkt ich hatte vorher rund 10 M/Bit.

edit 2 nach unten: für was brauchst Du die Geschwindigkeit? Mehrere streaming Geräte?
Preise: Telekom liegt im Vergleich gar nicht so schlecht mit ca. 120 €/Monat für 1000/500
 
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#3
100mbit sind bei mir leider max. Ich würde auch 400mbit VDSL nehmen, egal was es kostet. Der WAF interessiert mich in dem Fall nicht. ;-)

@Lars: Weil meine bessere hälfte am Meckern ist, wenn ich irgendwas lade und sie Schwiegertochter gesucht & Co. nicht ohne Unterbrechungen auf dem Tablet gucken kann. ;-)
So würde ich 300mbit für den PC reservieren und der Rest für alles andere.
 
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#4
Allerdings sind es insgesamt 3,1 Millionen Haushalte, die per FTTB/H an das Netz angeschlossen sind. Das bedeutet also: 71,7 Prozent der direkten Glasfaseranschlüsse finden keinen Abnehmer.
Das ist natürlich ein Problem. Ich hoffe die Studie zeigt ein paar Gründe hierfür auf.

Insgesamt würde ich persönlich es viel mehr begrüßen, wenn die langsamen Anschlüsse beherzter aufgerüstet werden würden. Hier ist die Studie auch etwas blauäugig, ein 16 Mbit Anschluss ist selten wirklich 16 MBit sonder weniger und sollte daher in die schlechtere Kategorie fallen. Hier ist die Einteilung schon beschönigend, indem die Grenze auf 16 gesetzt wird.

Und, dass Leute mit 50 oder 100 MBit nicht nach oben wechseln, kann ich verstehen. Wer nicht gerade 4 mal 4K streamen will, für den reicht das Dicke. Die Leute mit 6 oder 16 (wie ich) würden sicher gerne aufrüsten und so auch die Investitionen rechtfertigen.
 

Lars_SHG

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#6
@ knoxxi
lol, ok, kann man nachvollziehen. Hier im Haus wird nichts gestreamt daher bleibt die volle Geschwindigkeit für den Rechner.
Ein Kumpel sagte neulich das seine beiden Töchter das Volumen "auffressen" - mit zwei Teenie-Töchtern (oder von mir aus auch gamenden Bengeln) wäre das wohl auch noch so ein Fall.

Allerdings wundert mich es doch ein wenig, ich hörte streaming geht mit 25 M/Bit doch relativ gut, hat sich da was geändert? 4K streaming macht ja doch wenig Sinn weil Filme, bzw. alles andere hart in der Qualität reduziert wird.
 

estros

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#7
Glasfaseranschlüsse sind ein Produkt für Reiche Menschen, das war schon immer so. Für Unternehmen lohnt sich das, der klassische Privathaushalt braucht aber nicht derartige Datenraten. Daher kann ich auch nicht verstehen, weshalb viele Provider so stark auf Glasfaser zu den hohen Kosten setzen wollen. Klassische Fehlplanung.

Unsere Nation auf 50/100/400Mbit auszubauen, ist mMn deutlich sinnvoller für die Menschen. Unternehmen, die Glasfaseranschluss wollen, werden dafür schon entsprechend zum Verteiler zahlen. Und für alle Kritiker: Bei 50/100/100Mbit wird auch nur Glasfaser verlegt. Der Weg ist der gleiche.

Privat kann ich mir sogar eine reine Mobilfunk-Anbindung mit 50Mbit vorstellen (jaja Großstadt etc).😎

@Lars_SHG
Kann ich nicht bestätigen. Die Kompromierung von 4K sieht deutlich besser aus als 1080p.:)
 
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#8
Was der VATM aber beklagt, ist die immer dominanter werdende Rolle der Telekom. Demnach sind die Wettbewerber etwa immer abhängiger von den Vorleistungsprodukten der Telekom.
Wie denn das ? Angeblich hat doch zum Beispiel 1&1 das beste, natürlich eigene, Netz der Welt ? Oder Lügen die etwa ?

Die Telekom wird dort, wo der Wettbewerb sie zum Ausbau mit echten Glasfaseranschlüssen treibt, alles daran setzen, ihre dominante Marktposition zu verteidigen.
Ja, was für Zustände, die Telekom baut die Netze aus und will sie dann nicht kostenlos den anderen überlassen.
 
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#9
Seit 2010 genieß ich es.. und woanders gibts es noch Holzinternet. Das ist echt bitter. ^^

Mit "reich" hat das gar nix zu tun.
 
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#10
Bei den Mädels einfach ein Userkontingent von 2GB am Tag einrichten und Ruhe ist ;-)
Für die meisten Streams reichen 16 mbit locker
 
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#11
Glasfaseranschlüsse sind ein Produkt für Reiche Menschen, das war schon immer so. Für Unternehmen lohnt sich das, der klassische Privathaushalt braucht aber nicht derartige Datenraten. Daher kann ich auch nicht verstehen, weshalb viele Provider so stark auf Glasfaser zu den hohen Kosten setzen wollen. Klassische Fehlplanung.

Unsere Nation auf 50/100/400Mbit auszubauen, ist mMn deutlich sinnvoller für die Menschen. Unternehmen, die Glasfaseranschluss wollen, werden dafür schon entsprechend zum Verteiler zahlen. Und für alle Kritiker: Bei 50/100/100Mbit wird auch nur Glasfaser verlegt. Der Weg ist der gleiche.

Privat kann ich mir sogar eine reine Mobilfunk-Anbindung mit 50Mbit vorstellen (jaja Großstadt etc).😎
Es geht um eine internationale Wettbewerbsfähigkeit, in der Deutschland wirklich schon lächerlich krass hinterherhinkt. Das hat nichts mit "Produkte" für Reiche zu tun, wenn halb Nordafrika und Mexiko besser vernetzt sind als Deutschland.

Da kann ich nur auf diesen sehr guten Kommentar von Sascha Lobo im Spiegel verweisen: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobo-ein-brief-an-die-waehler-a-1166350.html
 
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#12
Wen wundert es? Man versorgt ja nicht mal Neubaugebiete mit Glasfaser.
 

estros

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#13
@Ruff_Ryders88
Tja, ich sehe das anders. Ich vernetze lieber die Nation mit Breitband, anstatt Anschlüsse zu fördern, die nur Reiche Menschen oder Unternehmen sich leisten können.:)
 
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#14
1&1 ist sowieso nur beschiss benutzten doch zu 100% Telekom Leitung und das der ausbau in DE nicht voran kommt dürfen wir uns bei der Tollen Regierung bedanken für die ist ja das web alles NEULAND
 
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#15
das ist doch quatsch , wenn wir nicht jetzt ausbauen wann dann .... wenn alles zu späht ist und der kollaps da ist ?

ich dürft auch von 100 auf 500 mbit wechseln als einzelperson und will es nicht mehr missen , habe ich gerade jetzt lust auf ein spiel und nicht erst morgen dann kann ich .... steam serviert mir recht stabile 60mb/s oder bisschen weniger und i h kann noch streamen
 

UNRUHEHERD

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#16
Ich gehöre zu den 2,1 Prozent! :cool:

Bin auf dem Land mit DSL 3000 unterwegs. Bauernhof verkaufen und in der Stadt mit schnellem Internet aufbauen geht leider auch nicht. Trotzdem leben hier 14 Leute mit der Leitung. Sobald mehr als einer auf Youtube unterwegs ist, gibt's Probleme. Magenta Hybrid können wir leider nicht benutzen, da es den Tarif nicht mit einer Festnetz-Flat aufs Handy gibt. Darum kommen wir geschäftlich nicht herum, sonst steigt die Telefonrechnung auf 200 bis 300 Euro.

Ich hoffe auf die nächste Generation mobiles Internet, auch wenn es im Vergleich zu Glasfaser nur ein fauler Kompromiss ist.
 
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#17
Generell sollte dieser Ausbau staatlichgefördert werden, ich hatte schon mal vor 1 oder 2 Jahren zu diesem Thema ein Kommentar abgegeben und meine Meinung hat sich nach wie vor nicht geändert.

Der Ausbau und die Abnahme gehen nicht voran weil die Preise viel zu Hoch sind. Welcher "neuländer" ich rede von der Generation 45+ braucht denn mehr als einen 16000er DSL anschluss? Kaum, die sind alle zurückständig und chillen höchsten auf Amazon Prime oder Netflix und lassen berieseln. Und alle die wirklich die Leistung wollen "Streamer, Firmen mit Hohenuploadraten" scheitern weil die PREISE viel zu teuer sind.

Es müsste ein politisches Umdenken erzwungen werden. Jeder Haushalt sollte in Deutschland mit einer 10.000er DSL Leitung ausgestattet sein "OHNE KOSTEN". Selbst bei dingen wie der Wohnungssuche oder einem Termin beim Bürgeramt kommt man in Berlin ohne Internet nicht mehr zurecht.
Und dann sollten die Leitungen in 50.000er Schritten aufwärts gehen. mit 5 Euro pro 50.000. Dann ist man bei einer 200k Leitung mit 20€ dabei was gerechtfertigt wäre.

Die Unternehmen haben lange genug an uns verdient und uns ausgequetsch.
 
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#18
Warum lasst ihr keinen VOIP Dienst wie Sipgate laufen? Sollte doch erheblich günstiger sein und kostet stolze 10€ im Monat.
 
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#19
Bei uns im Ort wird seit ca. einem Dreivierteljahr ausgebaut (kA wie das passiert ist... muss wohl aus Versehen an irgendeiner Anordnung zum Bau einer Ampel drangehangen sein) und dabei wird der Ort quasi komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Rein und raus kommt man entweder mit einem Jetpack oder einem kräftigen Känguru oder mit irgendeiner anderen Alternative, welche die Baustellen auf dem Luftweg überqueren kann.

Glasfaser? Neeee, da werden 2-3 billige LAN-Kabel vom Discounter verlegt (Leerrohre habe ich übrigens KEINE gesehen!) und mit Mühe bekommt man dann 25-30 mbps - außer Spesen nix gewesen!
Übrigens, ein brandneues Neubauwohngebiet DIREKT AN der soeben ausgebauten Internetleitung Richtung backbone (es wohnen übrigens schon Leute dort), verfügt dankenswerterweise über eine (Festnetz-)Internetanbindung von... na, errät es wer? Richtig, Null! XD


Und die Studie hier beschwert sich über einer zu langsame Verbreitung von Glasfaser... nach der Logik hätten sich die Leute im Mittelalter darüber beschweren müssen, dass sie sich keinen Ferrari als Zweitwagen leisten konnten >_>
 
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#20
Für die meisten ist der Preis entscheidend.
Kaum jemand ist bereit mehr als 20 -30 € für einen Internetanschluss zu bezahlen.
 
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