Wertschätzung des Kunden bei der Telekom

Nein hast Du falsch verstanden. Die ganze Siedlung hat eine Leitungsverkürzung bekomme, wurde an neue Kiste angeschlossen, extra neues Kabel verlegt. Danach konnten alle, die in den 2 strassen forne waren 100mbit bekommen. Die 3. Und 4. Straße hat auch weniger bekommen.
Die 100m mehr zu mir haben ca 6Mbit ausgemacht. Alle anderen in der strasse fast 50mbit ich 44mbit, weil ich die längste Leitung hatte in der Straße.
 
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Aber dennoch ist die Situation eine andere. Die zu O₂ oder Vodafone gewechselt sind haben ja einen neuen Vertrag abgeschlossen und bekamen nicht im vorhandenen die Leistung erhöht.
Natürlich kann man sagen, dass es kundenfreundlich wäre, wenn der Anbieter sich selbständig bei Dir meldete oder einfach ungefragt die Bandbreite erhöhte. Auf der anderen Seite habt Ihr beide einen gültigen Vertrag über die derzeit ausgehandelte Bandbreite, daher ist an sich alles richtig.
 
flo222 schrieb:
den finde ich sehr gut und auch differenziert geschrieben:
Naja, solche Aussagen klingen zwar schön differenziert, sind es aber irgendwie nicht:
Viele Anwender wissen, dass es bei ihnen kaum Alternativen gibt. Falls doch, sind diese möglicherweise noch teurer, aufwendiger oder haben andere Nachteile.
Im Mobilfunkbereich mag es stimmen, dass das Telekom-Netz am besten ausgebaut ist. Wobei man auch hier sagen muss, dass sich der Vorteil vor allem auf 5G (SA) bezieht, und die LTE-Abdeckung auch von Vodafone und Telefonica durchaus konkurrenzfähig ist.

Im Festnetzbereich ist die Aussage aber kaum nachvollziehbar. Lediglich mit der Hybrid-Lösung hat die Telekom ein Monopol, und vielleicht noch bei gewissen FTTB-Konstrukten. Das mag für manche Leute tatsächlich alternativlos sein, betrifft aber sicherlich nicht "viele Anwender". Das Hauptgeschäftsfeld der Telekom im deutschen Festnetz dürfte der klassische Vectoring-VDSL-Anschluss sein, und natürlich vermehrt auch FTTH, wo jeweils deutschlandweit dank BSA mit 1&1/Drillisch, easybell, Telefonica und Vodafone vier Alternativen bereitstehen, die in der Regel auch (teilweise deutlich) günstiger sind. Gut, bei 1&1 kommt man nicht überall in den Genuss eines echten Internetanschlusses ohne Telekom-Peering und muss etwas aufpassen, und das neue Vodafone-Peering-Konzept ist sicherlich auch mit einer gesunden Portion Skepsis zu genießen. In jedem Fall gibt es aber Alternativen.

Insofern ist die Sache dann doch recht einfach, auch ohne eine Einteilung in Gut/Böse vorzunehmen: Als Kunde bezahle ich meinen Provider und erwarte dafür einen marktüblichen Zugang zu Internetdiensten. Bei der Telekom ist dieser Zugang aber deutlich schlechter als üblich, da bestimmte Dienste zu gewissen Tageszeiten kaum erreichbar sind -- bei anderen Anbietern gibt es diese Probleme nicht. Dass die Telekom irgendetwas von hohen Kosten durch diese Dienste erzählt, kann mir als Kunde dabei ziemlich egal sein. Ich kaufe ja auch kein Auto, bei dem ständig der Motor ausfällt und bin dann zufrieden, wenn der Hersteller mir erzählt, dass funktionierende Zündkerzen echt hohe Kosten verursachen.

Man kann die Einteilung in Gut/Böse übrigens auch recht einfach vornehmen: Es spricht Bände, dass im Telekom-Hilft-Forum empfohlen wird, einfach einen kostenpflichten VPN zu nutzen, um die Probleme zu umgehen. Die Telekom verkauft also ein nicht marktübliches Produkt und gibt offen zu, dass es mit zusätzlichen Produkten zu einem marktüblichen Produkt aufgewertet werden kann. Gleichzeitig verlangen sie absolute Mondpreise. Man kann nur eindringlich vor dieser dreisten Abzocke warnen.
 
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7lives schrieb:
Wenn ja, bin ich direkt Weg.
Vertragsmindestlaufzeit?

Wenn's dein Gewissen beruhigt, dann geh halt da weg. Interessiert nur niemanden, und von der Telekom schon mal gar nicht...
 
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Web-Schecki schrieb:
Bei der Telekom ist dieser Zugang aber deutlich schlechter als üblich, da bestimmte Dienste zu gewissen Tageszeiten kaum erreichbar sind
Ich bin schon lange (aus Gründen) beider Telekom. Es interessiert mich also ernsthaft:
Welche Dienste sind zu gewissen Tageszeiten kaum erreichbar?
Ich habe so etwas noch niemals festgestellt. Wie kommst Du zu der Aussage? Und ja - vor allem - welche Dienste meinst du?
 
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Web-Schecki schrieb:
Geschwätz. Selbst da steht nicht welche Dienste zu welchen Tageszeiten nicht erreichbar sein sollen.
Das ist doch nur dummes Bashing. Nicht dass ich bisher nix von Netzbremse etc gehört hätte. (Kann schon sein, aber gemerkt (oder gemessen) habe ich davon noch nichts). Aber du schreibst wörtlich "gewisse Dienste" und "nicht erreichbar". Als wäre das jedem bekannt.
Und antwortest auf eine ernstgemeinte Rückfrage mit einem Link, in dem irgendwelche Behauptungen nicht näher spezifiziert sind.
Da steht nur "die Telekom drosselt das Netz". Und ein paar einzelne Behauptungen über Webseiten (z.b. Ubuntu.com) die angeblich nicht gingen. Könnte ja sein, aber Reproduzierbar? Nachgemessen? Täglich? nicht erreichbar? - wie oben behauptet?
Nun, ich bin nicht das Maß aller Dinge, und wenn mich was nicht stört, heisst es nicht, dass es keine Probleme gibt. Aber es so hinzustellen, dass täglich "gewisse Dienste" nicht funktionieren und dies an der Telekom liegt, geht mMn zu weit.
 
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@h2f

Ich weiß nicht, warum du hier so aggressiv auftrittst.
Die Probleme sind nicht konstant, weil andere Dienste laufend daran arbeiten, den Zugang auch für Telekom-Nutzer halbwegs brauchbar zu gestalten. Das heißt, sie einigen sich entweder zähneknirschend mit der Telekom oder kaufen Kapazitäten bei anderen Transit-Providern ein, um die DTAG darüber zu erreichen und von ihr darüber erreichbar zu sein. Das funktioniert aber nicht immer so, wie sie sich das vorstellen, weil die Transitprovider ihrerseits wohl nicht immer ausreichend Kapazitäten zur DTAG haben. Woran das wohl liegt?

Anyway, die Probleme sind z.B. bei Cloudflare teilweise massiv. Teilweise. Zu bestimmten Zeiten mag es gut funktionieren. An bestimmten Tagen gibt es vielleicht auch gar keine Probleme. Die Telekom-Kunden, die vom Problem betroffen sind und es identifiziert haben, wechseln natürlich weg oder nutzen ein VPN. Insofern gibt es da nicht tägliche Wasserstandsmeldungen.
Cloudflare selbst arbeitet natürlich auch daran, die eigenen Dienste gut erreichbar zu gestalten. Sonst könnten sie auch ihren Laden dicht machen. Konkret heißt das, dass Inhalte zahlender Cloudflare-Kunden in der Regel über teure, aber nicht überlastete Routen geschickt werden. Cloudflare-Free-Inhalte haben aber häufig Probleme - klar, Cloudflare verdient hier nichts und muss trotzdem recht viel Geld dafür bezahlen. Das betrifft dann oft kleinere Hobbyseiten, die ihterseits kein Geld für ein Premium-Cloudflare-Produkt haben.
Gerne genannte Beispiele waren immer flugzeugbilder.de oder mikrocontroller.net. Kannst du ja mal ausprobieren...
 
Web-Schecki schrieb:
Gerne genannte Beispiele waren immer flugzeugbilder.de oder mikrocontroller.net. Kannst du ja mal ausprobieren...
War Github nicht auch dabei? Oder verwechsel ich das jetzt mit Vodafone?
 
Web-Schecki schrieb:
Ich weiß nicht, warum du hier so aggressiv auftrittst.
Sorry, war echt nicht meine Absicht. Aber ich bin nach dem Lesen des Threads schon ein bisschen genervt, weil sich die allermeisten Beiträge hier einfach nur nach billigem Bashing anfühlen und kaum einer begreift/oder liest, dass das Ursprungszitat wegen des wahrscheinlichen Schreibfehlers (Sie statt sie) etwas ganz anderes aussagt als unterstellt. Guckst du einfach bei Eisholz #9 oder meinem Beitrag #7. Trotzdem springen fast alle darauf an, wie ohne nachzudenken. Hauptsache Telekom böse...

Nachtrag: die genannten flugzeugbilder.de oder mikrocontroller.net gerade getestet. Sofort und schnell geöffnet. ubuntu.com - noch nie ein Problem gehabt. Github - alles ok.
Nachtrag 2: Cloudflare (noch nie benutzt). Die Seite geht auf, aber relativ langsam (3sec?) und lädt noch recht lang irgendwelche Dinge nach. Kann schon sein, dass es hier lahmt, aber es funktioniert.
 
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h2f schrieb:
Nachtrag 2: Cloudflare (noch nie benutzt).
Doch, Du benutzt Cloudflare ständig, wenn Du Websites benutzt, die Cloudflare als Content Delivery Network und Web Application Firewall benutzen, und das sind mehr Seiten als Du denkst.
Ein etwas relevanteres Beispiel wie flugzeugbilder ist etwa geizhals.de:

1776707977755.png


Ruftst Du cloudflare.com landest Du auf deren Website, mit der man als Cloudflare Kunde auch die genutzten Funktionen managt. Dieses Portal ist in der Tat öfter recht langsam, das hat aber nichts mit der Geschwindigkeit des CDN zu tun.


Als ehemaliger Telekom Kunde, der vor kurzem zu Easybell gewechselt ist, kann ich sagen, dass die beschriebenen Probleme mit dem Telekom Peering grundsätzlich existieren, aber zumindest nach meiner eigenen Erfahrung in der Regel nicht so dramatisch sind, wie es manche Leute hier im Forum darstellen. Es gibt Leute, die tun so, als wäre ein Telekom Internet Anschluss kaum nutzbar, das ist beileibe nicht der Fall. Aber es kann punktuell schon deutlich werden, und wenn es gerade eine Seite betrifft, die man intensiv nutzt, kann es auch lästig werden.
Ergänzung ()

rezzler schrieb:
War Github nicht auch dabei?
Github nutzt teilweise fastly als CDN (z.B. für github Pages) oder liefert direkt aus. Sowohl Vodafone als auch Easybell routen github über Inter.link.

Ich hatte bei der Telekom mit github nie Probleme, jetzt mit easybell auch nicht.

Habe zum test extra ein git clone des Linux Kernels gemacht, lief bei mir mit den vollen knapp 250Mbit/s des SVDSL Anschlusses.
 
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@rezzler Github habe ich in letzter Zeit nur im Zusammenhang mit Vodafone gehört. Genauer gesagt, es waren auch dort nur die statischen Dateien, die über fastly ausgeliefert werden.

@h2f
Telekom-Kunden, die unter dem Problem schon länger gelitten haben, stören sich sicherlich an den Aussagen extrem, aber ich habe es auch so verstanden wie du: Höttges meint, die Anzahl der Telekomkunden sei ein Beleg dafür, dass alles funktioniert. Das ist natürlich auch offensichtlich Humbug, aber gut.
Telekommitarbeiter schrieben ja selbst im Telekom-hilft-Forum, dass sich Kunden mittels VPN behelfen sollen, was ein klares Eigenständnis dafür ist, dass man weiß, dass die eigene Außenanbindung unnötige Engpässe hat - unnötig, denn ansonsten könnte man sie nicht per VPN umgehen.

Es ist leider keine Einbildung; wir hatten hier im Forum einige Berichte von Wechslern, die ein echtes Aha-Erlebnis hatten, als sie weggewechselt sind von der Telekom. Zahlreiche Gedenksekunden beim Seitenaufbau, die sie als Telekom-Kunden einfach so hingenommen hat - selbst mit schnellen VDSL-Verbindungen, waren plötzlich verschwunden und kamen auch nicht wieder.
Wie gesagt, auch für Telekom-Kunden gibt es immer wieder Phasen, in denen sich das Problem scheinbar verbessert, aber nach einiger Zeit häufen sich dann wieder die Berichte. Die Telekom gibt offen zu, dass sie das bewusst in Kauf nimmt. Andere Diensteanbieter sollen bitteschön dafür bezahlen, "Daten durch unser Netz zu leiten". Nun, dann setze ich mich aber doch lieber zu einem anderen Provider ins Netz, der nicht in Kauf nimmt, dass die Anbindung seiner Kunden an bestimmte Netze nur sehr schlecht funktioniert?!
 
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Hatte als Telekom Kunde noch nie irgendein Problem mit Cloudflare oder sonstwo, auch nicht zur Primetime. So einfach ist das alles nicht. Und die Telekom hat ja jetzt gegen Meta Recht bekommen. Man hat hier schon den Endruck dass es im Grunde nur unfundiertes bashing ist.
 
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Zahlst du den Leuten das VPN, was sie benötigen, um die Peering-Probleme loszuwerden? Sind ja nicht gerade wenige.
 
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Die Probleme mit Cloudflare waren schon spürbar, zumindest bei mir. In den letzten 2 Monaten ist das besser geworden, aber ob das ewig so bleibt? Der Ruf ist jedenfalls ruiniert.
 
@Web-Schecki
Unser Telekom Anschluss funktioniert sehr gut. Liegt vielleicht auch daran, dass wir ihn auch eher marktüblich nutzen und aus unserem 100 Mbit VDSL Anschluss nicht das letzte Quentchen an Leistung rausquetschen müssen.

Wir liegen bei allen Speedtests immer im Rahmen der zugesichterten Bandbreite und haben es im Rahmen unserer Nutzung nie erlebt, dass Dienste und Webseiten verzögert erreichbar waren.

Vermutlich betrifft das also ohnehin genau die Gemeinde, die bestrebt ist aus allem das absolute Maximum an Leistung rauszupressen, sich dann darüber beschwert wenn das nicht klappt und andere dafür verantwortlich macht.
 
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areiland schrieb:
nicht das letzte Quentchen an Leistung rausquetschen müssen.
Leider ist das nicht das Problem; wenn Cloudflare durchgehend so einigermaßen benutzbar wäre, dann gäbe es wohl keine Diskussionen. Zeitweise gab es aber massive Paketverluste und Latenzen im dreistelligen Millisekundenbereich, bis hin zur praktischen Unbenutzbarkeit. Es geht um Cloudflare, die haben salopp gesagt in jedem Providerkeller ein Kabel liegen. Nur bei der DTAG eben nicht.

Aber es ist ja okay, wenn du zufrieden damit bist, überhöhte Preise für schlechte Leistung zu zahlen. Es ist objektiv nicht empfehlenswert, aber du kannst es gerne tun.
 
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@Web-Schecki
Einige hier sollten sich vielleicht mal klar darüber werden, dass der allergrösste Teil der Internetnutzer keine zeitkritischen Webanwendungen ausführt und denen es deshalb komplett latte ist, ob eine der genutzten Webseiten nach einer Sekunde oder nach eineinhalb Sekunden geladen wird. Genausowenig sitzt die Masse 24/7 vor einem Terminalfenster und starrt gebannt auf die Ausgabe eines Dauerpings.

Die allermeisten Menschen wollen wie ich einfach nur das Netz nutzen und eine hohe Verfügbarkeit ihrer Anschlüsse und der gebuchten Bandbreite haben. Genau das hab ich bei der Telekom, ich hab in den letzten zehn Jahren nicht einen Tag gehabt an dem der Anschluss nicht verfügbar gewesen wäre - mal abgesehen von lokalen Störungen im Stromnetz, durch die der Router ausser Betrieb gewesen ist. Unsere Bandbreite sinkt höchstens mal auf 95 Mbit ab, was hier niemanden einschränkt.

Und wenn es, wie zuletzt vor zehn Jahren, tatsächlich mal zu Problemen kommt, dann ist das Ruckzuck gelöst. Mich hat das damals zwei Anrufe und zwei E-Mails gekostet, um dem Ansprechpartner aus der Technik per übermitteltem Routerlog zu zeigen, dass die immer um die gleiche Zeit auftretenden Abbrüche nicht bei uns zu suchen waren. Zwei Tage später war das Problem gelöst, das im DSLAM lag.

Von daher kann ich nicht davon berichten, dass mir die Telekom für zuviel Geld schlechten Service anbietet.

Willkommen in der realen Welt der überwiegenden Masse der Menschen in diesem Land, denen Latenzen von zwei drei Millisekunden vollkommen egal sind.
 
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