Wertschätzung des Kunden bei der Telekom

areiland schrieb:
denen es deshalb komplett latte ist, ob eine der genutzten Webseiten nach einer Sekunde oder nach eineinhalb Sekunden geladen wird
Die von der Thematik am stärksten betroffenen Inhalte laden minutenlang bis teilweise überhaupt nicht.

areiland schrieb:
Die allermeisten Menschen wollen wie ich einfach nur das Netz nutzen und eine hohe Verfügbarkeit ihrer Anschlüsse und der gebuchten Bandbreite haben. Genau das hab ich bei der Telekom
Genau die gebuchte Bandbreite kommt in Richtung der durch schlechtes Peering beeinträchtigten Dienste eben nicht mehr durch und genau das zeigt der Netzbremse-Speedtest.

areiland schrieb:
Zwei Tage später war das Problem gelöst, das im DSLAM lag.
Wenn du eine stabile Leitung hast, ist das quasi eine Einladung dazu, den Provider zu wechseln und das bessere Peering bei einem der Anderen mitzunehmen, während die Leitungsstabilität erhalten bleibt. Das Risiko des möglicherweise schlechteren Kundenservice in Sachen Entstörung sollte für dich ja keine allzu große Rolle spielen.

areiland schrieb:
denen Latenzen von zwei drei Millisekunden vollkommen egal sind.
Bei den gedrosselten Diensten wie Cloudflare, die an andere Knoten ausweichen mussten, um der Telekom den Traffic zu übergeben, waren es eher 100-200 ms und das merkt man durchaus.

Schön, wem Telekom-Internet gefällt, aber so lange gewisse Nachteile erwiesen sind, sollte deren Internet langfristig am günstigsten sein und nicht das teuerste Angebot darstellen, sobald man aus dem Rabatt raus ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: konkretor, anm256, rezzler und eine weitere Person
DLMttH schrieb:
Die von der Thematik am stärksten betroffenen Inhalte laden minutenlang bis teilweise überhaupt nicht.
Sowas kenne ich aber gar nicht!
Nochmal: Alle von uns genutzten Webseiten laden völlig normal und stellen ihre Inhalte völlig zeitnah zur Verfügung.
DLMttH schrieb:
Genau die gebuchte Bandbreite kommt in Richtung der durch schlechtes Peering beeinträchtigten Dienste eben nicht mehr durch und genau das zeigt der Netzbremse-Speedtest.
Bei uns aber schon, jeder Speedtest zeigt, dass von den gebuchten 100Mbit immer mindestens 95Mbit auch verfügbar sind. In der Regel liegen wir aber sogar bei um die 103Mbit, wenn nicht gerade Magenta TV läuft.

Und warum sollte ich zu einem anderen Provider wechseln, wenn ich mit der Telekom zufrieden bin? Damit es mir mit dessen Service schlechter geht, nur weil ich der Technikbubble unbedingt einen Gefallen tun wollte, die anderen Menschen grundsätzlich ihre unmassgebliche Meinung aufzwingen muss?

Deshalb nochmal: Die allermeisten Menschen in diesem Land sehen und spüren diese angeblich so schlimmen Beinträchtigungen gar nicht. Denn das ist eine rein akademisch aufgeblasene Diskussion, deren reale Auswirkungen nur bei ein paar Leuten ankommen, die wirklich zeitkritische Webanwendungen nutzen - was aber eben abseits der Technikbubble niemand tut.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: flo222, User007 und JumpingCat
areiland schrieb:
Sowas kenne ich aber gar nicht!
Weil du wie jeder Andere auch nicht das vollständige Internet nutzt. Du und ein paar Andere hier tun aber so, als ob euer Nichtmerken bedeuten würde, dass das Grundproblem nicht existiert. Wenn ihr das dann vehement so kommuniziert, läuft jemand anders Gefahr, dies zu glauben und bereut möglicherweise seinen nächsten Providerwechsel. Das alles ohne einen persönlichen Vorteil für euch, denn das Einzige, was ihr persönlich damit erreicht, Andere zur Telekom zu kriegen, ist, dass Netzübergänge dann doch irgendwann so überlastet sind, dass ihr anfangt, es zu bemerken. So verliert am Ende Jeder.

areiland schrieb:
Bei uns aber schon, jeder Speedtest zeigt, dass von den gebuchten 100Mbit immer mindestens 95Mbit auch verfügbar sind.
Genau, die normalen Speedtest-Server liegen i.d.R. auch in Netzen, bei denen sich jeder Provider um eine vernünftige Anbindung dorthin bemüht.

areiland schrieb:
Deshalb nochmal: Die allermeisten Menschen in diesem Land sehen und spüren diese angeblich so schlimmen Beinträchtigungen gar nicht.
Die meisten Körper merken auch nicht, wenn man ein auf die Straße gefallenes Eisbällchen nach der "5-Sekunden-Regel" verspeist. Trotzdem würde der vernünftiger Mensch in der Regel ein frisches Eisbällchen kaufen und keines, welches vom Asphalt aus zum selben Preis serviert wird. Warum es mit dem Internet anders halten?

areiland schrieb:
Denn das ist eine rein akademisch aufgeblasene Diskussion, deren reale Auswirkungen nur bei ein paar Leuten ankommen, die wirklich zeitkritische Webanwendungen nutzen - was aber eben abseits der Technikbubble niemand tut.
Im Gegenteil. Sobald du einen tatsächlich durch Telekom-Peering beeinträchtigten Dienst nutzen willst, fühlt es sich wie ein Schlag in den Magen an. Hier eine kleine Linksammlung, auch wenn ihr dazu neigt, Fakten in der Hinsicht komplett zu ignorieren oder die User als Lügner hinzustellen, welche Peering-Probleme der Telekom bezeugen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Col. Jessep und Web-Schecki
Drollig wie User die gar nicht bei der Telekom sind was von "Schlag in den Magen" faseln. So ein Internet ist was höchst dynamisches. Was gestern war hatt heut schon keine Relevanz mehr. Der momentane Status ist jedenfalls für mich sehr gut.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: areiland
Ich habe über Arbeit und Familie Zugriff auf ungefähr 30 Internetanschlüsse, zehn davon bei der Telekom. Genug um mir immer eine aktuelle Meinung bilden zu können.

Luftgucker schrieb:
Der momentane Status ist jedenfalls für mich sehr gut.
Ja, weil du eben das Glück hast, nicht auf schlecht angebundene Dienste angewiesen zu sein. Sorry, wenn ich die Meinung derer, die die Probleme bemerken, höher gewichte, als die Meinung der User, welche (noch) nichts bemerkt haben.

Krassestes Indiz sind doch eigentlich die User, die einst von der Telekom als Provider vollends überzeugt waren und dann doch die Peering-Einschränkungen bemerkt haben. Allein davon hast du hier mehrere. Krasser noch, der umgekehrte Fall tritt quasi nie auf.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: konkretor, froeschi62, Web-Schecki und eine weitere Person
Nein, ich sehe das anders. Ich habe damals für 100mbit bezahlt. Bekam aber nur 23mbit, weil nicht mehr möglich war.
Das die Telekom dann, als mehr möglich war, nicht mehr geliefert hat, ist schon dreist.
Mein Bruder hat in den 80ern mal 600DM für seinen Telefon-Anschluss bezahlen müssen. Seit dem hat er nie wieder einen Telefon-Anschluss gehabt. Irgendwer hat eine teure Nr angerufen, als er nicht zu Hause war.
Telekom nein danke, nie wieder!
Die Sperrung der teuren Nr. War da noch nicht möglich. Das kam erst später.
Eine Sperrung in den Telekom Routern ist heute noch immer nicht möglich, aber im Kundencenter versteckt möglich und kann jederzeit deaktiviert werden.
Ja da möchte man gerne die Hoheit über diese Möglichkeit haben, falls das Gesetz diesbezüglich geändert wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
areiland schrieb:
Genau das hab ich bei der Telekom
Genau das hast du auch bei allen anderen Anbietern, die das Netz der Telekom als Vorleistungsprodukt nutzen.

Du kannst ja gerne bei der Telekom bleiben, wenn dir der objektiv schlechtere Internetzugang nichts ausmacht und du die höheren Preise gerne zahlst. Ist deine Entscheidung und interessiert mich nicht.
Im Allgemeinen gibt es aber ein Problem, das einige Leute auch merklich stört, und daher sind die Anschlüsse objektiv nicht empfehlenswert. Alle Mitbewerber auf der Infrastruktur sind günstiger und mindestens genauso gut, meistens sogar besser.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: turbowiesel
rezzler schrieb:
Unplausibel, da VF und o2 ja auch auf Telekom-VDSL setzen.

Ja, nach dem Nahbereichsausbau mit Vectoring VDSL ist das so. Aber davor war das anders.
Telekom hier maximal VDSL50, da Versorgung aus der Vermittlungsstelle.

Easybell hat VDSL ebenfalls aus der Vermittlungsstelle geschaltet, da Telefonica (heute o2) seinerzeit noch eigene Hardware in der Vermittlungsstelle stehen hatte. Ein Anruf bei Easybell damals, und es wurde das 100000 Mbit Profil geschaltet. Davon kamen dann knapp über 80 Mbit an. Wenn man bedenkt, das die Telekom hier erst gar kein VDSL noch ADSL2+ schalten wollte bei einer Leitungslänge von knapp unter 300m zur Vermittlungsstelle, sondern maximal DSL 6000, weil angeblich keine VDSL fähige TAL zur Verfügung stand, ist das ein Armutszeugnis für die Telekom.

Ich bin dann damals gerne zu Easybell via Telefonica VDSL gegangen. Denn diese konnten das anbieten, was die Telekom nicht anbieten wollte. Nach dem Nahbereichsausbau war dann zwar 250 Mbit buchbar. Aber ankamen dann "nur" ca 220 Mbit, da die Leitung zu lang war für maximalen Sync. Wunder einem auch nicht, wenn der KvZ erst mit einem knapp 100m langen Querkabel angebunden wurde und der Leitungsweg von dort weitere knapp 200m lang ist.

Was die Aussage von dem CEO der Telekom betrifft. Das ist an Arroganz im Tonfall kaum noch zu übertreffen.
Wie zu guten alten Bundespost-Zeiten, als die Bundespost noch das Monopol hatte. Dem ist heute glücklicherweise nicht mehr so und der Kunde kann wechseln, wenn er nicht zufrieden ist.
 
areiland schrieb:
Einige hier sollten sich vielleicht mal klar darüber werden, dass der allergrösste Teil der Internetnutzer keine zeitkritischen Webanwendungen ausführt und denen es deshalb komplett latte ist, ob eine der genutzten Webseiten nach einer Sekunde oder nach eineinhalb Sekunden geladen wird. Genausowenig sitzt die Masse 24/7 vor einem Terminalfenster und starrt gebannt auf die Ausgabe eines Dauerpings.
Das nicht, aber man kann schon erwarten, dass YouTube auf mehr als 144p läuft , bei Reddit nach 30s Bilder nachgeladen werden und ein git clone von GitHUb nicht in einen Timeout läuft. Ist vor einer Zeit sehr regelmäßig abends und nachts erlebt, über Monate. Hat die Telekom nicht interessiert und oh Wunder, ein VPN irgentwo hin hats gelöst. Ein Schelm wer da böses denkt.. Und das ist nichts zeitkritisches, sondern einfach normales Konsumverahlten eines Internetnutzers.
 
DaBas schrieb:
Ja, nach dem Nahbereichsausbau mit Vectoring VDSL ist das so. Aber davor war das anders.
Ja, ist aber halt schon ne Weile her.
DaBas schrieb:
Easybell hat VDSL ebenfalls aus der Vermittlungsstelle geschaltet, da Telefonica (heute o2) seinerzeit noch eigene Hardware in der Vermittlungsstelle stehen hatte.
Das o2/Telefonica ihre Technik nicht mehr mit neuen Kunden beschalten und voll auf Telekom-BSA setzte ist halt auch schon über 10 Jahre her.
DaBas schrieb:
Wenn man bedenkt, das die Telekom hier erst gar kein VDSL noch ADSL2+ schalten wollte bei einer Leitungslänge von knapp unter 300m zur Vermittlungsstelle, sondern maximal DSL 6000, weil angeblich keine VDSL fähige TAL zur Verfügung stand, ist das ein Armutszeugnis für die Telekom.
Absolut. Wobei vor Vectoring da ja auch nur ca. 50 MBit/s gegangen wären.
 
schwimmcoder schrieb:
Ein Schelm wer da böses denkt.. Und das ist nichts zeitkritisches, sondern einfach normales Konsumverahlten eines Internetnutzers.
Wer von den Millionen normalen Internetnutzern in diesem Land nutzt denn Reddit oder Github? Die allermeisten rufen ihre gewohnten Webseiten auf, um deren Inhalte zu konsumieren und rufen ihre E-Mail ab. Die allermeisten daddeln auch nicht 24/7, lassen auf GitHub keine Repos hosten und nutzen auch Reddit nicht. Und bei YT reichen denen FullHD Videos, weil sie für ihre Inhalte keine höheren Ansprüche haben.

Was Du nennst sind genau die Anwendungen, die die Masse der Nutzer genau gar nicht braucht und nutzt. Trotzdem wird hier wieder so getan als könnte eine selbsternannte Elite von CB Usern festlegen, was die allermeisten Nutzer in diesem Land tatsächlich benötigen. Ihr seid eine winzig kleine Gruppe von Menschen, die sich aber immer wieder anmasst - festlegen zu können, was die Masse der Bevölkerung an Bedürfnissen zu haben hat.

Wir wären auch locker mit 50 Mbit ausgekommen, ich hab nur deshalb auf die 100 Mbit upgegradet, weil wir dadurch im Monat 9 Euro weniger als vorher bezahlen - über die ganzen zwei Jahre Laufzeit.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: flo222 und User007
areiland schrieb:
Und bei YT reichen denen FullHD Videos, weil sie für ihre Inhalte keine höheren Ansprüche haben.
144p ist nicht 1080p.. Das müsstest selbst du wissen und YouTube ist jetzt kein spezieller UseCase. Reddit ist unter den Top-10 der Websites Weltweit, da kann man genauso eine relevante Nutzung draus ableiten für Deutschland. Was daran elitäre oder seltene Nutzung sein soll, musst du echt erklären 😂
 
Ich kenne echt keinen aus meinem Umfeld, der Reddit nutzt. Genauso kenne ich absolut niemanden der bei seiner YT Nutzung 144p Videos benötigt. Und ich kenne sehr viele Menschen, die Computer nutzen.

Also scheint das alles doch eher dem denken der hiesigen elitären Zirkel zu entspringen, dass alle Menschen plötzlich alles in noch schärfer brauchen und plötzlich auch Github und Youtube nutzen müssen.

Kommt endlich mal in der Realität an, in der die Leute nicht ständig dem nächsten Standard nachlaufen und alles noch besser und teurer möchten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: h_calenberg, User007 und whats4
areiland schrieb:
in der die Leute nicht ständig dem nächsten Standard nachlaufen und alles noch besser und teurer möchten.
Teurer wäre ja aber eben die Telekom, deshalb ergibt deine ganze Argumentation keinen Sinn. Zumal das Nutzungsverhalten anderer Leute nunmal nicht zur Debatte steht, und ein extrem beschränkter Tellerrand ohnehin nicht gerade ein Argument sein sollte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: rezzler
areiland schrieb:
Wer von den Millionen normalen Internetnutzern in diesem Land nutzt denn Reddit oder Github?
Es spricht sehr gegen dich, wenn du legitime Nutzungen eines Internetanschlusses als abwertend „unnormal“ darstellst.
areiland schrieb:
Die allermeisten rufen ihre gewohnten Webseiten auf, um deren Inhalte zu konsumieren und rufen ihre E-Mail ab.
Bei einigen sind die gewohnten Webseiten halt auch Reddit oder bspw. Mikrocontroller.net, was hinter Cloudflare hängt.
areiland schrieb:
Was Du nennst sind genau die Anwendungen, die die Masse der Nutzer genau gar nicht braucht und nutzt.
Wenn ich Internetzugang buche erwarte ich einen möglichst zuverlässigen, flotten Zugang zu den von mir gewünschten Zielen. Wenn mein Auto mich innerhalb von Deutschlands normal bewegt, aber nach Amsterdam auf maximal 30 km/h zurückfällt, würden das ja auch alle kritisieren.
areiland schrieb:
Trotzdem wird hier wieder so getan als könnte eine selbsternannte Elite von CB Usern festlegen, was die allermeisten Nutzer in diesem Land tatsächlich benötigen.
Falsch. Du willst festlegen, das die Nutzer Github und Co. keine normalen Menschen sind und man die ignorieren kann.
areiland schrieb:
Ihr seid eine winzig kleine Gruppe von Menschen, die sich aber immer wieder anmasst - festlegen zu können, was die Masse der Bevölkerung an Bedürfnissen zu haben hat.
Auch falsch. Du wertest deren Bedürfnisse ab, weil sie nicht die deinen sind.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: anm256, schwimmcoder, froeschi62 und 3 andere
areiland schrieb:
Genauso kenne ich absolut niemanden der bei seiner YT Nutzung 144p Videos benötigt
Na dann viel Spaß wenn dir Pixel-Blöcke gefallen. Ich möchte am TV schon erkennen können wer durchs Bild läuft.

areiland schrieb:
Wer von den Millionen normalen Internetnutzern in diesem Land nutzt denn Reddit
16 Mio. Deutsche Nutzer im Monat finde ich jetzt nicht gerade wenig. Ich nutze es von Zeit zu Zeit und möchte ich schon das es funktioniert.

Wenn du allgemein mit der Telekom zufrieden bist, dann freue dich. Ich bin froh dass ich seit Jahren von dem Laden weg bin. Wenn ich dafür bezahle, dann will ich auch einen funktionierenden Anschluss!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: schwimmcoder
schwimmcoder schrieb:
Das nicht, aber man kann schon erwarten, dass YouTube auf mehr als 144p läuft , bei Reddit nach 30s Bilder nachgeladen werden und ein git clone von GitHUb nicht in einen Timeout läuft. Ist vor einer Zeit sehr regelmäßig abends und nachts erlebt, über Monate. Hat die Telekom nicht interessiert und oh Wunder, ein VPN irgentwo hin hats gelöst. Ein Schelm wer da böses denkt.. Und das ist nichts zeitkritisches, sondern einfach normales Konsumverahlten eines Internetnutzers.

Also ich habe seit eh und je Telekom und bei mir war das noch nie das Youtube auf 144 läuft
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: h2f
areiland schrieb:
der bei seiner YT Nutzung 144p Videos benötigt.
Es geht nicht um Benötigen?! Du willst am PC YouTube schauen, in 1080p, 4K, was halt deine Auflösung ist und die Telekom schaffs durch ihr mieses Peering, dass nur gerade so viel duechkommt, dass es für 144p reicht. Und auf nem 4K TV ist 144p echt hart ungeil, wenn es das Video in 4K gibt..
Durfte ich mir abends über Monate geben, bis dann das Peering umgebaut wurde.

Manche Linux Repos beim Updaten sind immernoch lahm, gerade das Microsoft und Mozilla Repo. Maximal 1MB/s Download Speed, mehr geht nicht.
 
Die Diskussion hier ist ja schon wieder ganz schön heißgelaufen. Lese seit Tagen mit, und will nun doch mal meinen Senf dazugeben.

Ich war von den ersten Anfängen von DSL768 (irgendwann Ende der 90er, da war ich der erste ADSL Kunde bei mir im Ort :-)) bis März 2026 Kunde bei der Telekom. Jetzt bin ich zu easybell gewechselt, aber da Peering Problem war da nicht der Haupttreiber für. Ich wollte nur endlich auf SVDSL aufrüsten und nicht mehr zahlen als bisher für 100Mbit.

Der Grund bei der Telekom zu bleiben war immer der Gedanke, dass ich es im Falle einer Störung besser finde, wenn alles aus einer Hand kommt, also eben auch das Zugangsnetz, wo eigentlich 100% aller kundenindividuellen Störungen stattfinden. Ich hatte in der ganzen Zeit zwar nur selten Störungen, aber wenn sie auftraten, war es immer zu einem maximal ungünstigen Zeitpunkt (z.B mitten während des ersten Corona Lockdowns im April 2020). In diesen Fällen war ich mit dem Telekom Support auch immer sehr zufrieden. Ich habe auch 2,50 EUR extra für den "Entstörservice 8 Stunden" bezahlt, dadurch hat wurde ich wirklich bei einer Störungsmeldung um 22 Uhr abends 10 Minuten später zurückgerufen.
Ich kann nicht sagen, ob es bei 1und1, o2 oder wem auch immer genauso gut geklappt hätte, aber zumindest gab mir die Telekom den "Peace of mind" den ich ungern abgeben wollte.

Ich schildere das deswegen so ausführlich, weil ich damit zeigen will, dass für die Bewertung eines Internet-Anschlusses (wie für jedes andere Produkt auch) jeder Kunde individuelle Massstäbe anlegt. Es gibt kein "objektiv" gutes oder schlechtes Produkt, da die Bewertung unterschiedlicher Eigenschaften eines Produktes für jeden Nutzer individuell ist.

Das Thema "Telekom Peering" war mir in der Tat nicht bewusst, bevor hier im Forum Leute wie @DLMttH es sich anscheinend zur Lebensaufgabe gemacht haben, aller Welt bei jeder mehr oder weniger passenden Gelegenheit davon zu erzählen. Ein Telekom Internetanschluss hat nun hier im Forum bei Internet Problemen den Stellenwert von G.Skill Aegis RAM bei abstürzenden PCs ;)

Nachdem ich von den Problem wusste, habe ich natürlich das Thema auch für mich genauer beobachtet. Ich hatte oft auch eine einfache Möglichkeit zum Gegenchecken: Bei meinen Apple Geräten kann ich iCloud Private Relay aktivieren, dass eine ähnliche Wirkung wie ein VPN hat.

Ja, und ich habe durchaus Fälle gehabt, wo es einen massiven Unterschied gegeben hat (z.B. vereinzelt bei Downloads von Unity und von AMD/Xilinx). Aber bei meinem Nutzungsmustern waren ernsthafte Beeinträchtigungen eher selten, jedenfalls nicht ausreichend, um das vertraute Telekom Produkt aufzugeben. Ich habe z.B. eigentlich nie Probleme mit Steam, YouTube oder GitHub (nutze ich als Entwickler sehr häufig) gehabt.

Klar ist aber definitiv, dass die Probleme existieren. Wie schwer man davon betroffen ist, oder wie schwerwiegend man sie einschätzt, ist sicher individuell unterschiedlich.

Mittlerweile scheint sich das Problem ja hauptsächlich auf den Übergang zwischen Telekom und CloudFlare zu fokussieren. Das ist natürlich für einen normalen Nutzer, für den das Internet eine irgendwie funktionierende Backbox ist, nicht einzuordnen. Je nach Individuellen Nutzungsprofil ist ja ein gewisser Anteil an "cloudflared" Websites dabei.
Beispiel: geizhals.de geht über CloudFlare, Konkurrent idealo nicht.
Für den unbedarften Benutzer sieht es dann natürlich so aus, als sei es ein Problem mit geizhals.
Insofern ist es auch verständlich, dass viele Nutzer die Probleme nicht verifizieren können.
Ich muss allerdings von mir selber auch sagen, dass ich noch selber noch keine auffälligen Probleme auf geizhals.de bemerkt habe, was aber auch daran liegen kann, dass bei vielen Websites Dinge wie Rendering, third-party Werbebanner, usw. mehr Zeit verschlingen, als das laden des eigentlichen Content, zumal statische Assets, wie CSS und JavaScript Code beim zweiten Besuch der Site schon im Browser Cache liegen.

Web-Schecki schrieb:
Es spricht Bände, dass im Telekom-Hilft-Forum empfohlen wird, einfach einen kostenpflichten VPN zu nutzen, um die Probleme zu umgehen.
War das dort von einem offiziellen Team Mitglied oder einer der "Volunteers"? Das Telekom Hilft Forum ist ja in der Hinsicht eine toxische Schlangengrube. Da war mit Telekom Hilft hier bei Computerbase.de wesentlich lieber, und das sie nicht mehr hier vertreten sind, hat mir den Wechsel von der Telekom weg, leichter gemacht.

Web-Schecki schrieb:
Die Telekom verkauft also ein nicht marktübliches Produkt und gibt offen zu, dass es mit zusätzlichen Produkten zu einem marktüblichen Produkt aufgewertet werden kann.
Wie gesagt, ich wüsste gerne ob die Telekom das so selber sagt. Ich teile auch nicht die Einschätzung, dass Telekom Internet ein "nicht marktübliches Produkt" ist.
Es gibt natürlich auch leider keinen repräsentativen, irgendwie halbwegs definierten Benchmark, der die verfügbare Internet Leistung über eine breite Anzahl von Diensten und Nutzungszenarien misst.

netzbremse.de bezieht sich ja auch nur auf die Verbindung zwischen CloudFlare und dem eigenen Anschluss.

Das ist einerseits ok, weil CloudFlare durchaus sehr relevant ist, aber anderseits schlagen sich die Betreiber dieser Seite damit sehr auf die Seite eines globalen US-amerikanischen Players.
Ich habe auch die Stellungnahme von CloudFlare zu dem Thema gelesen:

https://blog.cloudflare.com/de-de/eu-network-usage-fees/

Und natürlich hat ein CDN ein große Interesse an freiem Peering mit Allem und Jedem, dann ein CDN verkauft globale Reichweite bis in die letzte Millchkanne des Internets. Gleichzeitig bilden die CDNs eine Art "Overlay" über die gewachsenen Tier1-3 Strukturen des Internets und sind damit den Tier1 Betreibern ein Dorn im Auge. Hier geht es also um knallharte Interessen von Big Playern wie der Deutschen Telekom und CloudFlare, die sie auf dem Rücken der Verbraucher austragen.

Das betreiben sie natürlich immer nur bis zu dem Punkt, wo sie sich nicht anfangen selber zu schaden. Denn wenn sich zahlende Kunden von CloudFlare beschweren, dass sie von Internet Endkunden aus Deutschland nicht mehr erreichbar sind, wird CloudFlare soweit nachjustieren. Ebenfalls wird die Telekom hier und da was tun.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die netzbremse.de Debatte hier Einfluss hatte, vielleicht habe ich deswegen im Februar und März keine nennenswerten Auffälligkeiten an meinem Telekom Anschluss feststellen können.

Das ist alles nicht schön für den Endkunden, aber ich tue mich damit schwer, da einseitig Partei zu ergreifen.
Web-Schecki schrieb:
Cloudflare-Free-Inhalte haben aber häufig Probleme - klar, Cloudflare verdient hier nichts und muss trotzdem recht viel Geld dafür bezahlen. Das betrifft dann oft kleinere Hobbyseiten, die ihterseits kein Geld für ein Premium-Cloudflare-Produkt haben.
CloudFlare verdient indirekt auch mit dem Free Tier: Sie erhöhen damit ihre Relevanz und das verbessert ihre Marktposition bei zahlenden Kunden. Ab gesehen davon ist es ein sehr effektiver Upselling Kanal. Ich habe selber bei meinem Arbeitgeber erlebt, wie DevOps Teams mit dem Free Tier angefixt werden, damit schnell einen PoC erstellt haben und das Management dann davon überzeugt haben, dass man CloudFlare braucht.

areiland schrieb:
Die allermeisten Menschen in diesem Land sehen und spüren diese angeblich so schlimmen Beinträchtigungen gar nicht.
Wie ich oben beschrieben habe, können sie die Beinträchtigungen vermutlich meistens nicht einordnen. Wie "schlimm" sie sind, ist wieder eine andere Frage. Aber klar, man muss sich hier immer die Frage stellen, ob ein Problem, das man nicht als Problem wahrnimmt, überhaupt ein Problem ist. Und im Falle von schlechtem Internet Peering sind jetzt auch keine langfristigen Schäden zu erwarten (wie z.B. bei versteckten Problemen im Gesundheits- oder Finanzbereich), da ist also die Frage, warum sollte man Leute versuchen zu "bekehren" die zufrieden sind.

DLMttH schrieb:
Das alles ohne einen persönlichen Vorteil für euch, denn das Einzige, was ihr persönlich damit erreicht, Andere zur Telekom zu kriegen
Wenn Telekom Kunden ihre Entscheidung, Telekom Kunden zu sein und zu bleiben, mehr oder weniger vehement verteidigen, dann hat es damit zu tun, dass sie ihre kognitive Dissonanz auflösen wollen.
Das ist, je nach Persönlichkeit, ein sehr wichtiger "persönlicher Vorteil".

Du verteidigst Deine Entscheidungen ja auch recht vehement, das ist auch absolut ok. Nur musst Du respektieren, das auch ein Telekom Kunde die Entscheidung, diesen Provider zu wählen, verteidigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: eifelman85, h2f, h_calenberg und 4 andere
TomH22 schrieb:
Wie gesagt, ich wüsste gerne ob die Telekom das so selber sagt.
So wie ich das verstanden habe, war das eine durchaus lösungsorientierte Hilfestellung eines Telekom-Mitarbeiters, die nun aber logischerweise bereut wird.

TomH22 schrieb:
Ich teile auch nicht die Einschätzung, dass Telekom Internet ein "nicht marktübliches Produkt" ist.
Es gibt natürlich auch leider keinen repräsentativen, irgendwie halbwegs definierten Benchmark, der die verfügbare Internet Leistung über eine breite Anzahl von Diensten und Nutzungszenarien misst
Nun, wie du selbst sagst haben CDNs das Geschäftsmodell, jede Milchkanne mit Internetanschluss auch ordentlich zu erreichen. Und da das Geschäftsmodell durchaus funktioniert, hat man als Internetkunde auch die Erwartungshaltung, CDNs gut zu erreichen. Bei den allermeisten Providern funktioniert das ja auch. Genau dafür bezahlt man als Kunde seinen Provider. Klar gibt es keine genauen regulatorischen Vorgaben, welche Netze wie gut erreichbar sein müssen.

TomH22 schrieb:
Das ist einerseits ok, weil CloudFlare durchaus sehr relevant ist, aber anderseits schlagen sich die Betreiber dieser Seite damit sehr auf die Seite eines globalen US-amerikanischen Players.
Cloudflare ist eben einer der wenigen "big player", die nicht eingeknickt sind. Von den Geschäftspraktiken betroffen sind auch alle anderen Netze. Bei Hetzner konnte man sogar mal kostenpflichtige Optionen buchen, um AS3320 ordentlich zu erreichen, weil exakt dasselbe Problem vorlag. Nun, man hat sich dann mit der DTAG "geeinigt". Heißt wohl, dass nun alle Hetzner-Kunden blechen müssen.

TomH22 schrieb:
da ist also die Frage, warum sollte man Leute versuchen zu "bekehren" die zufrieden sind.
Hier wurde doch mehrfach geschrieben, dass es genau darum NICHT geht. Es gibt zwar gute Argumente dafür, weil die Telekom mit ihrer Geschäftspolitik das Internet insgesamt verteuert (s.o.). Dennoch darf natürlich jeder gerne zufrieden bei der Telekom Kunde sein, Geld verschwenden und sich freiwillig in Geiselhaft begeben, damit die Telekom mehr Geld bei anderen Diensteanbietern hterauspressen kann. Alles Privatsache.
Es ist nur äußerst doof, wenn unbedarften Nutzern dann die Telekom als Provider empfohlen wird, weil man mit so einer Empfehlung aus eigener Ignoranz eiskalt in Kauf nimmt, andere Leute, die das Internet normal nutzen möchten, ganz schön in die Scheiße zu reiten - Cloudflare ist eines der größten CDNs der Welt. Und dann zu argumentieren, dass der eigene Maßstab, bei dem "das Internet nutzen" scheinbar gleichbedeutend mit "t-online.de aufrufen" ist, irgendeine Allgemeingültigkeit besitzen sollte, ist einfach ziemlich schwer nachzuvollziehen. Und selbst WENN das Maßstab wäre: Der ADSL-Anschluss kostet bei der Telekom pro Monat 39€ (außer in den ersten 3 Monaten), der exakt selbe Anschluss bei Drillisch hingegen nur 20€.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben