News Western Digital: Manche HDDs der „5400 rpm class“ rotieren mit 7.200 U/min

Enigma

Captain
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Konnte das mal jemand anhand eines Datenblattes zeigen?

Ich vermute dass viele das Thema falsch einordnen. Auf der Homepage steht das Laufwerk vermutlich unter 5400rpm class aber im Datenblatt stehen 7200rpm. Das ist die gleiche Methodik die AMD mit ihren 3000+ verwendet hat und sich von GHz distanziert hat.

Es ist aber gut soetwas gehört zu haben, um nicht blind in die Falle zu laufen.
 

MDomi

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Datenblatt wird eingehalten?`Kein Problem vorhanden!!
 

benneq

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die umdrehungsgeschwindigkeit bestimmt die zugriffsgeschwindigkeit mit (und damit die iops), insofern ist dieser wert schon relevant.
Lässt sich aber zwischen unterschiedlichen HDD Serien, aus unterschiedlichen Jahren und verschiedenen Herstellern nicht vergleichen. Daher ist die Umdrehungsgeschwindigkeit nicht wichtig.
Die Zugriffszeit hängt ja von vielen Faktoren ab, und nicht nur von der Umdrehungsgeschwindigkeit. Sonst hätten ja alle (echten) 5400 rpm HDDs exakt dieselbe Zugriffszeit. Haben sie aber nicht.

Aber ja: Für den Endanwender ist die Zugriffsgeschwindigkeit relevant. Und wenn die auf der Verpackung korrekt angegeben wurde, dann muss ich doch nicht mehr wissen, ob sich die Platter mit 20 oder 10000 rpm drehen. Mir ist es vollkommen egal mit welchen Mitteln der Hersteller diese Werte erreicht, solange die Werte stimmen.
Als Hardware Enthusiast mag einen das vielleicht interessieren, weil man das technisch fortschrittlichste Produkt haben will, aber das ändert ja nichts an der tatsächlichen Leistung, die beim Anwender ankommt.
 

Moep89

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Datenblatt wird eingehalten?`Kein Problem vorhanden!!
Theoretisch richtig, aber auch die Drehzahl steht im Datenblatt ;)

Ich verstehe einfach nicht warum WD sich so einen Ärger macht. Wichtig sind die tatsächlichen Leistungs- und Lautstärkewerte, aber warum um Himmels Willen falsche Angaben zur Drehzahl machen? Was bringt das, außer einem Shitstorm? Und warum sogar die Smartwerte manipulieren? Es ändert am Ergebnis doch nichts.

VW hatte beim Abgabsbetrug wenigstens versucht einen echten Vorteil zu erlangen, aber WD mogelt hier ohne jeglichen Sinn.
 

MDomi

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Dann wäre das ein Problem. Man darf es zurück geben und entstandene Kosten beanspruchen.
 

0x8100

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Hayda Ministral

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benneq

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leider geht der trend dahin, dass sowas gar nicht mehr angegeben wird...
Aha! Da liegt also der Hase im Pfeffer!
Wenn die Zugriffszeit auch nur noch durch "5400 rpm class" angegeben wird, dann fehlt im Datenblatt natürlich eine für Endanwender wichtige Information.

Das ist doch dann wohl der eigentliche Skandal, aber scheinbar ist das bei den Medien noch nicht so wirklich angekommen. Da heißt es nur, dass die echte Umdrehungsgeschwindigkeit nicht mehr angegeben wird. Aber das wäre ja überhaupt kein Problem, wenn man die restlichen Daten noch einsehen und überprüfen könnte.
 

Shririnovski

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Ich finde es generell ätzend, dass die Datenblätter der HDDs immer weniger Informationen enthalten. Und vom Hersteller belügen lasse ich mich auch nicht sonderlich gerne. Auch ein Verstecken oder Tarnen (groß auf der Packung 5400RPM Class und dann klein im Datenblatt 7200RPM angeben) kann ich nicht gut heißen.

Und wenn mir WD eine 7200RPM HDD getarnt als 5400RPM HDD unterschieben will, dann bin ich zu Recht verärgert.

Ich habe aktuell 24HDDs in meinem Server am laufen. Für mich haben Verbrauch, Wärmeentwicklung und Anschaffungspreis eine deutlich größere Rolle gespielt, als das Mehr an Geschwindigkeit, das mir 7200RPM bringen würden.
 

DeusoftheWired

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Admiral*Thrawn

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Wundert mich ehrlich gesagt dass es noch 5400er Platten gibt, in Zeiten von SSD's doch ziemlich anachronistisch
Nicht zwingend, es hängt davon ab. Wenn du 30-40TB Kaltdaten speicherst, dann sind mechanische Festplatten deutlich günstiger und der Kosten-/Nutzenfaktor ggf. deutlich besser. Ich hab' da auch Kombibetrieb: Eine einzelne, schnelle SSD für Betriebssystem und Programme sowie ein großes Daten-RAID aus zwölf mechanischen Platten, wo halt die Kaltdaten liegen.

Wennst jetzt mehrere Platten für viel Platz (nicht viel Leistung) einbaust, dann verstehe ich schon warum manche Leute lieber die leisere Option hätten.

Festplatten sind sicher noch nicht obsolet, und leise Festplatten auch nicht.

Etikettenschwindel geht gar nicht; WD sieht schon seit dem Kopf-Park-Desaster (wdidle3...) kein Geld mehr von mir. Damals hatte ich mich an WD gewandt und darum gebeten, daß sie öffentlich machen sollten, daß wdidle3 nicht nur mit betroffenen WD Blacks (5 Jahre Garantie) funktioniert um den Parktimer zu ändern, sondern auch mit WD Greens (glaub 2 Jahre Garantie waren's).

Die Antwort: Ich hätte soeben die Garantie meiner WD Green verwirkt, weil ich wdidle3 angewendet habe. Tjo. Wenigstens hat sich die Disk nicht totpeparkt, so wie viele andere Greens aus der damaligen Zeit. Bei denen war's super: Statistisch betrachtet ein recht wahrscheinlicher Tod kurz nach Ablauf der Garantie. Bei WD Blacks hätte das wohl zuviel RMA Fälle generiert... ;)

WD hat ganz offensichtlich weiterhin nicht viel unternommen um mich als Kunden zurückzugewinnen. ;)
 

Herdware

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Da hat sich WD wieder unnötig selbst in den Fuß geschossen. Irgendeine nichtssagende Bezeichnung wie "Ecoirgendwas" oder "Valuedingenskirchen" usw. und alles wäre im Lot gewesen.
7200rpm-HDDs in eine "5400rpm-Klasse" zu sortieren, ist aber zumindest unabsichtlich irreführend.

Wie schon geschrieben wurde, suchen sich manche die Festplatte bewusst unter anderem nach der Drehzahl aus und mehr ist nicht immer besser.

Z.B. in einem NAS, das an einem 1GBit-Netzwerk hängt, bringen die gewöhnlich höheren Übertragungsraten einer schneller drehenden Platte nichts und die besseren Zugriffszeiten braucht man bei einem Datengrab in der Regel auch nicht. Statt dessen kommt es z.B. auf Stromverbrauch und Laufruhe an.
Natürlich hängt das von mehr als nur der Drehzahl ab, aber die ist schon ein erster Ansatzpunkt und sollte deshalb nicht falsch angegeben werden.
 
Zuletzt bearbeitet:

TøxicGhøst

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Selbst wenn es mehr Leistung ist, trotzdem kauft man eine eventuelle Mogelpackung, die man vielleicht gar nicht haben möchte. Der Hersteller sollte es klar erkenntlich machen mit wie vielen U die Platte läuft.
 

Knut Grimsrud

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leider geht der trend dahin, dass sowas gar nicht mehr angegeben wird... mehr als sowas findet man inzwischen ja nicht mehr und dann ist nur noch die rede von einer "performance class".
Hmm, aus dem von dir angeführten Datenblatt geht z.B. eindeutig hervor, dass die 8- und 10TB-Modelle deutlich mehr ziehen als die größeren 12- und 14TB-Vertreter der Serie (WD**EFAX) und zudem auch deutlich lauter sind. Wie viel Hinweis braucht es noch? Und: Wie kann man sich nachher beschweren wollen, wenn die lauter als erwartet seien? Da vergleicht man Äpfel mit Birnen.

Meine Vermutung ist, dass nur die Spitzenmodelle einer Serie die neuesten Platter mit höchster Dichte spendiert bekommen und die kleineren Vertreter mit älteren, weniger dichten Scheiben bestückt sind (das sind dann die "Skaleneffekte", die neueste Entwicklung ist halt einfach noch zu teuer). Damit einher geht normalerweise auch eine geringere Lese- & Schreibleistung, der man mittels höherer Drehzahl beikommt, um so eine leistungstechnisch homogenere Serie anbieten zu können. Andernfalls wäre es auch nicht zu erklären, dass z.B. das 10TB-Modell der WD Red Plus schneller sein soll als die 14er ... oder die 8er als die 12er.

Der Fehler, den ich aufseiten des Aufschreis vermute, ist also der, dass wohl z.B. WD Red Plus unterschiedlicher Generationen verglichen wurden.

Für Fileserver und NAS sind solche Platten gut.

5400rpm tun der Lautstärke, dem Energieverbrauch, der Temperatur und der Langlebigkeit gut.
Das stimmt zum Teil nur, falls der Technologiestand derselbe ist. Im Realfall vergleicht man vorher die Datenblätter und wählt danach aus.
 

0x8100

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Hmm, aus dem von dir angeführten Datenblatt geht z.B. eindeutig hervor, dass die 8- und 10TB-Modelle deutlich mehr ziehen als die größeren 12- und 14TB-Vertreter der Serie (WD**EFAX) und zudem auch deutlich lauter sind. Wie viel Hinweis braucht es noch? Und: Wie kann man sich nachher beschweren wollen, wenn die lauter als erwartet seien? Da vergleicht man Äpfel mit Birnen.
es ging um zugriffszeiten und nicht die leistungsaufnahme.
 

deo

Admiral
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Das Dumme an der Sache ist, dass WD damit durch kommt, weil die Masse der Platten dahin geht, wo man auf Lautstärke und höchste Effizienz keinen großen Wert legt.
Verarscht werden nur ein paar Endnutzer, auf die sie sowieso bald komplett verzichten müssen, weil es kaum noch jemanden im privaten Bereich gibt, der nicht komplett auf SSDs umstellt.
Der Teilmarkt ist also verloren. Warum dann noch darauf Rücksicht nehmen?
So wird es immer weiter gehen bei den verbliebenen Festplattenherstellern, dass sie ausnahmslos für den Profimarkt optimieren und Endnutzer kriegen vielleicht noch eine Schleife um die Platte gebunden und in der Angebotsbeschreibung das zu lesen, was sie gerne lesen wollen. Das wars.
 
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