Wie steht ihr zu Kaspersky-Software?

Hatte auf zwei Rechnern Kaspersky installiert und war zufrieden. Mit Beginn des Krieges hab ich Kaspersky deinstalliert.

Kurz gesagt ist es aber irrelevant ob man Kaspersky, Norten, Avira, etc nutzt denn IMHO ist es als Privatanwender völlig ausreichend den MS Defender zu nutzen.
kostet nichts zusätzlich und verbraucht weniger Ressourcen als ein zusätzliches Programm. Weiters belegen Tests dass der Defender zu den besten der Klasse zählt. Also warum sollte man ein Anti Viren Programm installieren das vlt. sogar mehr schadet als nützt ?
 
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1lluminate23 schrieb:
Ich habe ein ethisches Problem, Kaspersky zu vertrauen, da ich nicht weiß, wie die Verknüpfung zum Kremmel ist.
hast du auch ein ethisches Problem US-Software zu vertrauen, oder kennst du da die Verknüpfungen zum Pentagon?
Zur Frage, nein, ich nutze keine "extra AV SW" für Windows da der Defender ausreicht.
 
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1lluminate23 schrieb:
Heute geht meine Frage zu ethischen und sozialen Problemen damit, Kaspersky-Software einzusetzen. Ich habe heute mit einem Freund diskutiert, der Kaspersky Plus nutzt . Er hat keine Hemmung, Kaspersky zu nutzen, da lalut seiner Auskünfte die Daten in der Schweiz verarbeitet werden. Die amtliche Warnung interessiert ihn nicht. Eine Kriegsfinanzierung sieht er nicht.
Habe ich Jahre lang seit KIS 2008 genutzt als dann vor 2 Jahren die aktuelle Version mir das komplette Internet sperrte bzw. genauer zu sein Spiele nicht mehr online konnten MMOS WOW Elder Scrolls online weil ein Update irgendwas blockierte flog es runter und Avast ist jetzt drauf.
Erst 6 Monate in der Kostenlosen dann 1 Jahr in der Ultimate. Da Avast seit der aktuellen Version für Ultimate ein Konto möchte flog Ultimate wieder runter und Avast free ist drauf. Hoffe das sich in 1-2 Jahren das Problem aber sich erledigt hat.
 
Zusatz "Sicherheitssoftware" brauche ich nicht und wenn, gibt es genug Alternativen, die kein "Geschmäckle" haben, mir auch total egal wie die was wo wie sichern. Mir reicht schon das es irgendwas mit dem "Feind" oder "Land mit feindlicher Gesinnung" oder wie man das nennen will, zu tun hat. Ich hole mir auch keine nordkoreanische, chinesische, iranische Software....und nein, der Ami ist weder ein Systemfeind noch Feind in meinen Augen.
 
Abgesehen davon das ich persönlich niemals für eine "SecuritySuite" auch nur einen Cent bezahlt habe und auch niemals bezahlen würde (in Windows reicht Defender wunderbar aus), würde ich die Entscheidung Jedem selbst überlassen.
erst recht würde ich von meinen eigenen moralischen Standpunkt keine Handlungsempfehlung für Dritte einfordern bzw. Andere drängen ihr Kauf- und Konsumverhalten an meinen eigenen Ethikvorstellungen auszurichten.

1lluminate23 schrieb:
Ich habe ein ethisches Problem, Kaspersky zu vertrauen, da ich nicht weiß, wie die Verknüpfung zum Kremmel ist.
Kaspersky sitzt offiziell in London. In wie weit es nun mit dem Kreml zusammenarbeitet wird Niemand sagen können.
Das kann man übrigens auch nicht bei amerikanischen & chinesischen Unternehmen sagen.
Schließlich ist China und die aktuelle US-Regierung auch nicht gerade ein "Hort von Vertrauen".

Verweigerst du dich also auch amerikanischen Produkten (wie Windows) & lässt chinesische Autos & Technologie links liegen?

Wenn man im Rahmen der Politik mit Moral argumentiert kommt man oft in die Hölle, denn in diesem Feld wird der Boomerang schneller zurückkommen als man ausweichen kann
 
wagga schrieb:
Habe ich Jahre lang seit KIS 2008 ... und Avast ist jetzt drauf.
Quasi vom Russen zum Ami. 😉
Avast gehört zu Gen Digital (ehem. NortonLifeLock bzw. Symantec).
Genau so wie Norton selbst, AVG, Avira (denen Avast gehört) und ehem. BullGuard.
Ich frage mich schon lange, wie viel "Synergieeffekte" darin stecken.
bart1983 schrieb:
Kaspersky sitzt offiziell in London. In wie weit es nun mit dem Kreml zusammenarbeitet wird Niemand sagen können.
Avira sitzt offiziell in Deutschland. Wie es nun mit den US-Behörden (Patriot Act) zusammenarbeitet wird (hust!) Jemand sagen können. Get it? 😉

Kaspersky ist im Kern ein russisches Unternehmen. Der Hauptsitz ist nach wie vor in Moskau.
Der Rest ist Marketing. Es ist klar, dass sie allein aus monetären Gründen ihre "Russlandferne" betonen müssen.
 
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Ich nutze auf allen meinen Rechnern seit Windows 10 den sowieso in Windows enthaltenen Defender Antivirus.

(Auch früher unter Windows XP und 7 hatte ich schon auf Microsoft Security Essentials gesetzt.
Ganz früher hatte ich Avira genutzt, weil es weniger nervig war als Avast.)

Was soll ich sagen? Ich hatte noch nie eine ernsthafte Schadsoftware-Infektion.
Das liegt aber nicht nur an den Programmen, auch Brain.exe hilft da deutlich weiter.

Ich sehe (für mich) überhaupt keine Veranlassung irgendein Drittanbieter-Tool dafür einzusetzen
das u.U. eigene Sicherheitslücken mitbringt. Und... schon gar nicht wenn es aus Russland kommt.

Russland beherrscht hybride Kriegsführung genauso wie alle anderen und auch wenn ich sicher alles aber kein direktes Ziel bin,
habe ich keine Lust darauf als Kollateralschaden mitgerissen zu werden.

Wer diese Denkweise übertrieben findet, bitte. Es ist ja schließlich jeder selber dafür verantwortlich wie mit dem Thema Sicherheit umgegangen wird.
Und wenn jemand Kaspersky nutzen will, soll er das tun. Ich nicht. Aber ich muss ja auch nicht.

Vertraue ich Kaspersky? Nein! Aber nicht weil ich das Programm generell für unseriös halte,
sondern weil ich einfach kein Risiko eingehen will das das Programm vielleicht wirklich unseriös sein könnte.

Es gibt ja auch einen Unterschied zwischen echter und gefühlter Sicherheit.
Und mit einem Tool des Betriebssystem-Herstellers fühlt sich das für mich sicher genug an.
 
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So war die Frage wohl auch gemeint, denn der Überfall begann ja bereits 2014 mit der Annektierung der Krim.

Ansonsten ist das doch das gleiche Thema wie jedes Mal, schon längst komplett durchgekaut, ein Wiederkäuen daher unnötig.
 
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wie schon mehrere geschrieben haben, muss das jeder für sich entscheiden.
ich nutze kaspersky seit den XP tagen und tue dies auf mehreren meiner rechner auch weiterhin, allerdings schon ewig nur noch die free version.

-andy-
 
Noch nie genutzt und sehe auch keinen Grund.
 
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Ich habe seit 2014 etliche Drittanbieter probiert und hatte immer schlechte Erfahrungen. Deshalb seit 2015 nur noch den Defender und seither keine Probleme mehr mit Windows-Updates oder dergleichen.
 
Fakt ist: Das BSI warnt vor Kaspersky seit 2022.
Fakt ist aber auch, bisher wurde noch nicht public, dass die Software auffällig geworden wäre.

Ich hatte Kaspersky viele Jahre auf meinen PCs. Bis auf ein paar Nicklichkeiten hat die sehr unauffällig und, bei mir zumindest, ohne großen Impakt auf die Performance ihren Dienst getan.
Nach dem 2023 die Lizenz abgelaufen war, habe ich sie auch nicht mehr verlängert.
Mein Versuch mit Bitdefender war aber nicht sehr zufriedenstellend, da er z.T. massiv das System verlangsamt hat. Seit dem nutze ich den Defender unter Windows. Bin aber gerade dabei, alles auf Linux zu migrieren.

Für zwischen zeitliche Scans nutze ich Desinfec't von der c't.

Aber man sollte sich auch klar machen, dass sonst auch so einiges aus Rußland oder Belarus kommt.
Auch so verbreitete Spiele wie z.B. WoT und WoWS. Auch wenn deren Hauptquatier mittlerweile in Zypern sitzt ist der Urspung von Wargaming in Belarus.

Und vermutlich kommen auch so einige Entwickler von Open Source Programmen aus der Ecke. Wer prüft hier immer 100% was in den Repositories so an Software vorhanden ist. Bestes Beispiel die kompromitierte Version von openssh, die nur durch einen wirklichen Zufall aufgefallen ist.

Sicher kann man also nie sein und die Wahrscheinlichkeit, dass eine so prominent im Focus stehende Software wie Kaspersky als erstes für hybride Angriffe verwendet wird, halte ich eher für unwahrscheinlich.
Da wird sicher subtiler und unauffälliger vorgegangen.

Cunhell
 
Man kann die Debatte Windows Defender vs Third-Party-Software in beide Richtungen auslegen wenn man will.
Für den MS spricht z.B. das Windows auch ihr Betriebssystem ist. Die sollten am ehesten Wissen, wo Schwachstellen existieren.
Gegen MS spricht dagegen, dass Windows nicht ihr Kerngeschäft ist und der Fokus/die Liebe daher vielleicht nicht gerade darauf liegt. Das der Fokus von MS auf Cloud/365 liegt ist bekannt und wahrscheinlich auch ein Grund, weshalb W11 so verbuggt ist. Ein ehemaliger MS-Mitarbeiter hat dies neulich in einem Interview ebenfalls als einer der Gründe angegeben.

Für Third-Party-Software spricht das Kerngeschäft. Der volle Fokus geht darauf. Die wollen und müssen liefern und verkaufen.

Kaspersky sollte man aktuell aber nicht nutzen. Gründe sind im Thread schon genug genannt worden.
Der Defender bietet außerdem einen guten Schutz und kostet dabei keinen Penny.
 
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cunhell schrieb:
Fakt ist aber auch, bisher wurde noch nicht public, dass die Software auffällig geworden wäre.

Ich hatte Kaspersky viele Jahre auf meinen PCs. Bis auf ein paar Nicklichkeiten hat die sehr unauffällig und, bei mir zumindest, ohne großen Impakt auf die Performance ihren Dienst getan.

Ist halt kein wirkliches Argument, da man es als normaler Nutzer im Zweifel halt nicht merken würde.
 
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Hab immer mehrere Systeme am laufen und dabei auch immer verschiedene AVs im Einsatz. Bis 2022 war da auch immer ein Kaspersyky dabei...achte auch seit dem generell mehr darauf woher Software stammt...
 
Das MatZe schrieb:
Was im Gesamtkontext Ethik aber wiederum die Frage aufwirft - sind Softwareprodukte aus den USA dieser Tage denn noch uneingeschränkt Vertrauenswürdig? Ich würde sie sicher nicht gleich mit Russland, China und co. auf eine Stufe stellen aber die aktuelle politische Entwicklung auf der anderen Seite des großen Teichs finde ich - "diplomatisch" formuliert - fragwürdig.
Ja, das sollte man definitiv bedenken. Deshalb hab ich auch begonnen meinen PC auf europäische Softwareprodukte umzustellen bzw. wo es möglich ist Open Sorce Software zu nutzen.

Ansonsten, wie die meisten anderen Kommentatoren schon betonen, es gibt auf dem privaten PC keinen Grund den Defender zu meiden und andere Virenschutzlösungen zu installieren.
 
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1lluminate23 schrieb:
Wie seht ihr das?

- Kann man Kaspersky vertrauen?
– Nutztt ihr vlt. selbst Kaspersky?
- Oder distanziert ihr euch von Kaspersky?
- Kann man Kaspersky vertrauen?
nicht mehr oder weniger wie jeder anderen Sicherheitssoftware auch

- Nutztt ihr vlt. selbst Kaspersky?
Nein, selbst nie benutzt aber wenn dann nur Betrieblich oder bei Freunden und Bekannten. Muss aber sagen das es keinen guten Eindruck hinterlassen hat und ich froh war als gewechselt wurde.

- Oder distanziert ihr euch von Kaspersky?

Ich würde mich davon Distanzieren auch wenn ich Kaspersky jetzt perse keine böswilligkeit unterstellen will ist die Frage was ist wenn Russland doch mal anfängt Druck aufzubauen. Heute ist Kaspersky noch sicher und morgen will Putin das der betreiber Backdoors aktiviert, da kann die Firma wenig machen so lange Firma und Familie der Mitarbeiter russische Verbindungen haben.

Von daher ist Kaspersky bei mir raus solange sich Russland verhält wie es sich aktuell verhält. Ich würde es auch keinem Empfehlen.
Clanker schrieb:
Wie jedes Unternehmen will es höchstwahrscheinlich Geld verdienen und sich aus jeder Politik fernhalten, die dieses Ziel hindert.

Das Argument der Kriegsfinanzierung ist rein politisch und emotional aufgeladen.
Solange bis Putin sagst du machst das jetzt, mit ner Pistole auf der Brust sind solche Entscheidungen relativ schnell geändert.
 
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cunhell schrieb:
Fakt ist: Das BSI warnt vor Kaspersky seit 2022.
Fakt ist aber auch, bisher wurde noch nicht public, dass die Software auffällig geworden wäre.
Das mag sein. Bisher. Und wenn es ernst wird? Da möchte ich das sicher erst Rech nicht auf einem meiner PC haben.
 
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