News Wikipedia vor dem GAU?

War ja mal wieder klar das irgendsolche Trottel wieder son Mist verbocken. Da gibt man dem User mal die Möglichkeit sein Wissen auch anderen zu präsentieren und bereit zu stellen und schon kommen irgendwelche und schreiben aus Lust und Laune Artikel ab.

Dann kann man das auch bald wieder vergessen. Google war auch mal super, aber was da mittlerweile schon an Werbung und so Bots kommt ist echt zum kotzen. War ja auch nicht bei eBay anders. Erst sind alle begeistert und dann kommen die ebayshops dazu und Neuwareverkäufe und was nicht alles. Und unterstützt wird das ganze dann immer von Trittbrettfahrer die meinen sie können da auch mal mitmischen.

Ist schon arm.
 
Vielleicht war der betreffende Wikipedia-User einfach unwissend und dachte sich er tut Wikipedia ein Gutes, in dem er die Artikel schreibt. Und soviel ich weis, ist es der Wikipedia-Community selbst aufgefallen, dass die Artikel abgeschrieben sind und das zeigt doch eigentlich, dass das System Wiki funktioniert.

Man sollte nicht soviel darein interpretieren.
 
@41:
Das Internet ist nicht Anonym. Sofern ein berechtiger Grund vorliegt würde ich als "Wikipedia" Strafanzeige stellen, und darauf hoffen dass der betroffene Provider noch die Logfiles hat (im Rahmen der Gesetze versteht sich, ich will auch nicht das meine Logfiles länger als ein paar Monate gespeichert werden).

Wenn es keine verfolgbare IP-Adresse mehr gibt: trotzdem Strafanzeige gegen Anonym
Durchgreifen. Haben einige GPL-Projekte auch schon geschafft, obwohl es extrem schwer ist Software zu dekompilieren und dann noch die Beweise zu finden ;)
 
Ich finde, dass es völlig natürlich is, dass absichtlich oder unabsichtlich Einträge geschrieben werden, die nicht den Vorstellungen der WIKIPEDIA-Community entsprechen. Aber man sollte nicht vergessen, dass etwaige Fehler ja jederzeit verbessert werden können. Darum mache ich mir auch keine Sorgen!
 
Das ist schon schlimm. Immerhin bedienen sich besonders junge Leute aus diesem Lexikon und glauben daran. Gerade philosophisches Wissen war in der DDR streng ideologisch indoktriniert. Wer das für eine Lapalie hält, sollte sich vielleicht klarmachen, dass die Fälschungen und Lügen in diesem Bereich in der DDR etwa denen der Rassenlehre der 30iger Jahre gleichen. Natürlich hat jede Gesellschaft ihre Ideologie, die ihr Wissen prägt, aber wenn wider besseres Wissen gelogen wird, um Andersdenkende auszuschließen, dann überschreitet dies den wissenschaftlichen Rahmen. Es ist daher durchaus nicht relativ, welches Wissen in einer Gesellschaft als wissenschaftlich gilt; was in den DDR-Philosophiebüchern steht, war auch schon zu DDR-Zeiten eine Lüge. Bei solch üblem Gedankengut von einer Verseuchung zu sprechen finde ich angemessen, denn dem kann ich wirklich nichts positives abgewinnen.
 
Ich finde es sehr traurit, dass die Welt schon so selbstverherrlichend und menschenhassend geworden ist, dass man sich sogar strikt an die Gesetze halten muss bei nützlichen Sachen, die den Menschen helfen sollen. Das zeigt mal wieder ganz schön wie eingebildet die Menschheit ist, man erfindet Gesetze und bildet sich dann ein man müsse sich daran halten, egal ob es nun Vorteile oder Nachteile bringt. Das ist äußerst unflexibel. Eigentlich unterscheidet uns nicht mehr viel von den Robotern...
 
marxistisch-leninistisches Wörterbuch = zweifelhaften Ideologie ?

Man sollte sehr vorsichtig mit solchen Aussagen sein, denn sie sind aus dem Zusammenhang gerissen. Sicherlich ging es um die Neutralität eines Artikels, aber leider ist das nicht Alles. Man nehme nur mal die Encyclopaedia Britannica herran und dann weiß man was ich meine...
 
Automatisch alles als Lüge oder falsch oder unsinnig zu bezeichnen, nur weil es in einem dicken Wälzer steht, der Ost-Block-Ideologie definiert ist unwissenschaftlich - Differenziertheit zu allem gesagten wäre wünschenswert. Wenn jemand von Darwin abschreibt regt sich heutzutage kaum jemand auf, obwohl vieles bei Darwin, beispielsweise was die Geschlechterffrage betrifft, aus heutiger Sicht extrem unsinnig und falsch ist (aus heutiger Sicht würde man Darwins Menschenbild als extrem sexistisch bezeichnen).

Meiner Meinung ist das Urteil hier würden zu viele Leute Artikel schreiben der falsche Ansatz, das Gegenteil ist der Fall: Hätten sich für die betreffenden Themen mehr Leute interessiert hätte dort eine angeregte Diskussion entstehen können, die den Lesern gedient hätte.

Ich gebe mal ein beispiel eines der Artikel auf der Löschlistem, der Titel steht da nicht mehr bei:
Artikel von der Wikipedia-Löschliste aus dem DDR-Werk Lexikon der Philosophie schrieb:
Das Gehirn ist als informationsverarbeitendes System kein leerer Speicher, in dem wahllos alle Informationen aufgenommen werden, bis die Speicherkapazität erschöpft ist. In unserem Gehirn gibt es bereits eine Vielzahl von Filtern und Informationsverarbeitungs- und Informationsverdichtungsschritten, die es ermöglichen, anwendbares Wissen für schnelle Reaktionen zu gewinnen. Diese vorgegebenen Strukturen des Gehirns haben sich im Laufe der Evolution herausgebildet und immer neuen Herausforderungen der Umwelt angepasst. Diese 'a priori' Strukturen unseres Denkens verhindern eine ganz neutrale Aufnahme von Sinnesinformationen, andererseits schützen sie unser Gehirn vor Nebensächlichkeiten und Trimmen das Denken in erfolgversprechende Bahnen.
So nun erkläöhr mir mal einer wo diese these, die imho bis heute als Basis noch recht aktuell ist, falsch oder speziell marxistisch-leninistisch ist - schließlich wird sowas heute noch dem breiten Volk in TV-Sendungen wie BBC-Exklusiv oder SpiegelTV beigebracht. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
So was kann passieren, jedes mal wenn ich auf dieses Projekt zugreife beschleicht mich ein Gefühl der Unsicherheit, ohne Gegenquellen läuft da also nichts. Das Projekt wird vielleicht in 200 bis 300 Jahren funktionieren, vorausgesetzt die Menschheit ist bis dahin erwachsen geworden.

Abgesehen vom inhaltlichen liegt hier ein Verstoß gegen das bestehende Urheberrechtsgesetz, das kann man wie ich finde schon als dumm bzw. missgünstig werten.

Edit: Dumm, weil man es nicht besser wusste, missgünstig, weil man damit das Projekt gefärden will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja warum son Aufstand?

Merkel ist ja auch aus der DDR! Und verstößt sie damit gegen geltende Gesetze? :p
 
dahum schrieb:
Das ist schon schlimm. Immerhin bedienen sich besonders junge Leute aus diesem Lexikon und glauben daran. Gerade philosophisches Wissen war in der DDR streng ideologisch indoktriniert. Wer das für eine Lapalie hält, sollte sich vielleicht klarmachen, dass die Fälschungen und Lügen in diesem Bereich in der DDR etwa denen der Rassenlehre der 30iger Jahre gleichen. Natürlich hat jede Gesellschaft ihre Ideologie, die ihr Wissen prägt, aber wenn wider besseres Wissen gelogen wird, um Andersdenkende auszuschließen, dann überschreitet dies den wissenschaftlichen Rahmen. Es ist daher durchaus nicht relativ, welches Wissen in einer Gesellschaft als wissenschaftlich gilt; was in den DDR-Philosophiebüchern steht, war auch schon zu DDR-Zeiten eine Lüge. Bei solch üblem Gedankengut von einer Verseuchung zu sprechen finde ich angemessen, denn dem kann ich wirklich nichts positives abgewinnen.
Ich erinnere mal daran, dass solche Enzyklopädien immer einem Zeitgeist und einem bestimmten "Hausgeschmack" haben, egal ob West, Süd, Ost, Nord. Sooo "ideologiefrei sind und waren wir auch nicht ...

Das ist einer der Gründe weswegen Historiker gerne dies auch als Quelle nehmen, nicht weil diese Einträge aus sich heraus "wahr" sind, sondern wiel sich viel über die Menschen der Zeit, über den Verlag, über das Land des Verlagsortes sagen.

Wer solche Informationen immer als "wahr" betrachtet, und sie nicht mit anderen Quellen quervergleicht, der handelt auf Dauer sehr blauäugig.

Zudem war nicht alles eine Lüge, das ist Quatsch, übel handelt der, der alles in einem Topf umrührt. Fahrlässig und dumm war das quellenlose Zitieren, ... auch das war in der DDR ein Kardinalfehler, wenn man sich als Wissenschaftler nicht auf akzeptierte Quellen berief.
 
@50 Schönes Beispiel, das soll die Erklärung für "a priori" sein. Kant würde sich im Grab umdrehen. So etwas falsches habe ich selten gelesen, besonders das Beispiel mit der schwarzen Katze ist richtig daneben. In diesem Fall ist die Information also einfach nur falsch, und selbst als Theorie des Gehirns wäre das Geschriebsel noch furchtbar unaktuell. Das Ganze ist ein Beispiel für die Reduktion eines philosophischen Problems auf eine billige technokratische Erklärung im Stile Lenins, deren Flachheit heutzutage keinem Erstsemester verziehen werden dürfte und in einem Lexikon überhaupt nichts zu suchen hat. Und der ideologische Tonfall ist wohl überdeutlich, "anwendbares Wissen für schnelle Reaktionen" Anpassung an die "immer neuen Herausforderungen der Umwelt", "trimmen das Denken in erfolgsversprechende Bahnen": klingt genau wie die Parolen zur Anpassung an die sozialistischen Produktion, die im Buch "Der Sinn unseres Lebens" nachlesbar sind, das man damals zur Jugendweihe bekam.
Und was Darwin u.a. betrifft, so ist es in der Tat nicht statthaft, seine von bürgerlicher Ideologie durchtränkten Theorien als wissenschaftliche Theorie darzustellen. Man kann aber die wissenschaftlich akzeptablen Anteile neutral darstellen und dabei neuere Erkenntnisse berücksichtigen. Es ist genau die Aufgabe eines Lexikons, für eine neutrale und umfassende Darstellung des Wissens zu sorgen, und nicht einseitige Informationen unter ideologischen Absichten zu verbreiten.
 
@53
Und genau das ist es, um was es hier geht. Nachweislich ist kein Lexikon frei von ideologischen Beimischungen. Dabei sind die Artikel geprägt von einer vorherrschenden Meinung oder politischen Strömung. Ein westliches Lexikon hat meist den Marxismus-Leninismus / Planwirtschaft abwerten behandelt und ein östliches die Demokratie / freie Marktwirtschaft. Beide Systeme sind in der Theorie sinnvoll und daseinsberechtigt, aber in ihren, vom Menschen forcierten Ausprägung, teils zu verachten. In sich betrachtet können also keine Lexika den Anspruch auf Unbefangenheit erheben. Es bleibt eben nur die Frage von welchem "parteiischen" Standpunkt man es selbst betrachtet und da scheint Dir die eingeforderte Neutralität zu fehlen.
 
Wenn man wie du eine Wertung unbedingt finden will findet man sie sicher immer. Was ist in der heutigen Überzeugung anders?Ist es nach deiner "Fachmeinung" heute aktuelle Sichtweise, dass Wissen wahllos und objektiv gespeichert wird? Das ist absoluter Mumpitz, frage egal welchen Psycholiogen oder Gehirnforscher und er wird dir nach ganz aktueller Sichtweise erstmal bestätigen, dass es ein objektives Abspeichern von Informationen im menschlichen Gehirn nicht gibt. Wir speichern subjektiv, werten nur aus unserer eigenen Sichtweise, das macht sich Propaganda zu nutze, völlig wurscht ob sie von Kommunisten, Nazis, Neoliberalisten oder der NATO in Milosevic-Serbien gemacht wird (in Vorbereitung auf den Befriedungseinsatz schaltete die NATO Piratensendungen im yugoslawischen Fernsehen). Da wir nun subjektiv und teilweise nach unterbewussten Beweggründen Wissen aufnehmen und bewerten gibt es verschiedene Umgangsformen mit dem eigenen Geist, entweder man lässt sich alles scheiß egal sein und wird Bildleser oder man trimmt sich selbst auf seine eigene Subjektivität acht zu geben und wenigstens schweren Misverständnissen durch die eigene Beschränktheit etwas entgegenzuwirken - nichts anderes bedeutet sich selbst "trimmen", das bedeutet auch nicht unbedingt dass man sich wie ein Vilkabnier in Zaum hält, sondern dass man sich verstehen und sich selbst bewerten lernt.
 
Mal ganz hart gesagt:

Andere stehlen Code aus anderen Quellen, bauen diese schlecht zusammen, spielen das Ding auf Datenträger ohne diese zu kennzeichnen oder die Empfänger zu informieren, öffnen damit Datendieben die Tür und schaffen es nicht einmal, einen vernünftigen Uninstaller zu programmieren. Beispiel gefällig? Nennt sich SONY und ist ein Weltkonzern, dessen Vorgehen sogar von der RIAA als Beispielhaft bezeichnet wird.

Und bei einer freien, non-profit Vereinigung springen die Gerichte an, weil irgendwelche Idioten irgendwelche Inhalte geschickt haben?

Hallo, das nenn ich doch zuverlässiges Rechtssystem! Wieso wird nicht einfach ein Gesetz erlassen, daß alles verbietet, an dem nicht mindestens ein großer Konzern viel Geld verdient? Das wär wenigstens ehrlich...
 
Man gibt es dumme leute. Haben die komplexe, dass die eine gute kostenlose sache kaputt machen? Das bringt doch gar nichts außer kosten. Hoffentlich erholt sich wiki schnell von dem schlag und findest eine gute lösung zum posten der beiträge.
 
Das Wikipedia Onlineforenlexikon war schon immer etwas alternativ und links und da viele irgendwann keinen Bock mehr haben und die Religiösen Wikipediafanatiker bleiben wird es halt immer schlimmer langsam aber sicher. Das Wikisystem kann das bremsen, aber bis jetzt nicht aufhalten. Als Lexikon nicht zu gebrauchen, schon weill es in den besten Fällen zusammenhangenslose Halbbildung ist. Aber ideal als Reiseführer. Ausnahmen bestätigen die Regel.
 
@Einige Leute die hier anscheinend keine Ahnung haben, wovon sie reden, wenn sie von "Wikipedia" reden, lege ich mal ein Zitat von Dietr Nuhr nahe: Wenn keine Ahnung hat, sollte man einfach mal die Fresse halten!"

Das soll nicht beleidigend sein, aber wie man ein so gutes Projekt derart in den Dreck ziehen kann, kann ich einfach nicht verstehen...

Mfg Kae
 
Zurück
Oben