Zug des Lebens
Ein Film aus Frankreich, wirklich abseits des Mainstreams.
Die Story ist erst einmal gut, 1941, eine abgelegene jüdische Siedlung in Polen - die bislang noch keine Bekanntschaft mit den Deutschen machen musste, wird sich ihrer Lebensgefahr bewusst und will sich ihr Leben retten in dem sie mit einen gefälschten Deportationszug über Nebenwegen nach Russland begeben wollen. Es geht um Zusammenhalt und das Leben, aber auch Glück und Humor.
Wirklich gut gelungen ist der Versuch dieses ernste Thema mit einer Brise Humor anzupacken und es wird auch mit Vorurteilen und Klischees gespielt (bzgl. den Juden die sich im Zug als Deutsche Offiziere ausgeben, kommunistische Bewegung ect.). Eine also doch erstaunlich andere Art von Roadmovie. Trotz eines wohl großen Nischendaseins ist auch der Soundtrack überraschend gut.
Leider ist die Story-Umsetzung dürftig, die jüdische Siedlung und ihre Einwohner machen den Eindruck als würden sie ein nordisches Dorfleben zur Zeit der Römer leben, dann noch diverse Logikfehler. Man hat zwar bedacht das die Nahrungsvorräte nicht ewig reichen, aber die Kohle und das Wasser für den Zug scheint nie auszugehen. Genau so wenig, das eigentlich das Eisenbahnnetz zwischen Polen und Russland in der Spurbreite komplett verschieden war. Auch sind die Schauspieler selbst in ihrer Leistung nicht super. Jediglich der "Verrückte" und der Jude, der den deutschen Offizier spielt, weisen zu überzeugen.
Das Bild ist nur ausreichend, 4:3 Format und kontrastlos - da gibt es keine Punkte.
Etwas besser aber auch nicht wirklich gut ist die Tonqualität.
Was ist die endgültige Wertung?
6.8/10