Flightplan
Ich weiß nicht, woran es liegt, daß Jodie Foster eigentlich durchgehend in den letzten Jahren nur Rollen verkörpert, die total verkrampft, verheult, verstrahlt oder verzweifelt sind... aber sie tut es mit Inbrunst. An ihrem Können kann man dabei nie etwas aussetzen, aber die Filme, die sie sich aufzwingt, sind eigentlich fastr alle ziemlich eindimensional.
Das gleich gilt auch für Flightplan.
Die Handlung ist dermaßen platt, daß sie sich in wenigen Stichpunkten umreißen läßt: Frau verliert Mann, ist traurig, steigt mit Tochter ins Flugzeug, schläft ein, Tochter ist weg, Panik, keiner glaubt ihr, Araber verdächtigen, "überraschende" Wendung, Halligalli, Selbstjustiz, abschließendes "Ällabätsch, ich hatte recht und ihr seid alle doof".
Der Film, von 2005, darf als typischer Post-9/11-Film betrachtet werden. Flugvorschriften, Sky-Marshall, n paar Araber, die man verdächtigen kann, um dann am Ende politisch korrekt feststellen zu dürfen: "Uups, war ja doch der fiese Weiße"...
Dann noch ne Bombe und ne Lösegeldforderung und fertig ist der schwachsinnigste Flugzeug-Thriller seit langem. Keine Ahnung, warum sich eine Jodie Foster für so einen Blödsinn hergibt - Geldmangel kann es eigentlich nicht sein - obwohl, man steckt ja nicht drin... Oder sie wartet halt einfach, bis ihr mal wieder jemand eine Rolle anbietet, in der sie heulen, schreien und sich verkrampfen kann. Was es auch immer ist, wir werden es vielleicht nie erfahren.
Am Ende bleibt die Erkenntnis, daß man sich lieber andere Filme anschaut und der guten Jodie ein paar nette Rollen wünscht. Aber nach Taxi Driver, Schweigen der Lämmer, Nell, Contact, Panic Room... dabei hat sie es in Maverick einst so gut gemacht!
Schade. Aber nu gut, bis zum nächsten Mal Jodie.
5/10