News : Eiswürfel mit einer Speicherkapazität von 26.000 GB

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IBM hat auf der 5. Internationalen Design Konferenz in Berlin ein neuartiges Konzept der Datenspeicherung vorgestellt. Der "IceCube" getaufte Speicherblock besteht aus 27 würfelförmigen Einzelkomponenten und kann insgesamt bis zu 26.000 GByte an Daten speichern.

Dabei ist die bahnbrechende Neuerung nicht unbedingt im Design zu suchen und auch die Speichermenge ist nicht gerade eine Sensation, jedoch ist die Art der Kühlung einzigartig.

Das Grundgestell hat dazu einen großen Kühlkreislauf, welcher über senkrechte Stäbe nach oben geführt wird. An diesen Kühlkreislauf können die einzelnen Speichereinheiten mit ihrer abgeflachten Ecke quasi andocken. Der Datenaustausch unter den einzelnen Würfeln geschieht auch nicht durch empfindliche Pins oder unkomfortable Steckverbindungen, sondern über große Keramikflächen. IBM will mit dieser Gesamtkonstruktion ein leises, zuverlässiges und vor allem modulares System anbieten.

Ein weiteres Highlight des IceCubes ist die Ausfallsicherheit. Sollte einer der Würfel einmal ausfallen, so soll die interne Elektronik dies sofort bemerken und die Auslagerung der Daten sofort auf andere Würfel umleiten. Allerdings ist die Betriebsdauer des Systems von IBM mit 10 Jahren angegeben, so daß ein Ausfall weniger Würfel wohl nicht dramatisch ins Gewicht fallen wird.

Da das ganze System aus einem Grundgestell und 27 einzelnen Datenwürfeln besteht, kann man davon ausgehen, daß ein einzelner Würfel eine Speicherkapazität von 986 GByte, also fast einem TByte besitzt. IBM plant nach eigenen Aussagen, die einzelnen Würfel weiter zu entwickeln, um noch höhere Kapazitäten anbieten zu können.

Vorerst ist der "Ice Cube" noch eine Konzeptstudie, wann eine Serienproduktion geplant ist, ist derzeit nich nicht bekannt.

einzelne Datenwürfel
einzelne Datenwürfel
Einsetzen der Würfel
Einsetzen der Würfel
Der IceCube in kompletter Größe
Der IceCube in kompletter Größe
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  • Michael Slomma E-Mail
    … hat von August 2002 bis Februar 2004 Artikel für ComputerBase verfasst.