News : Sony initiiert weltweiten Akku-Austausch

, 27 Kommentare

Nachdem mittlerweile Toshiba, Dell, Apple und Lenovo insgesamt mehr als 6,5 Millionen Akkus aus der Produktion von Sony zurückrufen mussten, reagierte das japanische Unternehmen nun seinerseits und kündigte ein weltweites Akku-Austausch-Programm an.

Sony reagiert somit auf die nach und nach bekannt gewordenen Vorfälle, die einige ihrer Lithium-Ionen-Akkus betreffen. Untersuchungen von Sony ergaben, dass bei der Herstellung der betroffenen Akkus winzige Metallteile von den Produktionsmaschinen in die Akkus geraten, die zu Kurzschlüssen führen können. Eigentlich sollte sich der Akku in so einem Fall lediglich abschalten. Es kann jedoch zu einer plötzlichen Entladung kommen, wobei unter großer Hitzeentwicklung all die gespeicherte Energie freigesetzt wird und der Akku – wie nun mehrfach geschehen – in Flammen aufgehen kann. Nach Angaben von Sony hängt das Verhalten des Akkus in so einem Fall von der spezifischen Bauweise des Notebooks ab, so dass keine generelle Gefahr von betroffenen Akkus ausgeht. Ursprünglich rechnete Sony nach der großen Rückruf-Aktion von Dell nicht damit, dass noch weitere Hersteller betroffen sein würden – hierin irrte sich das Unternehmen offenbar gewaltig. Sony hat nach eigenen Angaben aber mittlerweile entsprechende Schritte eingeleitet, um die Zahl und die Größe der bei der Produktion entstehenden Metallpartikel zu minimieren und so einer Feuergefahr vorzubeugen.

Sony diskutiert die Pläne über einen weltweiten Akku-Austausch derzeit mit der US Consumer Product Safety Commission und möchte mit anderen Regierungsstellen zusammenarbeiten, sofern dies erforderlich wird. Einzelheiten zu dem geplanten Programm wurden bislang noch nicht veröffentlicht, sollen jedoch in Kürze bekannt gemacht werden. Nachdem Sony bereits die Rückrufaktionen von Dell, Apple und Lenovo unterstütze, möchte man nun selbst die Initiative ergreifen und sich an die Notebook-Hersteller, die Abnehmer entsprechender Akkus sind, wenden und mit diesen bei Bedarf entsprechende Rückruf-Aktionen planen.