News : Steve Ballmer zur Konkurrenz von Microsoft

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In diesem Jahr besuchte Microsoft-CEO Steve Ballmer erstmals die Eröffnung der Consumer Electronic Show, um in Las Vegas an Stelle von Bill Gates eine Keynote zu präsentieren. Während der Fokus hier vor allem auf dem neuen Windows 7 lag, ging es in den darauf folgenden Interviews im Besonderen um die Konkurrenz.

Dabei gesteht Ballmer ein, dass die Hauptkonkurrenten Apple und Google an Boden gewonnen haben. Im bisher nicht krisengeschüttelten Smartphone-Segment gilt dies laut Ballmer für Apples iPhone aber auch für das RIM-Konkurrenzprodukt BlackBerry, nicht aber für Google, dessen Performance er hier eher geringschätzig beurteilt. Ganz anders sieht dies bei der Internetsuche aus, wo Google über klare Vorteile verfügt: „Google ist ein großartiges Unternehmen, sie besitzen sicherlich einen großen Marktanteil und ein ordentliches Produkt“, so Ballmer. Hier kann Microsoft immerhin zwei symbolische Siege für sich verbuchen: Mit Dell und Verizon Wireless konnten zwei Partner gewonnen werden, die zwar nicht über den Ausgang der weiteren Kämpfe um Marktanteile entscheiden werden, die aber einen moralischen Wert inne haben, da Dell bis dato mit Google kooperiert hat und Verizon Wireless ebenfalls heftig vom Suchmaschinen-Primus umworben wurde.

An der zweiten wichtigen Front sieht es dagegen weniger rosig aus. Nach dem Zune-Debakel ist deutlicher denn je, dass man in Sachen digitaler Entertainment-Inhalte (Musik, Videos) in Redmond kein tragfähiges Konzept gegen die dominante Stellung von Apple hat. Aus diesem Grund hofft Ballmer darauf, dass sich der Fokus in dem Bereich hin zu Microsofts Stammgeschäft, der Software-Entwicklung, verschieben wird und dass die Zukunft vor dem Hintergrund sinkender Absatzzahlen für portable Media-Player mehr auf allgemeinen Geräten wie zum Beispiel dem iPhone liegen werde. Dies wird aber wohl nicht bedeuten, dass Microsoft ein „Zune Phone“ entwickeln wird, sondern dass die Software-Entwicklung für entsprechende Produkte weiter vorangetrieben wird.