News Steve Ballmer zur Konkurrenz von Microsoft

Sasan

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#1
In diesem Jahr besuchte Microsoft-CEO Steve Ballmer erstmals die Eröffnung der Consumer Electronic Show, um in Las Vegas an Stelle von Bill Gates eine Keynote zu präsentieren. Während der Fokus hier vor allem auf dem neuen Windows 7 lag, ging es in den darauf folgenden Interviews im Besonderen um die Konkurrenz.

Zur News: Steve Ballmer zur Konkurrenz von Microsoft
 
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#2
Nuja, auch wenn es MS nicht wahrhaben will, sie müssen nicht überall mit dabei sein und den Globalplayer raushängen lassen. Nicht jeder Zug muss noch einen weiteren Anschluß haben.

Konzentriert Euch auf Eure Stärken, dann passt das schon
 
D

dllfreak2001

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#4
In Deutschland gibbet das Gerät garnicht und ich frage mich woher alle wissen das es schlecht ist?
Schlechter klingen als die I-Geräte wirds wohl nicht und die Bedienung sieht in den Videos auf Youtube dazu auch nicht besonders kompliziert aus.
 

PlayForPleasure

Lt. Junior Grade
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#5
Zune Debakel find ich auch übertrieben. Auch wenn er noch nicht viele Marktanteile hat finde ich er scheint ganz gut zu sein von dem was man so liest. Ich hab ihn selber nicht testen können aber von den Videos auf youtube und den reviews auf amazon.com scheinen die leute recht zufrieden zu sein.
 

Spielkind

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#9
Microsoft darf ruhig etwas Gegenwind verspüren. Nicht das sie klein gestutzt werden oder gar untergehen. Nein, aber damit sie sich anstrengen müssen um konkurrenzfähige Produkte zu haben. Schön das andere auch etwas von dem (Software-) Kuchen abhaben wollen und nun auch bekommen.
 

=Floi=

Lieutenant
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#10
ohne ms und DX hätten wir heutzutage wahrscheinlich garkeine spiele mehr auf dem pc.
Was soll ich beim os mit konkurrenz, wenn die programme nur auf windows laufen? windows passt schon.
1 anbieter 1 treiber 100% funktion
 
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#11
windows mobil könnte locker das iPhone überrennen, wenn es doch so bald wie möglich flüssig über multitouch zu bedienen wäre ... man hofft auf windows mobile 7 - aber darauf muss man ja wie es scheint nocht einige zeit warten.

der große vorteil bei windows mobile ist die fülle an sinnvollen programmen, die man zur auswahl hat ... ein beispiel wären navigationsprogramme.
denn in diesem punkt kann sich der app-store wirklich verstecken, eine so große ansammlung an mini-ramsch-software wurde selten gesehen ...
 
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#12
Die Nutzer können froh sein, dass es Apple, Google, Blackberry und andere gibt. Was passiert, wenn es keine Konkurenz gibt, sieht man an XP und dem Nachfolger Vista oder bei den Smartphones.

Schmunzeln muss ich bei Ballmer, wenn man sich seine alten Aussagen über das iPhone anhört, das er als lächerlich bezeichnet hat. Er wäre froh, wenn Windows Mobile schon so weit wäre.

p.s.: Das neue Palm webOS sieht ebenfalls nach einem starken Konkurrenten aus.
 
F

freekguy

Gast
#14
Ich finde diese Entwicklung sehr gut. Wie ich schonmal in anderen Themen erwähnt habe, durch Konkurrenz wird sich eine Standardisierung von Softwareschnittstellen ergeben womit eine weitere Plattformunabhängigkeit einhergeht. Außerdem sehe ich es nicht ein, warum ein Betriebsystem die Vormachtstellung haben sollte. Schließlich ist Windows nicht vom Himmel gefallen und anbetungswürdig. Natürlich hat MS viel geleistet aber es ist einfach die Zeit sich daran zu gewöhnen, dass zwei verschiedene Betriebsystem nebeneinander koexistieren werden. Jetzt darüber zu philosophieren was wäre wenn bestimmte Faktoren schon jetzt gelten würden bringt uns nicht weiter. Außerdem stelle ich fest, dass hier im Forum eher die konservativen PC-Nutzer ein und ausgehen, die noch einer alten Doktrin der Nutzung anhängen.

Wir sind einfach an einem Punkt angelangt wo jeder PC für jede Nutzung innerhalb der Familie geeignet ist. Sei es jetzt ein Windows oder Mac basierter PC. Das Problem was die PC-Fraktion aber weiterhin haben wird ist einfach, dass die Einsicht fehlt umzudenken. Viele sind immer noch von dem Gedanken befallen, dass mehr auch besser ist. Diese Denkweise stammt allerdings noch aus den Zeiten der 3D-Beschleunigerkarten. Also noch aus der Zeit von Windows 95. Seitdem hat sich an der grundlegenden Betrachtungsweise in der PC-Fraktion nicht viel verändert. Es wird einfach nicht genug beachtet, dass ein Standardrechner vier sehr einfache Faktoren besitzen muss: leise, platzsparend, schick, familientauglich. Daraus folgt auch ein Verzicht auf bisher überbewertete Eigenschaften. Denn Schnittstellen werden nicht im Überfluss benötigt sondern es werden bestimmte Schnittstellen benötigt, zudem auch noch gering an der Zahl. Ein iMac folgt diesem Prinzip bis zum Ende und ist gerade deshalb so erfolgreich.

Allerdings schlägt sich die schon fast blinde Sucht nach unvernünftiger Vielfalt in allen Bereichen der Windowswelt nieder. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind mittlerweile so exorbitant groß und großflächig gestreut, dass kein normaler Nutzer in der Lage ist seinen PC an einen Fernseher anzuschließen und als Abspielgerät zu verwenden. Aus einem gigantischen Angebot an Software ist es schwer für einen Privatmenschen die Richtige für ihn auszuwählen und deshalb hat kaum einer eine richtige Photosuite auf seinem PC. All diese Dinge sind auf einem Mac sehr viel leichter und schon vorinstalliert. Man kann dies jetzt als Beeinflussung auslegen, wenn man denn diesen Service missverstehen will.

Eine Bündelung von Hard und Software ist heute vielfach gewünscht. Das Fallbeispiel hierfür ist iTunes. Sicher ein streitbares Programm aber Fakt ist, dass eine datenbankorientierte Verwaltung von Musik sehr viel einfacher ist als eine Ordnerbasierte. Hinzu kommen die eingebauten Synchronisationsmöglichkeiten für die iPod-Familie. Viele Menschen sind eventuell nicht voll zufrieden damit aber sie kommen damit zurecht. In der PC-Fraktion wird aber eine Ordnerstruktur gepflegt die aus Zeiten von Windows 3.11 stammt und dort auch mal Sinnvoll war. Vor allem mangels Software.

Außerdem steht ein weiter oben schon einmal erwähntes Problem ganz groß an einem PC. Die schlichte Größe eines Normalen PC ist nicht mehr zeitgemäß. Geräte von der Größe eines MacMini sind einfach attraktiver und in Zeiten in denen Laptops immer mehr den Tower verdrängen ist ein Festhalten an Aufrüstbarkeit eine Farce. Vor allem sind diese nicht Wohnzimmertauglich. All diese Faktoren führen zu einem Absturz der Marktanteile von MS-Windows und zu einem Aufstieg von Apple. Denn diese haben alles was ein PC heutzutage braucht, ich möchte mich an dieser Stelle selbst Zitieren:
(...) allerdings denke ich, dass das Image von Apple und die wirklich guten Geräte wesentlich dazu beitragen OSX eine weite Verbreitung zu bescheren. Schließlich ist die Optik heutzutage, in dem ein PC immer mehr in die Wohnzimmer vorrückt nicht unwichtig.
Alles in allem hat die direkte Konkurrenz zu Microsoft die Zeichen der Zeit erkannt. Klasse statt Masse und dazu gehört auch der Abschied von der Lehre nach dem Schnittstellen Überfluss. Bezogen sowohl auf Hardware als auch vor allem auf Software.

Grüße, Freek.
 
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#15
Stevie sitzt gehörig in der Patsche. Windows 7 muss ein Erfolg werden, sonst sieht es düster aus. Google ist im Werbemarkt weit voraus, der Multimediazug ist abgefahren, Apple wächst mit gehörigem Tempo und hoher Marge und auf dem Mobilmarkt fristet Windows Mobile immer noch sein Dasein als Betriebssystem für berufliche Anwender oder Technikfreaks. Dazu kommt, dass Microsoft nicht mehr den Status des Unanfechtbaren hat, weil sie auf allen Plätzen gleichzeitig kämpfen.

Egal auf welchem Gebiet, Microsoft spürt überall Gegenwind. Vor wenigen Wochen habe ich zum ersten mal einen Zarafa Server aufgesetzt und war erstaunt, dass der dem Exchange kaum nachsteht. Sehr gute Weboberfläche und problemlose Synchronisation mit WM.

Passenderweise kam heute das neue Action Pack mit dem SBS2008, der zwar neue Funktionen bietet, aber weitaus teurer geworden ist als der 2003er, womit er einen Großteil seiner Vorteile einbüßt. Auch hier stehen Linux Server Gewehr bei Fuß und warten auf ihre Chance.

Der Home Server, der der große Durchbruch werden sollte, war für die breite Masse nie ein Thema und ist in der Versenkung verschwunden. Windows Mobile ist veraltet und bedarf dringend eines Nachfolgers, für den es aber nicht einmal einen konkreten Termin gibt.

MS Office ist zunehmend Druck von OO oder Google ausgesetzt. Auch hier stellt sich die Frage, wie Microsoft auf die Gefahr reagiert, dass ihnen ihr größter Gewinnbringer abhanden kommen könnte.

Windows und Office werden nicht von heute auf morgen verschwinden, aber irgendwann könnte es passieren, dass Microsoft nur noch der größte Anbieter unter vielen ist. Geld wird aber besonders da verdient, wo man große Vorteile gegenüber anderen hat. Genau das könnte sich in Zukunft ändern.
 

(th)

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#16
@Bueller
Microsoft sitzt nicht gehoerig in der Patsche. Windows 7 ist fast schon Hype. Und die XBox laueft glaenzend. MS Office 2007 ist meiner Meinung nach ein sehr guter Schritt gewesen. Ich mag es sehr viel mehr als das alte...
Das iPhone ist natuerlich uberragend, das muss ich zugeben. Aber im Betriebssystemmarkt glaube ich kaum das Microsoft um Konkurrenzfaehigkeit bangen muss. Zumal groesste Unternehmen ja bereits angekuendigt haben auf W7 umzusteigen und ich das auch in vielen Foren von privaten Leuten lese.
 

Spielkind

Rear Admiral
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#17
Vielleicht liegt das Erstarken der Konkurrenz aber auch daran, dass Microsoft versucht mit einem Betriebssystem alle Bedürfnisse aller Kunden abdecken zu wollen? Eine Firma hat ganz andere Ansprüche als ein Heimanwender. Vielleicht werden die Nischenprodukte eben diesem gerecht und so marktfähig? Mir gefällt das Ein-Lieferant-Konzept von Apple immer besser.

Windows 7 ein Hype?! Nun der geht, wie der von Vista, an mir vorbei. Der Erwerb von Windows ist in Relation zum Rechner eine kostspielige Sache und ich sehe für mich im Erwerb von Vista keinen Mehrwert für mich und muss auch erst noch von der Notwendigkeit von Windows7 überzeugt werden (Natürlich weis ich das der Zeitpunkt kommen wird auf Windows 7 zu wechseln...)

Tatsächlich hat Microsoft den Trend zur Online-Musik verschlafen und sich hier von Apple die Wurst vom Brot ziehen lassen. Das Konzept MP3 Player mit Online-Shop und Wiedergabe-Software zu verknüpfen und die meisten Musik-Labels auf seine Seite zu ziehen darf getrost als genial bezeichnet werden. Hier wird Microsoft mit dem Zune wohl noch eine Weile 2. Sieger bleiben.
 
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#18
Mit der Xbox360 lässt sich nicht das verdienen, was Microsoft gerne hätte. Sie ist erfolgreich, aber wie man es besser macht, zeigt Nintendo. Nicht umsonst ist die Xbox massiv im Preis gesunken und die teuren Reparaturen waren auch kein Bonus.

Windows 7 ist nur in der IT-Welt ein Thema. Und ja, die Firmen werden auf Windows 7 umsteigen. Doch wann? Wenn man den üblichen Zyklus beachtet, dass kaum eine Firma vor dem ersten SP auf ein neues OS setzt, ist erst Ende 2010 oder Anfang 2011 wirklich die Zeit für Windows 7 gekommen.

Sicherlich verdient Microsoft mit seinem Betriebssystem Geld, aber im OEM-Markt sind Lizenzen so billig, dass daran zwar verdient wird, aber das System nur als Vehikel für Server und Office gilt. Und gerade da findet ein Umschwung statt.

So kann ich problemlos einen Linux Server für Windows Clients bereit stellen und diese nur mit Open Source betreiben. Firefox, Thunderbird, VLC, OpenOffice oder Sunbird lassen grüßen. Genau davor fürchtet sich Microsoft. Weniger davor, dass Windows überflüssig wird.
Und Firmen wie Google interessiert gar nicht, ob ein Nutzer Windows, Linux oder OS X nutzt. Solange er den bald für alle Plattformen erhältlichen Chrome nebst aller Dienste nutzt. Dem hat Microsoft derzeit nichts entgegen zu setzen.

Schau dir doch mal den IE8 Beta an. Der kann gerade mal so mit den derzeitigen Browsern mithalten. Da sowohl Firefox, Google, Opera und Apple ihre Browser gerade runderneuern, wird der IE8 bei Erscheinen schon wieder veraltet sein.

Oder nimm Windows Live. Ein Sammelsurium von Diensten und Programmen, die nicht wirklich übersichtlich und benutzerfreundlich sind. Bei Google ist man mit einem einzigen Klick in seinem Onlinepostfach oder dem Kalender. Und das rasend schnell. Probier das mal mit Windows Live. So sieht Windows Live zwar irgendwie glatt und nett aus, aber die Werbung nervt und die Navigation ist zu umständlich.

Bei den Mobilgeräten ist es ähnlich. Wirklich verkaufen mit hoher Marge tun sich nur die Trendhandys wie das iPhone oder Spezialgeräte wie die Blackberrys. Windows Mobile sitzt zwischen allen Stühlen. Kein einfaches System für die breite Masse, aber auch kein Supersystem für den Poweruser. Der Geschäftsmann greift eh gerne zum Blackberry, da diese als sicher und stabil gelten. Irgendwann dieses Jahr soll WM 6.5 erscheinen und vielleicht im nächsten Jahr WM 7. Den nötigen Komplettumbau muss Microsoft erst einmal hinkriegen.

Wohin man sieht, es herrschen Baustellen. Nicht anders ist Ballmers Zurückhaltung zu erklären. Denn wenn MS so gut positioniert wäre, würde er sein Maul wie früher üblich aufreißen.
 
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Y

YouRselfgoq

Gast
#19
Lieber Freekguy,

natürlich hast du recht mit deiner Argumentation, aber wenn du möchtest, dass das noch mehr Leute durchlesen, dann denk einmal über eine lesbare Aufteilung deines Posts nach.

Nur weil es mich stark interessiert hast, konnte ich mich durch diesen anstrengenden ersten Block durcharbeiten. Benutz einfach ab und an die Enter-Taste, um die Gedankengänge zu ordnen :)

Zum Thema:

Schon fast ein wunder, dass Mr. Ballmer inzwischen kritikfähig geworden und dazu bereit ist, Missmanagement zuzugeben.

Anstatt in sämtliche Märkte der Welt einzusteigen, bleibt das Kerngeschäft auf der Strecke.
Inzwischen scheint man sich ja eines besseren besonnen zu haben und zumindest Windows 7 scheint ein würdiges neues Betriebsystem zu werden. Wenn sie nicht weiter an Boden gegen Apple und Linux verlieren wollen, ist das auch bitter nötig.
Das Office von Microsoft scheint mir zwar ein gutes Produkt zu sein, ist aber leider recht schwerfällig und vor allem teuer. In Zeiten, in denen Office-Lösungen billig (iWork) oder gar kostenlos (Openoffice) angeboten werden, besteht in der Preispolitik dringend Handlungsbedarf. Schließlich braucht ein Privatanwender, der lediglich einen Brief tippen möchte kein Office-Paket für hunderte von Euro.

Es liegt also noch einige Arbeit vor Ballmer!
 

svd

Lt. Junior Grade
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Feb. 2005
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469
#20
Ich finde auch: MS sollte sich auf ein sein Kerngeschäft konzentrieren. Gutes Exchange/Outlook und Windows. In Unternehmen ist diese Software ja praktisch konkurrenzlos. Und solang sie auch für Heimanwender durch Bedienbarkeit und Kompabilität weiter einen Mehrwert gegenüber z.B. Linux schaffen, werden sie auch weiter gutes Geld verdienen. Das Apple nun mittlerweile als starker Konkurrent auftritt ist für MS zwar unangenehm, aber sie müssen halt wieder besser werden.
 
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