3/3 Flash Voyager GT 128 GB im Test : MLC und neuer Controller für 128 Gigabyte

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Fazit

In puncto Leistung konnte Corsair die hoch gesteckten Ziele voll erfüllen. Zwar zeigt der Flash Voyager GT bei sehr kleinen Dateigrößen leichte Schwächen, doch sein primärer Einsatzzweck dürfte in der Regel ohnehin der Transport größerer Daten(mengen) sein und in dieser Disziplin kann der GT sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben vollends überzeugen. Den Flaschenhals bildet eher das in die Jahre gekommene USB-2.0-Interface, dessen Ablösung im Bereich Datenspeicher, insbesondere auch in Hinblick auf die enormen Speicherkapazitäten, längst überfällig ist. Eventuell hätte man bei Corsair zusätzlich über einen (wenn auch nicht ganz so verbreiteten) eSATA-Anschluss nachdenken sollen, wie ihn auch OCZs Throttle bietet. Die möglichen Leistungsgewinne sind doch sehr deutlich. Ansonsten bleibt nur auf eine schnelle Einführung von USB 3.0 zu hoffen, das deutlich höhere Transferraten bieten wird.

Corsair Flash Voyager GT 128 GB
  • Transferraten
  • Speicherkapazität
  • Robustheit
  • Größe
  • Preis
  • Nur USB-Anschluss

Für den einen oder anderen Kunden störend könnte das – verglichen mit herkömmlichen USB-Sticks – klobige Design sein, das der großen Speicherkapazität geschuldet ist. Der Anschluss an den Rechner stellt dank dem beiliegenden Verlängerungskabel aber auch bei beengten Platzverhältnissen kein Problem dar.

Wann genau Corsairs neuer USB-Stick es in den Handel schafft, steht indes noch nicht fest. Bei unserem Testmuster handelt es sich noch um ein Engineering Sample. Dementsprechend gibt es auch noch keine fixe Preisempfehlung, sie soll sich jedoch um 350 Euro bewegen. Günstig ist das nicht, kriegt man doch für deutlich weniger bereits ein schnelles und ebenfalls stoßunempfindliches Solid State Drive inklusive externem Gehäuse mit USB- und eSATA-Anschluss. Dieses fällt dann aber auch größer aus als der GT. Nochmals deutlich günstiger wird es mit einer HDD statt Flash-Speicher. Die Gehäusegröße bewegt sich dabei in ähnlichen Dimensionen, allerdings büßt man dann auch die Stoßunempfindlichkeit des GT ein.

Letztendlich hängt die Kaufentscheidung primär vom Anwendungszweck ab. Wer einen stoß- und wasserfesten USB-Stick mit großer Kapazität und schnellen Transferraten benötigt und sich von der Größe und dem Preis nicht abschrecken lässt, kann bedenkenlos zugreifen. In dieser Kombination gibt es derzeit kein Konkurrenzprodukt. Allen anderen sei geraten, sich zunächst mit den eigenen Anforderungen an den mobilen Datenspeicher auseinander zu setzen. Gleich viel und mehr Speicher gibt es selbst mit zusätzlichem eSATA- oder FireWire-Anschluss auch schon für weniger Geld. Auf der Kehrseite stehen dann allerdings ein größeres Gehäuse und empfindlichere Hardware.

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