Corsair Flash Padlock 2 im Test : USB-Stick mit PIN-Eingabe und AES

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Corsair Flash Padlock 2 im Test: USB-Stick mit PIN-Eingabe und AES

USB-Sticks sind in der Regel von Haus aus nicht besonders sicher. Verliert man sie, sind die Daten für jedermann zugänglich. Eine mögliche Lösung zur Sicherung der Daten auf einem beliebigen USB-Stick ist zum Beispiel die Software TrueCrypt, die jedoch ihre Nachteile hat. Eine weitere Möglichkeit hat Corsair vor drei Jahren auf der CeBIT mit der ersten Generation des „Flash Padlock“ vorgestellt. Der Stick hatte Tasten zur Eingabe eines PIN-Codes, ohne den man keinen Zugang zu den Daten bekam – Software war dazu nicht nötig. Das damalige Design wirkte jedoch recht klobig und unterschied sich deutlich von den anderen Corsair-Sticks. Dem neuen Flash Padlock 2 sieht man seine Herkunft nun viel deutlicher an. Wie Corsairs neuer Stick funktioniert, welche Neuerungen er bietet und ob auch die Transferraten überzeugen können, wollen wir uns im folgenden Test näher ansehen.

Der Testkandidat

Corsair Flash Padlock 2 8 GB

Das Gehäuse des 8 GB fassenden Flash Padlock 2 ist kompakter, dank eines Materialwechsels zu Gummi robuster als beim Vorgänger und erinnert sehr stark an den Flash Voyager (GT). In das Gehäuse sind sechs Tasten sowie eine rote und eine grüne LED eingelassen, die den aktuellen Status anzeigen und der Bedienung dienen. Eine blaue Status-LED am Ende des Sticks zeigt zudem Transferaktivität an. Zur Sicherung der Daten kann eine benutzerdefinierte, vier- bis zehnstellige PIN festgelegt werden, ab Werk ist der Stick zunächst nicht mit einer PIN versehen. Hat der Nutzer eine der rund 12,2 Millionen möglichen PIN-Kombinationen festgelegt, muss man diese, um das Laufwerk zu entsperren und auf die Daten zuzugreifen, zunächst über die in das Laufwerk integrierten Zahlentasten eingegeben, bevor man den Stick in den USB-Port steckt. Dabei sorgt ein eingebauter Akku für die nötige Stromversorgung. Zieht man den Stick ab, ist er wieder gesperrt.

Wird fünf Mal hintereinander eine falsche PIN eingegeben, sperrt sich der Padlock 2 automatisch für zwei Minuten selbst. Zusätzlich zu diesem Schutz wird der Laufwerksinhalt neuerdings durch eine AES-Verschlüsselung (256 Bit) geschützt, wodurch Unbefugte selbst beim Zerlegen des Laufwerks nicht auf die Daten zugreifen können sollen. Auch die Sicherheit bei der Kommunikation zwischen dem integrierten Prozessor und dem USB-Controller soll Corsair zufolge deutlich erhöht worden sein.

Im Falle des Verlusts der Original-PIN bleiben einem zwei Möglichkeiten: Entweder man hat zusätzlich eine optionale Master-PIN eingegeben, mit der sich die normale PIN löschen lässt, oder man muss eine neue PIN festlegen. Im zweiten Fall lässt sich der Inhalt des Laufwerks allerdings nicht mehr retten, er soll bei diesem Prozess zuverlässig gelöscht werden.

Wer die normale PIN kennt, kann sie jederzeit zügig löschen ohne die Daten zu verlieren. Dies ist insbesondere dann interessant, wenn man schnell Daten zwischen mehreren Geräten tauschen möchte, ohne dabei jedes mal die PIN eingeben zu müssen.

Lieferumfang
Lieferumfang

Im Lieferumfang des Sticks sind das altbekannte Corsair-Lanyard sowie ein USB-Verlängerungskabel enthalten. Letzteres kann nicht nur den Weg hinter das Gehäuse ersparen sondern umgeht auch das Problem der für größere USB-Sticks oftmals zu nah beieinander liegenden USB-Ports.

Testsystem und Vorgehen

Testsystem:

  • Prozessor
    • AMD Phenom II X2 550 Black Edition
  • Motherboard
    • Gigabyte GA-890GPA-UD3H, Sockel AM3, 890GX + SB850
  • Arbeitsspeicher
    • 2x 1.024 MB G.Skill DDR3-1600 (7-7-7-18) @ 1.066 MHz (7-7-7-20)
    • 2x 1.024 MB Patriot DDR3-1600 (7-7-7-18) @ 1.066 MHz (7-7-7-20)
  • Grafikkarte
    • Radeon HD 4290, IGP, 128 MB Sideport + 512 MB Shared
  • Netzteil
    • Corsair HX620W
  • Systemplatte
    • Samsung SP2004C 200 GB S-ATA
  • USB-Stick
    • Corsair Flash Padlock 2 8 GB
  • Betriebssystem
    • Microsoft Windows 7 Home Premium (64-Bit)
  • Benchmarks
    • SiSoftware Sandra Engineer Standard 2010 SP1 (Beta 16.32)

Die ermittelten Benchmarkergebnisse entsprechen jeweils dem Mittelwert aus drei Messungen und wurden an den beiden USB-3.0-Ports des Mainboards durchgeführt, die von einem NEC-Controller bereitgestellt werden.

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