5/5 GTX 570 Twin Frozr III im Test : Zu laute MSI-Karte mit neuem Twin-Frozr-Kühler

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Fazit

MSI hat die GeForce GTX 570 Twin Frozr III Power Edition OC in der Oberklasse der GeForce-GTX-570-Varianten angesiedelt und stattet die Karte zu diesem Zweck mit einem neuen Kühlsystem, einem 2. BIOS und verstellbaren Spannungen für ein besseres Übertakten aus. Auch der Preis liegt – dem Marktsegment entsprechend – gut 40 Euro über dem Standard.

Die Performance ab Werk ist hingegen kein Alleinstellungsmerkmal, denn die Karte rendert unter 1.920x1.200 im Durchschnitt nur um fünf Prozent schneller als das Referenzdesign, was absolut zu vernachlässigen ist.

Das viel umworbene Kühlsystem hinterlässt allerdings ebenfalls nur einen zwiespältigen Eindruck. Die „Performance-Einstellung“ (Werkseinstellung) sollte ganz schnell auf den „Silent-Modus“ umgestellt werden, da die Lautstärke des Lüfters unter Last ansonsten viel zu hoch ist. Die Silent-Einstellung weiß dann vor allem unter Windows zu gefallen, wo die beiden Axial-Lüfter flüsterleise bleiben. Unter Last sind diese dann aber erneut gut hörbar, wenn auch deutlich leiser als das Referenzdesign. Optimal ist das Ergebnis aber noch nicht, denn per manueller Lüftersteuerung lässt sich die Lautstärke weiter drosseln, ohne dass die Temperaturen zu hoch werden. Die Leistungsaufnahme liegt auf dem Niveau des Referenzdesigns, ohne positiv oder negativ aufzufallen.

MSI GeForce GTX 570 Twin Frozr III PE OC

Aktuell 290 Euro möchten die Händler für die MSI GeForce GTX 570 Twin Frozr III PE OC haben, 40 Euro mehr als eine Standard-Karte. Eine ganz schöne Menge, die dennoch angebracht ist, wenn auf die Lautstärke Wert gelegt wird. Der direkte Konkurrent, die Asus GeForce GTX 570 DirectCU II, kostet noch einmal zehn Euro mehr. Sie ist dabei ein gutes Stück leiser unter Last, dafür aber lauter unter Windows und zudem etwas langsamer. Am Ende schenken sich beide Kontrahenten nichts und die persönlichen Vorlieben sollten entscheiden.

MSI GeForce GTX 570 Twin Frozr III Power Edition OC
  • schnell genug für 1920x1200 und teilweise mehr
  • durchgängig AA/AF möglich
  • sehr schnelles DirectX 11
  • SSAA in allen APIs möglich
  • CUDA/PhysX
  • flüsterleise unter Windows
  • sehr hohe Leistungsaufnahme unter Last
  • Lüftersteuerung nicht optimal eingestellt

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