Sony Vaio EH im Test: Der neue Einstieg gelingt bei 500 Euro

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Patrick Bellmer
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Display

Wie viele andere Hersteller setzt auch Sony in der unteren Mittelklasse auf die Kombination aus 15-Zoll-Display und 1.300er Auflösung. Auf die präzise 15,5 Zoll verteilen sich insgesamt 1.366 × 768 Bildpunkte. Was auf dem Papier nach nicht viel klingt, entpuppt sich auch in der Praxis als ernüchternd. Nicht nur beim Arbeiten mit verschiedenen Office-Programmen, auch beim Surfen im Internet erweist sich die geringe Auflösung als Handicap.

Sony Vaio EH
Sony Vaio EH

Ebenfalls eher schlecht sind die verschiedenen Messwerte. Weder die maximale Helligkeit von 240 Candela pro Quadratmeter noch die Homogenität von 84 Prozent können überzeugen. Die Helligkeit ist dabei in der Mitte am höchsten und wird in Richtung linker und rechter Rand immer geringer. Gerade bei dunklen Bildinhalten ist dies mit bloßem Auge zu erkennen. Wirklich schlecht ist der Kontrast, hier wurde lediglich ein Wert von 163:1 ermittelt.

Stark spiegelndes Display
Stark spiegelndes Display

Immerhin sind sowohl die Farbtemperatur – etwa 7.100 Kelvin – als auch die Blickwinkel halbwegs überzeugend. Sowohl in der Horizontalen als auch der Vertikalen werden die Farben erst bei großen Winkeln verfälscht. Somit können relativ bequem auch zwei Personen nebeneinander vor dem Bildschirm stehen oder sitzen, ohne das es zu größeren Beeinträchtigungen in Hinblick auf die Darstellung gibt.

Homogenität
Homogenität

Tastatur und Touchpad

Beim Design der Tastatur präsentiert Sony keine Überraschung. Wie auch bei anderen Modellen setzt man auf das Chicklet-Design, welches in erster Linie durch die Stege zwischen den einzelnen Tasten besticht. Da Sony weder bei der Platzierung der Tasten noch der Belegung vom Üblichen abweicht, kommt es bei der Nutzung der Tastatur eigentlich nicht zu Fragen. Die Sonderfunktionen einiger F-Tasten sind auf den ersten Blick erkennbar.

Sony Vaio EH
Sony Vaio EH

Leider fallen einige Tasten aber sehr klein aus, darunter die schon erwähnten Funktionstasten in der obersten Reihe und die Tasten der untersten Reihe. Hier ist eine gewisse Eingewöhnungszeit von Nöten, um alle Elemente auch „blind“ fehlerfrei bedienen zu können. Generell ist die Nutzung angenehm. Der Druckpunkt ist nicht zu hart und bei allen Tasten sehr gleichmäßig, der kurze Hub weiß zu gefallen.

Als gut einzustufen ist auch das Touchpad. Allerdings gibt es dennoch Raum für Verbesserungen. Denn zum einen könnte des Eingabefeld etwas größer ausfallen, zum anderen funktioniert das vertikale Scrollen am rechten Rand nicht immer vollkommen überzeugend. Generell werden Eingaben aber präzise umgesetzt.

Touchpad mit mäßig verarbeiteten Tasten
Touchpad mit mäßig verarbeiteten Tasten

Design und Verarbeitung

Wer den Preis des Sony EH kennt, wird keine teuren Materialien erwarten. In diesem Segment ist Plastik der vorherrschende Werkstoff, der im Fall des Testgeräts überwiegend gut verarbeitet ist. Während Deckel und Handballenablage in einem strukturierten „3D-Design“ (O-Ton Sony) gehalten sind, besteht die Tastatureinfassung aus angerautem Kunststoff. Die dominierende Farbe ist Schwarz, allerdings stehen auch Varianten in Pink und Weiß zur Verfügung.

Sony Vaio EH: „3D-Design“
Sony Vaio EH: „3D-Design“

Ein Knarzen ist dem Gehäuse auch mit böser Absicht nicht zu entlocken, im Bereich der Tastatur fehlt es jedoch ein wenig an Verwindungssteife. Bereits ab mittlerem Druck wird das Innenfeld ein wenig eingedrückt, kritisch ist dies aber noch nicht. Beim zweiten Eingabegerät, dem Touchpad, stören die beiden nicht gut eingefassten und klappernden Tasten. In Summe ist dies der gröbste Schnitzer.

Sony Vaio EH

Einen solchen Fauxpas sucht man beim Display und dessen Befestigung vergebens. Die beiden Scharniere halten die Anzeige souverän an Ort und Stelle, auch wenn dies beim ersten Blick kaum glauben mag. Kurze Stöße sorgen zwar für Schwingungen, an der Positionierung ändert dies aber nichts. Am Ende bleibt nur die Frage, ob das Design den eigenen Geschmack trifft.

Optionen

Der Einstieg in die Vaio-EH-Reihe beginnt bei knapp 500 Euro. Den wichtigsten Unterschied im Vergleich zur Testkonfiguration stellt die CPU dar, dabei handelt es sich um einen Pentium B940. Für knapp 700 Euro erhält man einen i5-Prozessor der aktuellen Generation sowie eine 640 Gigabyte fassende Festplatte. Für weitere Einhundert Euro Aufpreis stehen dann zusätzlich sechs Gigabyte Arbeitsspeicher sowie ein Blu-ray-Laufwerk im Topmodell zur Verfügung.