3/5 Roccat Savu im Test : Spielermaus mit optischer Untergrundabtastung

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Software

Die Roccat Savu arbeitet per Plug-and-Play in den Standardfunktionen einer Fünftastenmaus unter Windows (getestet unter Windows 7 Professional, 64 Bit) problemlos ohne zusätzlichen Treiber. Um jedoch den vollständigen Funktionsumfang der Maus ausnutzen zu können, führt kein Weg an einem Besuch der Roccat-Internetseite zum Download der knapp 25 Megabyte schweren Applikation vorbei. Derzeit ist die Software für Windows ab XP lediglich in englischer Sprache verfügbar. Eine Unterstützung für die „Roccat-Talk“-Funktion ist bis dato noch nicht vorhanden.

Der Savu-Treiber wartet mit der typischen, schwarz-blauen Roccat-Benutzeroberfläche auf, welche die vorhandenen Optionen thematisch geordnet darstellt. Zunächst bietet die Savu fünf Slots für Profile, welche mausintern abgespeichert werden und sämtliche Parameter (etwa Tastenbelegung, dpi-Einstellung, Beleuchtung) beinhalten. Darüber hinaus wird die Möglichkeit eröffnet, die Profile mit je bis zu drei Anwendungen zu verknüpfen, sodass sie beim Start der gewünschten Applikation automatisch geladen werden. Leider funktionierte dies im Test insbesondere bei Verknüpfungen mit 2D-Anwendungen nicht fehlerfrei. Trotz korrekter Verknüpfung wurde das entsprechende Profil nicht aktiviert.

Haupteinstellungen im Savu-Treiber
Haupteinstellungen im Savu-Treiber
Profilverknüpfung mit bis zu drei Anwendungen
Profilverknüpfung mit bis zu drei Anwendungen
Tastendefinition mit Easy-Shift-[+]
Tastendefinition mit Easy-Shift-[+]

In der „Main-Control“ findet sich neben Windows-analogen Justierungen zur Doppelklick-, Scroll- und Zeigergeschwindigkeit sowie -Beschleunigung maßgeblich die Vorwahl der Abtastrate. Die Sensorik der Roccat Savu bietet hier 400, 800, 1.600 sowie 4.000 dpi an. Interpolierte Zwischenstufen sucht man vergebens.

Hinsichtlich der Variationsmöglichkeiten bei der Belegung dürfte eine fünf-Tastenmaus auf den ersten Blick nur wenig Spielraum bieten. Allerdings hat Roccat auch die Savu mit der „Easy-Shift [+]“-Funktion ausgestattet, offeriert damit die Chance zur Zweitbelegung aller Elemente inklusive der Scrollfunktion und stockt damit das Kontingent auf immerhin zwölf Aktionen auf. Als Umschalttaste kann dabei eine der beiden Daumentasten definiert werden. Die Belegung der Tasten erfolgt wahlweise auf Grundlage der zahlreich gebotenen Vorgaben (etwa Profil- oder dpi-Schalter, Multimediafunktionen oder Macro-Presets) oder mit selbst per Macromanager eingespielten Tastenfolgen. Die Möglichkeiten sind insbesondere für experimentierfreudige Anwender durchaus vielfältig, zumal die Savu unter anderem auch exotische Funktionen wie das „Roccat-Easy-Aim“ beherrscht. Mit dieser wird die Abtastrate nur für die Dauer des Gedrückthaltens auf einen gewählten Wert abgesenkt (oder angehoben), etwa um exakte Zielvorgänge im Shooter und pixelgenaue Linienführung im Photoshop mit besonders ruhiger Hand vollführen zu können.

Vielseitige Vorauswahl für die Tasten
Vielseitige Vorauswahl für die Tasten
Umfangreicher Makro-Manager
Umfangreicher Makro-Manager
Erweiterte Einstellungen und Beleuchtung
Erweiterte Einstellungen und Beleuchtung

In der „Advanced Control“ besteht zunächst die Option, die horizontal und vertikal umgesetzten Zeigergeschwindigkeiten ausgehend von der fixierten Abtastrate unabhängig voneinander feinzujustieren. Ferner lassen sich die Polling-Rate stufenweise anpassen (125, 250, 500 sowie 1.000 Hz) und Soundeffekte zuschalten. Letztere melden etwa dpi- oder Profilwechsel akustisch über die Systemlautsprecher an.

Natürlich besitzt auch die Savu eine umfangreich individualisierbare Beleuchtungseinheit am Heck der Maus. Laut Datenblatt bietet die Roccat damit 16,8 Millionen Einzelfarben, welche RGB-codiert eingegeben werden können. Praktisch sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen, dargestellten Beleuchtungen natürlich marginal. Ergänzend zu den Einzelfarben können auch Farbabfolgen angezeigt werden. Auch der pulsierende „Breathing-Effekt“ darf natürlich nicht fehlen und wer sich mit einer leuchtenden Maus überhaupt nicht anfreunden mag, kann die Illumination auch gänzlich deaktivieren.

R.A.D. – statistische Erfassung der Mausklicks
R.A.D. – statistische Erfassung der Mausklicks
R.A.D. – statistische Erfassung der Mausklicks
R.A.D. – statistische Erfassung der Mausklicks
Übersicht und Support-Seite
Übersicht und Support-Seite

In die Schublade der netten Spielerein zählt eindeutig das neue „Roccat Archievement Display“, kurz „R.A.D.“. Freunde der Statistik können sich hier anzeigen lassen, wie wie häufig welche Taste oder die Scrollfunktion absolut, durchschnittlich pro Stunde und durchschnittlich pro Tag genutzt und welche Strecke mit der Maus entsprechend zurück gelegt wurde. Roccat verbindet die R.A.D.-Funktion noch zusätzlich mit einem Trophäen- und Levelsystem. Wenn auch nicht essentiell, so liefert die Applikation insgesamt durchaus interessante Einblicke in die Verteilung und Häufigkeit der Mausnutzung. Schön wäre ergänzend vielleicht noch eine entsprechende Erfassung „pro Session“ gewesen.

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