3/4 Carrier Command: Gaea Mission im Test : Das Anti-Casual-Spiel

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Technik

„Carrier Command: Gaea Mission“ basiert auf einer anderen Engine als die „ArmA“-Reihe, was sogleich die Antworten auf einige naheliegende Fragen liefert: Zum einen ist es nach aktuellem Stand nicht möglich, Daten oder Inhalte zwischen den Marken hin- und herzuschieben, zudem existieren beim neuen „Carrier Command“ bisher keine Modding-Möglichkeiten, auch wenn die Entwickler angekündigt haben, in dieser Hinsicht etwas nachliefern zu wollen. Doch auch dabei gilt nach Aussage von Bohemia, dass die Funktionen und Optionen nicht so umfassend sein werden, wie bei „ArmA“.

Abseits von diesen Informationen lässt sich festhalten, dass die Engine passable, aber keineswegs bahnbrechende Ergebnisse auf den Bildschirm zaubert. Dementsprechend darf sich das Auge ab und an über ansehnliche Effekte, einen Echtzeit-Tag-Nacht-Rhythmus sowie (etwas zu häufig vorkommende) Wetterwechsel freuen. Gepaart ist das Gebotene aber auch häufiger mit unschönen Aspekten wie schwach aufgelösten Texturen und kleineren Physik-Ungereimtheiten. Eine technische Perle ist CC also nicht; wirklich störend ist dies aber in diesem Fall nicht, zumal das Spiel auf dieser Basis auf unserem Testsystem bei maximalen Details und einer Auflösung von 1.680 × 1.050 Bildpunkten durchweg mit 55 – 60 Bildern pro Sekunde lief.

Carrier Command im Test
Carrier Command im Test

Ähnlich zweigeteilt fällt die Bewertung der Sound- und Sprachumsetzung aus. Während die englische, mit deutschen Untertiteln versehene Synchronisation mit eher künstlich klingenden Sprechern enttäuscht, wissen sowohl die musikalische Untermalung als auch die Ambiente-Sounds zu überzeugen. Gleiche Zweiteilung gilt auch für die Bewertung der Steuerung und der für ein solches Spiel sehr zentralen Benutzerführung. Erstere fällt im Rahmen der Action-Abschnitte eher negativ auf, da sich die Fahrzeuge ziemlich schwammig und überraschend „casual“ steuern; letztere ist sehr übersichtlich aufgebaut, sodass man sich schnell zurecht findet – ein wichtiges Merkmal, da die (künstlich-)komplexe Materie so leichter zu handhaben ist.

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