News : Netzteilhersteller bestätigen „Haswell“-Kompatibilität

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Die neuen Anforderungen an Netzteile von Intels kommender CPU-Generation „Haswell“ an die Stromversorgung des Rechners werden bereits von zahlreichen aktuellen Netzteilen erfüllt. Vorhandene Netzteile können daher auch beim Upgrade oft weiterverwendet werden.

Der deutsche Marktführer im Bereich Retail-Netzteile be quiet! bestätigt auf Anfrage von ComputerBase, dass die meisten Geräte der aktuellen Produktpalette bereits „Haswell“-kompatibel sind. Anders als bei vielen anderen Herstellern umfasst die Freigabe-Liste nicht nur High-End- und Oberklasse-Netzteile: Neben den Dark Power Pro P10 und Straight Power E9 erfüllen auch alle Netzteile der Serien Pure Power L8, L8CM, System Power 7 und das 630- und 730-Watt-Modell des Pure Power L7 alle Anforderungen.

Die meisten be quiet! Produkte erfüllen damit bereits die Anforderungen des im April 2013 herausgegebenen Power Supply Design Guide for Desktop Platform Form Factors in der Revision 1.31 mit den integrierten ATX12V Specific Guidelines 2.4. Die neuen Stromsparmodi C6/C7 können daher ohne Einschränkungen mit diesen Netzteilen genutzt werden.

Bei älteren Serien ist die problemlose Zusammenarbeit mit „Haswell“ noch nicht geprüft: So testet die Technikabteilung von be quiet! derzeit die bereits abgelösten Serien Dark Power Pro P9 und Straight Power E8 auf ihre vollständige Haswell-Eignung. Die 300- bis 530-Watt-Modelle der Pure-Power-L7-Serie sowie die TFX- und SFX-Netzteile können die neuen Anforderungen hingegen nicht komplett erfüllen. Inwiefern diese Netzteile reale Systeme mit „Haswell“ problemlos versorgen, steht derzeit noch nicht fest. Je nach verwendeter Systemkonfiguration (z.B. wenige Arbeitsspeichermodule) könnten auch diese eigentlich ungeeigneten Netzteile einen stabilen Betrieb ermöglichen.

Neben den bereits letzte Woche freigegebenen Netzteilen für Haswell liegen uns inzwischen weitere Kompatibilitätszusagen vor: So werden auch Xilence XQ und SQ sowie Cougars GX- und SX-Spannungswandler die kommende Intel-Plattform vollständig unterstützen.

Aus Entwicklerkreisen wurde uns zudem bestätigt, dass Mainboard-Hersteller die neuen Energiesparmodi optional anbieten werden und daher beliebige Netzteile eingesetzt werden können, wenn man den damit einhergehenden Mehrverbrauch in Kauf nimmt. Die anfängliche Befürchtung einiger Marktbeobachter, dass für eine Aufrüstung auf „Haswell“ auch ein spezielles Netzteil notwendig wäre, hat sich somit nicht bestätigt.