6/6 Thermaltake Urban S41 im Test : Funktionalität trifft Sparmaßnahmen

, 27 Kommentare

Fazit

Das Konzept hinter dem Thermaltake Urban S41: Hohe Funktionalität vereint mit einer integrierten Schalldämmung sowie weiteren kleinen Extras zu einem im ersten Augenblick angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis. Das klingt erst einmal stimmig. Und in der Tat, das Urban S41 hätte, würde es all diese Eigenschaften in einem wertigen Gesamtprodukt vereinen, eines der herausragendsten Gehäuse seiner Preisklasse werden können. Doch dem ist nicht so.

Zwar bietet das Urban S41 in der Tat eine bemerkenswerte und vor allen Dingen am Frontdesign gut in Szene gesetzte Ausstattung, doch wird die Qualität der Verarbeitung unseren Ansprüchen nur ansatzweise gerecht. Stellenweise splitternder Lack, eine dünne Blechstärke für die Seitenteile, keine bündigen Übergänge und weitere Kleinigkeiten wie die losen Festplatteneinschübe sorgen für eine herbe Enttäuschung. Auch die gute Staubfilterkomplettausstattung und die integrierte Schalldämmung können über dieses ernüchternde Ergebnis nur schwer hinweg täuschen.

Thermaltake Urban S41 – Staubfilter entnommen
Thermaltake Urban S41 – Staubfilter entnommen

Die Kühlleistung ist insgesamt weitestgehend überzeugend, auf 12 Volt wird sie allerdings teuer auf Kosten der Lautstärke erkauft. Außerdem dringen durch Festplatten erzeugte mechanische Schwingungen problemlos bis in den Korpus vor und versetzen diesen in leichte Schwingungen, die sich in Form eines tiefen Brummens bemerkbar machen.

Thermaltake Urban S41
Produktgruppe Gehäuse, 10.05.2013
  • VerarbeitungsqualitätO
  • Funktionalität++
  • Raumaufteilung+
  • Temperaturen 5V/12V+ / +
  • Lautstärke 5V/12V+ /
  • Aluminiumfronttür
  • Modulare Festplattenkäfige
  • Adäquates Kabelmanagement
  • Schalldämmung
  • Dockingstation
  • Lüftersteuerung
  • Leicht entfernbare Staubfilter
  • Sehr dünne Seitenwände
  • Kunststoffanbauten lösen sich zu schnell
  • Entkopplung der Festplatten enttäuschend
  • Lack splittert stellenweise schnell ab (beim ersten Testsample)
  • Keine bündigen Übergänge (beim ersten Testsample)

Zum geforderten Preis von rund 120 Euro können wir dem Thermaltake Urban S41 trotz aller wohlklingenden Ausstattungsmerkmalen deshalb kein gutes Zeugnis ausstellen. Es ist in erster Linie die minderwertige Verarbeitungsqualität, die dem Thermaltake Urban S41 und einem erfolgreichen Verkauf im Weg steht. Hier besteht eine Menge Nachholbedarf.

Ergänzung vom 29. Mai 2013: Thermaltake hat nach unserem Test die Vermutung geäußert, dass wir ein unfertiges Vorabsample erhalten haben und uns daraufhin ein neues Exemplar des Urban S41 zukommen lassen. Lackprobleme und Spaltmaße können wir am neuem Sample keine ausfindig machen, dafür bleiben die anderen Mängel bestehen. An unserem grundlegenden Fazit ändert sich aufgrund der darüber hinaus aufgezeigten Probleme nur wenig. Die Verarbeitungsqualität bewerten wir nun mit einem „befriedigend“, statt mit einem „schlecht“.

Preisvergleich

Das Thermaltake Urban S41 ist neben der getesteten Version auch mit Sichtfenster in der linken Seitenwand erhältlich, wobei an dieser Stelle dann kein Dämmmaterial verbaut ist.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.