2/4 MacBook Pro 15 Zoll im Test : Neue Technik im bekannten Gewand

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Design & Verarbeitung

Damit ist in Bezug auf Design und Verarbeitung auch schon fast alles gesagt. Das in Teilen aus einem Block Aluminium gefräste Gehäuse, die Scharniere am Display und die Tastatur ergeben ein in sich stimmiges, extrem steifes und aus diesem Grund absolut robustes Gesamtbild. Das Touchpad stellt weiterhin die Referenz auf dem Markt. Nicht nur aufgrund der unzähligen Gesten (bis zu vier Finger), sondern auch der Hardware selbst. Die Verarbeitungsqualität liegt insgesamt auf dem vom Vorgänger bekannten sehr hohen Niveau.

Das 2013er Apple MacBook Pro 15 Zoll
Das 2013er Apple MacBook Pro 15 Zoll

Das Display lässt sich einhändig öffnen und steht bei wackelnder Unterlage trotzdem fest. Die Ausleuchtung der Tastatur ist gleichmäßig. Die Lüfter, die Apple mit Einführung der Retina-Modelle überarbeitet hat, sind im Leerlauf bei um die 2.000 Umdrehungen pro Minute in normaler Entfernung vom Notebook nicht wahrnehmbar. Wir das Notebook hingegen voll belastet, beginnt das Kühlsystem ein lautes Rauschen von sich zu geben. Das ist allerdings nur in Spielen oder beispielsweise beim Transkodieren eines Videos der Fall. Im normalen Alltag (Surfen, Office, iPhoto etc.) verbleiben die Lüfter jederzeit auf der niedrigsten Drehzahl. Das Gehäuse wird an keiner Stelle unangenehm warm.

Hatten Erstkäufer des 15-Zoll-Modells aus dem Vorjahr vereinzelt mit Problemen zu kämpfen, die die USB-Anschlüsse oder die Tastatur betrafen. Vom Nachfolger sind vergleichbare Fälle bisher nicht bekannt. Anfängliche Probleme beim 13-Zoll-Modell konnte der Hersteller mittels Firmware-Update lösen.

Dass unserem Modell aus dem Jahr 2012 mittlerweile eine Schraube fehlt, ist auf die zwischenzeitige Reparatur in Folge der beschriebenen Tastaturprobleme zurückzuführen – nur per kostenlosem Austausch der Platine innerhalb der Garantiezeit ließ sich der Ausfall mehrerer Tasten beheben. Der Defekt trat ohne Fremdeinwirkung auf.

Dem Vorgänger fehlt nach 16 Monaten eine Schraube
Dem Vorgänger fehlt nach 16 Monaten eine Schraube

Display & Performance

Bei den technischen Eckdaten gleicht das im aktuellen Modell verbaute Display dem aus dem Vorjahr in allen Details. Auf Nachfrage bestätigt Apple, dass es sich in der Tat um exakt dasselbe Modell aus dem Vorjahr handelt. Aus optischer Sicht gibt es am Festhalten an der bekannten Technologie auch wenig zu bemängeln. Das Bild bleibt bei 2.880 x 1.800 Pixeln gestochen scharf.

Trotz der technischen Übereinstimmung haben sich einige Messwerte gegenüber dem Testmuster des Vorgängers von vor einem Jahr verändert. Das neue MacBook Pro strahlt auf Wunsch heller und mit leicht höherem Kontrast. Die Homogenität der Ausleuchtung liegt mit 91 Prozent weiterhin hoch.

Weiterhin kein Problem bereiten die Blickwinkel. Horizontal oder vertikal sind in jede Richtung an die 90 Grad möglich, ohne dass der Inhalt des Bildschirms nicht mehr gelesen werden kann. Im Alltag sorgen die großen Blickwinkel dafür, dass der Bildschirm in der Regel nicht in der Neigung verstellt werden muss, wenn der Anwender die Sitzposition vor dem Notebook wechselt.

Auch wenn die Messwerte für den wiederholten Einsatz desselben Displaymodells sprechen, sind durch die Weiterverwendung bei der Laufzeit keine Fortschritte zu erwarten. Bei einem Verbrauchsanteil von rund 50 Prozent am Gesamtverbrauch (Leerlauf in OS X, volle Displayhelligkeit) wäre das Einsparpotential beim Bildschirm des MacBook Pro Retina allerdings groß gewesen.

Auf unsere Frage, wann mit einer Überarbeitung zu rechnen sein wird, die den Stromverbrauch des feinmaschigen Bildschirms angeht, hieß es seitens Apple wenig verwunderlich „kein Kommentar“.

Die Leistung des Notebooks liegt auf dem zu erwartenden sehr hohen Niveau. Das Dreigespann aus CPU, 16 Gigabyte Speicher und der PCIe-SSD sorgt im Alltag für eine sehr schnelle Abarbeitung aller anfallenden Aufgaben. Bei Anwendungen, die die GPU belasten, springt die GeForce GT 750M ein.

3 Einträge
Geekbench (Mac)
Angaben in Punkten
    • Apple MacBook Pro Retina 15" (i7-4850HQ, HD 5200/GT 750M, SSD)
      11.990,0
    • Apple MacBook Pro Retina 15" (i7-3610QM, HD 4000/GT 650M, SSD)
      11.104,0
    • Apple MacBook Pro 17" 2011 (i7-2720QM, HD 6750M, HDD)
      10.064,0
    • Apple MacBook Pro 15" 2011 (i7-2635QM, HD 6490M, HDD)
      8.824,0
    • Apple MacBook Pro 13" 2012 (i5-3210M, HD 4000, HDD)
      6.798,0
    • Apple MacBook Air 13" 2012 (i5-3427U, HD 4000, SSD)
      6.199,0
    • Apple MacBook Air 13" Mid 2013 (i5-4250U, HD 5000, SSD)
      6.019,0
    • Apple MacBook Air 11" Mid 2013 (i5-4250U, HD 5000, SSD)
      5.961,0
    • Apple MacBook Air 2011 (i5-2467M, HD 3000, SSD)
      4.560,0
    • Apple MacBook Air 2010 (C2D SL9400, GeForce 320M, SSD)
      2.726,0

Zwar hat Apple gegenüber ComputerBase auf Nachfrage verlauten lassen, das Notebook würde „anhand einer manuell gepflegten Liste“ entscheiden, ob bei Bedarf die Iris Pro 5200 oder die GeForce GT 750M zum Einsatz kommt. In unserem Test sprang allerdings bei jeder Anwendung die separate Grafikkarte ein - egal ob Spiele, iMovie oder iPhoto nach GPU-Leistung verlangten.

Dass die diskrete Grafikkarte in Zeiten von Haswell nicht immer die schnellere Lösung sein muss, hat unser Test der Iris Pro 5200 im Juli gezeigt – in einigen GPGPU-Anwendungen ist die integrierte Grafik von Intel durchaus schneller als die GeForce GT 750M.

Welche Leistung die neue SSD auf PCI-Express-Basis liefert, zeigt der Vergleich mit den bereits sehr schnellen PCIe-Varianten im neuen MacBook Air. Beim MacBook-Pro-15-Zoll wird der Speicher erstmals über vier Kanäle angesprochen, Lese- und Schreibleistung liegen im Disk Speed Test bei jeweils knapp über 700 MB. Die neuen MacBook Air sowie das MacBook-Pro-13-Zoll vertrauen noch auf ein Zwei-Kanal-Interface.

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