8/8 Nvidia Shield Tablet im Test : Spielen und Streamen mit dem Tegra K1

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Fazit

Das Shield Tablet von Nvidia ist aktuell das schnellste seiner Art. Dem Fokus „Spielen“ wird die Hardware damit auf dem Papier gerecht. In der Praxis sind herkömmliche Spiele für Android für das Tablet kein Problem, exklusive Portierungen bekannter PC-Titel laufen hingegen nicht immer flüssig oder sehen deutlich schlechter aus. Das typische „PC Feeling“ kommt trotz „Kepler im Tablet“ nicht auf.

Nvidia Shield Tablet Komponenten
Nvidia Shield Tablet Komponenten

Beim Streaming hinterlässt das Shield Tablet eine gute Figur, solange das Tablet per Kabel an den Router angeschlossen wird und die Ausgabe auf dem Fernseher erfolgt. Die meisten Spiele sind dann optisch kaum vom Original auf dem PC zu unterscheiden, der Input-Lag fällt – abgesehen von Ego-Shootern – nicht negativ auf. In-Home-Streaming von Steam bietet die schlechtere Grafik. Getrübt wird der im Schnitt gute Eindruck von Crysis 3. Auch im LAN sieht das Gebotene signifikant schlechter aus als das Original. Welche aktuellen oder zukünftigen Spiele sich ähnlich verhalten werden, bleibt offen.

Wird über WLAN gestreamt, leidet die Qualität spürbar, Valves Lösung liegt auf einmal vorne. Neben der reduzierten Auflösung trägt die starke Komprimierung zu diesem Ergebnis bei. Dabei lagen im Test optimale Bedingungen vor, der Router (IEEE 802.11ac) stand im selben Raum.

Generell ist beim Streamen anzuraten, die Bildausgabe immer auf einem Fernseher erfolgen zu lassen. Auf dem 8-Zoll-Bildschirm des Tablets sind Texte oft kaum bis gar nicht mehr zu lesen und einige Schalter im Spiel nur schwer zu bedienen. Grundsätzlich sollten Shield-Tablet-Käufer auch deshalb den Kauf des guten Controllers von Nvidia in Erwägung ziehen. Beim PC-Streaming und den portierten PC-Spiele wie Half-Life 2 (Controller vorausgesetzt) oder Trine 2 stößt die Steuerung über den Touchscreen an seine Grenzen.

Shield Tablet, PS4 und Xbox One – Controllervergleich
Shield Tablet, PS4 und Xbox One – Controllervergleich

Nvidia will für das Shield Tablet 299 Euro (16 GB) beziehungsweise 380 Euro (32 GB plus LTE) haben. Damit ist es aber nicht getan. Der Controller für 60 Euro und ein Micro-USB-auf-LAN-Adapter für 30 Euro sollten ebenfalls im Warenkorb landen. Wer das Tablet ordentlich aufstellen möchte, muss weitere 30 Euro für das „Shield Cover“ bezahlen.

Isoliert betrachtet ist das sowohl für eine reine Streaming-Lösung als auch für ein schnelles Spiele-Tablet, dem es an hochkarätigen Spielen fehlt, viel. Wer auf die Kombination beider Einsatzzwecke setzt, der erhält mit dem Shield Tablet – einen PC mit Nvidia Gamestream und LAN vorausgesetzt – hingegen ein gutes Gesamtpaket, das nicht nur Steam-Spiele mit den genannten Einschränkungen auf den Fernseher bringen kann, von einer 1:1-Darstellung über WLAN aber noch weit entfernt ist.

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