3/3 War for the Overworld im Test : Frische Kost für Fans von Dungeon Keeper

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Technik mit Problemen

WFTO sieht passabel aus, ohne so richtig zu begeistern. Für Genre-Verhältnisse gibt es an der Grafik nichts zu meckern. Die nicht piekfeine Umsetzung passt zum Genre und zum großen Vorbild.

Die moderate Optik fordert die Technik
Die moderate Optik fordert die Technik

Überraschend sind die enormen Systemanforderungen. Auf den ersten Blick hat WFTO diese nicht wirklich nötig. Unser Testsystem war in den ersten Minuten eines Matches immer unterfordert und lieferte bei maximalen Details in einer Auflösung von 1920 × 1.080 durchgängig 60 Bilder pro Sekunde (VSync aktiviert). Im Verlauf eines Spiels ließen sich aber immer wieder teils drastische Ruckler beobachten, die ab und an sogar mit einem Absturz auf dem Desktop endeten. Wir können nur hoffen, dass dieses nicht unerhebliche Problem in der finalen Version behoben ist, oder zumindest schnell behoben wird.

Ärgerlich ist teilweise auch die Bedienung des Interfaces. Wenn man etwa eine Flagge für seine Arbeiter setzen möchte, muss man schon sehr genau klicken, um nicht versehentlich das Icon nebenan zu erwischen. Hier braucht es dringend mehr Präzision, denn gerade in stressigen Situationen ist es nervig, wenn man mehrfach klicken muss, um den gewünschten Effekt einzustellen.

Zur Qualität der Synchronisation lässt sich noch nichts sagen. Unsere Testversion verfügte nur über die englische Sprachausgabe, die mit guten Sprechern keinen Anlass zur Kritik gibt.

Fazit

Mission geglückt: Insgesamt gelingt es War for the Overworld, den Charakter von Dungeon Keeper aufleben zu lassen. Die Macher bleiben eng am großen Vorbild und erschaffen so ein Spielerlebnis, das tatsächlich den Stil von Dungeon Keeper in die Gegenwart teleportiert.

Zwar trägt das Gameplay mit einer Mischung aus Aufbaustrategie und Kampf sehr gut. Ganz ohne Fehl und Tadel ist WFTO aber nicht. In dieser Hinsicht ist insbesondere die für den Spielverlauf entscheidende KI zu nennen: Gegner, die an Türen hängen bleiben, Kämpfer, die vor dem Kampf davon laufen, und Arbeiter, die wichtige Projekte ignorieren – das darf nicht sein. Hinzu kommen Schwierigkeiten bei der Technik. Zumindest auf unserem Testsystem läuft WFTO nicht absolut rund. Und die Probleme mit dem zu ungenauen Interface sind auch gravierend.

Vor diesem Hintergrund reicht es nur für eine eingeschränkte Empfehlung: Freunde des Genres können mit War for the Overworld für knapp 30 Euro richtig Spaß haben, vorausgesetzt, die Entwickler legen noch mal Hand an (oder haben dies für die finale Version bereits getan). Wir sind da aber zuversichtlich: Seit Samstag hat Subterranean drei bis vier größere Patches eingespielt.

War for the Overworld im Test

Kopier- & Jugendschutz

War for the Overworld funktioniert unter anderem über Steam, bei dem der Key über die Valve-Plattform aktiviert werden muss. Dazu ist einmalig eine Internetverbindung nötig; ein Wiederverkauf ist durch die Bindung an das Steam-Konto nicht möglich. Wer dies scheut, kann auf alternative Bezugsquellen wie den Humble Store zurückgreifen.

Jugendschutz-Hinweis: Die USK hat das Spiel bisher nicht bewertet.

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