Opteron : AMDs Serversparte wird neues Leben eingehaucht

, 16 Kommentare
Opteron: AMDs Serversparte wird neues Leben eingehaucht

Dem zuletzt fast nur noch auf dem Papier existenten Serverprozessor aus dem Hause AMD soll ab 2016/2017 neues Leben eingehaucht werden. Es wird Zeit für ein „Re-Enter“ des Server-Marktes, betont AMD. Dafür werden neben Zen-Opteron-CPUs auch ARM-basierte Modelle erwartet, hinzu kommen High-Performance-APUs.

Zen wird als neue Prozessorarchitektur auch im Server-Segment die gewichtigste neue Entwicklung sein und soll helfen, die aktuellen gerade noch 1,5 Prozent Marktanteil im Serversegment zu erhöhen – zu Glanzzeiten des Opteron waren es fast 30 Prozent. Viele Kerne mit Unterstützung für Multithreading sollen die nötige Leistung bereitstellen, die in diesem margenfreundlichen Markt nötig ist. Abgerundet wird das Paket von passenden I/O-Verbindungen sowie einem potenten Speicherinterface – Details dazu sind jedoch noch Mangelware.

Server-Roadmap von AMD
Server-Roadmap von AMD (Bild: AMD)

Sehr ruhig geworden ist es seitens AMD an der ARM-Front. Seattle war als erstes ARM-Eigendesign zuletzt bereits massiv verspätet und soll nun irgendwann im zweiten Halbjahr dieses Jahres erscheinen, mit Skybridge wurde ein ebenfalls für dieses Jahr geplantes ARM-x86-Mischmodell komplett gestrichen. K12 ist als letzte große neue Bastion noch auf dem Fahrplan, nun aber nicht mehr für kommendes Jahr, sondern erst 2017. Geändert hat sich an den Vorgaben nichts, die Entwicklung in dem ARM-Markt, dem nach wie vor eine rosige Zukunft vorhergesagt wird, verlaufe jedoch langsamer als erwartet.

Eine Stärke will AMD mit den High-Performance-APUs ausspielen. Das Know-How besitzt der Konzern seit längerer Zeit, hat dieses im Serverbereich aber bisher nicht genutzt. Im Jahr 2012 hatte AMD FirePro-APUs im Bestand, diese aber nicht wieder aktualisiert. Die neue HPC-APU soll bei der Leistung deutlich näher an echten Grafikkarten denn an CPUs liegen. Da liegt auch die Vermutung nahe, dass diese APUs auf High Bandwidth Memory, wie zukünftige reinrassige AMD-Grafikkarten, zurückgreifen. Echte Details bleiben jedoch auch hier bisher Mangelware, AMD betonte jedoch, dass „not just a server apu“ ist, sondern eine waschechte HPC-APU.