4/5 Ashes of the Singularity : Leistungsexplosion durch DirectX 12

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Frametimes zeigen weitere Unterschiede

Auch wenn der Benchmark 2 von Ashes of the Singularity mit einem eigenen FCAT-Overlay ausgestattet ist, werden für die Frametimes-Diagramme nur die vom Spiel selbst erstellten Log-Dateien genutzt. Denn das FCAT-Overlay erzeugt fehlerhafte Ergebnisse und Nvidia hat FCAT noch nicht für die DirectX-12-API angepasst.

Auf der Radeon R9 Fury X erzeugt die DirectX-11-API zwar die gleichmäßigsten Frametimes, allerdings lässt sich auch schnell erkennen, dass es teils enorme Schwankungen beim Szenenwechsel gibt. Das Problem gibt es unter DirectX-12-API nicht, allerdings sind die Zeitabstände weniger konstant. Mit angeschaltetem Async Compute sind die Frametimes nochmals etwas schlechter als ohne das DirectX-12-Feature. In der Praxis fällt beides allerdings nicht auf und gegenüber dem Spielgefühl unter DirectX 11 ist die Präsentation unter DirectX 12 durch die höhere Leistung eine Offenbarung.

Auf der GeForce GTX 980 Ti zeigt Ashes of the Singularity hingegen in DirectX 11 die schlechtesten Frametimes. Unter DirectX 12 sind sie durchweg besser, unabhängig davon, ob Async Compute an- oder abgeschaltet ist. Allerdings spielt auch das keine Rolle, da sich das Strategiespiel schon unter DirectX 11 einwandfrei spielen lässt.

Multi-GPU: AMD und Nvidia in einem Rechner sind kein Problem

Für Multi-GPU-Konstellationen unter DirectX 11 fehlen zur Zeit sowohl bei AMD als auch Nvidia noch die nötigen Treiber-Profile, unter DirectX 12 braucht es sie nicht.

Oxide empfiehlt SLI beziehungsweise CrossFire im Treiber zu deaktivieren, da es ansonsten zu Problemen kommen kann. Ist das erledigt, muss nur noch die Multi-GPU-Option im Grafikmenü des Spiels aktiviert werden. Schwierigkeiten gab es bei keiner einzigen Konstellation – man muss nur wissen, wo man im Crimson-Treiber CrossFire zu deaktivieren hat. Die schnellere der beiden Grafikkarten sollte im ersten PCIe-Slot stecken, ansonsten gehen einige Prozentpunkte Leistung verloren.

Wer anstatt nur einer GeForce GTX 980 gleich zwei Grafikkarten desselben Typs verbaut, erhält in Ashes of the Singularity in der Full-HD-Auflösung eine um 63 Prozent höhere Leistung. In 2.560 × 1.440 sind es 61 Prozent und in 3.840 × 2.160 noch 54 Prozent. Wer eine GeForce GTX 980 mit einer schnelleren GeForce GTX 980 Ti paart, erhält im Vergleich zu zwei GTX-980-Modelle weitere sieben (Full HD) bis neun Prozent (Ultra HD) an Performance hinzu. Wirklich profitieren von der Mehrleistung der GeForce GTX 980 Ti kann der Spieler also nicht.

AMD und Nvidia zu kreuzen gelingt fehlerfrei

Überraschender als die Leistung ist allerdings auch etwas anderes: Der Mischbetrieb von AMD- und Nvidia-Grafikkarten funktioniert einwandfrei, Microruckler sind nicht zu spüren. Selbst der gleichzeitige Betrieb einer GeForce GTX 980 und einer Radeon R9 390X funktioniert ohne weiteres und das System ist schneller als zwei GeForce GTX 980. Gegenüber einer einzelnen Radeon R9 390X erhöht sich die Performance um 43 bis 55 Prozent. Die Frametimes sind auch in diesem Fall kein Problem. Asynchronous Compute sollte im Mischbetrieb der Hersteller übrigens aktiviert bleiben, das Ergebnis sind mehr FPS als ohne.

Mit zwei Radeon-R9-390X-Modellen legt das Spiel dann noch einmal eine gute Ecke zu – es ist das schnellste Gespann im Spiel und agiert rund zehn bis 15 Prozent zügiger als die zwei GTX-980-Karten. Auch die GeForce GTX 980 kombiniert mit der GeForce GTX 980 Ti ist langsamer. Wer eine Radeon R9 390X gegen eine Radeon R9 Fury X tauscht, erhält keinen weiteren Schub. Das System ist interessanterweise genau so schnell wie mit zwei Radeon-R9-390X-Karten.

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