Microcode-Update : Intel stoppt Skylake-Overclocking per BCLK

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Microcode-Update: Intel stoppt Skylake-Overclocking per BCLK

Zum Ende der letzten Woche wurde es bereits vermutet, jetzt ist es offiziell: Intel hat mit einem Microcode-Update für die Skylake-Prozessoren das Overclocking per integriertem Base-Clock (BCLK) unterbunden. Dies bestätigte ein Sprecher gegenüber US-Medien.

ASRock hatte in der letzten Woche bereits BIOS-Updates ausgerollt, die einen neuen Microcode enthielten. Da gleichzeitig die erst wenige Wochen zuvor implementierte Overclocking-Funktion wieder ausgebaut wurde, wurde bereits ein Einschreiten Intels vermutet. Intel betont gegenüber US-Medien zwar, dass auch die neueste Einspielung des Microcodes „freiwillig“ erfolgen kann, gleichzeitig betont der Prozessorhersteller aber, dass Prozessoren, die nicht für das Overclocking gedacht sind, auch dementsprechend arbeiten sollen. Die Mainboardhersteller kommen diesem Update in aller Regel nach – auch um keine weiteren Strafen befürchten zu müssen.

Intel regularly issues updates for our processors which our partners voluntarily incorporate into their BIOS. The latest update provided to partners includes, among other things, code that aligns with the position that we do not recommend overclocking processors that have not been designed to do so. Additionally, Intel does not warranty the operation of the processor beyond its specifications.

Intel

Der kurze Overclocking-Hype, der an das Übertakten per Frontside-Bus (FSB) aus der Vergangenheit erinnert hat, ist damit offiziell vorbei. Viele BIOS-Versionen, die die OC-Möglichkeit boten und weiterhin bieten, werden aber auch in den kommenden Wochen und Monaten frei verfügbar sein und über Websites und Foren zum Download angeboten werden, so dass mit diesen das BCLK-Overclocking wie bisher möglich ist.

Unter den ComputerBase-Lesern gingen die Meinungen über das neue Update bereits am Freitag weit auseinander. Neben der strikten Ablehnung der Politik von Intel kam bei vielen Lesern aber auch die Meinung zum Vorschein, dass nichts anderes als dieser Schritt zur Unterbindung erwartet wurde.