Oculus Rift : Mac-Support scheitert an zu schwacher Grafikleistung

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Oculus Rift: Mac-Support scheitert an zu schwacher Grafikleistung
Bild: Oculus VR

Das bisher nur für Windows-PCs verfügbare Virtual-Reality-Headset Oculus Rift wird auf absehbare Zeit keine Mac-Unterstützung erhalten. Oculus-VR-Mitbegründer Palmer Luckey nennt die in Macs verbauten Grafikkarten als Grund für den fehlenden Oculus-Support. Die GPUs seien zu schwach für die Rift-Anforderungen.

Es hängt ganz von Apple ab. Wenn sie jemals einen guten Computer veröffentlichen, werden wir Macs unterstützen“, so Palmer Luckey im Interview mit Shacknews. Konkret scheitere der Mac-Support an fehlenden High-End-Grafikkarten in Macs. Selbst ein hochgerüsteter Mac Pro für 6.000 US-Dollar mit der besten verfügbaren Grafikkonfiguration AMD FirePro D700 erfülle noch nicht die für die Oculus Rift empfohlene Hardware-Spezifikation. „Wenn Apple leistungsstärkere GPUs anbieten würde, wie sie es in der Vergangenheit bereits mal eine Zeit lang gemacht haben, würden wir gerne Macs unterstützen.“ Aktuell gebe es aber leider keinen einzigen Apple-Rechner, dessen Grafikleistung stark genug für die Anforderungen der Oculus Rift sei.

YouTube-Video: Palmer Luckey Talks Rift Price, Apple Support, And His Tesla Model S

Die für die Oculus Rift ausgegebenen Mindestanforderungen für den mit dem Virtual-Reality-Headset verbundenen PC sehen als Grafikkarte eine Nvidia Geforce GTX 970 beziehungsweise AMD Radeon R9 290 oder besser vor, um alle 11,1 ms ein neues Bild (entspricht gleichverteilte 90 FPS) bei einer Auflösung von zweimal 1.080 × 1.200 Pixeln (zusammen 2.160 × 1.200) zu gewährleisten. Der Prozessor sollte mindestens ein Intel Core-i5-4590 sein, an Arbeitsspeicher sind acht Gigabyte erforderlich. Die identischen Mindestanforderungen der HTC Vive hat ComputerBase bereits einem ersten Test unterzogen.

Oculus hatte bereits im Mai 2015 angekündigt, sich zunächst vollständig auf Windows zu konzentrieren und für diesen Zweck die Entwicklung für OS X und Linux zu „pausieren“. Wie der aktuelle Oculus-Zeitplan für den Linux-Support aussieht, ist nicht bekannt.