AMD Bristol Ridge : Acht Desktop-Modelle für OEMs offiziell gestartet

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AMD Bristol Ridge: Acht Desktop-Modelle für OEMs offiziell gestartet
Bild: AMD

AMD verkündet den Start von insgesamt acht Desktop-Prozessoren aus der Familie Bristol Ridge, angeführt vom A12-9800 mit bis zu 4,2 GHz bei einer TDP von 65 Watt. Alle Neulinge sollen in Kürze in OEM-Systemen zum Einsatz kommen, von HP und Lenovo sollen die ersten bereits in Kürze erscheinen.

Acht Modelle in zwei Klassen

Die grobe Unterteilung erfolgt bei AMDs neuer siebter Generation an Desktop-APUs in Modelle mit 65 und 35 Watt, letztere sind durch das Kürzel „E“ klar gekennzeichnet. Denn das Gesamtpaket Bristol Ridge ist im Vergleich zum Vorgänger, der in dem Fall Kaveri ist, deutlich effizienter, angefangen bei schnelleren Excavator-Prozessorkernen, der gerade für APUs wichtigen Speicherunterstützung für DDR4-2400 und einer um bis zu 27 Prozent gesteigerten Grafiktaktfrequenz. Unterm Strich sollen die neuen Prozessoren so bereits bei 65 Watt die Leistung eines 95-Watt-Vorgängers erreichen und in Teilen sogar übertreffen.

AMD Bristol Ridge für den Desktop
Modell Module/Threads CPU-Takt (Basis/Max.) Grafikeinheit Shader Grafiktakt TDP
A12-9800 2 / 4 3,8 / 4,2 GHz Radeon R7 512 1.108 MHz 65 W
A12-9800E 2 / 4 3,1 / 3,8 GHz Radeon R7 512 900 MHz 35 W
A10-9700 2 / 4 3,5 / 3,8 GHz Radeon R7 384 1.029 MHz 65 W
A12-9700E 2 / 4 3,0 / 3,5 GHz Radeon R7 384 847 MHz 35 W
A8-9600 2 / 4 3,1 / 3,4 GHz Radeon R7 384 900 MHz 65 W
A6-9500 1 / 2 3,5 / 3,8 GHz Radeon R5 384 1.029 MHz 65 W
A6-9500E 1 / 2 3,0 / 3,4 GHz Radeon R5 256 800 MHz 35 W
Athlon X4 950 2 / 4 3,5 / 3,8 GHz 65 W

Integrierte Grafik bleibt das Aushängeschild

Das Mainstream-Geschäft spielt sich in den letzten Jahren in den TDP-Klassen von 65 Watt bis hinab zu 35 Watt ab, dort will AMD die Core i5 aus Intels Skylake-Generation angreifen können. Bei der Grafiklösung ist dies wie üblich keinerlei Problem, um die Standard-Lösung HD 520 von Intel zieht die dritte Generation Graphics Core Next (GCN) bei bis zu 512 Shadern mit hohem Takt und entsprechender maximaler Speicherunterstützung Kreise. Auf der Prozessorseite kann dies nicht immer gelingen, AMD verspricht mit eigenen Benchmarks jedoch auch dort ein ausbalanciertes Gesamtpaket.

Heute für OEMs, später auch im Einzelhandel

AMD erklärte in einem Webcast vorab, dass nach dem Start für OEMs auch der Channel, sprich der Einzelhandel, die neuen Modelle anbieten wird. Einen Zeitplan dafür gibt es aber offiziell noch nicht. Mainboardhersteller erklärten unter anderem auf der IFA 2016, dass sie für den Oktober mit Tendenz Richtung Jahresende entsprechende Hauptplatinen fertigstellen und an den Handel ausliefern wollen.