Deus Ex Benchmark : Patch für mehr Leistung im CPU-Limit unter DirectX 12

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Deus Ex Benchmark: Patch für mehr Leistung im CPU-Limit unter DirectX 12

Das Entwicklerteam Nixxes hat bei der DirectX-12-Implementierung in Deus Ex: Mankind Divided eine Bruchlandung hingelegt. Allerdings hat Nixxes das DirectX-12-Ruder auch in Rise of the Tomb Raider erfolgreich herumgerissen. Ein neuer Patch soll jetzt beim Schleichspiel den Anfang machen.

Die Release-Notes sprechen dem Update mit der Versionsnummer „1.4 build 545.5_P6“ unter anderem eine reduzierte CPU-Belastung unter DirectX 12 zu – das war bisher das Hauptproblem.

Ob sich im Alltag Verbesserungen einstellen, testet ComputerBase mit der bekannten Testszene auf einem Intel Core i7-6700K sowie einem AMD FX-8370. Als Treiber sind der GeForce 372.70 beziehungsweise der Crimson 16.9.1 Hotfix installiert. Die GeForce GTX 1060 und die Radeon RX 480 dienen als Grafikkarten für die folgenden Tests.

Der neue Patch bringt auch DirectX 11 mehr Leistung

Bevor die DirectX-12-Performance genauer unter die Lupe genommen wird, steht zuerst die Leistung unter DirectX 11 mit dem neuen Patch im Vordergrund. Dort gibt es Positives zu vermelden, zumindest für AMD. Grafikkarten vom Typ Radeon hatten je nach Prozessor anders als die von Nvidia in Deus Ex bis jetzt das Problem, sehr schnell ins CPU-Limit zu rennen, was seit Langem ein bekanntes Problem des DirectX-11-Treibers von AMD ist. Nixxes hat es in diesem Spiel durch das Update anscheinend etwas entschärfen können.

Die Radeon RX 480 arbeitet auf dem Core i7-6700K damit jetzt deutlich schneller. In 1.280 × 720 und damit im absoluten CPU-Limit sind es 46 Prozent Zuwachs. Während die Radeon RX 480 bei der alten Spielversion noch massiv langsamer als die GeForce GTX 1060 gearbeitet hatte, gibt es nun quasi einen Gleichstand. In 1.920 × 1.080 bringt der Patch noch neun Prozent mehr Performance, im GPU-Limit unter 2.560 × 1.440 gibt es keine Vorteile mehr. Auf dem Intel-Prozessor arbeiten die AMD-Modelle damit auch im CPU-Limit gleich schnell wie die Nvidia-Produkte.

Auf dem AMD FX-8370 bleibt hingegen alles beim Alten, denn hier gab es die Probleme bei AMD bisher nicht. Dasselbe gilt auch für Nvidia GeForce, denn diese Grafikkarten waren unabhängig von der CPU nicht von den Problemen betroffen.

DirectX 12 wird – je nach CPU – deutlich schneller

Auch die Ergebnisse mit DirectX 12 fallen je nach Prozessor unterschiedlich aus. Und auch hier gilt, dass es beim FX-8370 keine Unterschiede gibt und DirectX 11 entsprechend unabhängig von der Grafikkarte sowie Auflösung im CPU-Limit deutlich schneller arbeitet als DirectX 12 und erst im GPU-Limit näher an die ältere API herankommt.

Auf dem Core i7-6700K zeigt sich dagegen unabhängig von Auflösung und Grafikkarte eine deutliche Besserung durch den Patch. Das ändert zwar nichts daran, dass DirectX 11 immer noch durchweg schneller ist. Jedoch fallen die Abstände deutlich geringer aus. So ist die Low-Level-API auf der GeForce GTX 1060 jetzt noch um zehn Prozent in 1.280 × 720 zurück.

Noch besser sieht es auf der Radeon RX 480 aus. Dort betragen die Unterschiede zwischen den APIs 17 Prozent (720p), 7 Prozent (1.080p) und 1 Prozent (1.440p). Vor dem Patch waren es noch 29 Prozent, 25 Prozent und 10 Prozent.

Prozentualer Vorteil von DirectX 11 gegenüber DirectX 12 auf dem Core i7-6700K
Auflösung Vor dem Patch Nach dem Patch
AMD Radeon RX 480
1.280 × 720 29 Prozent 17 Prozent
1.920 × 1.080 25 Prozent 7 Prozent
2.560 × 1.440 10 Prozent 1 Prozent
Nvidia GeForce GTX 1060
1.280 × 720 24 Prozent 10 Prozent
1.920 × 1.080 3 Prozent 3 Prozent
2.560 × 1.440 3 Prozent 3 Prozent

Nixxes hat also in der Tat die CPU-Auslastung unter DirectX 12 verringert. Das kann aber nur ein erster Schritt gewesen sein, denn DirectX 11 läuft unabhängig von Grafikkarte und Prozessor immer noch besser. Das gilt nicht nur für die Frameraten, sondern auch für die Frametimes und damit das Spielgefühl.

Derzeit sollte immer noch ausschließlich DirectX 11 genutzt werden

Schlussendlich ist der erste Patch ein Pflaster, das man auf eine große Wunde klebt. Es hilft, reicht aber bei Weitem nicht aus. So hat DirectX 12 in Deus Ex: Mankind Divided immer noch das Problem, zu schwach im CPU-Limit zu sein, obwohl das eigentlich die Stärke der Low-Level-API ist. Man darf davon ausgehen, dass Nixxes wie bei Rise of the Tomb Raider in den nächsten Wochen und Monaten auch bei Deus Ex: Mankind Divided weiter an DirectX 12 arbeiten wird. Bis zum nächsten Update sollte aber immer noch unter DirectX 11 gespielt werden.

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