MacBook Pro 2016 : Nutzer klagen über Grafikprobleme und Abstürze

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MacBook Pro 2016: Nutzer klagen über Grafikprobleme und Abstürze

Mehr und mehr Nutzer der im Oktober veröffentlichten 2016er-Version des MacBook Pro berichten über Grafikprobleme. Wenn die Grafikkarte intensiv gefordert wird, sollen sporadisch Darstellungsfehler auftreten. Auch komplette Systemabstürze seien wegen des Fehlers schon vorgekommen.

Die betroffenen Anwender beschweren sich etwa über ein durch alle Apps durchscheinendes Desktop-Hintergrundbild und eine flackernde Anzeige mit zum Teil roten oder schwarzen Streifen.

YouTube-Video: Graphics card in brand new MBP 2016 freaking out

Bei manchen Nutzern tritt der Grafikfehler nur bei der Verwendung bestimmter Apps auf. Insbesondere Anwendungen von Adobe – wie Premiere Pro und Media Encoder – werden öfter als Auslöser des Grafikwirrwarrs genannt. Bei manchen Nutzern sorgt Apples hauseigene Fotos-App für Abstürze, wenn eine bestimmte Systemkomponente (com.apple.photos.ImageConversionService) die Grafikkarte für Konvertierungen verwendet.

Fehlerquelle bislang unklar

Noch ist nicht klar, was die Grafikfehler und Systeminstabilitäten verursacht. Möglich ist etwa ein Treiberproblem. Eingrenzen auf bestimmte Grafikchips des neuen MacBook Pro lässt sich der Fehler nicht. Sowohl Modelle mit Intel-GPU (HD Graphics 530, Iris Graphics 540, Iris Graphics 550) als auch Varianten mit dedizierter Grafikkarte (Radeon Pro 450, Radeon Pro 455, Radeon Pro 460) scheinen gleichermaßen betroffen zu sein.

Nicht das erste Treiberproblem des neuen MacBook Pro

Falls es sich um einen Treiberfehler handelt, wäre es nicht der erste beim neuen MacBook Pro. Anfang der Woche kamen Berichte auf, wonach ein veralteter Bootcamp-Audiotreiber bei der Verwendung von Windows 10 immer wieder für kurze, laute Geräusche aus den MacBook-Lautsprechern sorge.

Bei einigen Anwendern soll das Plopp-Geräusch sogar Schäden an den Boxen verursacht haben, sodass die Lautsprecher selbst dann noch verzerrt klangen, als Anwender wieder macOS nutzten. Auf Nachfrage von AppleInsider gab Apple an, betroffenen Anwendern zu empfehlen, sich an den Kundendienst zu wenden.