Für VR-Brillen : JDI bemustert erste 3,4-Zoll-Displays mit 651 ppi

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Für VR-Brillen: JDI bemustert erste 3,4-Zoll-Displays mit 651 ppi
Bild: JDI

Japan Display Inc. (JDI) hat mit der Entwicklung neuer 3,42-Zoll-Displays mit 1.440 × 1.700 Pixeln und damit sehr hohen 651 Pixeln pro Zoll (ppi) begonnen. Sie sollen in VR-Brillen zum Einsatz kommen und bieten die von aktuellen High-End-Modellen wie Rift oder Vive geforderten 90 Hz. Erste Muster wurden bereits ausgeliefert.

Die Reaktionszeit beträgt minimal drei Millisekunden beim Umschalten von Schwarz auf Weiß und maximal sechs Millisekunden. VR-Brillen machen sich diesen Low-Persistency-Modus in der Regel zu Nutzen, um Motion Blur bei schnellen Bewegungen zu unterbinden, der auftreten könnte, wenn die Pixel die gesamten 16,66 ms zwischen zwei dargestellten Bildern leuchten. Die maximale Helligkeit der neuen Displays mit IPS-Technologie beträgt 150 cd/m², der Kontrast liegt bei 700:1.

Beispiel zur Veranschaulichung des Unterschiedes 400 vs. 651 ppi
Beispiel zur Veranschaulichung des Unterschiedes 400 vs. 651 ppi (Bild: JDI)

Einen Termin für die Serienfertigung stellt JDI vorerst zwar nicht in Aussicht, kündigt dafür aber schon den nächsten Schritt an: VR-Displays mit 800 ppi sind kurzfristig das Ziel.

Sharp hat schon 1.008 ppi gezeigt

Sharp hatte bereits im Juni noch höher auflösende Displays für VR-Brillen gezeigt. Das zur CEATEC in Japan ausgestellte Display hatte eine Diagonale von 2,87 Zoll oder 72,9 mm und bot eine Auflösung von 1.920 × 2.160 Bildpunkten respektive 1.008 ppi. Eine VR-Brille würde somit auf 3.840 × 2.160 Pixel kommen – das 3,2-fache aktueller VR-Brillen.

Selbst aktuelle High-End-VR-Brillen wie Oculus Rift und HTC Vive leiden noch unter zu niedrig auflösenden Displays, deren Pixel beim Blick durch die Linsen sichtbar werden. Höher auflösende Displays mit weiterhin mindestens 90 Hz sind allerdings nur ein Ansatzpunkt, um die Qualität der Wahrnehmung zu erhöhen: Leistungsfähige Rechner, die diese Auflösungen dann auch mit mindestens 90 FPS berechnen können, sind der andere.