Xiaomi Mi Note 2 im Test: Das Galaxy Note 7 aus China 3/5

Mahir Kulalic 72 Kommentare

Hohe Leistung, schneller Speicher

Wie das Mi 5s Plus ist das Mi Note 2 mit einem Snapdragon 821 als System-on-a-Chip ausgestattet. Die effizientere Variante des 820 kommt auch im Google Pixel XL und OnePlus 3T um Einsatz. Das SoC verfügt über vier Kyro-Kerne in zwei Clustern mit einer maximalen Taktrate von 2,35 respektive 1,6 GHz pro Cluster. Als GPU kommt eine Adreno 530 mit maximal 624 MHz zum Einsatz.

Beim Testmodell handelt es sich um die Variante mit 4 GByte RAM und 64 GByte UFS-2.0-Speicher und somit nicht um die globale Version. In der größeren, globalen Speicherausführung stehen 6/128 GByte zur Verfügung. Erweiterbar ist der Speicher, wie bei Xiaomi-Topmodellen in der Regel, nicht.

Jederzeit flüssig

Im Alltag navigiert das Smartphone erwartungsgemäß flüssig und schnell durch Menüs, Webseiten und Apps. Anwendungen starten zügig, Ruckler gibt es keine. Die Adreno 530 liefert zudem genug Leistung auch für anspruchsvolle Spiele. Der Arbeitsspeicher genügt auch in der Basisvariante problemlos für Multitasking oder Spiele, der Mehrwert der größeren Variante liegt daher in erster Linie beim doppelten internen Speicher.

In synthetischen Messungen kann sich das Mi Note 2 in den Oberrängen positionieren. Auffällig: Bei der Grafikleistung fällt das Smartphone gegenüber vergleichbar ausgestatteten Modellen teils ab. Trotzdem reicht die Leistung sowohl auf Seiten der CPU als auch auf Seiten der GPU für alle täglichen Anwendungen und auch für anspruchsvolle Spiele.

MIUI 8 als Global Beta

Typisch für Xiaomi wird das Mi Note 2 mit MIUI, auf dem Gerät in Version 8, ausgeliefert. Dies basiert beim Testgerät auf Android 6.0.1, die Sicherheitspatch-Ebene ist von Dezember und damit aktuell. Das vom Händler zur Verfügung gestellte Modell kommt in diesem Fall aber mit der Global Beta und nicht mit einer stabilen ROM. Diese erhält jede Woche Updates, findet sich aber nicht standardmäßig auf Verkaufsmodellen. Auch der Play Store findet sich auf dem Smartphone, die Play Services stürzen allerdings sporadisch ab. Zusätzlich gibt es regelmäßig Benachrichtigung verschiedener Apps auf Chinesisch.

Die ROM beachten

Hier gilt es daher vor oder zumindest nach dem Kauf beim Importeur die Aktualität und Art der jeweiligen ROM zu überprüfen, da Händler gelegentlich eigene ROMs aufspielen oder Modifizierungen für Google Play Services vornehmen.

MIUI 8 auf dem Mi Note 2
MIUI 8 auf dem Mi Note 2

Davon unabhängig zeigt sich MIUI gewohnt bunt und wie viele asiatische Oberflächen ohne App-Drawer, sodass alle Apps auf dem Homescreen und in Ordnern darauf platziert werden. Die Optik und die Tastenbelegung kann wie viele weitere Details den eigenen Vorstellungen angepasst werden, Personalisierung ist eine große Stärke von MIUI.

Der 3-in-1-Knopf als Fingerleser

Der Home-Button kann sowohl physisch als auch kapazitiv genutzt werden und im letzteren Fall für die Gestensteuerung verwendet werden. Daraufhin kann der Home-Button durch Wischgesten nach links oder rechts als „Zurück“- beziehungsweise „Kürzliche Apps“-Taste genutzt werden. Die kapazitiven Tasten links und rechts sind in der Folge deaktiviert. Zudem beinhaltet der Knopf auch den Fingerabdrucksensor, der zuverlässig und schnell funktioniert und leicht einzurichten ist.

Home-Button mit Gesten
Home-Button mit Gesten

Anders als bei Samsungs Edge-Modellen oder dem Nubia Z11 gibt es bei Xiaomi allerdings keine dezidierten Gesten für die gebogenen Ränder, das Display ist daher in erster Linie ein optischer Zusatz. Insgesamt ist MIUI 8 schlank und aufgeräumt, dazu beinhaltet die ROM nur eine überschaubare Anzahl an weiterer Software.

MIUI überzeugt erneut

Wie bei anderen Modellen überzeugt Xiaomi durch die personalisierbare, aber zurückhaltende Oberfläche. Abhängig vom Händler ist dabei die ROM aber nicht immer aktuell oder stabil, daher sollte dies vor dem Kauf beachtet werden. Falls durch den Händler noch nicht geschehen, muss für ein neues ROM die Entsperrung des Bootloaders bei Xiaomi beantragt werden.

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