Nintendo Switch: Starke Verkaufszahlen von Konsole und Zelda

Mahir Kulalic 330 Kommentare
Nintendo Switch: Starke Verkaufszahlen von Konsole und Zelda

Am 3. März ist die Nintendo Switch international in den Verkauf gestartet – und das ersten Einschätzungen zufolge sehr erfolgreich. Das Ergebnis sind auch in Deutschland leere Elektromärkte und Versandlager, offizielle Zahlen fehlen aber noch. Zudem zeigt ein Teardown 4 GByte RAM und gute Reparierbarkeit.

Laut Schätzungen des japanischen Spielemagazins Famitsu hat Nintendo innerhalb der ersten drei Tage nach Veröffentlichung der Switch allein in Japan 330.637 Einheiten verkauft. Dies entspricht in Nintendos Heimatmarkt dem zweitbesten Start, auf dem ersten Rang liegt die Wii aus dem Jahr 2006. Der Vorgänger Wii U startete mit 308.570 Einheiten in der ersten Verkaufswoche in Japan.

Acht Spieler können über WLAN gegeneinander antreten
Acht Spieler können über WLAN gegeneinander antreten

Neue Rekorde in den USA

In einem Interview mit der New York Times hat sich Reggie Fils-Aime, Chef von Nintendo of America, mit dem Reporter Nick Wingfield über die Switch unterhalten. Auch zu den Verkäufen äußerte sich Fils-Aime, genaue Zahlen wurden aber nicht genannt. Trotzdem scheint die Switch auch in den USA ein Erfolg zu sein. Auf Twitter gab Wingfield bereits einige Inhalte des Interviews bekannt. So habe die Switch den erfolgreichsten Start aller Nintendo-Konsolen in den USA hingelegt, gemessen an den Verkäufen von Freitag (dem Verkaufsstart) und Samstag. Zudem sei The Legend of Zelda: Breath of the Wild der erfolgreichste, einzeln erhältliche Starttitel von Nintendo in den USA, womit das Spiel Super Mario für den Nintendo 64 schlägt.

In England und Deutschland ebenfalls stark

Mit Verweis auf Einzelhändler berichtet GameIndustry.biz von rund 80.000 Verkäufen in Großbritannien. Damit schlägt die Hybrid-Konsole auch im Vereinigten Königreich den Vorgänger, von dem nur die Hälfte abgesetzt wurde. Nicht überbieten konnte die Switch laut dem Portal hingegen die Verkäufe von 3DS (113.000), Xbox One (150.000) und PlayStation 4 (250.000) zum jeweiligen Start in Großbritannien. Trotzdem seien die Händler zufrieden, da die Konsole fast überall ausverkauft sei, obwohl unter anderem die Werbekampagne spät gestartet sei.

Während für Deutschland noch keine genauen Zahlen vorliegen, ist die Konsole auch hierzulande in fast allen Fachmärkten und im Online-Handel ausverkauft, was auch ein Blick in den ComputerBase-Preisvergleich zeigt. Größtenteils fehlen Angaben zur erneuten Verfügbarkeit, einige Händler sprechen mitunter von mehreren Wochen und Monaten.

Auch Zelda ein Erfolg

Die Anzahl an Spielen ist zum Start allerdings überschaubar, das Zugpferd ist vor allem Zelda, das auch noch als letztes Nintendo-Spiel für die Wii U erscheint. Neben dem großen Erfolg in den USA ist das Spiel auch in Japan mit geschätzten 193.060 Einheiten weit verbreitet. Zumal die Schätzung von Famitsu nur physische Versionen und keine Downloads mitzählt. In Großbritannien sei Zelda mit Abstand das erfolgreichste Spiel für die Switch. In der letzten Woche sei nur Horizon: Zero Dawn, das exklusiv für die PlayStation 4 verfügbar ist, häufiger verkauft worden. Zudem liege Zelda mit den Verkaufszahlen zum Start auf dem dritten Platz des bisherigen Jahres im Vereinigten Königreich.

Teardown verrät Details zum Aufbau

Rund zwei Wochen vor Verkaufsstart sind erste Fotos einer zerlegten Switch aufgetaucht, die erste Einblicke in die Hardware geliefert haben. Zum Marktstart haben sich auch die Profis von iFixit einem gezielten Teardown angenommen, der Genaueres über die genutzten Komponenten liefert.

Die einzelnen Bauteile der Nintendo Switch
Die einzelnen Bauteile der Nintendo Switch (Bild: iFixit)

Beispielsweise sei der Vibrationsmotor für haptisches Feedback, der für das von Nintendo beworbene HD Rumble zuständig ist, vom Aufbau her identisch zu dem aus den Oculus-Touch-Controllern für die VR-Brille Rift. Zudem verbaut Nintendo insgesamt 4 GByte RAM in Form von zwei Chips des Typs Samsung K4F6E304HB-MGCH nach LPDDR4-Standard.

Was bereits die ersten Fotos vor Verkaufsstart vermuten ließen, bestätigt auch der Auseinanderbau von iFixit: Der Großteil der verbauten Komponenten ist modular oder mit Schrauben versehen, nur weniges ist verklebt – darunter aber das Display und der Digitizer für den Touchscreen. Die Analogsticks der Joy Con, der Kopfhöreranschluss aber auch der Leser der Spielkarten sind modular. Bewertet wurde die Reparierbarkeit der Switch mit 8 von 10 Punkten.