Acer Aspire: Passiv gekühlter All-in-One-PC und vier neue Notebooks

Nicolas La Rocco 3 Kommentare
Acer Aspire: Passiv gekühlter All-in-One-PC und vier neue Notebooks
Bild: Acer

Seinen lüfterlosen LiquidLoop verbaut Acer jetzt auch in einem neuen All-in-One-PC. Der Aspire U27 lässt sich dadurch passiv kühlen und soll durch weniger Staub im Gehäuse eine längere Lebensdauer haben. Im Notebook-Segment hat Acer heute außerdem vier neue Aspire-Modelle vorgestellt, die mehrere Preisklassen abdecken.

LiquidLoop nennt Acer sein aufwendiges Kühlsystem mit üppig dimensionierten Heatpipes, die den Einsatz von Lüftern überflüssig machen und dennoch für eine gute Kühlleistung mit hohen Taktraten sorgen sollen. Das System bildet die Grundlage des neuen All-in-One-PCs Aspire U27, der ab August ab einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.349 Euro auf den Markt kommen soll.

Design im Stile des Apple iMac

Alle Varianten des PCs vereint das 12 Millimeter tiefe Unibody-Gehäuse aus Aluminium, dessen Anschlüsse und Bedienelemente sich ausschließlich auf der Rückseite befinden. Das Design erinnert deshalb unweigerlich an den iMac von Apple. Das 27 Zoll große IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung ist an einem zentralen Standbein mit V-förmigem Metallständer montiert und kann vom Anwender individuell angewinkelt werden.

Die Anschlusssektion auf der Rückseite zeigt Buchsen für das Netzteil, Ethernet, jeweils einen HDMI-Ausgang und -Eingang, dreimal USB Typ A und einmal USB Typ C. Welche Standards jeweils zum Einsatz kommen, ist noch unbekannt. Im Rahmen der Vorderseite verbaut Acer eine Webcam, die für die biometrische Windows-Anmeldung via Hello ausgelegt ist und zudem eine Skype-vor-Business-Zertifizierung trägt, die „bei Videokonferenzen für eine klare und verzögerungsfreie Kommunikation“ sorgen soll.

Intel Optane Memory als Systembeschleuniger

Bei der Hardware vertraut Acer ausschließlich auf Intel und bietet Core-i5- sowie Core-i7-Prozessoren der aktuellen Kaby-Lake-Generation an. Details zu den genauen CPU-Modellen fehlen derzeit noch. Ab Werk sind bis zu 8 Gigabyte DDR4-Arbeitsspeicher verbaut, die vom Anwender auf bis zu 32 Gigabyte erweitert werden können. Den Massenspeicher bilden eine 128 Gigabyte fassende SSD und eine 1-TB-HDD. Als Systembeschleuniger lässt sich Intels Optane Memory für den Aspire U27 bestellen.

Kleinere Modelle mit optionaler Nvidia-Grafik

Unterhalb des Aspire U27 rangiert der neue All-in-One-PC Aspire Z24, der ebenfalls im August aber zu einer niedrigeren unverbindlichen Preisempfehlung ab 849 Euro auf den Markt kommen soll. Dieser PC ist nicht mehr lüfterlos, verpackt seine Hardware aber dennoch in einem 11 Millimeter dünnen Gehäuse, das wie beim U27 auf einem V-förmigen Standfuß steht und seine Anschlüsse auf der Rückseite versteckt.

Acer Aspire Z24
Acer Aspire Z24
Acer Aspire Z24
Acer Aspire Z24 (Bild: Acer)

Auch bei diesem Modell kommen Core-i-CPUs der siebten Generation zum Einsatz, optional gibt es hier sogar eine kleine dedizierte GPU in Form der Nvidia GeForce 940MX. Der Arbeitsspeicher ist wieder 8 Gigabyte groß und kann auf 32 Gigabyte erweitert werden. Bei SSD und HDD gibt es für das günstigere Modell größere Konfigurationen: bis zu 256 Gigabyte PCIe-SSD-Speicher und eine 2-TB-HDD.

Aspire 1, 3, 5 und 7 von 299 bis 999 Euro

Bei den neuen Aspire-Notebooks gilt: je höher die Modellnummer, desto besser die Ausstattung und höher der Preis. Aspire 1 und Aspire 3 bilden ab Juni zu empfohlenen Endkundenpreisen von 299 und 399 Euro den Einstieg in die Serie. Acer nennt die günstigen Notebooks Familiengeräte zum Surfen oder Zweitgeräte.

Das Aspire 1 bietet einen 14-Zoll-Bildschirm mit HD-Auflösung, WLAN-ac, einmal USB 3.0 Typ und zweimal USB 2.0 Typ A, HDMI und Ethernet, dem Intel Celeron stellt Acer 4 Gigabyte RAM und 64 Gigabyte eMMC-Speicher zur Seite. Bis zu neun Stunden Akkulaufzeit für Videos und Musik sollen mit dem in das 18 Millimeter tiefe und 1,65 Kilogramm schwere Notebook integrierten Energiespeicher möglich sein.

Das Aspire 3 ist ein größeres Aspire 1 und nutzt ein 15,6-Zoll-Display mit HD- oder optionaler Full-HD-Auflösung. Für das Aspire 3 bietet Acer auch AMD-Prozessoren neben den üblichen Core-CPUs von Intel an. Der Arbeitsspeicher ist ab Werk mit 8 Gigabyte doppelt so groß, außerdem gibt es bis zu 256-GB-SSD-Speicher anstatt des langsameren verlöteten eMMC. Die SSD lässt sich mit einer bis zu 1 TB großen HDD paaren.

Pascal-Grafik auf 15,6 und 17,3 Zoll

Aspire 5 und Aspire 7 sind für Juli zu unverbindlichen Preisen ab 599 und 999 Euro geplant. Das Aspire 5 ist laut Acer primär für die Mediennutzung wie Bildbearbeitung oder Online-Publishing ausgelegt. In dem Notebook verbaut Acer U-Prozessoren von Intel, maximal kann für das Aspire 5 der Core i7-7500U in Kombination mit „neuester Nvidia GeForce-Grafik“ bestellt werden. Der Wortwahl von Acer nach zu urteilen lässt sich das Gerät mit Pascal-basierte Grafikkarte ordern, bestätigt ist dies aber noch nicht.

Der DDR4-Arbeitsspeicher ist immer 8 Gigabyte groß, bei der SSD im M.2-Format und der zusätzlich verbauten HDD können Käufer bis zu 512 GB respektive 1 TB wählen.

Ein Full-HD-Display ist in der 600-Euro-Preisklasse von Acer noch nicht Standard. Ein 15,6 Zoll großes HD-Display bildet den Einstieg, Full HD ist nur optional. Immerhin verwenden beide Displays ein IPS-Panel. Zu den Anschlüssen des Aspire 5 zählen einmal USB Typ C 3.1 Gen1, einmal USB 3.0 Typ A, zweimal USB 2.0 Typ A und HDMI.

Full HD ist nur beim Topmodell Standard

Das neue Flaggschiff ist das Aspire 7, das Acer mit 15,6 oder 17,3 Zoll großem IPS-Display und Full-HD-Auflösung anbietet. Die Displays sind grundsätzlich matt und nicht als Touch-Variante ausgeführt. In der Maximalausstattung beider Modelle stecken ein Intel Core i7-7700HQ, eine Nvidia GeForce GTX 1060 mit 6 GB GDDR5, 16 Gigabyte DDR4-RAM (aufrüstbar auf 32 GB), eine 512-GB-PCIe-SSD oder eine 1-TB-HDD.

Bei den Anschlüssen gibt es USB Typ C 3.1 Gen1, USB 3.0 Typ A, zweimal USB 2.0 Typ A und HDMI. Im kabellosen Segment übernimmt WLAN-ac mit 2×2-MIMO die Anbindung. Features wie eine beleuchtete Tastatur und die biometrische Windows-Anmeldung via Hello per Fingerabdrucksensor sollen das Paket abrunden.