Nvidia: GeForce MX 150 ist die GT 1030 für Notebooks

Jan-Frederik Timm 28 Kommentare
Nvidia: GeForce MX 150 ist die GT 1030 für Notebooks
Bild: Nvidia

Als HP Anfang der Woche das neue Notebook Envy 13 mit ominöser GeForce MX 150 präsentierte, gab es von Nvidia auf Rückfragen zu diesem Modell noch keine Antwort. Jetzt steht fest: Hinter der Bezeichnung steckt keine OEM-Einzellösung, sondern Nvidias Grafikkarte GeForce GT 1030 für Notebooks.

Drei Mal mehr Leistung pro Watt

Nvidia hat die GeForce MX 150 inzwischen in den eigenen Produktkatalog aufgenommen und Notebooks von Acer, Asus, Clevo, HP und MSI für Anfang Juni angekündigt. Nvidia attestiert der GeForce MX 150 gut 25 bis 30 Prozent mehr Leistung als der GeForce 940MX auf Basis von Maxwell, die Leistung pro Watt Stromverbrauch soll allerdings um den Faktor drei höher ausfallen. Gegenüber der iGPU HD Graphics 620 aus aktuellen Intel-Kaby-Lake-Prozessoren mit 15 Watt soll die Leistung in Spielen um den Faktor vier steigen. Die mobile GeForce GTX 1050 (Test) dürfte rund 75 Prozent schneller sein.

Die verwendete GPU hat Nvidia zwar bisher nicht genannt, die Leistungsdaten und Quellen aus der Industrie sprechen allerdings vom GP108 mit 384 Shadern, wie er auf der GeForce GT 1030 (Test) zum Einsatz kommt. Der GM108 der Vorgängergeneration bot dieselben Eckdaten. Die GPU ist damit schnell genug, um beliebte Titel wie Dota 2 oder Overwatch mit reduzierten Details in Full HD flüssig wiederzugeben. Auch zum Speicherausbau und den Taktraten hält sich Nvidia noch bedeckt, im HP Envy kommt eine Variante mit 2 GB GDDR5 zum Einsatz; mehr Speicher bietet auch die GT 1030 nicht.

Fragezeichen Zusatzfunktionen

Ein Fragezeichen steht auch noch hinter den erweiterten Funktionen: Der GeForce GT 1030 hat Nvidia die Unterstützung von Highlights (vormals ShadowPlay) und G-Sync genommen, aller Voraussicht nach auch nicht unterstützt wird die Wiedergabe von Netflix 4K; der zum Test freigegeben Treiber kennt die GeForce GT 1030 noch nicht und auf die wiederholte Nachfrage der Redaktion, ob sich das ändern wird, hat sich Nvidia bisher nicht geäußert. Weil Kaby Lake diese Funktion ebenfalls bietet und in der Regel in einem solchen Notebook zum Einsatz kommen wird, wiegt dieser Einschnitt nicht schwer.